Sol

Aus Theoria Romana

Wechseln zu: Navigation, Suche

(lat. 'der unbesiegbare Sonnengott') ist der römische Gott der Sonne. Er ist weitestgehend identisch mit Helios aus der Griechischen Mythologie.

Dieser Sonnengott, 274 von Aurelianus zum obersten Staatsgott erhoben anlässlich seines Sieges über Zenobia, blieb bis zur Einführung des Christentums unter Konstantin I. Der Geburtstag dieses Sonnengottes wurde am 25. Dezember begangen.

Sol Invictus ist bereits in früheren Zeiten geläufig; Vespasian stellte ihm zu Ehren schon im Jahre 75 eine Kolossalstatue auf, seit Commodus trägt jeder Kaiser den Titel invictus.

Ursprünglich vereint Sol Invictus mehr oder weniger die orientalischen Religionen wie den persischen Mithras und den syrischen Baal. Die Wurzel dieses nach Rom exportierten Baal lässt sich zurückverfolgen nach Emesa, mit dem Stadtgott Elagabal ( Kaiser Elagabal führte diesen Kult in Rom ein unter der Bezeichnung: Invictus Sol Elagabal).

Der strahlenbekränzte Sol allein, erscheint dagegen schon zur Zeit des Septimius Severus. Sehr oft wird Sol mit segnender rechter Hand und Weltkugel in der linken Hand abgebildet.

Dieser Synkretismus von Sol, Mithras und Baal, erreicht unter Aurelianus (der während des Feldzuges gegen Palmyra eine Erscheinung gehabt haben soll) den Höhepunkt.

Kaiser Konstantin I. der Große lässt bis zum Jahre 323 auch den Sol auf Münzen prägen.


Quelle: Ruhr-Uni-Bochum

Persönliche Werkzeuge