[Villa Rustica Iuliana Ostiensis] Die 5-Jahres-Jubiläumsfeier


  • illa Rustica
    Iuliana Ostiensis


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    Dies ist die aus aktuellem Anlass prächtig geschmückte Landvilla des Lucius Iulius Centho. Er erwarb das Landgut, auf dem sie steht, einst gegen Ende seiner Quaestur vom Legatus Decimus Livianus, sodass sich das Gut seit nunmehr genau fünf Jahren fest in iulischer Hand befindet.*

    Sim-Off:

    * HIER gibt es die Berechnung der 5 Jahre auch gerne nochmal zum Nachlesen.


    Anlässlich dieser Jubiläums-Feierlichkeiten, zu der die gesamte, für stadtrömische Verhältnisse vielleicht eher als B-Prominenz zu bezeichnende Elite der Civitas Ostia eingeladen worden war, hatte der Cousin des Eigentümers, da letzterer als Senator Roma noch immer nicht ohne Weiteres verlassen durfte, sämtliche Vorbereitungen selbst übernommen beziehungsweise selbst delegiert: So erwarteten an der Porta des Anwesens einenjeden Gast zum schnelleren Einlass gleich zwei Ianitores, die natürlich nur hinein ließen, wer auf den entsprechenden Listen verzeichnet war (oder einem der verzeichneten Gäste anhing). Zur Vermeidung von unnötigem Ärger waren des Weiteren zwei der vier duumvirischen Liktoren vorsichtshalber dort abgestellt, was ungebetene Bettler - so zumindest die Hoffnung des Duumvirs - der ganzen Veranstaltung fern halten würde.

    Doch wer erst einmal an diesem Posten vorbei gekommen wäre, würde sich passend zum dritten Viertel des (Amts-)Jahres in einem herbstlich bunt dekorierten Atrium wiederfinden. Hier und dort hüpften ein paar fröhliche Sklavinnen in dunklem Grün oder tiefem Blau durch den Raum und wurden beim Verteilen der bacchiden Efeukränze natürlich tatkräftig von einigen (selbstredend bekleideten, denn dies sollte ja keine Orgie werden) Satyrn und Silenen unterstützt. Eine kleine Gruppe letzterer sorgte von einer künstlichen, kleinen Insel im Impluvium dabei für fröhliche Panmusik, die dem festlich-feiernden Charakter der Veranstaltung wohl durchaus angemessen war. Etwas hinter ebenjenen Musikern stehend, aber dennoch keineswegs unauffällig, erwartete der iulische Duumvir in smaragdgrüner Toga über blassgrüner Tunika seine Gäste. Vor allem die Toga war eine recht kostspielige Angelegenheit gewesen mit ihren vielen in hauchdünnem Gold gehaltenen Weinreben- und Efeuranken-Applikationen, sodass Dives zumindest versucht war in jeder Begrüßung auch unauffällig auf seine Erscheinung hinzuweisen. Zur Unterstreichung der Wichtigkeit seiner Person wurde er dabei von den verbliebenen zwei Liktoren flankiert, während der alte Aglaopes als Nomenclator natürlich ebenfalls nie weit weg war.

    Der erste Gast des Abends war bereits gegen Mitte der siebten Stunde völlig überfrüht eingetroffen... Caius Caelius Caldus. Der Kerl hatte sich mächtig gewaltig in Schale geworfen und sah absolut hinreißend aus. Dass er darüber hinaus auch noch ganz unnötigerweise ein Geschenk mit im Gepäck hatte (und Dives liebte Geschenke), machte es da nicht gerade leichter ihn nicht zu überschwänglich zu begrüßen. Was brachte er mit? Ein... wow... doch gut gelungenes Bild, das neben seiner eindeutigen Darstellung des gefesselten Prometheus (das erinnerte den Iulier an das Theaterstück, welches er hatte aufführen lassen) auch einen durchaus knackigen Mercurius zeigte. So leicht bekleidet wie die beiden dort abgebildet waren und so gefangen in dieser mitunter zweideutigen Situation, brachte es den iulischen Duumvir doch gut zum Schmunzeln. Würde er Serapio nicht kennen, dann wäre Caldus wirklich ein Traum!! Aber wie hieß es so schön? 'Hätte, hätte, Muschelkette...'

    Während sich der Caelier nach einem kurzen Gespräch mit Dives sodann ins nicht minder herbstlich geschmückte Triclinium begab, an dessen Wänden diverse Ranken befestigt worden waren, an denen wiederum hier und dort Weinreben hingen, die zum eigenständigen Bedienen einluden, wurde das Geschenk in Dives' Cubiculum getragen und er selbst noch einmal genaustens mit der umfangreichen Gästeliste bekannt gemacht. Wenig später dann war es soweit: Asinius Celer, Scriba Ostiensis und Klient des Gastgebers, erschien in Begleitung seiner kürzlich aus der alten Heimat Asia Minor eingetroffenen Schwester Asinia Celerina; Duumvir Cassius Hemina Minor gab sich die Ehre zusammen mit seinem Vater und dessen Gattin und so langsam begann sich die Villa Iuliana zu füllen...

    Sim-Off:

    Alle Eingeladenen, sowie deren eventuelle Begleitungen können und sollen bitte davon ausgehen, dass sie an der Porta gleich durchgelassen werden!
    PS: Ich hoffe, es lohnt sich einen neuen Thread hierfür aufzumachen... ^^

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    CIVIS
    DECURIO - OSTIA
    INSTITOR - MARCUS IULIUS LICINUS
    IUS LIBERORUM
    VICARIUS DOMINI FACTIONIS - FACTIO VENETA

    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

    Einmal editiert, zuletzt von Marcus Iulius Dives ()

  • Mit gebührender Verspätung erscheint Ocella gemeinsam mit seinem Mitkandidaten für die Aedilsämter Appius Hortensius Vaticanus sowie seinem Wahlkampfleiter und Freund Marcus Lutatius Frugi. Gemeinsam werden sie vom Türwächter eingelassen und werden sodann von einem weiteren Sklaven ins Haus geführt. Mit einem Nicken trennen sich Ocella und Vaticanus und unterhalten sich mit bereits anwesenden Gästen.


    [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/brcknero9j4e.jpg]| Appius Hortensius Vaticanus - zukünftiger Kandidat: Aedilis Operum Publicorum


    [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/matteidnuqt.jpg]| Marcus Lutatius Frugi - Wahlkampfleiter des Helvetius, Händler

  • Hoch zu Ross kam Aculeo an der Villa Rustica an und rutschte vom Pferd. Kurz blickte er sich um und wartete bis man ihm sein Reisemittel abgenommen hatte um gleich darauf an der schweren Porta zu klopfen. Einen Wimpernschlag später wurde knarrend das Tor geöffnet und der Ianitor ließ den Germanicer sofort eintreten und begleitete diesen dorthin wo möglicherweise bald die Chose begann-

  • Bis zur Villa ging es im Schritt neben der Sänfte her. Vor dem Eingang ging alles Problemlos. Ich half Romana aus der Sänfte. Stolz diese Schönheit an meiner Seite zu haben, betrat ich mit ihr die Villa. Elegant, eine Zierde für jeden Mann. Wie schnell man sich an solch einen Anblick in seiner Nähe gewöhnen konnte. Was würde der Iulius dazu sagen. Was für eine Reaktion legte er an den Tag, sah er Romana und mich? Meine Neigungen hatte sich nicht geändert. Ich war im Begriff sie zu erweitern. Romana hatte etwas an sich, dass einige vorherrschende Ansichten ins wanken gebracht hatte.

  • Und da kamen sie auch schon: weitere Gäste über Gäste. Manche mit Frauen, andere ohne und bei mancheinem war der Iulier der festen Überzeugung weder ihn noch sie bisher jemals irgendwo auch nur gesehen zu haben... aber gut. Zwischen all den ankommenden Gästen erschien dann endlich einer der wichtigeren Akteure des heutigen Abends, Helvetius Ocella. Für den würgte Dives sogar kurzentschlossen die Frau eines Decurios, dessen Name ihm schon nach wenigen Augenblicken wieder entfallen war, ab. Sie erzählte eh nur davon, dass die Einrichtung ja so gelungen sei, et cetera...


    "Helvetius! Salve und willkommen in der Villa Iuliana!", begrüßte der Duumvir Ocella also zunächst, bevor sein Blick auf dessen Begleitungen fiel. Er vermutete, dass einer der Männer der Hortensier war und der andere... wohl dieser andere Gast, den der Helvetius unbedingt dabei haben wollte.
    "Salvete und ein herzliches Willkommen.", meinte er sodann etwas zurückhaltender zu ebenjenen. Oh, wenn die Götter ihm heute zur Seite stünden, dann ließen sie bitte, bitte den Kerl mit diesem keck gewellten Haar den Hortensius sein... bitte, bitte. Nicht dass der Iulier sonderlich scharf auf jenen wäre, denn gegen Caldus - und natürlich auch gegen den nicht anwesenden Serapio - müsste der ja erstmal bestehen, doch würde Dives das Gesicht des künftigen Aedilis operum publicorum ja ein ganzes Jahr lang sehen müssen. Gerade der Tempelbau würde da wohl einiges an Zusammenarbeit erfordern. Mit einem attraktiven, jungen Mann an der Seite ginge die Arbeit einfach gleich noch einmal so schnell von der Hand...


    Während seine Schwester sich bereits begann etwas unter die Leute zu mischen, fand Asinius Celer zurück zu Dives. Den Helvetier kannte er schließlich auch und er vermutete, dass sich auch der andere Aedilis-Candidatus mit in dieser Runde befand, den er natürlich auch einmal kennenlernen wollte.
    "Salvete.", grüßte er alle drei, bevor der Iulier ihn vorstellte:
    "Asinius Celer, mein Klient und derzeit noch-Schreiber in der Curia.", sagte er mehrdeutig. Ocella wusste sicherlich noch, dass der Asinier der erhoffte zukünftige Quaestor von Ostia sein würde. Per Ausschlussverfahren könnte sich der Hortensier dies zumindest denken. Doch allen anderen, die vielleicht auch nur zufällig gerade in der Nähe standen und mit halbem Ohr zuhören, müsste man die Überraschung ja nicht gleich ganz verderben...

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  • Natürlich bot die Villa Iuliana genug Platz und Möglichkeiten, um Pferde und Sänften unterzustellen, während die Herrschaften über jene sich auf die Feier begaben. Station Nummer eins eines jeden Gastes war wohl der Empfang im geräumigen Atrium des Hauses, dem ersten Raum, den man betrat.
    "Hallo, mein Schöner! Hihi.", begrüßte den Germanicus eine der 'Nymphen' spielerisch flirtend.
    "Findest du ihn schön? Hihi.", kam eine andere hinzu und stellte sich ihm an die Seite. Sogleich kam eine dritte und setzte ihm einen Efeukranz auf:
    "Jetzt ist er schön! Hihi.", verschwanden sodann alle drei kichernd und suchten und fanden sogleich ihr nächstes 'Opfer'.


    "Aculeo! Sei mir willkommen in der Villa Iuliana! Ich freu mich, dass du da bist!", begrüßte anschließend Dives den Procurator, während er auf diesen zukam.
    "Wie geht es dir?", erkundigte er sich dann, um ein wenig ins Gespräch mit Aculeo zu kommen. Immerhin... Wann hatten sie sich das letzte Mal gesehen? Bei den ganzen Feiervorbereitungen und der Arbeit, die in der Civitas anlag, konnte er sich schon gar nicht mehr so genau erinnern...
    ... ganz anderes als an den Centurio Decimus Massa! Mit einem Auge durch die geöffnete Porta blicktend, erspähte er den Militär bereits frühzeitig. Draußen verlor das Tageslicht schließlich nur ganz allmählich an Kraft und ab einer gewissen Dunkelheit würden selbstredend auch Fakeln entzündet werden, um niemanden im Dunkeln tappen zu lassen. Kreuzte der Decimer also tatsächlich einfach hier auf?! Und wer war diese Frau da an seiner Seite?? Der iulische Duumvir hörte Aculeo nun automatisch nur noch mit einem Ohr zu und schielte hin und wieder möglichst unauffällig an ihm vorbei auf den Eingang. Offensichtlich konnte Massa eine Höflichkeitseinladung nicht von einer wirklich auch als Einladung gemeinten Einladung unterscheiden... Was meinte er, warum sich Dives so auf Abstand begeben hatte? Etwa weil er das Bedürfnis hätte ihn zu sehen?? Wohl sicherlich nicht! Hoffentlich, so dachte er dann gleich auch noch an den zweiten ungebetenen Gast, würde man auf dem Palatium Augusti anders reagieren...


    Ein 'Satyr' und eine 'Nymphe', die die beiden weiteren Gäste ebenfalls ausgemacht hatten, positionierten sich schon einmal alles andere als unauffällig am Zugang zum Atrium. Dort tuschelten sie miteinander und stünden erst einmal jedem im Weg, der hinein wollte...

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  • Das leichte Schaukeln der Sänfte war wohltuend und Romana sichtlich entspannter, als ihr Massa ins Freie half. An seiner Seite näherte sie sich dem Eingang und betrat schließlich gemeinsam mit ihm und anderen Gästen, an den Posten vorbei, die Villa. Spielerisch lächelnd, wie sie es unter Fremden zu tun pflegte, sah sie sich in dem herbstlich bunt dekoriertem Atrium um. Als ein Slave auf sie zu trat und ihr einen der bacciden Efeukränze entgegen hielt, griff sie zögerlich zu, behielt ihn allerdings vorerst nur in der Hand. Von der fröhliche Panmusik getragen und durch den festlich-feiernden Charakter der Veranstaltung inspiriert, betrachtete sie die Anwesenden und verfing sich schlussendlich mit ihren Hellblauen in den in Gold gehaltenen Weinreben einer besonders aufwendig gestalteten Toga. So wie sich deren Träger gab, handelte es sich offenbar um den Gastgeber, der flankiert von zwei Liktoren, seine Gäste begrüßte und sich bewundern ließ. Nicht schlüssig, ob Massa zur Begrüßung auf ihn zusteuern würde, berührte sie sacht seinen Arm und lächelte zu ihm auf. Ein sehr beeindruckendes Fest.

  • Zitat

    Original von Marcus Iulius Dives


    Das Atrium beeindruckte den Germanicer ziemlich. Wahrscheinlich hätte da eine Cohorte Platz, zwar nur stehend aber doch..dachte sich Aculeo und schritt einige Meter in den Raum hinein als ihm drei Schönheiten umringten, ihn betörend zuredeten und gleich wieder verschwunden waren. Das einzige was von den drei noch da war waren ein Efeukranz auf den Kopf. Die nächste Person die ihm nun begegnete war nicht so unstet wie die drei Mädchen. Der Gastgeber, Iulius Dives, kam in gemälichen Schrittes auf ihn zu und begrüsste ihn genaso freundlich .


    Ich danke dir für die Einladung Dives. Und danke der Nachfrage. Ich kann nicht klagen. Zumindest wirst du heute kein negatives Wort von mir zu hören bekommen. Das Fest sollte ja von Fröhlichkeit erhalten werden. antwortete Aculeo ebenso erfreut und freundlich.
    Ich bin beeindruckt Dives. Centho hat hier wirklich Geschmack bewiesen. Wie geht es dir? Doch anscheinend hatte Dives seine Ohren bzw Augen wo anders. Aculeo blickte sich um wer da nun Interessantes gekommen sei und erblickte einen Mann, anscheinend Mitglied des Exercitus Romanus inklusive weiblicher Begleitung. Automatisch trat er einige Schritte zur Seite damit Dives die Neuankömmlinge begrüssen konnte und wartete ab.

  • Vor der Villa Rustica hatten sich bereits diverse Sänften und ein paar Pferde gesammelt. Der Tiberier hatte sich einmal mehr Zeit gelassen, um auf einer Festivität zu erscheinen, schließlich hatten den besten Auftritt immer diejenigen, die zu spät kamen - eine alte Lehre, schon seit Generationen in der Gens Tiberia weitergegeben... Überhaupt stellte der Tiberier fest, dass es das erste Mal seit langem war, dass er Rom verlassen hatte. Schließlich hasste er es zu Reisen, aber Ostia hatte zum Glück noch eine halbwegs erträgliche Entfernung und für Dives konnte man diese Strapazen schon einmal über sich ergehen lassen.


    Üblicherweise trug der Tiberier an diesem Tage eine Tunika und darüber hinaus die allgemeine bürgerliche weiße Toga. Des Weiteren zierten die Füße des Lepidus zwei nett gestaltete Calcei, deren Oberleder jedoch nicht in roter Farbe, wie bei höhergestellten Patriziern, sondern in einem einfachen ledernden Braun gehalten waren. Nicht verzichtete der Tiberier jedoch auf seinen am Knöchel befindlichen Halbmond aus Elfenbein, was ihn wohl klar als einen Patrizier identifizierte. Überhaupt dachte sich Lepidus, noch bevor er eintraf, dass er möglicherweise der einzige seines Standes auf jener Festivität sein würde. Patrizier gab es in der Nähe von Rom wirklich nur noch vereinzelt und diese hüteten sich auch gern in jenen Tagen davor das Haus zu verlassen.


    Als Lepidus von den Ianitores hindurch gelassen wurde, konnte auch er einen Blick auf das sagenhaft schöne, mit aller Mühe vorbereitete und sicher auch ohne Kosten scheuend gestaltete, Atrium bewundern. Dementsprechend würdigte er dies auch mit einem spontanen Ausspruch: "Ganz nett..." Als eine der Sklavinnen dann mit einem Efeukranz auf ihn zuschritt und ihn dazu nötigen wollte, diesen aufzusetzen, streifte er ihn von sich. "Erst einmal nicht, danke", wies er die Sklavin ab, die sich dann, scheinbar etwas deprimiert und gekränkt, dem nächsten Gast widmete, was die Stimmung des Tiberiers aus irgendeinem Grund merklich anhob.


    Den Iulier hatte der Tiberier dann auch recht schnell erspäht. Die smaragdgrüne Toga war schon irgendwie ein echter Hingucker. Dives war wohl gerade fleißig mit der Begrüßung seiner Gäste beschäftigt, weshalb Lepidus wartete bis er an der Reihe war und hoffte, dass der Duumvir ihn dann gleich mit dem ein oder anderen Bekannt machen würde. In Ostia, von wo wohl die meisten der Anwesenden stammten, kannte er ohnehin kaum jemanden.

  • Bereits kurz nach dem Eintreten Ocellas und seiner Begleiter kam auch schon der Gastgeber gemessenen Schrittes auf sie zu und begrüßte. Die Frau, mit der der Iulier grade noch gesprochen hatte, bleib mit offenem Mund zurück, wandte sich dann aber einer anderen Frau zu, um ihr Gespräch weiterzuführen. Auf die Begrüßung des Gastgebers nickte Ocella freundlich. Salve, Duumvir Iulius und vielen Dank für die Einladung. Dann wandte er sich zu dem jungen Mann zu seiner Rechten zu. ich darf dir vorstellen: Appius Hortensius Vaticanus. und zu dem Mann links von ihm gewandt Und mein guter Freund und Wahlkampfleiter Marcus Lutatius Frugi.


    Der Hortensier deutete eine leichte Verneigung an und sprach dann: Auch von mir einen herzlichen Dank für die Einladung, Duumvir. Es steht ja heute viel auf dem Programm, sodass wir auch viel erwarten dürfen. Man merkte ihm an, dass er sich mit einer aufreizenden Selbstverständlichkeit auf diesem Parkett bewegte, kannte er doch zu Genüge die Feiern seiner Familie, die mindestens ebenso prunkvoll waren. So hatte er bereits ein gutes Training, dass dem Helvetier teilweise noch abging.


    Frugi hingegen war der typische Händler, lächelte über das ganzen Gesicht und verzichtete, der Einfachheit halber, auf eine besondere Begrüßungsgeste. Salve, Iulius. Er kannte den Duumvir natürlich schon, seit dessen erfolgreicher Kandidatur als Quaestor, hieß es doch schon zu dieser Zeit, dass der Iulier bereits die Fäden in der Hand hatte. Auch kannte er zahlreiche Gerüchte über den Duumvir, wobei er jene zumeist als Neid abstempelte. Das Hauptanliegen Frugis war es, Geschäfte zu machen und den Wahlkampf Ocellas zum Laufen zu bringen, und um dafür Kontakte zu knüpfen und Gefälligkeiten einzutauschen, war er hier, kannte er doch auch einen Großteil der Decurionen Ostias, von denen ihm der eine oder andere auch noch einen Gefallen schuldete.

  • Einige neue Gäste trafen ein und der Germanicer kannte keinen davon. Bis auf Helvetius Ocella. Der junge Mann kam recht spät aber man sagt ja...je später der Abend desto hübscher die Gäste. Aculeo wartete noch einige Augenblicke bis er sich entschloss das Atrium zu verlassen um die Räumlichkeiten aufzusuchen wo nun die eigentliche Feier stattfand. Freundlich nickend grüsste er im vorübergehen den einen oder anderen Gast wobei er sich das Gesicht einprägte. Er würde sich später bei Dives erkundigen wer nun alles anwesend sei um so eventuell den einen oder anderen Kontakt zu knüpfen.

  • Romana schien sichtlich beeindruckt. Ich nickte ihr zu. Der Satyr und die Nymphe warteten auf uns, zu offensichtlich standen sie mitten im Weg. Der Satyr ein ansehnlicher Bursche stellte ich mit taxierendem Blick fest. Die Nymphe bei ihm, nicht minder zu verachten. Wir ging direkt auf sie zu. " Unser Gastgeber weiß Feste zu geben. Wollen wir ihn begrüßen." Romana's Blick war am richtigen Mann hängen geblieben. Das war Dives. Nach dieser Nacht im Balneum, wollte ich ihn heute nicht im Unklaren lassen. Heute stand Romana im Mittelpunkt. Ich schätzte, dass Ravdushara nicht locker lassen würde und sie fand. Eine neue Zuflucht, dafür blieb keine Zeit. Also den heutigen Abend genießen. Es konnte der letzte gemeinsame Abend sein.
    Von den Anwesenden, die ich bisher gesehen hatte kannte ich keinen. Im Verlauf des Festes ergab es sich garantiert, dass wir den einen oder anderen kennenlernten.

  • Zitat

    Original von Titus Helvetius Ocella


    Schnell wurden mehr oder minder kurze Begrüßungsfloskeln ausgetauscht, während der Iulier gedanklich seinen Kandidaten-Plan durchging: Cassius Hemina Minor - anwesend; Asinius Celer - anwesend; Helvetius Ocella - anwesend; Hortensius Vaticanus - ebenfalls anwesend. Alle waren da. Gut, der Cassius stand gerade nicht in dieser Runde, doch dem würde sein werter Papa schon den nötigen Mut zusprechen - oder ihm gehörig Feuer unterm Hintern machen.
    "Es freut mich eure Bekanntschaft zu machen, Hortensius, ... Lutatius.", nickte Dives beiden freundlich zu und freute sich innerlich, dass die Götter ihn wohl erhört hatten. Natürlich konnten sie das eigentlich gar nicht, da er ja nichtmal geflüstert hatte, doch erschien es ihm zumindest ein gutes Omen für den Abend zu sein.


    "Ich hoffe, ihr seid alle gut vorbereitet...", sprach er auch in Celers Richtung. "... auf dass dieser Abend uns allen zum Erfolg gereiche! Ich werde nach dem Empfang der Gäste noch einmal ein paar Worte an alle richten, bevor die ersten Gänge aufgetragen werden. Vor dem zweiten Hauptgang, das heißt vor den Fleischgerichten, werden Cassius und ich unseren gemeinsamen.. Plan verkünden. Vor den Wildgerichten dann, wäre es an euch dreien kurz etwas zu sagen. Entweder ihr findet selbst bis dahin eine passende Reihenfolge... Ansonsten würde ich sagen, dass ihr einfach alphabetisch vorgeht: Asinius, Helvetius, Hortensius. * ", stellte der Duumvir seinen Ablaufplan vor. Der Cassier war selbstredend bereits mit diesem vertraut gemacht worden, wobei es bei ihm und Dives natürlich letzterer war, der als Gastgeber das Recht des ersten Wortes haben würde.
    "Ab morgen wird es dann auch offizielle Aushänge geben und für die Verwaltung sollte einjeder von euch dann auch noch einen kurzen, förmlichen Brief an der Poststelle der Curia abgeben. Sind soweit noch Fragen?", erkundigte er sich zum Abschluss und der Asinier schüttelte spontan und ohne großes Überlegen den Kopf.


    Sim-Off:

    * Um niemanden zu langweilen sollte es wohl absolut ausreichen, wenn Reden der Spieler-IDs ausgespielt werden. Nicht, dass du dir jetzt einen Kopf auch um Hortensius machst. :D

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  • Zitat

    Original von Paullus Germanicus Aculeo, Petronia Romana und Appius Decimus Massa


    Der Iulier verstand selbst nicht so ganz, weshalb das jetzt so an ihm nagte, dass Massa hier in weiblicher Begleitung erschien, doch fakt war: Es nagte eben an ihm. Nachdem sie sich etwas zögerlich einen Efeukranz genommen hatte und dem Decimer schlicht einfach einer auf den Kopf gesetzt worden war, blickte sie auch noch in Dives' Richtung. Für einen kurzen Moment verfing sich sein Blick in ihrem und schlagartig ging dem Duumvir zumindest ein kleines Lichtlein auf: Serapio hatte blaue Augen... er selbst hatte blaue Augen... diese Frau dort an Massas Seite hatte blaue Augen... Trotzdem missfiel es dem Iulier sehr, dass der Mann, der noch vor gar nicht so langer Zeit im Balneum nicht unversucht war sich einem gemeinsamen Abenteuer mit Dives hinzugeben, nun so einfach mit einer Frau hier auftauchte. Mistkerl!


    "Gut, gut.", antwortete der Duumvir Aculeo dann etwas abwesend, bevor er sich wieder mehr konzentrierte.
    "So viele Gäste heute... und ich bin ihr Gastgeber. Ich hoffe, du verzeihst, wenn ich dich daher auf später vertröste und mich nun erst einmal den nächsten Besuchern der Villa zuwende.", entschuldigte sich Dives mit einem freundlichen Lächeln und wagte sich sodann in die Höhle des Löwen... das hieß: genaugenommen war dies hier ja eher sein Terrain und folglich er selbst der Löwe! Ja, dieses Bild gefiel dem Iulier schon besser.


    "Salvete und seid willkommen in der Villa Iuliana!", begrüßte der Duumvir sodann also Massa und seine Begleitung mit dem freudigsten Gesicht, das er aufsetzen konnte, wenngleich er sich hinter seiner Fassade - vor allem über den decimischen Besucher - alles andere als freute.
    "Welch Freude, dass du die Zeit finden konntest, Decimus... und dazu noch diese reizende Begleitung mitgebracht hast...", wandte er sich zunächst an den Centurio, bevor er erneut die Frau an dessen Seite ins Visier nahm. Äußerlich überglücklich ging ihm innerlich nur ein Gedanke durch den Kopf: Wer bei Pluto war sie?!?

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  • Zitat

    Original von Lucius Tiberius Lepidus


    Auch der amtierende Aedilis Mercatuum Herennius hatte es sich leider, leider nicht nehmen lassen heute hier aufzuschlagen und die Höflichkeit gebot es nun natürlich auch diesen zumindest kurz mit ein paar Floskeln zu begrüßen. In seinem leicht verwaschenen Blaugrün passte er farblich absolut nicht zum Duumvir und auch die Kombination mit der hellroten Tunica war einfach nur geschmacklos, wie Dives fand. Keine Frage: Dieses Outfit war eine unterschwellige Provokation, davon war der Iulier fest überzeugt. Was für ein Glück, dass der Duumvir nach der oberflächlichen Begrüßung den Tiberier erspähte und damit Grund genug hatte einem kurzen Small-Talk mit dem Herennier zu entgehen. Zwei, drei Worte des Abschieds und schon flüchtete sich Dives zu Lepidus und man konnte ihm an der Nasenspitze ansehen, dass er sich wirklich freute jenen genau jetzt hier anzutreffen.


    "Salve, Tiberius! Ich freue mich dich zu sehen und in diesen vier Wänden als Gast begrüßen zu dürfen!", hieß er den wohl einzigen Patrizier auf der Feier etwas überschwänglicher willkommen. Immerhin erhöhte der Mann ja auch in nicht gerade geringem Maße auch den Glanz der Veranstaltung, wenngleich er wohl an den Glanz der iulischen Toga nicht so leicht heran kam, wie Dives selbst fand.
    "Schön, dass du es einrichten konntest heute hier zu sein. Ich hoffe, die Fahrt hierher war nicht allzu anstrengend?", erkundigte er sich sodann, denn zwar war der Tiberier noch jung und hielt folglich bestimmt auch so einiges aus, doch war er eben auch ein Patrizier... und die hatten nach Meinung des Duumvirs doch hin und wieder diverse, besondere Befindlichkeiten...

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  • Gerade als Romana sich nach dem Gastgeber erkundigen wollte, steuerte dieser gezielt in ihre Richtung. Es blieb ihr eben noch die Zeit, sich den Kranz lose auf den Vorkopf zu drapieren, um die kunstvoll gesteckten Locken nicht zu zerstören.
    Seine Begrüßung, ganz den Erfordernissen eines solchen glanzvollen Festes angepasst, boten ihr die Möglichkeit den Schönling und dessen Gewand zu mustern. Für ihren Geschmack etwas zu übertrieben und eher ein Augenschmaus für eine Theateraufführung. In der Gänze betrachtet allerdings auch widerspiegelnd für seine aufgesetzte Freundlichkeit, die selbst die Braunhaarige mit Bravour zu beherrschen vermochte.
    Während der Gastgeber Massa ansprach, lächelte sie leicht verzückt und überließ die Begrüßung und die Vorstellung ihrer Person ganz ihrem Begleiter.

  • Nein, den Iulier übertraf der Tiberier kleidungstechnisch heute ganz sicher nicht, ein würdevolles und ansehnliches Äußeres, mehr war nicht erforderlich. Es waren auch wahrlich nicht die Zeiten alles andere an Glanz und Prunk in eindrucksvoller Weise zu übertreffen. Besser tat man sich in Bescheidenheit, aber die Zeiten würden sich wieder ändern, ganz bestimmt. Darüber hinaus hätte es der Iulier sicher nicht gern gesehen, wenn jemand anderes die Blicke der Anwesenden stärker auf sich gezogen hätte. Der 'Ballkönigin' stahl man besser nicht die Show.


    Auch Lepidus freute sich natürlich Dives wiederzusehen, was durch ein nettes Lächeln unterstrichen wurde. Die Prozession in Rom zu Ehren des Apollo war immerhin schon wieder ein paar Tage her und nun hatte er ja auch einen frisch gebackenen Duumvir vor sich. "Salve Iulius, die Freude liegt ganz auf meiner Seite. Iuppiter soll mich strafen, wenn ich deiner Einladung nicht nachkommen würde." Manchmal hatte der Tiberier das Gefühl, er baute Iuppiter in jedem zweiten Satz ein, das waren wohl die Nebenwirkungen, wenn man seinen Dienst auf dem Capitol vollbrachte. Bei Gelegenheit würde er Dives wohl von seiner religiösen Tätigkeit berichten. "Die Fahrt war leider furchtbar anstrengend", gab er dann gleich recht direkt von sich. Hin und wieder mochte er auch keine Floskeln und Schönrednereien. "Das Reisen liegt mir wahrlich nicht. Ich bin froh, dass eure Villa nicht... keine Ahnung, in Mantua liegt oder dergleichen. Aber gut, überlebt habe ich es ja zum Glück. Lass mich dich auch noch einmal persönlich - nachdem ich bisher ja nur schriftlich dazu in der Lage war - zu deiner neuen Aufgabe als Duumvir von Ostia beglückwünschen. Ich hoffe du hast schon ein paar gute Pläne, was du erreichen möchtest, auf das die Civitas deinen Namen nicht allzu schnell vergessen wird." Ja, wie er den Iulier bisher zu kennen meinte, hatte er sicherlich so etwas wie ein paar große Bauprojekte geplant. Irgendetwas, was genau so strahlte, wie dessen smaragdgrüne Toga. Mit der Erwähnung seiner schriftlichen Glückwünsche konnte sich der Tiberier womöglich gleich noch unauffällig versichern, ob sein Brief den Iulier tatsächlich erreicht hatte. Eine Antwort hatte er ja bisher nicht erhalten und ob sein Bote die Aufgabe tatsächlich zu seiner Zufriedenheit ausgefüllt hatte, konnte Tiberius nicht zweifelsfrei wissen, was ihm immer noch hin und wieder unbehagen bereitete.

  • Die Nymphe hatte es sehr eilig mit dem Efeukranz. Die nächsten Gäste traten durch die Tür. Keine Gelegenheit sie und den Satyr noch genauer in Augenschein zu nehmen. Dives, prächtig ausstaffiert, näherte sich uns. Sein Auftreten hatte etwas von einer kleinen Inszenierung an sich. Davon abgesehen, was er trug, das stand ihm und machte klar , dass die Iulier gut betucht waren.
    Seine Freude klang nicht ganz so ungezwungen. Aber was störte das. ich erwiderte seine Begrüßung mit einem angedeuteten Lächeln. " Salve Iulius, recht vielen Dank für die Einladung , ich fühle mich geehrt." Romana an der Hand holt ich sie ein Stück nach vorn. " Darf ich vorstellen, Petronia Romana, Cousine des Praefecten Praetorio, Decimus Serapio." In meiner Vorstellung war alles wichtige enthalten. Den Stammbaum vor Dives aufzurollen wäre unsinnig gewesen. " Mein erscheinen war nicht sicher. Zum einen Teil hast du es der jungen Domina zu verdanken. Sie ist zu Besuch und soll zu dieser Gelegenheit ein paar Vertreter Ostia's kennen lernen. Ich bin so zu sagen nur ihre Begleitung." Das stimmte nicht ganz. Nicht nur ihre Begleitung. Das aber ging nur uns etwas an. Sie sollte den heutigen Tag an meiner Seite genießen. " Der andere Grund ist der Praefect. Er lässt sich entschuldigen, seine derzeitigen Pflichten , lassen es nicht zu, deiner Festivität beizuwohnen." Er hatte es so gewollt. Unmissverständlich war, dass hier keiner die classis vertrat. Ich war rein privat hier.

  • Endlich waren sie angekommen, die Fahrt hierher hatte doch mehr Zeit in Anspruch genommen, als Crassus zuerst gedacht hatte. So konnte man sich irren. Trotzallem war er frohen Gemuts endlich vor der Porta der großartigen Villa Rustica Iuliana Ostiensis zu stehen, ein wahrlich prachtvoller Bau. Angereist waren sie mit einem kleinen einachsigen Reisewagen, denn Crassus wollte seiner Begleitung weder einen beschwerlichen Ritt, noch die zwar angenehmere aber deutlich länger dauernde Möglichkeit einer Sänfte antun. Daher fiel seine Wahl auf den Wagen, der war zügig und einigermaßen angenehm, außerdem hatte dieser den Vorteil, dass sie sich unterwegs noch unterhalten konnten und das tat Crassus seit ihrer ersten Begegnung wirklich sehr gerne mit Caenis.
    Höflich half Crassus seiner Begleitung aus dem Wagen und schritt mit ihr zusammen auf einen der beiden Ianitoren zu.


    Sie schienen nicht die ersten Gäst an diesem Tage zu sein, da bereits einige vor ihnen an den zwei Ianitoren, die in Bewachung zweier Liktoren an der Porta standen, vorbeigelassen wurden und ins Innere der Villa vordrangen, aus dem bereits eine sprachgeschwängerte Melodie feinster panmusikalischer Laute kam.


    ,,Da wären wir, die Villa Rustica Iuliana Ostiensis.", beschrieb Crassus das offensichtliche ehe die Beiden vor einem Ianitor zum stehen kamen. Gewandet war der junge Iulier in einer eleganten, aber farblosen Toga, mit einer rötlich schimmernden Tunika darunter. Caenis war eine aufreizende junge Römerin, ganz gleich welche Gewandung sie trug, so empfand zumindest Crassus.


    ,,Ich bin Tiberius Iulius Crassus und dies ist meine Begleitung.", erklärte er dem Ianitor, der danach eine Liste durchging, bis er den Namen gefunden hatte und den Beiden Zutritt zur Villa Rustica gewährte. Den Namen der liebreizenden Caenis, musste er dem Ianitor ja nicht nennen, es genügte, dass er wusste, sie war mit ihm heute da. Mit ihm ... welch schönen Worte.
    Caenis hatte sich bei ihm eingehakt und gemeinsam betraten sie das Atrium der Villa, das nur so vor Dekorationen strotzte. Überall waren Menschen und es hatten sich etliche Gesprächstrauben gebildet, in denen er aber keine ihm bekannten Gesichter zu erkennen vermochte. Kurz darauf, er fragte sich, wie er ihn überhaupt übersehen konnte, entdeckte er Iulius Dives, den Gastgeber des heutigen Abends, auffallend gekleidet in einer smaragdgrünen Toga. Vorsichtig versuchte er Blickkontakt mit ihm aufzunehmen, dass dieser die Beiden am Eingang des Atriums auch entdecken und vorallem begrüßen würde.

  • Als der Centurio die Braunhaarige an der Hand haltend ein Stück nach vorn zog, begannen deren Fingerspitzen zu Kribbeln und auf ihren leicht mit Glanz belegten Lippen erschien ein dezentes Zucken. Gekonnt überspielte sie die Erregung mit dem Griff nach einer ihrer Löckchen, die sich kess ins Gesicht geschlichen hatte und rückte den Efeukranz zurecht.
    Bei der Vorstellung ihrer Person kreuzte sie ihren Blick mit dem des Gastgebers und um den Worten von Massa noch Nachdruck zu verleihen, hob sie ganz leicht ihr Kinn. War es sonst nicht ihre Art, ihre Herkunft und die Gens ihrer Mutter zu erwähnen, genoss sie es in diesem Augenblick und bestätigte das Gesagte mit einem sachten Nicken. Noch hielt sie es für angepasst, zu schweigen und überließ weiterhin die Konversation den beiden Herren. Dabei trat sie allerdings wieder einen Schritt an die Seite ihres Begleiters zurück und begann hinter ihrem Rücken versteckt, ein neckendes Spiel mit dessen Fingern.

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