• Es war früh am Morgen als man die ersten Trompetentöne in den Straßen Roms vernehmen konnte welche die Compitalia ankündigten.
    Am Abend zuvor hatte man noch schleunigst an alle Kreuzungen der Stadt die Schreine und Altare mit Blumen und anderen Pflanzen geschmück welche es in dieser Jahreszeit gab.


    Die Brüder der Germanitas Quadrivii hatten in den Wochen zuvor auch kleinere Gladiatorenspiele organisiert welche sie im Circus Flaminius abhalten ließen. Auch waren alle Männer eingeladen sich an sportlichen Wettkämpfen wie z.B. Ringen, Weitsprung und Laufen zu beteiligen. Dem Sieger würde eine kleine vergoldete Statue welche einen Lar darstellte winken doch diese Veranstaltung würde erst am zweiten Tag der Feierlichkeiten ausgetragen werden.


    Langsam aber sicher füllte sich der Circus und es war an der Zeit die Gladiatoren gegeneinander antreten zu lassen.


    Die erste Paarung waren ein Murmillo er war gallischer Herkunft und trug den Namen Dumiorix welcher gegen einen Hoplomachus der aus dem Osten des Reiches stammte und auf den Namen Polymedes hörte zu kämpfen hatte. Noch war Zeit ein paar kleinere Wetten ab zu schließen...


    Als die Männer sich langsam näher kamen und sich ins Visier nahmen, konnte man die knisternde Spannung förmlich spüren. Wer würde wohl den ersten Angriff wagen, Dumiorix oder aber Polymedes? Die Menge war schon richtig gespannt und hier und da hörte man schon Zwischenrufer welche bellten - die Gladiatoren mögen doch endlich beginnen denn man wäre hier ja nicht zum Schlafen hier her gekommen sondern um Blut zu sehen...


    So traten die Kontrahenten aufeinander zu und der Gallier tat den ersten Schlag welcher von dem Griechen noch pariert werden konnte. Eigentlich konnte man sich ja fast schon denken wie der Kampf ausgehen würde da der Gallier einiges an Masse aufzubieten hatte im Gegensatz zu dem Griechen welcher doch eher man konnte schon sagen recht dürr wirkte wenn man Dumiorix so ansah. Aber er war sehr tapfer und wehrte sich mit allen Mitteln. So stürzte er sich nach der Atacke des Galliers auf diesen und versuchte mit seinem Kurzschwert eine Lücke in der Deckung seines Gegners zu finden, leider ohne Erfolg. Dumiorix welcher den Angriff erahnt hatte konnte ihn mit seinem großen Scutum abwehren.


    Der Menge auf den Rängen des Circuses gefiel dieses Schauspiel natürlich und dementsprechend tobten sie auch...


    Sim-Off:

    Falls wer von den Herren bei den anderen Wettkämpfen mit machen will kann dann einfach mitmischen. Ich werde dann morgen wenn ich es schaffe einen Thraed eröffnen. Den Sieger würfele ich jeweils aus...

  • Nun war der Gallier wieder an der Reihe welcher den Griechen mit seinem großen Schild an die Mauer drückte. Polymedes versuchte vergblich mit seinem Kurzschwert auf Dumiorix einzustochern was ihm nicht gelang da der Gallier trotz seiner Statur den Angriffen geschickt auswich. Im Gegenzug hieb er das Schwert des Hoplomachus aus dessen Hand welche Dumiorix mehr durch Zufall als gewollt getroffen hatte. Wehrlos stand der Grieche nun an der Mauer und das Volk johlte. Vorsichtshalber kickte der Murmillo die Waffe seines Gegners weit weg und hielt ihm die Klinge an die Kehle. Dann sah er zu den Rängen hoch und wartete auf das Urteil der Zuschauer.
    Da der Grieche nicht wirklich gut gekämpft hatte, beschloss die Menge das er es nicht wert war weiter am Leben zu bleiben.
    So kniete sich Polymedes geschlagen vor Dumiorix hin welcher sein Schwert in dessen Genick ansetzte und zu stach.
    Der Hoplomachus sackte in sich zusammen wärend sich der Gallier feiern ließ.
    Rasch kamen vier Sklaven mit einer Trage welche den Toten aus der Arena schafften um Platz für den nächsten Kampf zu machen...



    Die nächste Paarung bestand aus einem Secutor und einem Retiarius. Der Secutor war ein Barbar aus dem Stamme der Chatten mit dem Namen Nidharti. Sein Gegner war ein Nubier den man Bhohme nannte.
    Auch dieses Paar tastete sich vorsichtig ab doch unerwartet warf der Nubier sein Netz aus. Überrascht trat der Barbar einen Schritt zurück und wäre dabei noch gestolpert. Dies wäre fast ein kurzer Kampf geworden was die Menge nicht begrüßt hätte da nicht ein mal ein Hauch von Nervenkitzel dabei gewesen wäre. Als der Germane sich wieder gefangen hatte versuchte nun er seinerseits einen Angriff welcher nicht sehr einfach war da der Nubier zum einen mit seinem Netz nach den Beinen des Chatten angelte und anderseits mit seinem Dreizack nach Nidharti stieß und ihn sogar an der rechten Schulter streifte. Der Chatte verzog Schmerz erfüllt sein Gesicht welches man unter seinem Helm nicht sehen konnte und stieß einen Fluch aus welcher sich auf lateinisch wohl so anhören mußte. Du verfluchter Sohn einer reudigen Hündin welche nur Mißgeburten zur Welt brachte! Doch das Geschrei des Germanen ließ den Nubier kalt. Er fuchtelte nur mit seinem Netz und dem Dreizack herum und ließ dem Germanen nicht den Hauch einer Chance an sich heran zu kommen. Doch irgendwie schaffte es der Secutor doch. Er tauchte unter dem Dreizack durch welcher bedenklich nahe an seinem Helm vorbei zischte und trat auf das Netz des Retiaius. Dieser versuchte natürlich es dem Germanen unter dem Fuße weg zu ziehen was nur bedingt gelang. So hatte Nidharti die Möglichkeit den Nubier am Bein zu verletzen was er auch tat. Die Wunde ging fast über den ganzen Oberschenkel welche den Nubier zusammen sacken ließ. Der Germane umkreiste seinen Gegner vorsichtig, denn er wußte nichts war gefährlicher als ein verwundetes Tier und so war es mit den Gladiatoren auch. Immer wenn der Secutor dem Retiarius zu nahe kam, versuchte dieser ihn mit seinem Dreizack zu erwischen doch ohne Erfolg. Irgendwann hatte der Nubier so viel Blut verloren das ihn nach und nach seine Kräfte verließen. Nun hatte der Germane ein leichtes Spiel und es dauerte auch nicht mehr lange, da konnte er mit einem gut ausgeführten Hieb den Nubier am Hals treffen und durchtrennte damit die Halsschlagader.
    Die Menge johlte. Man konnte förmlich spüren wie aus ihr die Anspannung entwich und sie feierten den Sieger wärend das Opfer aus der Arena getragen wurde.

  • Sim-Off:

    Ich mach das jetzt doch hier...


    Am zweiten Tag der Compitalia standen nun also die Wettkämpfe aus welche Iuvenalis leiten würde. Irgendwie hatte man ihn dazu überredet dieses sportliche Event zu managen was er auch tat und wenn nur mit Widerwillen...


    Er stand in der Arena und wartete auf eventuelle Teilnehmer welche sich den sportlichen Herausvorderungen stellen würden. Auch die Ränge füllten sich nur mäßig. Ja das römische Volk und vorallem die Römer selbst wurden immer dekadenter und hielten nicht mehr all zu viel von sportlichen Veranstaltungen dieser Ar, schon gar nicht wenn man nicht viel gewinnen konnte...

  • Macers Begeisterung für Wagenrennen war zwar wesentlich größer als für sportliche Wettkämpfe mit eigener Beteiligung, aber weil man derzeit ja zu Ehren der Götter gar nicht genug tun konnte, hatte er sich einigermaßen spontan dazu entschieden, sich bei den diesjährigen Compitalia für den Laufwettkampf zu melden. Außerdem sollte man ja auch in der dunklen Jahreszeit in Bewegung bleiben und den Tag nicht nur in den Thermen verbringen. Die dort ebenfalls täglich stattfindenden Ringkämpfe hatten ihn nie sonderlich interessiert, so dass er dort ebenso wie beim Weitsprung nicht mehr Erfahrung hatte als das, was aus seiner Militärzeit übrig geblieben war. Aber Laufen würde ihm wohl durchaus Spass machen, zumal Freunde gelegentlich ohnehin behaupteten, er würde zu schnell gehen oder zu große Schritte machen.


    "Wo finde ich den Organisator oder denjenigen, der für die Laufwettkämpfe verantwortlich ist", fragte er daher nach seiner Ankunft einen der Männer, die so aussahen, als hätten sie irgendetwas mit der Organisation des heutigen Tages zu tun.

  • So nach und nach trafen ein paar mutige Männer ein. Viele waren es nicht und die Meisten hatten sie wenn überhaupt nur für den Lauf gemeldet. Weitsprung und Ringen schien langsam aber sicher aus der Mode zu kommen. Wäre Iuvenalis Neffe Antoninus hier gewesen, dieser hätte sich wohl sofort für`s Ringen begeistern können und wohl auch noch gewonnen...


    Da trat ein Mann auf ihn zu, welcher ihm irgendwie bekannt vor kam doch ihn nirgends hinstecken konnte.


    Salve Bürger. Du hast ihn quasi gefunden. Appius Tiberius Iuvenalis mein Name.


    Der Alte nickte ihm freundlich zu.

  • Das Auffinden der zuständigen Person war schon einmal einfacher als erwartet, stellte Macer fest. "Ich bin Senator Purgitius Macer", stellte er sich zunächst einmal vor. "Ich würde mich gerne für den Wettlauf melden", fügte er dann noch einmal hinzu, auch wenn das weitgehend selbsterklärend war, wenn er eben noch nach dem Organisator dieses Laufes gefragt hatte.

  • Eigentlich hatte Ursus nicht geplant, sich an diesem Wettkampf selbst zu beteiligen. Bevor er sich bis auf die Knochen blamierte, sah er doch lieber nur zu. Also ringen kam auf keinen Fall in Frage. Er war zwar schon deutlich besser geworden, doch einer Konkurrenz, wie sie hier zu erwarten war, war er auf keinen Fall gewachsen. Weitsprung gehörte auch nicht gerade zu den sportlichen Betätigungen, in denen er sonderlich glänzte. Doch er war ein guter Läufer. Nach dem vielen Training mit Cadhla erst recht. Er rechnete zwar nicht unbedingt damit, zu siegen. Doch letzter würde er gewiß auch nicht sein und das genügte ihm doch schon. Dabei sein war alles - wenn man sich nicht grade blamierte.


    Es war Zufall, daß er hörte, wie der Senator Purgitius Macer, den Ursus noch von der Meditrinalia kannte, mit einem Mann über den Wettbewerb sprach. "Salvete", grüßte er höflich, als er einen Schritt näher an die beiden herantrat. "Bitte verzeiht, daß ich mich einfach in das Gespräch einmische. Doch auch ich würde gerne am Wettlauf teilnehmen. Titus Aurelius Ursus ist mein Name."

  • Natürlich war Macer zu einem öffentlichen Ereignis nicht ohne seine Sklaven unterwegs, so dass ihm sein wandelndes Aushilfsgedächtnis rasch die nötigen Informationen zu dem neu hinzugestoßenen Mann bereitstellen konnte. "Salve, Vigintivir", grüßte er den Magistrat daher mit seinem Amtstitel. "Willst du heute einmal vor deinen Amtspflichten davonlaufen oder der knappen Amtszeit hinterher eilen?" scherzte er, denn mit einem amtierenden Magistrat hatte er nicht unbedingt als Teilnehmer gerechnet. Andererseits war er selbst als Curator auch alles andere als arbeitslos.

  • "Vor den Amtspflichten davonlaufen trifft es heute vermutlich eher, Senator", lachte Ursus, indem er auf den Scherz einging. Seine Augen blitzten ein wenig übermütig. "Ich hoffe ja, daß sie Antrieb genug sind, um den Sieg zu erringen." Ein Senator und ein amtierender Magistrat unter den Teilnehmern, das dürfte die Stimmung unter den Zuschauern doch ein wenig anheizen.

  • Der Alte wollte dem Senator gerade antworten als sich noch ein Bewerber meldete. Freudig nickte er diesem zu und notierte die Namen der beiden Männer auf eine Tabula.



    Wettberwerb:


    Laufen


    Teilnehmer:


    Spurius Purgitius Macer
    Titus Aurelius Ursus
    Galeo Tremellius Blosius
    Manius Ludius Molliculus
    Marcus Cocceius Trabea




    Ich hoffe das noch weitere Teilnehmer erscheinen werden. Sonst wird es ein wenig langweilig.


    Er sah die 5 Männer an welche sich bisher hier eingefunden hatten.

  • "Dann muss ich dir ja fast wünschen, dass du nicht gewinnst, denn was gäbe das denn für ein Bild ab, wenn ein Magistrat sich am Ende rühmen könnte, erfolgreich vor seinen Pflichten davon gelaufen zu sein", sprach Macer gut gelaunt und nicht ganz uneigennützig weiter. Ihm war es letztlich egal, auf welchem Platz er landete. Der Wettkampf zu Ehren der Götter war wichtig genug und außerdem war er sich sicher, gut genug zu sein um nicht ganz hinten zu landen.


    Den anderen drei bisher eingetroffenen Teilnehmern nickte er ebenfalls freundlich zu und bedachte sie mit ein paar netten Worten, auch wenn er keinen von ihnen auch nur im entferntesten kannte.

  • "Ach, eigentlich habe ich die längst erfolgreich abgehängt", lachte Ursus und fühlte sich mit sich und der Welt vollkommen zufrieden. "Denn im Moment ist wahrhaftig alles erledigt. Bis dann eben die Antworten der Erben eintrudeln. - Tatsächlich kann ich mir dieses Vergnügen heute ohne das geringste schlechte Gewissen leisten. Wer kann das schon von sich behaupten?" Er hatte wirklich hart gearbeitet in der letzten Zeit. Vielleicht war er deshalb heute so übermütig, mit einem Senator zu scherzen, den er praktisch nicht kannte?


    "Daß Du Dir fast wünschst, ich würde nicht gewinnen, das glaube ich Dir ja gerne", grinste er dann ein wenig frech. "Ich wünsche Dir auch beinahe, daß Du nicht gewinnst. Aber natürlich nur beinahe." Sein fröhliches Lachen zeigte an, daß er das alles nicht ganz ernst meinte. Ihm kam es auf einen fairen Wettkampf an. Der beste sollte gewinnen. Und das konnte ja auch durchaus einer der anderen Teilnehmer sein.


    Nur drei weitere Läufer hatten sich bisher eingefunden. Auch Ursus begrüßte die drei anderen freundlich, ungeachtet dessen, daß er sie nicht kannte. Je mehr Menschen ihn kennenlernten, umso besser.


    Der Wettkampf schien ja bisher noch nicht viel Begeisterung auszulösen. Hoffentlich erzürnte dies nicht die Götter. In der letzten Zeit waren sie schließlich mehr als genug erzürnt worden, da mußte nicht unbedingt noch etwas dazu kommen.

  • Modestus bemerkte, dass Iuvenalis sich die Kandidaten für das Rennen nicht gerade mit einem Prügel vom Hals halten musste, weshalb er nun auch zu ihm ging. Als Pro Magister der Germanitas Quadrivii war er natürlich anwesend, doch bisher hatte er sich noch zurückgehalten, den er war für die Gladiatoren am dritten Tag zuständig, was mehr als genug Arbeit werden würde. Heute wollte Modestus seine neugewonnen Sportlichkeit austesten. Er hatte die letzten beiden Wochen wie ein Bessessener trainiert wann immer er Zeit gefunden hatte. Zwar war er immernoch kein Heracles, doch es freute ihn nun nichtmehr nach der ersten gesprinteten stadium keuchend anhalten zu müssen. Er bemerkte den Senator Purgitius Macer und seinen Kollegen den Vigintivir Aurelius Ursus und begrüßte sie freundlich bevor er zu Iuvenalis gelangte.


    >Salve Iuvenalis. Trag mich doch auch auf die Liste ein. Im Moment fehlte es ja noch an Läufern.<

  • "Ah, noch ein Vigintivir", stellte Macer, durch seinen Sklaven verzüglich informiert, angesichts dieser Anmeldung fest. Allerdings kannte er Annaeus Modestus ohnehin, durch die Leidenschaft für den Rennsport. "Du hast noch immer keine Pferde zum Laufen bekommen und trittst deshalb nun selber an?" fragte er daher auch gleich weiter, denn erwartete immernoch darauf, ob es nun ein kleines Rennen unter der Leitung der Factio Albata geben sollte oder nicht.

  • Und dann fand sich tatsächlich noch ein weiterer Wettkämpfer. Ursus staunte nicht schlecht, daß sein Kollege, der Vigintivir Annaeus Modestus, sich auch noch zu ihnen gesellte. Das versprach ja wirklich ein interessanter Wettlauf zu werden.


    "Salve, Annaeus Modestus", grüßte Ursus den Neuankömmling, erfreut über den weiteren Zuwachs zum Teilnehmerfeld. "Pferde? Rennen? Haben wir in der nächsten Zeit endlich mal wieder mit einem Wagenrennen zu rechnen?" Seine Augen leuchteten auf. Er erinnerte sich an sein Gespräch mit Annaeus Varus in Mantua. Hatte der etwas erwähnt von Modestus im Zusammenhang mit Wagenrennen? Er konnte sich nicht recht entsinnen. Doch die Andeutung des Senators ließ einen Zusammenhang vermuten.


    Auf jeden Fall sah der Vigintivir-Kollege durchaus trainiert aus. Ein leichtes Rennen würde dies auf gar keinen Fall. Doch Ursus war entschlossen, alles zu geben. Schon Cadhla zuliebe, die sich mit ihm wirklich abgemühte beim allmorgendlichen Training. Auch wenn Laufen dabei nur eine Nebensache war.

  • Cincinnatus kam in die Arena, wo er schließlich Titus Aurelius Ursus mit fünf anderen Männern stehen sah. Endlich hatte er ihn gefunden. Nach langem Suchen in der Villa Aurelia wurde er schließlich über einen der vielen Aufenthaltsorte des Vigintivirs informiert. Und hier fand er ihn. Er ging auf ihn zu und rief seinen Namen, um ihn nicht zu erschrecken, wenn er plötzlich hinter ihm auftauchen würde. Dann begrüßte er auch den Senator, den er an seiner Toga Praetexta erkannte, und die anderen.


    "Salve, Urse. Ich will euch nicht stören, aber die Erbschaftsfälle wurden alle erledigt. Und was ich so gehört habe, sind viele mit deiner Arbeit zufrieden. So sollte es ja auch sein, wenn man hart arbeitet, oder?"


    Er lachte kurz auf. Dann erfuhr er von dem Laufwettkampf zu Ehren der Götter. Laufen? Er? Cincinnatus hatte das letzte Mal vor etwa 6 Monaten in Athen einen solchen Laufwettkampf bestritten. Doch er landete auf dem zweiten Platz. Jedoch weiß er nicht, ob das an den schlechten Läufern in Athen oder an seinem Talent im Laufen lag. Letzteres war eher unwahrscheinlich, obwohl er athletisch aussah.


    "Also, wenn noch Platz auf der Liste ist, würde ich mich gerne auch einschreiben lassen. In der Politik komm ich keineswegs an Ursus heran, doch im Laufen.."


    Er beendete den Satz nicht und jeder sollte sich das Ende selbst denken. Dabei lachte er und seine Gegenüber ebenso.

  • Mit dem festen Vorsatz, mich bei öffentlichen Feiertagen mehr zu zeigen - wie dies von Amtsträgern im Allgemeinen erwartet wurde - hatte ich mich schließlich auch selbst dazu überreden können, die Feiern der Compitalia zu besuchen. Fest vorgenommen hatte ich mir den Wettkampf der Ringer mitzumachen, auch, um zu sehen, was ich dabei noch leisten konnte, und vielleicht auch die beiden anderen Disziplinen, mehr zum Spaß und zur Ehre der Götter denn wegen des Gewinnens, ich war nicht mehr so fit, dass ich auf einen Sieg ernsthaft spekulierte - aber es würde sicherlich interessant sein, sich mit den anderen Teilnehmern zu messen. So fragte ich einen der umherstehenden Männer, wo ich denn denjenigen würde finden können, der die Teilnehmer eintrug, und wurde in die Richtung gewiesen, in der schon einige andere, bekannte Gestalten standen.
    "Salvete! Ich sehe schon, das wird heute ein sehr exklusiv besetzter Wettbewerb," grüßte ich die Anwesenden freundlich und meine Laune hob sich sogleich, als ich neben meinem patronus auch noch Aurelius Ursus und den Mit-Vigintivir Annaeus Modestus erkannte. "Bin ich hier richtig bei den Anmeldungen für die Wettbewerbe?"

  • Ach schau an. Es wurden ja immer mehr. Wo kamen die denn alle auf ein mal her. Aber gut, um so interessanter wurde schon der Lauf...


    Salve Modestus. Ich wußte ja gar nicht das du so sportlich bist.


    Grüßte er den Mitbruder lächelnd.


    Aber schön das du mit mischst.


    Auch die beiden anderen Männer grüßte der Alte.


    Salve die Herren! Ja hier bist du richtig!


    Meinte der Magister zu Aquilius.


    Wenn ihr mir eben noch eure Namen nennt das ich diese eintragen kann. So können wir glaube ich dann auch gleich beginnen...

  • Langsam wurde es richtig voll um den Mann von der Anmeldung herum und Macer ging einfach einige Schritte zur Seite, um etwas Platz für die anderen zu machen. Den Mann, der offenbar mit Aurelius Ursus bekannt war, kannte er nicht und auch sein Sklave flüsterte ihm zu diesem nichts zu, aber man konnte ja wirklich nicht jeden kennen, gegen die man zufälligerweise mal einen Wettlauf bestreiten sollte.


    Den nächsten Mann kannte er dafür umso besser. "Salve, Flavius Aquilius, mein Klient!", grüßte er ihn daher vernehmlich und herzlich. "Noch ein Vigintivir hier. Nimmst du auch am Wettlauf teil? Dann können die Magistrate die ersten drei Plätze wohl unter sich aus machen." Einen Augenblick überlegte er, ob das nicht ein netter Modus für den Senat wäre, dass man die gewählten Vigintiviri oder auch Quaestoren zum Wettlauf antreten ließ, um zu entscheiden, wer welche genauen Ämter erhalten sollte. Aber er verwarf den Gedanken wieder, denn der Senat war im Allgemeinen nicht für seine Sportlichkeit bekannt.

  • Erstaunt drehte Ursus sich um, als er seinen Namen rufen hörte. Und noch erstaunter war er, daß sein scriba sich ebenfalls zu ihnen gesellte, um am Wettkampf teilzunehmen. "Salve, Cincinnatus. Du nimmst den Mund ja ganz schön voll", grinste er gut gelaunt, als Cincinnatus andeutete, er sei ihm im Laufen überlegen. Ob das so war, würde sich ja zeigen. Das viele Lob fand er ja einen Hauch übertrieben, aber so war es schließlich üblich. Und Cincinnatus erwies sich damit wieder als Glücksgriff. Nicht nur, daß er zuverlässig und gut arbeitete, er wußte auch, was sich gehörte.


    "Salve, Aquilius", grüßte er dann den Flavier, sichtlich erfreut. "Du willst also auch mitlaufen? Das verspricht ja wirklich ein spannender Lauf zu werden. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis." Zumindest von Aquilius wußte er sicher, daß er gut war. Da er damals in den Thermen angekündigt hatte, mehr trainieren zu wollen, war er sicher besser als damals. Aber auch Ursus war seit dem besser geworden. Aber natürlich konnte er nicht wissen, wie gut die anderen Teilnehmer waren.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!