Lucius Annaeus Seneca (2)

Aus Theoria Romana

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Lucius Annaeus Seneca (* um 4 v. Chr., † 65 n. Chr.), auch bekannt als "Seneca der Jüngere", wurde zwischen 2 v. Chr. und 2 n. Chr. in Corduba (heute Córdoba) geboren. Sein gleichnamiger Vater Lucius Annaeus Seneca (1), war rhetor (Rheotriklehrer) und Schriftsteller und entstammte dem Ritterstand. Sein älterer Bruder Lucius Iunius Gallio Annaeanus war Politiker und brachte es bis zum proconsul der Provinz Achaea. Er selbst war ein Onkel des Dichters Marcus Annaeus Lucanus.

Annaeus Seneca kam bereits im ersten Lebensjahr nach Rom, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte und eine umfassende Ausbildung erhielt. Er beschäftigte sich eingehend mit stoischer Philosophie und hatte erste Erfolge als Redner.

Andauernde Körperschwäche (vielleicht Tuberkulose) machten ihm jedoch zu schaffen und er soll in dieser Zeit sogar Selbstmordabsichten gehegt haben. In den Jahren 25 bis 31 n. Chr. hielt sich Seneca in Ägypten auf, um sich zu kurieren. Nach Rom zurückgekehrt, war er die nächsten Jahre als Anwalt tätig um dann vermutlich (das Jahr ist nicht exakt belegt) 41 n. Chr. als quaestor zu amtieren.

Im diesem Jahr 41 n. Chr. wurde er des Ehebruchs mit Livia Iulia, einer Schwester des Kaisers Claudius bezichtigt und vom Senat zum Tode verurteilt. Claudius milderte das Urteil auf relegatio (Verbannung ohne Verlust des Bürgerrechtes und des eigenen Vermögens) ab und er wurde für unbestimmte Zeit auf die Insel Korsika verbannt. Nach Claudius' Heirat mit Iulia Agrippina erlaubte man ihm 49 n. Chr. die Rückkehr nach Rom und er wurde Erzieher des späteren Kaisers Nero, einem Sohn Agrippinas aus ihrer ersten Ehe mit Gnaeus Domitius Ahenobarbus (6).

50 n. Chr. amtierte Seneca als praetor und nach der Thronbesteigung Neros im Jahr 54 n. Chr. wurde er zusammen mit Sextus Afranius Burrus dessen Berater.

Nicht gesichert ist Senecas Konsulat im Jahre 56 n. Chr. Ab 58 n. Chr. schwand sein politischer Einfluss, da sich der ehemalige Schüler Nero immer mehr von seinem Lehrer distanzierte. Zweimal versucht der Philosoph vergeblich, seine Entlassung aus kaiserlichen Diensten zu erreichen und zog sich mehr und mehr aus dem öffentlichen Leben zurück.

Im Jahr 65 n. Chr. wurde Seneca angeklagt, an der Verschwörung des Gaius Calpurnius Piso (3) zur Ermordung des Kaisers beteiligt gewesen zu sein. Ohne Gerichtsurteil wurde er von Nero zum Selbstmord gezwungen. In Anwesenheit seiner Freunde öffnete sich der Philosoph die Pulsadern und trank zusätzlich Gift aus dem Schierlingsbecher. Publius Cornelius Tacitus verfasste einen Bericht über den Tod Senecas und den, von Nero vereitelten, Selbstmordversuch seiner Frau Pompeia Paulina, die ihm in den Tod folgen wollte.

Literatur: Wikipedia

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