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Maximus Decimianus Gallus

Wohnort: Tarraco / Provincia Hispania Tarraconensis

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Lugdunum Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
06.11.2006 21:24



Die Kurie auf dem Forum von Lugdunum


Ich hatte die Verwaltungshauptstadt der Provinz Gallia endlich erreicht und nachdem ich das Stadttor passiert hatte, suchte ich eine Taverne, in welcher ich vorerst übernachten konnte. "Zum Hügel der Raben" nannte sich eine, gleich am Forum, befand sich im Besitz eines älteren Galliers mit rotem Haar, hatte passable Preise, einen guten Wein, billige Zimmer, die zugleich sauber und aufgeräumt waren und schien damit in der Summe genau das zu sein, was ich suchte. Ich handelte einen Preis aus, bekam Rabatt, als der Besitzer erfuhr, dass ich Gallier war und dazu noch freigelassener Sklave und bezog mein Zimmer um von dort ausgehend die Stadt zu besichtigen und mir Arbeit zu suchen.

Lange hatte ich mit mir gerungen, doch der Entschluss war dann doch leicht gefallen. Gallien war meine Heimat. Hier gehörte ich her, auch wenn die Wurzeln meiner Ahnen weit zurücklagen. Lugdunum hatte man mir immer erzählt, war der Ausgangspunkt unserer Familie gewesen. Oder zumindest die Siedlung, welche hier bestanden hatte, bevor die Römer Gallien eroberten, den Ort zerstörten und Lugdunum als Verwaltungssitz der neuen Provinz Gallia gründeten. Hier saß folglich der Statthalter, seine Verwaltung, hier kamen die Händler aus der ganzen Gegend zusammen, der Rhodanus beförderte die Schiffe nach Massilia und von dort über das Mare Internum im ganzen Imperium.

Es galt also für mich die Stadt kennen zu lernen. Arbeit zu finden und mit Glück lebte sogar noch ein alter Verwandter, wobei es sich sicher schwierig gestaltete, diesen zu finden. Viel wusste ich von meiner Herkunft nicht mehr. Viel zu viel Zeit war vergangen. Und trotzdem, versuchen wollte ich es. Und ich spürte genau, dies war meine eigentliche Heimat. Hier gehörte ich her.

Dass ich dies noch erleben durfte war ein Geschenk meines Herrn Maximus Decimus Meridius gewesen. Er hatte mir die Freiheit geschenkt. Dies würde ich ihm mit Sicherheit nie vergessen. Mochten ihm die Götter allezeit gnädig sein, oder wie wir Kelten zu sagen pflegten, mochte ihm der Himmel niemals auf den Kopf fallen...


06.11.2006 21:24 Maximus Decimianus Gallus ist offline E-Mail an Maximus Decimianus Gallus senden Beiträge von Maximus Decimianus Gallus suchen Nehmen Sie Maximus Decimianus Gallus in Ihre Freundesliste auf
Maximus Decimianus Gallus

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Auf dem Markt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
06.11.2006 21:43

http://www.imperium-romanum.info/images/...ie/roemer06.jpg

"Terracotta aus der Narbonensis!
Feine Keramik zum besten Preis!


Gleich nach Einbruch des Morgengrauens hatte ich mich auf den Weg gemacht um die Stadt zu erkunden. Zuerst wollte ich mich auf dem Markt umsehen, was an Waren aus dem Imperium alles feil geboten wurde. Und in der Tat es gab annähernd alles. Hier und dort würde es wohl sicher auch Arbeit geben, aber noch eilte es nicht. Ich hatte jetzt mein ganzes Leben lang für die Decima gearbeitet, mein nächster Arbeitsplatz sollte folglich gut ausgewählt sein. Der nächstbesten Tätigkeit nachzukommen, wäre sicher nicht der beste Entschluss, man musste die Lage erst erkunden.

An einem Stand mit schönen Malereien blieb ich stehen. Die Verkäuferin im geschätzen Alter von Mitte Dreissig hatte einige interessante Motive ausgebreitet, schön waren jedoch auch die bemalten Keramikfiguren am Nebenstand. Es war unglaublich mit wieviel Liebe zum Detail diese zerbrechlichen Kunstwerke römische Senatoren, Ritter und Damen nachbildeten, mir wurde schlagartig bewusst, dass ich wohl nie in der Lage sein würde soetwas zu erwerben.

Der nächste Stand hingegen bot billige Keramik an. Die groben Amphoren stapelten sich im Hintergrund meterhoch, man erkannte auf den ersten Blick, dass es hier auf den Umsatz der Masse ankam. Mit einem Lächeln ging ich weiter, begab mich in die Menschenmenge und ließ mich ein Stück weit tragen. An Ständen vorbei, auf die Hauptstrasse, diese einige Meter weit bis an eine Abgabelung, wo ich mich entschied nach Westen zu gehen...


06.11.2006 21:43 Maximus Decimianus Gallus ist offline E-Mail an Maximus Decimianus Gallus senden Beiträge von Maximus Decimianus Gallus suchen Nehmen Sie Maximus Decimianus Gallus in Ihre Freundesliste auf
Maximus Decimianus Gallus

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Das Geschäft Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
06.11.2006 22:10

Im Nachhinein musste ich sagen, ich hatte unglaubliches Glück. Die Entscheidung nach Westen zu gehen, führte mich in eine kleine Gasse an deren Seite ein Laden stand, welcher mich magisch anzog. Es war eines dieser Geschäfte, welche Duftharze und Räucherwerk verkauften. Für alle Anlässe, Festlichkeiten, Zeremonien, Opfer, für die Dame von Welt ebenso, wie für die wenig betuchte Magd, auch wenn letztere Produkte sicher nicht zu den qualitativ besten gehörten. Doch was sollte es. Die Düfte zogen mich magisch an und wenig später stand ich im Laden.



Das Geschäft, in welchem ich Arbeit finden sollte.

Ich war kaum eingetreten, als aus einem der hinteren Räume der weißhaarige Ladenbesitzer nach vorne kam, alt und starr wie eine Säule, eine Wolke von Düften hinter sich herziehend, mit welchen er im Laufe des Tages zu tun gehabt hatte. Ich stand still, blickte mich um, sog die Düfte ein und redete erst, als er mich ansprach und nach meinem Begehr fragte. Doch welches Begehr hatte ich? Aus welchem Grund hatte ich dieses Geschäft aufgesucht? Ich wusste es nicht. Ich wusste nur eines, hier wollte ich bleiben, und zu meiner Verwunderung entwickelte sich das folgende Gespräch - welches hier nicht wiederzugeben gedenke - dahingehend, dass ich noch am selben Tage als einfacher Gehilfe in diesem Geschäft anfing. Ich hatte nichts anderes zu tun, als den Laden sauber zu halten, ihn morgens zu öffnen, abends zu schließen und dazwischen die Kundschaft zu unterhalten, bis der Meister die Zeit hatte, sich dem einzelnen Kunden zu widmen.

Ich hatte meinen Platz und meine Arbeit gefunden und noch konnte ich nicht wissen, dass der Inhaber des Geschäftes um mehrere Ecken mit einem meiner Ahnen verwandt gewesen war, was ich freilich erst einige Wochen später erfahren sollte.


06.11.2006 22:10 Maximus Decimianus Gallus ist offline E-Mail an Maximus Decimianus Gallus senden Beiträge von Maximus Decimianus Gallus suchen Nehmen Sie Maximus Decimianus Gallus in Ihre Freundesliste auf
Titus Duccius Vala

Wohnort: Mogontiacum / Provincia Germania Superior

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Zwischenstation Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
01.08.2009 13:08

Die Reise wurde immer besser. Vala hatte die Reisegruppe in Lugdunum verlassen, sich auf einen kleinen Handelskahn begeben, natürlich nicht ohne sich angemessen von der Frau zu verabschieden. Was er allerdings nicht erwartet hatte, war, dass sein Reittier Thyrfying ein absolutes Problem mit Schiffen hatte, und es brauchte eine Menge Arbeit, um den Hengst davon abzuhalten das Boot zu versenken. Einen Tag und viel gutes Zureden später standen sie im Hafen von Arelas, und etwas späterer auf der Straße über Massillia nach Genua. Das merkbar andere Wetter und die seltsam trockene Vegetation zogen Valas Interesse auf sich, und die ersten Olivenbäume, die er erblickte ließen ihn lächeln. Die Grenze zur Provinz Italia war nichtmehr fern...


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Narrator Germaniae

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Equites cultum filiorum Lavernae induti - Das Geschehen in der Stadt Lugdunum Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
30.06.2012 18:11

Selbstverständlich befand man sich in erhöhter Alarmbereitschaft in Lugdunum, immerhin war die Stadt innert vieler Tagesreisen Abstand die wichtigste... und beinhaltete eben auch die Münzprägerei, die seit Jahren kontinuierlich das Konterfei des jeweils aktuellen Kaisers in heißes Edelmetall prägte. Die Kohorte der Urbaner, die deshalb ihr Heim in der Stadt gefunden hatte, gab den Bewohnern schon immer ein Gefühl der Sicherheit. Keine besonders große Sicherheit, es war immerhin keine Legion, aber doch ein zaghaftes.
Diese Zaghaftigkeit hatte sich allerdings schlagartig in doch sehr rege Nervosität verwandelt als bekannt wurde, dass sich im Norden gleich zwei der wichtigsten Statthalter vom amtierenden Kaiser losgesagt hatten... während die Urbaner in ihrem kleinen Castellum in der Stadt fleissig Salinator die Treue geschworen hatten.
Sowohl die zivilen als auch die militärischen Stadtoberen hatten recht schnell daran geglaubt, dass man die dritte gallische Kohorte von Segusia nach Lugdunum verlegen würde.. aber nichts hatte sich in dieser Richtung getan. Dabei gab es für die nordischen Heere doch nur zwei Möglichkeiten nach Rom zu gelangen: über den Osten in Raetia... oder über den Westen, über sie. Der Befehlshaber hatte schon das eine oder andere Mal in kleiner Runde gesagt, dass er sich trotz der soliden Stadtmauern keine Illusionen machte Lugdunum mit einer Kohorte gegen eine Legion verteidigen zu können.

Aber den Göttern sei dank hatte sich erst einmal aus Richtung Norden nichts getan. Dummerweise allerdings auch nicht aus dem Süden. Weder war ihnen das Kommen einer ganzen Legion angekündigt worden, wie etwa das der neunten hispanischen Legion, noch das einer popeligen Kohorte wie der dritten. Sie standen erst einmal auf sich selbst gestellt, und das gefiel den wenigsten... was, wenn man sich im Norden doch für den Weg über Gallia Narbonensis entschloss?

Bilderquelle

TDV

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30.06.2012 18:11 Narrator Germaniae ist offline Beiträge von Narrator Germaniae suchen Nehmen Sie Narrator Germaniae in Ihre Freundesliste auf
Narrator Germaniae

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RE: Equites cultum filiorum Lavernae induti - Das Geschehen in der Stadt Lugdunum Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
31.07.2012 21:46

Die ganze Nacht über hatte ein Dutzend Männer zusammengetragen was benötigt wurde. Ein Karren mit 2 Ochsen, Getreide als Ladung und Kleidung. Die Kleidung war ausschlaggebend für den Erfolg dieser Mission bzw. das Verhalten der Männer, die nun auf der Landstrasse nach Lugdunum reisten.

Das Tor der Stadt wuchs vor ihnen in die Höhe, je näher sie sich der Stadt näherten und die Besatzung auf den Mauern wie am Tor selbst ließ keinen Zweifel dass die Cohorte der Urbaner bereits in Bereitschaft standen.

Decurio Knaeos ließ sich jetzt, da sie bereits am Ziel waren, nicht mehr aus der Ruhe bringen und trat hinter dem Karren hervor den er gefolgt war.

Salve Soldat.......die Stimme war leise, leicht beunruhigt und untewürfig....Wir kommen aus Ledosus....es kamen Nachrichten über eine Armee die nach Süd-Osten ziehen soll.....wir bitten Euch....gebt uns Schutz vor den Rebellen....es soll schon Opfer geben. Wir sind arme Leute die hart für ihr Leben arbeiten müssen....bitte helft uns....

PAS
31.07.2012 21:46 Narrator Germaniae ist offline Beiträge von Narrator Germaniae suchen Nehmen Sie Narrator Germaniae in Ihre Freundesliste auf
Narrator Germaniae

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05.08.2012 21:38

Selbstverständlich war die Wache auch unter erhöhter Alarmbereitschaft alles andere als hundertprozentig wachsam, weil stete Wachsamkeit ebenso ermüdend war wie gar keine.

"Wir müssen euch und den Wagen durchsuchen...", brummte einer der Soldaten daher nur, und deutete den Männern die Arme zu erheben und sich durchsuchen zu lassen. Das Gerücht über die heranrückende Legion ließ er unkommentiert, schließlich gingen so einige Gerüchte hier jeden Tag ein und aus... und jedes brachte irgendeine Legion näher an Lugdunum. Erst gestern hatte man sich erzählt, dass der Bruder des Ursupators von Britannia mit seinen Legionen übergesetzt hatte und auf sie zumarschierte. Mittlerweile winkte man nur ab, was allerdings nichts daran änderte, dass sie sich verdammt unwohl fühlten... hockten sie hier doch auf nichts anderem als einem Präsentierteller aus Gold.

TDV

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08.08.2012 15:46

Natürlich. Tu deine Pflicht. Ich bin ehrlich gesagt froh dass die Stadt so gut gesichert ist. entgegnete Knaeso sichtlich erleichtert. Insgeheim fiel ihm wirklich ein Stein vom Herzen. Die Waffen, welcher er vorhatte mitzuführen, ließ er dann doch am Ort der Abreise. Gerde einige Dolche hatte er und seine 3 Begleiter mit. Und diese wurden sicher nicht gefunden. So wie die Wache gelangweilt aussah würde die Durchsuchung nicht wirklich lange und genau durchgeführt werden.
Könnt ihr uns eine Übernachtungsmöglichkeit empfehlen? wollte der angebliche Bauer wissen und blickte nun lächelnd den Soldaten an der damit beschäftigt war das Getreide mit dem Pilum zu durchsuchen.

PAS
08.08.2012 15:46 Narrator Germaniae ist offline Beiträge von Narrator Germaniae suchen Nehmen Sie Narrator Germaniae in Ihre Freundesliste auf
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08.08.2012 15:53

Für die Wache waren einfache Dolche absolute Nichtigkeiten, die in ihrer Zeit das Minimum an persönlicher Sicherheit garantierten. Niemand war so leichtsinnig durch das Land zu ziehen und dies vollkommen unbewaffnet zu tun. Dementsprechend desinteressiert gaben sich die Soldaten bei der Durchsuchung und winkten die Neuankömmlinge dann ebenso lustlos weiter...

"Das hier ist Lugdunum.. es gibt nicht wenige Tabernae, aber ebenso gibt es nicht wenige, die vor irgendwelchen Heeren fliehen.", murrte der Soldat, "Ihr könntet Pech haben. Aber lungert bloß nicht auf den öffentlichen Plätzen herum, sonst werfen wir euch einfach wieder hinaus!"

TDV
08.08.2012 15:53 Narrator Germaniae ist offline Beiträge von Narrator Germaniae suchen Nehmen Sie Narrator Germaniae in Ihre Freundesliste auf
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11.08.2012 15:08

Decurio Cavarinus
Innerhalb der Stadtmauern wartete schon Cavarinus, der sich ebenfalls als vor einer anrückenden Streitmacht geflohenen Tagelöhner mit seinen Männern in die Stadt begeben hatte. Im Laufe des Tages hatten sie festgestellt wie immer mehr ihrer Männer, die schon auf dem Weg das Gerücht gestreut hatten, ohne größere Probleme in die Stadt gekommen waren.. manche hatten ihre Dienste gleich Händlern angeboten und waren dank ihrer Körperkraft mehr oder minder gerne gesehene Hilfskräfte.

Sich offensichtlich zusammenrotten konnten die Männer dennoch nicht, immerhin waren auch in einer großen Stadt wie Lugdunum eine Menge von sechzig Männern groß genug um sofort Aufmerksamkeit zu erregen. Sie lungerten herum, arbeiteten oder taten größtenteils beschäftigt um sich mit der Stadt vertraut zu machen... und Befehle und Neuigkeiten kamen bei jedem nur per stiller Post an. Das dauerte alles seine Zeit, und so verging der erste Tag, in dem die Männer sich einfach mit der Stadt vertraut machten und ihre Tarnung perfektionierten... und natürlich war das große Gebäude der Münze schnell zu identifizieren gewesen, immerhin war es direkt an die Kaserne der Cohorte der Urbaner angeschlossen, stets gut bewacht und glich mehr einem winzigen Castellum innerhalb der Stadt als irgendwas anderem.

TDV

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Equites cultum filiorum Lavernae induti - Das Geschehen vor den Stadtmauern Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
11.08.2012 16:14

Titus Sempronius Blaesus
Vier seiner Leute, die er als Männer der Cohors II Raetorum Equitata auf 'Botenritt' nach Rom durch die Stadt geschickt hatte, ließen Sempronius wissen, wie und wo sich seine Leute in der Stadt niedergelassen hatten. Natürlich hatten sie ebenfalls das Gerücht gestreut, dass ein größeres Heer westlich an den Alpen vorbeizieht und die zweite Cohorte einfach nicht wüsste wie sie sich verhalten sollte.
Für sie selbst gab es jetzt nichts anderes als darauf zu warten, dass der Tag vorüberging.. am nächsten ging es dann in aller Frühe los, in voller Kampfmontur auf die Stadt zuzureiten. Früher, als er noch ganz frisch das Kommando hatte, hatte es ihn berauscht als die Leute vor der die Straße entlangpreschenden flohen, aber dieses Gefühl war vor langer Zeit gewichen. Sie brachten Tod, und nahmen ihn, das war das Werk eines Soldaten... aber er hatte nie zu fürchten gewagt eine Stadt wie Lugdunum anzugreifen.

Zwei Meilen vor der Stadt, als die Straße sich um einen Hügel wandte und die Stadtmauern in Sicht kamen, formierten sie sich zur Linie um den auf und an den Mauern stehenden Wachen ohne jeden Zweifel klar zu machen, dass sie angreifen würden. Natürlich war das taktisch gesehen absoluter Schwachsinn, schließlich hätten sie genauso versuchen können die Wachen zu überrumpeln in dem sie so taten als wären sie eine freundlich gesinnte Einheit. Aber dann hätten sie schlimmstenfalls am Tor oder in der Stadt kämpfen müssen, und das war nichts wofür die Reiterei auch nur ansatzweise zu gebrauchen war.
Er wollte möglichst viel Aufmerksamkeit aus der Stadt auf die Stadtmauern ziehen, und kein blutiges Scharmützel in der Stadt mit ungewissem Ausgang.

Als sie in vollen Galopp wechselten und die Stadt immer näher kam, beruhigte es ihn schon fast zu sehen wie die Tore geschlossen wurden... und dutzende panische Händler und anderes Fußvolk sich an den Toren sammelten und kläglich um Einlass jammerten und um Hilfe schrien.
Sie beachteten sie gar nicht, sondern ritten weiterhin in vollem Galopp durch die Felder um die Stadt, über Stock und Stein und sorgten so dafür, dass jedes einzelne Tor geschlossen wurde... und jeder Fußbreit der Mauer mit Männern besetzt werden musste um sie nicht aus den Augen zu verlieren.

Als sie die Stadt einmal umrundet hatten ließ er die Ala Prima in voller Linie Aufstellung nehmen um die Bedrohung für jeden auf der Mauer deutlich werden zu lassen. Schließlich ritt er mit zwei seiner Decuriones näher an die Mauer heran bis man sich in Rufreichweite bestand. Bogen fürchten musste er nicht, erstens gab es auch in der Antike gewisse Gepflogenheiten, zweitens gab es keine Sagitarischen Auxiliare in der Gegend... und Bögen waren für sie nicht mehr als Jagdinstrumente, nicht für den Kampf gedacht.

"IM NAMEN DES DIVUS VALERIANUS FORDERE ICH EUCH AUF: ÖFFNET DIE TORE DER STADT UND ERGEBT EUCH DEM HEER DES KAESO ANNAEUS MODESTUS, TREUEM LEGAT DES VERSTORBENEN KAISERS UND MANN DES RECHTMÄßIGEN KAISERS APPIUS CORNELIUS PALMA!!!", brüllte der Praefect der Ala die Mauern hinauf, die zwar nicht hoch genug waren um Belagerungstürme abzuwehren, aber sehr wohl hoch genug um für Reiterei und Fußsoldaten ein ernstzunehmendes Hindernis darzustellen. Freilich war Valerianus seines Wissens nach noch nicht in die Höhen der Götter erhoben, aber das war der Tradition zufolge auch nur eine Formalie der sich selbst der Ursupator nicht entziehen konnte.
Es dauerte eine ganze Weile, bis sich eine Antwort auftat, und diese kam anonym von keinem deutlich erkennbaren Gesicht auf den Mauern: "Nö, geht weg!"
Er wiederholte seine Forderung noch einmal mit unverminderter Lautstärke, bis sich schließlich jemand zeigte... dem Helmbusch nach zu schließen offensichtlich ein Tribun, und seinem Wissen über die Besetzung der Stadt entsprechend wohl der Tribun der Urbaner.
"IM NAMEN DES RECHTMÄßIGEN PRINCEPS POTITUS VESCULARIUS SALINATOR!", erklang es von den Mauern, als der Urbanertribun gleich einmal klarstellte wem seine Loyalität galt, "WER SEID IHR, und WAS MAßT IHR EUCH AN DIE AUFGABE DIESER STADT ZU FORDERN?"
"ICH BIN TITUS BLAESUS VON DEN SEMPRONII, PRAEFECT DER ALA PRIMA DER SCUBULER.. ICH FORDERE DIE AUFGABE DIESER STADT FÜR DEN RECHTMÄßIGEN KAISER APPIUS CORNELIUS PALMA UND SEINEN LEGATEN KAESO ANNAEUS MODESTUS, WELCHER IN BÄLDE MIT SEINEM HEER HIER EINTREFFEN WIRD! ERSPART EUCH SELBST DIE PLAGE EINER BELAGERUNG! ICH VERSPRECHE HIERMIT IM NAMEN DES ANNAEERS, DASS ES BEI DER ÜBERGABE DER STADT WEDER ZU PLÜNDERUNGEN NOCH ZU SCHÄNDUNGEN DER BEVÖLKERUNG KOMMEN WIRD! GEBT AUF, HILFE FÜR EUCH IST WEIT WEG UND DAS HEER DES ANNAEUS MODESTUS IST GROß!!", rief der Sempronier rüber, und erntete erst einmal einige Moment des Schweigens, bevor sich der Tribun der Urbaner wieder meldete, dieses Mal mit weitaus weniger Überzeugung in der Stimme.
"Wer will dem Wort eines Mannes Glauben schenken, der sich gegen seinen rechtmäßigen Princeps wendet, und sich der Sache eines Kaisermörders und Ursupators verschreibt?"
Der Sempronier seufzte, hatte er auf genau diese Art von Diskussion mal überhaupt keine Lust, und schloss blockte daher entsprechend ab: "Ich bin nicht hier, um diese Dinge auszudiskutieren! Ich stelle euch Bedingungen um zu verhindern, dass ihr großes Unheil über euch bringt! Gebt auf, ihr habt keine Chance! Hilfe ist weit weg, und ihr könnt den Annaeer nicht aufhalten!"
"WIR WERDEN UNS NIEMALS EINEM KAISERMÖRDER UND SEINEN SCHERGEN ERGEBEN!", rief der Tribun wieder etwas energischer zurück.
"DANN KANN ICH FÜR DEINE SICHERHEIT UND DIE DEINER MÄNNER NICHT GARANTIEREN, TRIBUN!", bellte Sempronius mit so viel Drohnung in der Stimme wie er bewerkstelligen konnte, wandte sich um und ritt zurück zu seinen Männern.

Auch wenn Lugdunum eine weite Stadt war, deren Mauern er kaum mit seinen Männern umfassen konnte.. er teilte die ihm verbliebenen Turmae auf und verteilte sie um die Stadt herum. Und er ließ Belagerungswerk bauen.. das einfachste was sich an Katapultartigem innert kurzer Zeit mit ihren begrenzten Möglichkeiten herstellen ließ. Dabei kam es nicht darauf an die Stadt wirklich beschießen zu können, denn als einfach nur authentisch genug mit dem Beschuss drohen zu können. Dass die Wachen von der Stadtmauer die Katapulte als unwirksam und ineffizient erkennen würden konnte man bei der Entfernung bezweifeln.
Ab jetzt galt es nur noch zu warten bis die Nacht kam.

TDV

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11.08.2012 16:14 Narrator Germaniae ist offline Beiträge von Narrator Germaniae suchen Nehmen Sie Narrator Germaniae in Ihre Freundesliste auf
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13.08.2012 13:57

Decurio Cavarinus
Es waren vierzig Stunden voller Anspannung, in der Cavarinus und Kaeso Rufius mit ihren Männern in der Stadt ausharrten und sich größte Mühe gaben so zu tun als wären sie entweder nicht da oder ein ganz normaler Teil der Stadt. Einige von ihnen hatten sich noch Plätze in den Ställen gewisser Tabernae ergattern können, andere übernachteten gar nicht oder im Schatten der Stadtmauer, die dank der vor den Toren campierenden Ala Prima nun die meiste Zeit besetzt waren. Zumindest was das anging war der Plan des Präfekten aufgegangen... jetzt lag es nur noch an ihnen selbst.

In der zweiten Nacht ging es dann los.. noch waren sie bis auf die kleineren Dolche die sie dabei hatten unbewaffnet, und es würde eine ganze Weile dauern bis sie sich auf dem einen oder anderen Weg mit blankem Stahl versorgt hätten. Erst als sie die eine und andere Patrouille in größtmöglicher Stille auseinandergekloppt hatten, hatte Cavarinus einige Männer in voller Rüstung und unter Waffen, aber es waren noch deutlich zu wenig um einen Angriff auf das kleine Castellum der Urbanercohorte zu wagen... und die Zeit drängte, denn bald würde man die Patrouillen als fehlend bemerken.

Ein Lagerhaus im Osten und ein älteres Haus im Norden waren diejenigen, die sie auserkoren hatten. Erstens weil sie in der Nähe der Stadtmauern standen, und weil sie offensichtlich unbewohnt waren. Im Schutz der Dunkelheit Feuer zu legen war kniffliger als gedacht, und als sie den kleinen Kannen mit Öl noch brennende Fetzen hinterher auf die Dächer schleuderten, fürchteten sie eine ganze Weile, dass das Feuer nicht stark genug sein würde um die Leute in der Stadt lange genug zu binden, aber wenige atemlose Momente später züngelten die Flammen doch hoch genug um erkennen zu lassen, dass das ganze Haus in Flammen aufgehen würde.
"INCENDIUM!!!!!!!!!!!", brüllte schließlich jemand, aber da waren die Brandstifter schon wieder auf dem Weg durch die Straßen zu ihrem Treffpunkt, natürlich nicht ohne "DIE LEGIONEN DES ANNAEERS SIND DA!!! WIR WERDEN ANGEGRIFFEN!!" zu brüllen. Jetzt lag es am Praefekten, dieses Zeichen auch zu erkennen und entsprechend für Druck zu sorgen.

TDV

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13.08.2012 21:43

Titus Sempronius Blaesus
Hätte man dem Präfekten der Ala Prima vor wenigen Tagen noch gesagt, dass er mit nicht einmal fünfhundert Mann eine Stadt angreifen würde die zigtausende Einwohner hatte, so hätte er einen für vollkommen wahnsinnig erklärt. Jetzt stand er hier in der Dunkelheit und blickte von einem Hügel über die Stadtmauern und die darin brennenden Gebäude. Verluste unter den Zivilisten, sogenannte kollaterale, waren wenn möglich zu verhindern gewesen... das hatte er seinen Leuten gesagt. Doch das hier wuchs sich offensichtlich zu etwas mehr aus als nur einem angezündeten Gebäude. Mindestens eins der beiden Feuer hatte schon auf zwei weitere Gebäude übergegriffen, und dem Lärm zufolge waren die Vigiles bereits dabei die angrenzenden Häuser abzureißen.

Sobald die Feuer zu sehen gewesen waren, hatten seine Leute das Feuer eröffnet. Zwei der Katapulte waren tatsächlich in der Lage auch wirklich etwas abzufeuern, auch wenn ihre Reichweite und Höhe alles andere als tauglich war.. die meisten Geschossen knallten gegen die Wand und zerplatzten dort ohne Wirkung. Es reichte allerdings vollkommen wenn EINER von zwanzig es über die Mauer schaffte, denn das verschärfte den Eindruck als hätten sie die Gebäude in Brand geschossen.
Zu den weiteren Täuschungsmanövern gehörten die angesteckten Felder um die Stadt herum, deren Feuer mehr Schatten als Licht produzierte. Die Schatten wurden freilich weidlich von ihnen ausgenutzt, Blaesus hatte zehn Männer abgestellt die mit einem Haufen Pferden an der Hand um die Stadt reiten sollten um möglichst größte Verwirrung über die Feindeszahlen zu schaffen. Und dann waren da natürlich die Angriffe auf die Stadtmauer.

An vier Stellen, also mit maximal hundert Mann pro Angriff gingen seine Leute mit Leitern auf die Mauern los und duckten sich so weit unter ihre Schilder wie es nur möglich war. Wirklich herankommen wollten sie eigentlich nicht, aber es reichte wenn sie genug der Verteidiger bannten. Auch wenn er einigen Abstand zu den Geschehnissen an und auf der Stadtmauer hatte, sein Blut rauschte nur so in seinen Ohren. Und dann waren da der Kampfeslärm und die Schreie... Schreie der Wut, des Schmerzes, aber noch keine Schreie von sterbenden Männern. Er hoffte, dass das auch so bleiben würde. Gold hin oder her, er hatte keine Lust seine Männer bei reinen Ablenkungsmanövern zu verheizen...


TDV

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Narrator Germaniae

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15.08.2012 14:17

Decurio Cavarinus
Hatten die Feuer in der Stadt schon für reichlich Verwirrung gesorgt, so brach schier die Hölle los als ihre Kameraden vor den Stadtmauern angriffen. Überall liefen Menschen herum, die einen unter Waffen zu den Stadtmauern, die anderen um bei den Feuern zu helfen. Trotzdem hielt sich ein Großteil der Menschen in den Häusern versteckt und harrte dem, was da noch kommen mochte.

Für Cavarinus und seine Männer war dies der Moment, dem alles galt. Da sich der große Trubel direkt an den Stadtmauern abspielte war der Ortskern relativ ruhig, kaum einen Menschen konnte man erblicken seit die Kämpfe tobten. Außer natürlich die Männer der Ala, die sich mit den wenigen Waffen die sie hatten auf zum großen Komplex der Münzprägerei machten.. sie setzten mit allem was sie hatten darauf, dass die Urbaner es für wichtiger befanden die Stadt zu verteidigen als das Gold des Kaisers. Es schien auch ganz so, als würde ihr Plan aufgehen: nur die zwei üblichen Wachen standen vor dem großen Tor des Gebäudekomplexes.

Der Praefectus hatte es Cavarinus und dem anderen Decurio überlassen, wie sie innerhalb der Stadt vorgehen sollten, und aus einer versteckten Position heraus beobachtete ersterer die beiden Wachen in der kaum beleuchteten großen Straße, und wandte sich nach einem Moment zu seinem Kameraden Knaeos um: "Also... ich denke, wir sollten sie einfach überrennen. Die beiden werden sich schon ergeben, wenn sie merken, dass sie alleine gegen fünfzig stehen... die Hunde wollen sicher auch nicht sterben, was meinst du?"

TDV

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15.08.2012 21:28

Kaeso wiegte den Kopf. Augenscheinlich würde es keine Probleme geben die beiden Wachen auszuschalten. Doch konnte er sich eines unguten Gefühls nicht erwehren....

Lass uns gehen. 5 Mann nach vorne zur Castra. Verhaltet euch unauffällig und wenn ihr nahe genug seid....macht was zu tun ist. antwortete nun Kaeso und blickte nun ebenfalls aus der Deckung heraus zu den Wachen am Ende der Strasse.

Löscht jede zweite Fackel...so als ob ihr dafür sorgen wolltet dass nicht noch mehr den Flammen zum Opfer fallen soll.....fügte er hinzu. Wir folgen euch sobald ihr die beiden erreicht habt. So haben wir zumindest den Überraschungsmoment sicher auf unserer Seite...Wenn wir alle nun drauflos stürmen könnten die Beiden doch noch Alarm schlagen...

Natürlich kam von einigen Unmutsbekundungen doch auch Cararinus war mit dem was Kaeso da von sich gab einverstanden. Es war schliesslich egal....

PAS
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15.08.2012 22:02

Decurio Cavarinus
Kaeso wollte es anscheinend doch auf die linke Tour versuchen, was Cavarinus nicht unbedingt gefiel, schließlich wollte er keine römischen Soldaten ohne große Not ins Elysium schicken. Sein Kamerad war da anscheinend etwas blutrünstiger, und so beobachtete er wie die angewiesenen fünf Männer sich laut bemerkbar an den in Straßenlaternen vergingen, die Cavarinus schon bei ihrem Eintreffen in Lugdunum irritiert hatten. Nicht einmal in Rom gab es Straßenlaternen.

Die beiden Wachen waren nicht dumm, und so entstand schnell ein Scharmützel als sie bemerkten, dass die fünf Laternenlöscher es eigentlich auf sie abgesehen hatten, das wegen der großen Überzahl jedoch schnell vorbei war. Sie schafften es gerade um Hilfe zu rufen bevor sie von den Männern des Kaeso niedergemacht wurden, und somit die ersten Opfer des Bürgerkriegs darstellten.

Einen Moment später rannte Cavarinus mit dem Rest der fünfzig Männer auf das eroberte Tor zu, dass sie in aller Eile aufrissen und atemlos nach innen lauschten... wo sich allerdings nichts tat. Zwei kleine Laternen spendeten im Hinterhof der Münzprägeanstalt für mehr Schatten als Licht, aber es reichte um erkennen zu können, dass keine Gegnercenturie auf sie wartete. Ruckzuck waren die Reitersoldaten über den Hof geschwärmt und hatten die beiden Toten von der Straße mit sich gezogen, deren Schwerter wurden freilich sofort wiederverwertet, genauso wie deren Rüstungen. Er ließ zwei seiner Leute am Tor stehen um zumindest von der Straße her den Eindruck zu erwecken als wäre alles in Ordnung. Das Tor wurde geschlossen, und nun standen Kaeso, Cavarinus und der Rest ihrer Leute im großen Gebäudekomplex der Prägeanstalt. Es gab keinen Plan, sie hatten keine Ahnung wo die gefertigten Münzen auf ihren Abtransport warteten... oder das Gold auf seine Weiterverarbeitung. Da half nur noch suchen, also teilten sie sich in fünf Gruppen von zehn Mann auf und begannen durch die Kaserne und die Prägeanstalt auszuschwärmen... wie sie erhofft hatten, war die Kaserne größtenteils verlassen. Aber ob sie das vollkommen war, das konnten sie nicht sagen. Noch nicht.

TDV

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22.08.2012 14:19

Decurio Cavarinus
Die Kaserne mit der angeschlossenen Münzprägeanstalt war wirklich so gut wie ausgestorben... so gut wie. Die einzigen, die sie vorfanden waren ein paar verängstigte Sklaven die sich in ihren Räumlichkeiten versteckt hatten. Es brauchte nicht viel Überzeugungsarbeit von den Männern der Ala Prima um sie zum Schweigen zu bringen, die meisten wurden einfach nur geknebelt oder gleich kollektiv in ihren Räumlichkeiten eingesperrt... mit dem netten Hinweis, dass man das komplette Gebäude anzünden würde, sollten sie versuchen Hilfe zu holen.

Der Kampfeslärm von den Stadtmauern her war hier inmitten des Gebäudes wenig mehr als ein verschwindend geringes Echo aus Geschrei und Waffengeklirr, und zumindest Cavarinus hörte mehr das Rauschen seines eigenen Blutes in seinen Ohren als irgend etwas, was weitab geschah. Das Rauschen nahm nicht ab, je angestrenger sie den großen Komplex durchsuchten.. und es dauerte definitiv viel zu lange. Wenigstens hatten sie sich in der Kaserne mit genügend Waffe und Wehr ausrüsten können, aber von Gold war weithin nichts zu sehen. Ihre Fackeln spendeten mehr Dunkelheit als Licht und jeder Schatten der sich auch nur vermeintlich bewegte machte ihn und seine Männer noch nervöser, immerhin liefen sie durch ein Gebäude das sie nicht kannten.

Er wusste nicht mehr wie lange es wirklich gedauert hatte, bis einer seiner Männer atemlos vor ihm stand und ihm berichtete, dass eine der anderen Gruppen endlich etwas gefunden hatten.
Eiligen Schrittes waren er und seine Leute dem Mann gefolgt, um mehr Ecken und Wendungen als er zählen konnte, und schließlich in einen unscheinbaren Raum mit einem Loch im Boden. Da musste er reinkriechen?
Cavarinus seufzte laut, bei diesem Auftrag blieb ihm auch rein gar nichts erspart.
Das Loch war ein Keller mit eigens errichteter Luke in einer der Ecken des Raumes, über dem zuvor einige Säcke mit Sand für die Münzepresse gestapelt worden waren. Es war wohl nur Zufall gewesen, dass einer seiner Leute sich auf dem Sack erleichtert hatte... was ihnen nun den Zugang zum Gold einbrachte... aber gleichzeitig auch den Gestank von Reiterpisse in den Nasen.
Unten war es genauso finster wie oben, aber die vier Truhen zeichneten sich deutlich im Fackellicht ab. Die Schlösser waren.. speziell. Cavarinus machte sich keine Illusionen, dass sie die knacken würden.. also ließ er schweres Werkzeug herschaffen, damit seine Leute die Truhen einschlagen konnten.

Der Lärm war so laut, dass sie die Luke wieder verschlossen und Wachen an allen Ecken und Enden postierten.. und schließlich sogar wieder die Säcke mit weißem Sand über der Luke drapierten damit der Lärm etwas gedämpft wurde. Jetzt hieß es nur noch warten, bis die Truhen nach- und ihr Inneres freigaben. Und nichts war so nervenzehrend wie Warten...


TDV

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23.08.2012 18:56

Decurio Cavarinus
Wenn man ständig darauf horchte, dass sich draußen Kampfeslärm auftat und vom Sturm des Gegners auf seine eigene Kaserne kündete, konnten einen jedes andere Geräusch nur allzu leicht aus der Fassung bringen. Cavarinus war so konzentriert, dass sein Herz beinahe stehen blieb als sich unter den Sandsäcken das erste metallene Knirschen auftat und danach dumpfer Jubel aufbrandete.
Dann, wenig später, ein zweites Knirschen, dann ein drittes.. und ein viertes... mehr Jubel. In aller Eile zogen sie die Sandsäcke von der Luke und Cavarinus sprang fast in die Kammer darunter.. seine Augen hatten sich noch lange nicht an das noch geringere Licht gewöhnt, da fiel ihm bereits das goldene Glitzern auf, das in den aufgebrochenen Truhen zu sehen war.

"Gut gemacht, Männer...", lobte er seine Jungs die reihum mit breitem Grinsen aber auch schnell gehendem Atem standen, rieb sich die Augen und trat näher an die Beute heran. Gold war immer ein schöner Anblick, egal in welchem Licht, und ihm fielen quasi die Alpen vom Herzen, dass sie diese Höllentour nicht wegen gar nichts auf sich genommen hatten.
Doch.. der zweite Blick offenbarte etwas, dass so nicht sein sollte. Was war das? Das Gold fand sich nicht säuberlich in Barrenform gegossen, sondern in vielen kleinen Kügelchen, Blättern.. unwirklichen Formen. Fast wie Dreck in den Straßen, nur aus Gold.. das hier war kein Gold das darauf wartete eingeschmolzen und in Münzenform gegossen zu werden, das hier war Restgold, das aus der Prägeanstalt nach dem Gießvorgang wieder aufgesammelt wurde um später wieder eingeschmolzen zu werden. Hier und dort waren zwar offenbar fehlerhafte Münzen zu sehen... aber es schmälerte ganz klar die Menge des Goldes die er gerade vor sich hatte.. andererseits war es so einfacher zu transportieren. Auch wenn die Menge, die er vor sich hatte wohl reichen würde um alle seine Männer bis in alle Zeiten zu sehr reichen Männern zu machen, er konnte nicht abschätzen ob das reichen würde um ein ganzes Heer zu unterhalten. Wahrscheinlich nicht... dafür war die Truhe nicht voll genug, das erkannte er, auch wenn er nie das Glück gehabt hatte einmal die Kasse der Ala in ihrer Gänze bewundern zu dürfen. Die zweite Truhe enthielt offensichtlich Silber in etwas größerer Menge, allerdings ebenfalls nur Fisselzeug, das wohl nach dem Gießen übrig geblieben war.. und die beiden anderen mit Bronze, wobei tatsächlich der eine oder andere Barren dabei war. Das war sehr viel Geld, ganz klar... aber wohl nicht soviel, wie sich die hohen Herren erhofft hatten.

"Na, los Jungs... Säcke organisieren, wir nehmen den Scheiss mit... und wehe einer von euch packt sich so etwas ein.", befahl er seinen Männern, und nach etwa einer halben Stunde geschäftigen Treibens standen seine fünfzig Leute mit nicht allzu prall gefüllten fünfzig Säcken bewaffnet im großen Atrium der Kaserne und machten sich bereit, den Rückweg zu dem Tor anzutreten, das sie als ihr Fluchttor auserkoren hatten...


TDV
23.08.2012 18:56 Narrator Germaniae ist offline Beiträge von Narrator Germaniae suchen Nehmen Sie Narrator Germaniae in Ihre Freundesliste auf
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25.08.2012 13:19

Decurio Cavarinus
Stockfinster war es, als sie das Tor der Kaserne öffneten und in die Straßen der Stadt zurückströmten. Gut drei Stunden hatte es gedauert, und die Dämmerung war nicht mehr allzu fern. Fast alle seine Männer waren mittlerweile mit mindestens einem Rüstungsteil ausgerüstet, nahezu alle waren bewaffnet.. würde die Dunkelheit ihre Abgerissenheit nicht kaschieren, würden sie aussehen wie eine vollkommen aufgeriebene Einheit der Urbaner. Das Metall ihrer Ausrüstung, vor allem aber das Metall in ihren Beutesäcken erzeugten neben ihrem angestrengtem Atem eine eigenartige Geräuschkulisse und machte seine Truppe zu einer klimpernden und keuchenden Menschenmasse.
Draußen war immernoch der Kampfeslärm zu hören, auch nach drei Stunden hatten ihre Kameraden unter dem Praefekten nicht nachgelassen die Männer Lugdunums auf den Mauern beschäftigt zu halten.. auch wenn Cavarinus sich verhaltenere Geräusche einbildete.

Wenige hundert pedes vor dem Westtor bogen sie in eine Seitenstraße ab, um nicht direkt auf das bewachte Tor zuzulaufen, und zwei Ecken vor dem Tor luden sie ihre Beute ab, ließen zehn Männer (denen Cavarinus besonders vertraute) und ging mit den verbliebenen vierzig langsam auf das Tor zu.. in perfekter Marschordnung. Als sie das Tor erreichten hob Cavarinus den rechten Arm und machte die Soldaten am und auf dem Tor auf sich aufmerksam, und versuchte trotz klopfenden Herzens so ruhig und selbstsicher wie möglich zu klingen: "Leute, wir kommen um euch abzulösen.. ihr sollt euch einen Moment Ruhe gönnen."
"Achja?", erscholl es recht müde aus einem der Fenster der Torwehrung, "Auf wessen Befehl?"
"Der Befehl kam von Tribunus Sextuanius direkt. Ruht euch aus, wir machen das jetzt..", gab Cavarinus zurück, froh, dass er in dem Tag Vorbereitung den Namen des Kommandeurs gelernt hatte. Im Viertellicht der Nacht und Fackeln konnte er einige Schemen erkennen, fünf waren direkt unten, aber wieviele waren oben?

"Das ist ja wirklich interessant...", erschien auf dem Torgang eine weitere Gestalt, "...ich bin Tribunus Sextuanius."

TDV
25.08.2012 13:19 Narrator Germaniae ist offline Beiträge von Narrator Germaniae suchen Nehmen Sie Narrator Germaniae in Ihre Freundesliste auf
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Und wieder draußen... Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
26.08.2012 13:32

Titus Sempronius Blaesus
Geduld war wohl die Tugend, deren Erringung am meisten Schweiß und Nerven kostete. Sempronius Blaesus stand in der Nähe der Stadtmauer, freilich außerhalb der Reichweite irgendwelcher Pila und anderer Geschosse, und biss herzhaft in einen Apfel während ihm ein Decurio von dem Angriff auf den nördlichen Mauerteil erzählte. Natürlich waren sie gescheitert, denn Blaesus wollte nicht riskieren den verlustträchtigsten Teil einer Erstürmung, den Kampf auf der Mauer, tatsächlich aufzunehmen. Ran an die Mauern, sich mit Steinen und anderem Unrat bewerfen lassen und nach einer Weile wieder abhauen, das war die Devise. Bisher hatte ihn das nur einen Mann gekostet, der von einer Leiter gefallen warf und sich das Genick gebrochen hatte... die anderen hatten sich vom Beschuss von der Mauer nur leichtere Blessuren bis zu gebrochenen Knochen zugezogen, nicht weiter schlimm.

Das, was Blaesus aber mehr Sorgen bereitete, war, dass die Jungs um Cavarinus so lange brachten. Wie lange rannten sie jetzt schon zum Spaß gegen die Mauern an? Drei, vier Stunden? So langsam konnten die sich wirklich mal zeigen.. er hatte schon die Taktik geändert und seine Leute an immer anderen Stellen angreifen lassen, damit die Verteidiger möglichst auf der Mauer und nervös blieben. Doch was brachte ihnen das, wenn die Männer IN der Stadt nicht zusahen aus dieser heraus zu kommen?

Er starrte auf die Mauer und den dahinter langsam grauer werdenden Himmel, als sich ihnen atemlos einer seiner Leute näherte, und ENDLICH davon berichtete, dass aus dem westlichen Tor eine große Gruppe ausgebrochen wäre und in die Dunkelheit strebte... halbherzig verfolgt von wenigen Männern, die die Jagd aber wenige Schritte hinter der Mauer aufgaben, wohl aus Angst vor den Reitern der Ala.
Flugs war der Praefect der Ala auf seinem Reittier und im nu zu seinen Leuten geritten, die sich im Dunkel an einer kleineren Gruppe Bäume an der Straße gen Ledosus eingefunden hatten, und als ihm ein schwarzer Schatten entgegentrat, konnte Blaesus sich ein Lächeln nicht verkneifen.
"Wie ich sehe, hast du deine Haut retten können, Decurio... schön euch zu sehen.. bzw. nicht zu sehen... wie sieht es aus?", erkundigte sich der Praefect nach seinen Männern.
Decurio Cavarinus
Der Decurio war freilich vollkommen außer Atem, aber er schaffte es noch einigermaßen zackig zu salutieren: "Bitte erst um Erlaubnis, mich setzen zu dürfen, Praefectus..."
"Jaja, mach nur... also, wie schaut es aus?", gierte der Praefekt nach guten Neuigkeiten.
"Wir waren erfolgreich... einigermaßen, heißt das...", begann der Decurio zu erzählen, "..es hat alles wie geplant funktioniert, bis auf das Ende. Wir haben Brände gesetzt, die Münze geplündert.. nur am Ende sind wir auf den verdammten Tribun der Bande und seine Leute getroffen. Drei unserer Männer sind tot, acht gefangen."
"Bedauerlich.", fasste der Praefekt zusammen, andererseits waren drei Tote bei so einem Kommando durchaus zu verschmerzen. Die acht Gefangenen würden sie zurücklassen müssen, das war ihm klar... je schneller der Bürgerkrieg vorüber war, desto schneller würde man sie gehen lassen.. und ihr Gold würde dafür sorgen, dass er schneller vorüber ging. Das Gold, das war wichtig: "Wie sieht es mit der Beute aus? Was konntet ihr mitnehmen?"
"Ich habe nicht die geringste Ahnung.. wie haben fünfzig Doppelsäcke geschnürt, als wir uns durch das Tor gekämpft haben, haben wir einen Sack Silber in die Truppen des Feindes geworfen... die haben sich drauf gestürzt wie die Hunde. Das hat uns die Ärsche gerettet... wir haben jetzt noch etwa.. Caspio, wieviel haben wir jetzt?", rief er einem seiner Männer zu, der im Dunkel gerade bei einem anderen hockte und diesen offensichtlich einen Arm verband. Die Zahl, die der Mann zurückrief ließ den Praefect die Stirn in Falten legen. Fünfundreissig Säcke war nicht schlecht... aber allzu voll schienen die Dinger auch nicht zu sein, als er mit dem Fuß dagegen stieß: "Ich gehe mal davon aus, dass die nicht alle voll Gold sind?"
Der Decurio schüttelte nur den Kopf, während er sich einen Schluck Wasser in den Mund schüttete: "Nein. Aber auch... vornehmlich Bronze und Silber.. ich hab nicht die geringste Ahnung, wieviel das wirklich ist."
"Das werden die Talerfuchser des Annaeers ausmachen dürfen, das ist nicht unsere Aufgabe...", brummte der Praefectus, und wandte sich von seinen Leuten ab um einem anderen den Befehl zu geben, den Angriff auf die Stadt abzubrechen, die Belagerungswaffen in Brand zu setzen und zu ihrem Treffpunkt abzurücken.
"Ihr habt euch einen Tag Ruhe verdient, Männer...", rief er seinen Leuten zu, bevor er sich wieder auf sein Pferd schwang, "...danach geht es aber weiter, wir haben einen Krieg zu vergolden."

TDV

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26.08.2012 13:32 Narrator Germaniae ist offline Beiträge von Narrator Germaniae suchen Nehmen Sie Narrator Germaniae in Ihre Freundesliste auf
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