Publius Vergilius Maro

Aus Theoria Romana

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Publius Vergilius Maro (Vergil) wird auch als der "Homer Roms" bezeichnet und gehört zu den wichtigsten Dichtern des Prinzipats.

Vergil wurde 70 v. Chr. als Sohn eines Gutsbesitzers in Mantua geboren. Nach einer umfassenden Ausbildung in verschiedenen italischen Städten, unter anderem Rom, traf ihn ein harter Schlag: Im Zuge der Agrarreform Octavians wurde sein Vater enteignet. Später scheint jedoch ein hochgestellter Gönner - möglicherweise Octavian - diese Enteignung rückgängig gemacht zu haben.

Seitdem diente er der Renovatio-Bewegung des Augustus und wurde zu dessen "Hofdichter", auch wenn er eher zurückgezogen lebte. Im Geiste Homers verfasste er die "Aeneis", in der er den mythologischen Ursprung der Römer in Verse kleidete und in den Dienst des Augustus stellte - bald wurde es zu einem maßgebenden Schulbuch Roms.

Nach einer Griechenlandreise, auf der er die "Aeneis" vollendete, erlag Vergil 19 v. Chr. einer Krankheit.

Neben der "Aeneis" wurden auch die "Bucolika" (Hirtengedichte) zu einem bedeutenden Werk des Dichters.


Literatur: Gerhard Metzger, Lateinische Literaturgeschichte, 2001

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