Cerialia

Aus Theoria Romana

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19. April

Die Cerialia waren ein Feiertag zu Ehren der Ceres. Hinweise auf ein durchgeführtes Opfer finden sich keine. Ovid beschreibt, dass an diesem Tag Füchsen Werg um die Schwänze gewickelt wurde. Dies wurde angezündet und die Tiere mit brennenden Schwänzen gehetzt, was der rituellen Fortscheuchung der Sonnenglut gleichkommen sollte. Es gibt jedoch Zweifel an der Korrektheit dieser Darstellung und den Verdacht, dass dies nur eine Erfindung Ovids ist.

Spätestens seit Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. wurden die Cerealia verlängert und als Ludi Ceriales durch die plebeischen Aedilen ausgerichtet. Am 19. April fanden Circusspiele statt, in der Kaiserzeit auch szenische Darbietungen.


Quellen: Inscr. It. XIII2, S. 442; Latte, S. 68; König, S. 57.; Wissowa, RE III, Sp. 1980; Eisenhut, Kl.Pauly I, Sp. 1115; Le Bonniec, LAW, S. 567; Scullard, S. 159;

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