• Schnell kamen wir vorwärts und schon bald waren wir auf der Höhe von Misenium, wo die Flotte lag. Eine Nachfrage bei einem Wachschiff, welches unseren Weg kreuzte ergab, daß außer Kriegsschiffen und ein paar langsamen Transportern hier kein fremdes Schiff vorbeikam, was uns in unserer Vermutung bestätigte, daß der Pirat nach seinem Kurs Süd nach seiner Ausfahrt außerhalb der Sichtweite des Hafens eine Wendung nach Norden durchführte und wir somit in der falschen Richtung suchten.


    Ein kurzer Blick auf die Karte zeigte uns, daß es schwer werden würde wenn er irgendwo an Land ging, aber wir konnten seine Operationsbasis eingrenzen.


    Und so beschloß der Kommandant, mit den 2 Triremen und der Galeere nach Nordwesten mit Kurs auf Turris Libisonis aud Sardinien zu nehmen. Ich sollte mit der Liburne zurück nach Ostia, um noch 1 oder 2 Schiffe anzufordern, um dann mit 2 Verbänden einen größeren Streifen absuchen zu können.
    Wo wir uns dann trafen und wie unsere weiteren Pläne aussahen, beredeten wir unter 4 Augen.


    http://www.sardatour.com/html/…F6mische%20Inselkarte.jpg


    Ich setzte anschließend von der HERMES auf die ANCILLA über und wir fuhren so schnell wie möglich zurück nach Ostia, um alles weitere in die Wege zu leiten, während der restliche Verband Kurs auf Turris Libisonis nahm.

    quidquid agis, prudenter agas et respice finem!

  • Schnell kamen wir voran und schon legten wir in Ostia an. es machte sich bemerkbar, daß wir uns wegen den langsameren großen Schiffe nicht mehr mit der Geschwindigkeit zurückhalten mußten. Die Mannschaft bekam heute nacht frei, bis ich alles weitere geregelt haben würde.

    quidquid agis, prudenter agas et respice finem!

  • Vorsichtig! Der Mann ist schwerverletzt! Es kommt gleich jemand, der sich um dich kümmert Schwager.


    Zum Kutscher sagte ich: Hol das Verbandszeug, was ich mitbrachte und die restlichen Sachen! Dann aber nichts wie nach Hause!

    quidquid agis, prudenter agas et respice finem!

  • Ich sah, wie mein Bruder förmlich auf dieses Schiff geworfen wurde, doch da Vibullius mitmischte, dachte ich mir nicht wirklich böses dabei. Ich stieg besorgt hinterher und kniete neben dem Sack, der wohl meinen Bruder darstellen sollte nieder und nahm die Decke ab. Tatsächlich...

  • Ich eilte. Einen Termin hatte ich noch in Rom wahrzunehmen. Der Kaiser duldete keinen Aufschub. Ich sprang mehr vom Schiff, als die Seeleute schon den Steg einzogen.
    Das Schiff legte schnell ab, und durch das Gewirr im Hafen wegen der Flotte schlängelte es sich gen Meer, als ich einen Kopf sah. Helena? Ich schaute mich um. Sie war weg! es wr tatsächlich Helenas Kopf! Aie war auf dem Schiff! Doch es war zu spät! durch den Lärm drang mein Rufen nicht bis zum Schiff. Es war zu spät. Sie ging mit auf See-.

    quidquid agis, prudenter agas et respice finem!

  • Ich hörte lautes Knarren und entsetzt sah ich zu den Leuten. Ich sah Vibullius. Und ich beschloss ihn bei lebendigem Leibe zu grillen. Waren ir allein auf dem Schiff? Vibullius?


    Vibullius!


    Ich rief laut und ich war mir auch sehr sicher, gehört zu werden, doch sie konnten uns nicht holen, wir waren schon zu weit abgetrieben. Und ihr Götter, ich war noch nie in meinem ganzen Leben auf einem Schiff! Nur damals, als ich nach Griechenland übersetzte. Den Rückweg trat ich damals über Land an. Ich sah Vibullius an. Was war mit Publius? Er würde sich Sorgen machen...


    Nun wandte ich mich meinem Bruder zu, alles Jammern hatte keinen Zweck. Vielleicht wusste er, wie man so ein Ding steuerte. Ich nahm die Decke gänzlich von ihm herunter und sah ihn an.

  • Die Mannschaft ruderte wider den Wind. Wie der Teufel schuften sie. mir tat der Kopf weh und die Wunde schmerzte. AAAAHHHHHHHH!!!!!Wo war ich zum Kuckuck? Es knarxte und die Wellen krachten gegen die Planken. Was war das? Eine Hand legte einen Lappen auf meine Stirn. Wir fuhren entgegengesetzt der Sonne. Also nach Norden. Wie lange schon waren wir unterwegs?

  • Ich sah ihn an, noch das nasse Tuch in meiner Hand. Er war wach. Ich lächelte. Hoffentlich konnte er wieder sprechen. Ich strich ihm mit dem kalten Tuch über die Schläfen, hoffend, dass es ihm sehr bald wieder besser gehen würde.


    Guten Morgen Bruder!


    Meine Stimme war aufgrund Vibullius noch ein wenig angesäuert und ich seufzte tief. Er würde sich mir ohnehin noch stellen müssen. Vielleicht meinte er es mit meinem Bruder auch nur gut. Sagte er darum, er würde ihn waschen gehen? Riechen tut der Gute immer noch nach Gras und Schweiß, als er in der Nacht draußen lag...

  • Hmm, was passiert ist, weiß ich auch nicht so recht... Du wurdest von meinem Schwager hierherverfrachtet und ich bin hinterher... Und ohne dass ich es merkte, waren wir schon eine gewisse Strecke vom Hafen entfernt. Warum das alles geschehen ist, kann ich nicht sagen...


    Er konnte wieder sprechen? Oh, wurde mein Beten erhört? Ich grinste ihn an.


    Schön, dass du wieder sprechen kannst! Geht es dir besser?

  • Ja... genau! Auf einem Schiff. Auf welchem - keine Ahnung. Wo es hin geht - auch keine Idee. Das würde ich als übernächstes gerne erfahren. Doch erstmal: Wie bist du in eine solche Lage gekommen?


    Ich spürte den Geldbeutel an meinem Gürtel, er war schwer. Währenddessen sah ich Aeolos vorwurfsvoll an.

    Ich wurde nach einem Entführer mit einem verletzten Hals gefragt.... Vielleicht kannst du mir etwas erklären? Ich verstehe da momentan gar nichts... Auf den Schwager gehe ich später ein!

  • Bleib liegen! Du musst dich noch ausruhen... Möchtest du etwas trinken? War immerhin eigentlich meine geplante erste Frage... Wie schnell Pläne übereinandergeworfen werden können...


    Ich lächelte und drückte ihn sanft am Bauch wieder nach unten, es war ein Wunder, dass er noch am Leben war und ich würde den Göttern für dieses Wunder opfern!


    Ich habe es ihm auch gesagt, doch was hat es damit auf sich? Warum eine Verfolgunsjagd zwischen dir und Agrippa?

  • Ja ich weiß. Ihr Name ist Germanica Preziosa... Sie hat dir wohl dieses Geld weggenommen... Aber wir reden lieber ein andern Mal weiter, du solltest dich lieber ausruhen!


    Ich strich ihm sanft durchs Haar. Er konnte mit mir noch später alles aufklären, auch wenn ich es nun gerne hinter mich gebracht hätte... Ich holte das Bündel her, worin wohl Arzneimittel waren und ich begann, Aeolos den Hals zu verarzten. Der Medicus hatte bei dem Verband wohl doch etwas geschlafen, aber um die Uhrzeit kein Wunder... Ich reinigte vorsichtig die Wunde und verband diese wieder neu. Es war schon verkrustet und ich hoffte, diese Krusten würde nicht aufgehen.


    Dem Mädchen tut es aber leid, auch wenn ich ihr diese Tat ebenfalls niemals vergeben werde. Niemals würdest du einem Menschen etwas antun. Dessen bin ich mir sehr sicher. Ich weiß nur noch immer nicht, warum du mit dem Geld dort warst... Warum du Entführer genannt wirst und wieso du verletzt wurdest... Angeblich hättest du sie wohl bedroht...


    Ich seufzte. Er tat mir so leid, es würde nun in der nächsten Zeit einer Menge Aufklärung bedürfen.

  • Ich legte mich neben ihn und lächelte. Wäre er nciht mein engster Bruder - ich würde es nicht tun. Doch ich wusste, was er brauchte und dies würde er auch bekommen. Er wolte jemanden, der für ihn da war!

  • Ich lächelte zurück.


    Ich bin immer für dich da, mein kleiner Bruder! Uns trennt niemals etwas. Zumindest nicht emotional und im geiste. Ich werde dich verteidigen, was auch immer da nun ablaufen soll...

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