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Tiberios

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13.02.2020 20:53

Tiberios, der sich ja vorhin verlaufen hatte,versuchte , Eireann und die Ancilla nicht aus den Augen zu verlieren.
Die kleine Schankmagd schien den Weg durch die Nacht genau zu kennen., sie ging ihn bestimmt nicht zum ersten Mal. Ab und zu blieb sie stehen, von einem Hustenanfall geschüttelt.
Da konnte man nur warten, dass sie wieder zu Atem kam.
Als Tiberios sich umschaute, merkte er, dass sie das Forum Augustum rechts hinter sich ließen. Nun wußte er wieder, wo sie waren. Von hier aus würde er auch die Casa Furia wieder finden.
Tiberios spürte, dass Eireann seine Hand nicht los ließ. Das gefiel ihm .
Diese ganze Nacht war seltsam, voller Schrecken wie in der Spelunke , voller Freude wie jetzt, als er die Hand der Gallierin in der seinen spürte. So kamen sie in die Nähe des Flusses, an den Tiber



SKLAVE - GNAEUS FURIUS PHILUS

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Tiberios

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05.04.2020 13:31

Tiberios führte Sulamith vom Tiberufer bis vor die Porta des düsteren Gebäudes. Die schmierige Spelunke am Kanal war in der Zeit von Tiberios 'Abwesenheit nicht besser geworden.
Gekreische und Gelächter drangen nach draußen, und der Geruch nach Urin, ungewaschenen Leibern und schalem Bier waberte nach draußen. .
Der Türsteher glotzte ihnen entgegen - ein Pärchen, die waren meistens unproblematisch , er winkte sie durch.
Tiberios blieb stehen : " Du willst wirklich hier rein ?", vergewisserte er sich nochmals .



VILICUS - GNAEUS FURIUS PHILUS
05.04.2020 13:31 Tiberios ist offline E-Mail an Tiberios senden Beiträge von Tiberios suchen Nehmen Sie Tiberios in Ihre Freundesliste auf
Sulamith

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05.04.2020 21:50

Sulamith hatte leise gebetet und Gott um Beistand gebeten, als sie Tiberios gefolgt war. Schließlich kamen sie in die Nähe der Taberna. Bereits von weitem konnte man das Gekreische und Gelächter, das aus dem Innern herausdrang, hören. Ebenso ließ der Gestank nach diversen Körperausdünstungen, Fäkalien und Alkohol keinen Zweifel mehr übrig, was sie dort drinnen erwarten würde.

Bevor sie eintraten, versuchte der Grieche noch ein letztes Mal sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Doch die Hebräerin hatte ihre Meinung nicht geändert. „Lass uns eintreten“, antwortete sie. Und um ihm zu zeigen, dass sie es ernst meinte, machte sie den ersten Schritt und öffnete die Tür. Mit gesenkten Kopf trat sie ein. Mit ihrem ersten Atemzu sog sie den üblen Geruch ein, der ihr entgegenschlug. Dann sah sie kurz auf, um sich einen Weg durch die voll besetzte Taberna zu suchen. Dann schritt sie voran…



SKLAVE - IULIA GRAECINA
05.04.2020 21:50 Sulamith ist offline E-Mail an Sulamith senden Beiträge von Sulamith suchen Nehmen Sie Sulamith in Ihre Freundesliste auf
Tiberios

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06.04.2020 00:05

Tiberios dachte noch über die Worte Sulamiths nach , als sie in die Spelunke eintraten: Fürchte dich nicht, Tiberios! Dir wird dort kein Leid zugefügt. Im Gegenteil, du wirst die Botschaft des Heils dort empfangen,
„Du musst kein Jude sein, um die Liebe Gottes zu empfangen,“. „Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind sind dem Herrn willkommen, ganz gleich, welchem Volk sie angehören oder von welchem Stand sie sind. Und glaube mir, es bedarf nicht viel, um Gutes zu tun.“


Der Idee der völligen Gleichheit stand der statusbewußte Tiberios ablehnend gegenüber , denn sie sollte nicht nur nach oben – er wäre ein Mensch und keine Sache – sondern auch nach unten gelten : Er als gebildeter Scriba und Haussklave wäre gleich mit den ancillas dieser Welt?

Jetzt werde ich sehen, was Sulamith unter Gutes tun versteht, dachte er, und beschloss genau aufzupassen, was geschhen würde.

Die Erste, die ihnen entgegenkam, war das schwarzhaarige, schmutzige zahnlose Schankmädchen, das den Schläger Brutus vorher in einer cella entspannt hatte
Sie erinnerte sich noch daran, dass Tiberios und Eireann mit der ancilla weggegangen waren.
Jetzt kratzte sie sich unter den Achseln und sagte :
Wo ist die ancilla ? Sie hätte schon längst wieder da sein sollen. Ich kann nicht gleichzeitig in den cellae und hier draußen sein . Wenn ihr irgendwas mit ihr angestellt habt, an dem sie krepiert ist, müsst ihr sie meiner Chefin ersetzen. „
Das Schankmädchen schaute etwas angewidert drein.

Tiberios zuckte die Schultern . Er richtete seine Aufmerksamkeit auf Sulamith - Was würde sie antworten?



VILICUS - GNAEUS FURIUS PHILUS
06.04.2020 00:05 Tiberios ist offline E-Mail an Tiberios senden Beiträge von Tiberios suchen Nehmen Sie Tiberios in Ihre Freundesliste auf
Sulamith

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06.04.2020 10:58

Die arme Kreatur, der Sulamith sozusagen in die Arme lief, war eine verdreckte und übel riechende junge Frau, die in der Taberna arbeitete. Ihre Körperausdünstungen, die nach altem Schweiß und Urin rochen, ließen darauf schließen, dass sie schon länger keine Möglichkeit hatte, sich zu waschen. Ebenso fehlten ihr die Zähne im Mund. Weiß Gott welche Krankheiten sie womöglich noch mit sich herumschleppte und an ihre Kundschaft weitergab. Die Hebräerin schauderte es bei dem Anblick dieser Frau. Dennoch blieb sie dabei, denn dies war eine Prüfung, die sich selbst auferlegt hatte - für die Ancilla.

Die Frau hatte offenbar den jungen Griechen wiedererkannt und erkundigte sich sofort nach dem kleinen Sklavenmädchen. Mehr noch, sie drohte ihnen damit, dass sie das Kind ersetzen müssten, falls ihm etwas zugestoßen sei.
„Die Ancilla ist zu krank und zu schwach für diese Arbeit hier. Meine Domina wird sich ihrer annehmen. Stattdessen bin ich hier und werde ihren Dienst übernehmen. Solange bis meine Domina kommt und mich auslösen wird.“ Sulamiths Worte kamen ruhig und klar aus ihrem Mund während sie ihr Gegenüber mit festem Blick anvisierte. Doch dann senkte sie ihre Augen demütig.



SKLAVE - IULIA GRAECINA
06.04.2020 10:58 Sulamith ist offline E-Mail an Sulamith senden Beiträge von Sulamith suchen Nehmen Sie Sulamith in Ihre Freundesliste auf
Tiberios

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06.04.2020 16:57

Das Schankmädchen musterte Sulamith abschätzig, die Arme verschränkt, dann schnalzte es mit der Zunge und grinste und machte ein vulgäres Zeichen.
Es gab durchaus – Tiberios erriet die Gedanken der Schankdirne – auch noble Römer und Römerinnen, die sich vom Schmutz und dem Laster in der Subura angezogen fühlten. Wer wußte, was gelangweilten reichen Damen an Perversitäten einfiel ?
Aber – Sulamiths Gesicht war lieb und gut, sie wirkte nicht wie jemand, der seltsamen Lastern nachging.

Das Schankmädchen kam zu einem anderen Schluss:
Du bist doch ein braves Mädel, das sein tägliches Auskommen hat, das sehe ich „, sagte sie : „ Wenn jemand später Geld für die ancilla bringt, könnt ihr sie auch ganz kaufen, die stirbt eh bald. Aber solange -
Sie dachte kurz nach :
der Schankraum is nich für dich, du kannst deinen Hintern jedoch hinter den Tresen schieben und die dreckige Bierkrrüge waschen. Is eklig , aber kaum einer tatscht dich an. Wenn jemand ein Bier will, füllst du ihm den Krug. Wenn jemand Fischsuppe will, rufst du mich. Ich werde ja sehen, wie du dich anstellst.“
Tiberios war erstaunt, dass in dieser Spelunke überhaupt etwas abgewaschen wurde. Er selbst schwieg und runzelte die Stirn : Wollte Sulamith tatsächlich diese niedrige Arbeit tun ?



VILICUS - GNAEUS FURIUS PHILUS

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06.04.2020 16:57 Tiberios ist offline E-Mail an Tiberios senden Beiträge von Tiberios suchen Nehmen Sie Tiberios in Ihre Freundesliste auf
Sulamith

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06.04.2020 21:38

Sulamith ergab sich ganz ihrem Schicksal. Ganz gleich welche Arbeit sie verrichten sollte, sie würde es tun. Die Hebräerin hielt sich zwar für gewöhnlich nicht in solchen Etablissements auf, doch wusste sie, dass in diesen Tabernae nicht nur Getrunken und gegessen wurde. Zu den Aufgaben mancher Schankmädchen gehörte es, ab und an auch für die fleischlichen Lüste ihrer Gäste zu sorgen. Ebenso wenn fremde Männer sie betatschten oder ihr anstößige Dinge nachriefen. Davor graute es ihr am meisten. Doch sie hatte sich entschieden. All das wollte sie in Kauf nehmen.

Das Schankmädchen musterte sie von oben bis unten. Wahrscheinlich um festzustellen, wozu sie taugte. Sie ließ keinen Zweifel daran, dass sie sie verachtete. Im Grunde passte die Hebräerin nicht in diesen Laden. Aber auch wenn es nicht danach aussah, hatte sie die Ausdauer auch schwere Arbeiten zu verrichten.

Als das Schankmädchen sie schließlich hinter den Thresen schicken wollte, damit sie dort das schmutzige Geschirr spülen sollte und neue Bierkrüge befüllen sollte, atmete sie erleichtert auf. „Ich werde das tun, was du mir aufgibst. Vielen Dank!“ Sie nickte dem Schankmädchen dankbar zu und wollte sofort an die Arbeit. Doch zuvor wandte sie sich noch an den Griechen. „Danke Tiberios, dass du mich hergebracht hast. Wenn du möchtest, kannst du jetzt gehen.“ Wahrscheinlich wollte Tiberios nicht länger als nötig in der Taberna verweilen. Sie hätte es ihm nicht verübelt, wenn er jetzt gehen wollte. Aber wenn er hier in ihrer Nähe geblieben wäre, hätte sie sich sicherer gefühlt. Auch wenn er weiter nichts für sie hätte tun können.



SKLAVE - IULIA GRAECINA
06.04.2020 21:38 Sulamith ist offline E-Mail an Sulamith senden Beiträge von Sulamith suchen Nehmen Sie Sulamith in Ihre Freundesliste auf
Tiberios

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06.04.2020 22:31

Tiberios dachte wieder an Balbillus und seine Räuberbande , die anscheinend Stammgäste in der Spelunke waren , und daran, dass einer der Schläger Eireann belästigt und ihn fast verprügelt hätte.

Falls sie noch da waren, wollte er sich so hinstellen, dass er keinesfalls in ihr Blickfeld geriet, und neben dem Tresen war ein ganz guter Platz.

Er verstand überhaupt nicht, was gerade geschah. Wenn eine iulische domina unbedingt wollte, konnte sie doch mit ihren Leibwächtern die Spelunke besetzen und die Aranea, die Besitzerin, sofern sie aufzufinden war, in den Staub treten .
Die Iulierin würde ein paar Sesterzen anbieten, um das kleine Schankmädchen zu kaufen.
Würde sich die Besitzerin weigern, könnte man ihr mit Auspeitschung drohen, falls sie eine peregrina oder liberta war , war sie Römerin, könnte man ihr zu verstehen geben, dass man ihr Lokal schließen würde – genug hygienische Mängel waren bestimmt aufzudecken.

Alles würde seinen gewöhnlichen Gang gehen.
Weshalb benahmen sich Sulamith und ihre domina nicht wie normale Menschen ihres Standes ?

Das Schankmädchen fasste Tiberios in diesem Moment unterm Kinn : „Also Kleiner, willste was trinken oder was mit mir?“ Sie wiegte sich in den Hüften.
Tiberios hatte weder Geld noch irgendwelche Gelüste auf diese Frau, aber er wußte, dass sie gerade ihre einzige Verbündete war .
Er lächelte höflich : „Nein, danke. Später vielleicht.“, sagte er.
Dann wurde das Schankmädchen von einem Gast gerufen.

Tiberios stellte sich an den Tresen, griff nach einem schmutzigen Bierkrug, den jemand zurückgelassen hatte, und zog ihn zu sich her. Er senkte den Kopf – so sah er aus wie ein junger Mann, der tief in sein Getränk schaute.
„Ich werde dich hier nicht alleine lassen.“, sagte er zu Sulamith. . Sie war eine Mitsklavin von Eireann, und die hätte er auch nie alleine an einem solchen Ort gelassen:

„Aber ich bete zu allen Göttern , deinem Gott eingeschlossen, dass deine Herrin bald kommt.“



VILICUS - GNAEUS FURIUS PHILUS
06.04.2020 22:31 Tiberios ist offline E-Mail an Tiberios senden Beiträge von Tiberios suchen Nehmen Sie Tiberios in Ihre Freundesliste auf
Sulamith

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Gestern, 18:21

Tiberios hatte sie nicht allein gelassen. Er hatte sich an den Tresen gesetzt, so dass man sie vom Schankraum aus nicht sofort erkennen konnte. Und er hatte ihr versprochen, für sie zu beten. Ja, sie hoffte auch, dass Graecina bald eintreffen würde und sie aus dieser Lage befreite. „Ich danke dir, Tberios. Der Herr möge dich schützen!“, antwortete sie ihm. Sie war sehr froh darüber, denn in ihrem Inneren tobte die Angst, vor dem, was sie hier noch alles erwartete.

Die Hebräerin machte sich sofort an die Arbeit. In der Zwischenzeit hatte sich eine große Menge an Krügen und Trinkgefäßen angesammelt. Zu ihrem Entsetzen bemerkte sie, dass das Spülwasser eigentlich nicht mehr Schmutz aufnehmen konnte, denn es war bereits total verdreckt. Also nahm sie den schweren Bottich. um das Schmutzwasser auszuleeren und es mit frischem Wasser zu befüllen. Dazu musste sie den Schankraum verlassen, und in einem hinteren Raum verschwinden, der dann nach draußen in eine Art Hinterhof führte. Dort konnte die das schmutzige Wasser wegschütten und sich auf die Suche nach frischem Wasser machen. Zwei Frauen, die in einer ähnlich schäbigen Aufmachung wie das Schankmädchen drinnen war, beobachteten sie dabei und begannen miteinander zu tuscheln. Eine der beiden kreischte plötzlich laut auf und konnte sich dann kaum halten vor Lachen, als sie bemerkte, wie sehr sich die Hebräerin erschrocken hatte. Zum Glück fand Sulamith bald einen Bottich mit frischem Wasser, den man anscheinend auf Vorrat von einem Brunnen geholt hatte. Sie beeilte sich, schleunigst wieder in den Schankraum zurückzukommen, um sich dort ihrer Aufgabe zu widmen.

Mit gemischten Gefühlen nickte sie Tiberios zu, als sie wieder zurück war, um weiterzumachen. Sie arbeitete schnell, versuchte aber auch gleichzeitig ihre Arbeit gut zu machen, denn es sollten hinterher keine Klagen kommen.



SKLAVE - IULIA GRAECINA
Gestern, 18:21 Sulamith ist offline E-Mail an Sulamith senden Beiträge von Sulamith suchen Nehmen Sie Sulamith in Ihre Freundesliste auf
Tiberios

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Heute, 00:03




Zu allem Überfluss suchte die Hebräerin nach sauberem Wasser – der junge Sklave war sich sicher, dass das Spülwasser höchstens einmal im Jahr gewechselt wurde. Aber Sulamith war wohl ein reinliches ordentliches Mädchen und wirkte hier wie ein Edelstein im Misthaufen.
Tastsächlich kam sie von ihrer Suche erfolgreich wieder und tauschte den Bottich aus .

Tiberios nickte Sulamith zu. Bisher schien alles glatt zu gehen.

In diesem Moment stellte sich jemand an den Tresen, der dem Griechen bekannt vor kam. Ein junger schlanker Mann mit langem dunklen Haar, der gut aussehend hätte sein können, wären seine Augen nicht gewesen. Tiberios fand schon immer, sie ähnelten den schwarzen starren Augen von Reptilien.

Tiberios kannte den Mann aus Alexandria , und hatte in Roma bisher nur unangenehme Begegnungen mit ihm gehabt Hier nannte er sich Anis von Alexandria, Astrologe und Wahrsager.
Aber weder das eine noch das andere war wohl sein richtiger Name.
Hairan ging irgendwelchen Angelegenheiten nach , warf mit Geld um sich und - Tiberios wußte es nicht besser zu beschreiben - hetzte Leute gegen die Obrigkeit auf. Athenodoros, Tiberios‘ früherer Herr hatte Hairan einmal aus seinem Haus geworfen.

Tiberios wußte nie so genau, was der Mann von ihm eigentlich wollte - außer dass er sich über ihn lustig machte und ihn als Lustknabe bezeichnete.

Der furische Sklave beugte sich noch tiefer, so dass er sich im Halbschatten befand, und hoffte, der unliebsame Bekannte würde ihn übersehen.

Hairan übersah ihn wirklich, dafür entdeckte er Sulamith und setzte sofort etwas auf, was ein gewinnendes Lächeln sein sollte – es glich dem Zähnefletschen eines Wolfes:

„Salve, Schöne – erfreulich – ein neues Gesicht.“, sagte er und ließ seinen Blick über ihre weiblichen Formen wandern: : „Wie heißt du und wo kommst du her ? Ich sehe schon, dass eine südlichere Sonne als die Romas dein Antlitz gebräunt hat – und verstehst du Latein ?“



VILICUS - GNAEUS FURIUS PHILUS
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