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Sergia Fausta

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RE: Das Unheil zog herauf.. jetzt ist es da! Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
11.10.2014 19:54

Hatte ich mir so die heutigen Meditrinalia vorgestellt? - Definitiv: Nein! Eigentlich und ursprünglich hatte ich heute abend, wenn es denn mein Zustand zugelassen hätte, meiner Freundin Paula einen Besuch abstatten wollen. Die Gute hatte nämlich in den vergangenen sieben Tagen das Domizil ihres Gatten unter großem Aufwand in eine herbstliche Festoase verwandelt.. extra für dieses feucht-fröhliche Fest im October.. dieses Oktoberfest. (Dabei waren.. wären Tusca und ich natürlich ihre Ehrengäste gewesen!) Und verdammt, obwohl ich Wein sicherlich nur in Maßen (wenn überhaupt) getrunken hätte, wäre wenigstens die Ablenkung von meinen Schwangerschaftswehwehchen und -sorgen schon mehr als Grund genug zur Annahme dieser Einladung gewesen!
Stattdessen saß ich nun jedoch hier, affektiv mal breitbeinig, mal meine Oberschenkel so fest wie möglich zusammendrückend in einem Balneum, das mir zunehmend stickig und heiß erschien und alles andere als "wohltemperiert". Wehe nach Wehe kam und verging und wurde tatsächlich immer intensiver und stärker. Mittlerweile kam ich mir vor, als müsste ich mit meinem Geschrei den ganzen Esquilin unterhalten, auch wenn meine Stimme durch die diversen Mauern und Türen sicherlich kaum viel weiter als bis ins Obergeschoss und in den Garten drang. Und ich merkte, wie meine Kräfte stetig schwanden, wie mein Schweiß rann und wie.. nach zwei gefühlten Ewigkeiten endlich mein Medicus den Ort des Geschehens erreichte! Mit im Gepäck hatte er einen Gehilfen und eine Gehilfin sowie eine Hebamme mit ebenfalls zwei Gehilfinnen. (Ein Teil dieser Leute kam von der Taberna Medica Decima. Ich hatte keinen Schimmer, welcher Teil nun genau; aber meine private Geldschatulle würde später mit ganzen 100 Sesterzen seitens dieser decimischen Praxis belastet sein.)

Da erwischte mich erneut eine dieser elendigen Wehen: "A..AAARRRGHR!" Schmerzerfüllt kniff ich meine Augen zusammen. Ich schaffte es nicht, sie wieder zu öffnen, nachdem auch diese Wehe verklungen war. Stattdessen verabschiedete sich mein Geist für einen kurzen (?) Augenblick aus dem Hier und Jetzt.... nur um sich wenig später frei von jedem Schmerz scheinbar am Ufer des Nil wiederzufinden. Genauer gesagt handelte es sich um einen Arm dieses Flusses im Nildelta. Als kleines Mädchen hatte ich auf dem schmalen Sandstreifen meine ersten Sandkuchen gebacken.. zusammen mit meinem Vater. Und kaum hatte ich das gedacht, da sah ich ihn auch schon, meinen Vater, wie er am anderen Ufer des Flussarms direkt vor der orangenen, untergehenden Sonnenscheibe stand. Ich winkte ihm freudig zu. Aber er sah mich nicht.. oder wollte mich auch einfach nur nicht sehen, wie mir kurz darauf vielmehr schien. Denn er befand sich gerade mitten in einem Gespräch.. mit ausgerechnet.. meinem Onkel Sergius Agrippa!! Erster Ärger keimte in mir. "Was bei den Göttern hast du hier zu suchen?!", rief er zu mir. "Geh gefälligst dorthin zurück, wo du hergekommen bist!" Das war endgültig genug! Ich kochte vor Wut....
..und schrie: "A..AAARRRGHR!" Ein kühler Lappen wurde auf meine Stirn gelegt und ich spürte eine leichte Wärme (ganz so wie nach einer Ohrfeige) auf meiner linken Wange. "Da ist sie wieder.", hörte ich die zufriedenen Worte der Amme, die in der Zwischenzeit ihre Vorbereitungen soweit abgeschlossen hatte. "Sergia, hör mir zu. Deine Kräfte neigen sich mit jeder Wehe mehr ihrem Ende entgegen. Ich möchte also von dir, dass du die nächste Wehe nutzt und presst, was das Zeug hält.. als ginge es um dein Leben!" Denn es ging wohl so langsam auch genau darum. "Hast du das verstanden?!" Ich wollte gegen diesen Oberlehrertonfall mir gegenüber protestieren. Aber meine Kräfte reichten nur noch für ein stummes Nicken. Dann spürte ich, wie sich die nächste Wehe ankündigte. Eine Träne der Erschöpfung, Angst und Verzweiflung verließ meine Augen.

Dann drückte ich und presste ich und versuchte irgendwie zwischendurch auch noch möglichst nicht zu ersticken sondern irgendwie hechelnd nach Luft zu schnappen. Eine weitere Träne löste sich aus meinen Augen; dann noch eine und wieder eine. "Sergia! Bei den Göttern! Bei deinen Ahnen! Press, verdammt nochmal! Wer bist du, hm? Bist du die Ritterin und Postpräfektin Sergia? ..oder bist du nur ein armes, schwaches Ding, das nicht mal ein Kind zur Welt bringen kann?!" Ich wurde sauer! Denn SO hatte NIEMAND mit mir zu sprechen! ..erst recht keine kleine Hebamme, die in der Gesellschaftspyramide weit, weit unter mir stand! "A..AAARRRGHR!", setzte ich dieser blöden Kuh wütend pressend entgegen. "Und atmen und Luft holen nicht vergessen! Der Kopf ist fast da - gut so!" Ich war mir nicht sicher, ob dieses Kompliment wirklich ernst gemeint war. "Und weiter, weiter! Das Pressen nicht vergessen! Los!", blaffte sie mich kurz darauf wieder an und ich war mir wieder mehr als je zuvor sicher, dass diese Hebamme es noch bitter bereuen würde, sich so im Ton vergriffen zu haben. "A..AAARRRGHR!" Wenn ich nur erstmal durch diese Geburt wäre.. sie wäre mause....
"Prima. Du hast es geschafft.", unterbrach die Amme in jetzt doch deutlich wohlwollenderem Tonfall meine Gedanken. Es folgte kurz darauf ein Babygeschrei aus dem Hintergrund, wo sich die Gehilfen der Amme um das Kleine zu kümmern begannen, während der Medicus samt seinen Helferlein sich meiner annahm. Die Amme tupfte mir sorgsam mit einem Lappen den Schweiß von der Stirn, bevor eine ihrer Gehilfinnen mit einem weißen Bündel an sie heran trat. Das in Windeln gewickelte Kind wurde zuerst in ihre Arme gelegt. Dann gab sie es weiter an mich. "Ich gratuliere dir, Sergia. Du hast einen kleinen Bub auf die Welt gebracht." Mit einem Lächeln im Gesicht ließ sie mir einen ersten Moment mit meinem Sohn. Fix und fertig strahlte ich ihn an und konnte meine Augen kaum von ihm lösen. Wenn ich nur nicht so vollkommen kaputt und so ungeheuerlich müde wäre..


11.10.2014 19:54 Sergia Fausta ist offline Beiträge von Sergia Fausta suchen Nehmen Sie Sergia Fausta in Ihre Freundesliste auf
Marcus Iulius Dives

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21.10.2014 16:42

Es hatte selbstredend einige Zeit in Anspruch genommen, bis auch der Iulier in den Castra Praetoria über einen unfreien Boten und einen der wachhabenden Soldaten letztlich von den jüngsten Vorgängen in der Casa Iulia in Kenntnis gesetzt worden war. Mit einem seltsamen Gefühl von Vorfreude - etwas, das er in seiner Zeit als Ehemann bisher kaum bis praktisch nie hatte fühlen können - ließ er seine gerade bearbeiteten Akten einfach auf seinem Schreibtisch liegen, um sich hernach stante pede aufzumachen sein Kind zu sehen, es an- und aufzunehmen.
Im iulischen Anwesen angekommen brachte man Dives auf direktem Wege die Treppe hinunter ins Balneum des Hauses. Dort herrschte eine seltsame Stille - weder hörte man die Schreie einer gebärenden Frau noch die eines neugeborenen Säuglings. Stattdessen fand der Iulier seine Gattin mit einem ruhigen Bündel in den Armen erschöpft inmitten einer Sammlung von Decken, Handtüchern und Kissen. Das Kleine war doch nicht etwa..?

"Der Vater?", sprach ihn in diesem Moment die Hebamme von der Seite an. Dives nickte nur stumm, nicht wissend, was er sonst hätte sagen sollen. "Dann herzlichen Glückwunsch. Es ist ein Junge." Ein vorsichtiges Lächeln machte sich in den Gesichtszügen des iulischne Tribuns breit. "Die Geburt war sehr anstrengend und kräftezehrend für die beiden. Aber geh ruhig zu ihnen.", verschwieg die Frau scheinbar bewusst, wie anstrengend exakt der ganze Vorgang für Mutter und Kind gewesen war. Dives trat an die beiden erschöpften Gestalten heran.
"Salve.", grüßte er Fausta zwar freundlich, legte seinen Fokus hernach allerdings sogleich auf den Neugeborenen. "Und hallo, du, mein Kleiner." Instinktiv streckte er seine Hände seinem Sohn entgegen, um ihn ein erstes Mal aufzunehmen und ihn damit auch entsprechend als sein Kind anzuerkennen. Ein kurzer Blickwechsel mit seiner Frau, eine stumme Bitte und dann hielt er den süßen Fratz auch schon im eigenen Arm, stets wohlbedacht auf das Köpfchen, das man keinesfalls zu stützen vergessen durfte. "Na, du hast dir ja einen Tag für deine Geburt ausgesucht, was? Die Meditrinalia." Dives dachte daran, dass es seinem Sohn im Kindesalter vermutlich nicht ganz leicht fallen würde, seinen Geburtstag noch mit einem anderen großen Festtag teilen zu müssen, statt einen Ehrentag wirklich ganz für sich alleine zu haben. Aber da müsste er wohl durch. "Und anstrengend hat die Tante gesagt, war das alles heute für dich gewesen, hm?" So anstrengend offenbar, dass der kleine Zwerg nun erstmal schlief wie ein Stein. "Naja. Dann will ich dich auch mal schlafen lassen. Du wirst diese Welt noch früh genug kennenlernen und unsicher machen können, mein Kleiner... mein Marcus Iulius Dives Minor." Mit jenen Worten sodann legte er den Jungen behutsam zurück in die Arme seiner Mutter. "Du hast doch nichts dagegen, dass wir ihn als Erstgeborenen und Stammhalter meines Zweigs so nennen?", erkundigte er sich lächelnd bei Fausta, die ihm in ihrer momentanen Lage hoffentlich nicht allzu viel entgegenzusetzen hatte.



DECURIO - OSTIA
TUTOR - IULIA TORQUATA
VICARIUS PRINCIPIS FACTIONIS - FACTIO VENETA
21.10.2014 16:42 Marcus Iulius Dives ist offline E-Mail an Marcus Iulius Dives senden Homepage von Marcus Iulius Dives Beiträge von Marcus Iulius Dives suchen Nehmen Sie Marcus Iulius Dives in Ihre Freundesliste auf
Sergia Fausta

Wohnort: Roma / Italia

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23.10.2014 00:06

Oh man, ich war so ungeheuer müde.. glücklich, aber einfach nur totmüde. Ich lächelte nur stumm mir ein Gähnen unterdrückend, als irgendwann mein Marcus bei mir erschien und mich grüßte. Er schien sich über alle Maßen zu freuen über unseren Sohn (auch wenn ich mir da immernoch nicht so ganz sicher war, ob er wirklich sein Erzeuger war). "Er hat deine blauen Augen.", behauptete ich vor allem um meine eigenen Zweifel zu zerstreuen einfach mal. Dabei wusste ich eigentlich (das hatte man mir gesagt), dass nach der Geburt erstmal alle Kinder blauen Augen hatten. Vielleicht wurden sie später also noch grün, braun oder grau.. oder aber sie blieben blau. Die kleinen Härchen auf dem Kopf des Kleinen waren hingegen dunkler und glichen, wenn, dann eher meiner Haarfarbe als dem blond meines Mannes. Aber ein bisschen Mischung musste ja auch sein, nicht wahr?
Marcus legte mir den Kleinen zurück in die Arme und nannte ihn.. gaanz spektakulär.. und ziemlich selbstverliebt.. und irgendwie dynastisch (was mir wiederum sehr gefiel).. Marcus Iulius Dives Minor. Ich lächelte. "Marc." (Ja, irgendwo musste ich ja auch mal einen Punkt machen! Mein Mann hieß bei mir Marcus, mein decimischer Adler hieß Marcus und auch mein (inzwischen) Lieblingsvetter Commodus hieß Marcus. Das hier war Marc, einfach nur Marc.) Während ich ihn so nannte, strich ich ihm einmal über seine paar Härchen auf seinem kleinen Köpfchen. "Mein süßer kleiner Marc." Kurz darauf nickte ich weg.. und würde mich erst in ein paar Stunden etwas irritiert und unerwartet in meinem Ehegemach wiederfinden.. mit dem kleinen Marc in meiner Nähe. Und mehr war mir in diesem Augenblick dann auch irgendwie nicht wichtig.


23.10.2014 00:06 Sergia Fausta ist offline Beiträge von Sergia Fausta suchen Nehmen Sie Sergia Fausta in Ihre Freundesliste auf
Gaius Iulius Caesoninus

Wohnort: Roma / Italia

WiSim: Rang #19
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Mit Dach über'm Kopf
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Annehmbar gekleidet
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Gaius Iulius Caesoninus Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
Ein Bad nach einer langen Reise Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
13.08.2019 21:46

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Obwohl die Domus Iulia ein großes Haus war, so war der Weg vom Atrium ins Balneum doch vergleichsweise kurz. Denn vom Atrium ging eine Treppe direkt hinunter in das Untergeschoss des Hauses. Dieser folgte Caesoninus und am unteren Treppenabsatz angekommen drehte er sich zu seinen Gästen um und erklärte: „Das hier ist das Untergeschoss der Domus Iulia. Hier befindet sich das Büro des Maiordomus Phocylides, die Sklavenunterkünfte, der Weinkeller, die Latrinen für Familie und getrennt davon Sklaven und das Balneum.“ Bei der Erwähnung eines jeden Ortes hatte Caesoninus in die Richtung gewiesen, wo je der besagte Raum zu finden war. Den Heizraum für die Fußbodenheizung ließ er weg, der mochte für die edle Dame eher von geringerer Bedeutung sein. Viel eher schon für ihre Sklaven, doch das war Einteilungssache des Maiordomus.
So also wandte er sich nach rechts dem Balneum zu. Als sie es öffneten, waberte ihnen schon der Dampf von erhitztem Wasser entgegen und es roch verführerisch nach Lavendelöl und anderen wohlriechenden Badezusätzen. Die Sklavenmaschinerie der iulischen Herrschaft war perfekt geölt. Trotz der Kurzfristigkeit war das Wasser fertig eingelassen, der Boden dank der Fußbodenheizung warm und es lagen mehrere Schwämme und sonstige Waschutensilien bereit. Außerdem war auch noch eine junge Sklavin im Raum mit trockenen, frischen Tüchern und gefalteten Frauenkleidern. „Das ist das Balneum, hier kannst du dich frisch machen. Tiburtia hier kann die bei der Aus- und Ankleide helfen, wenn du dies wünschst und auch sonst die ganze Zeit über zu deiner Verfügung stehen. Sie ist auch sehr geschickt in den Künsten der Massage und des Einölens mit duftenden Kräuteressenzen zur Erfrischung der Haut, falls du magst. Naja.“ Zufrieden wies er auf die gefalteten, weißen Frauenkleider in Tiburtias Hand. Offensichtlich hatte da jemand bestimmtes (der „Bademeister“ von vorhin) mitgedacht und sich eine entsprechende Belohnung verdient. „Das hier sind allgemeine Wechselkleider der Familie. Die kannst du einstweilen anlegen, falls du den Wunsch haben solltest, deine eigenen Sachen noch einmal waschen lassen zu wollen nach der Reise. Ja, das wäre alles. Dieser gute Geselle hier“, er wies auf jenen Sklaven, der ihnen folgen hatte müssen, „wird vor der Tür warten und dich anschließend auf dein Zimmer geleiten. Such dir aus was du von deinen Habseligkeiten jetzt beim Baden brauchst, der Rest kann schon einmal auf dein Zimmer gebracht werden. Wenn es Zeit für die Cena ist, werde ich dich holen lassen, das wäre vorerst alles. Ich wünsche ein angenehmes Bad.
Caesoninus vollführte huldvoll und elegant eine kleine Verbeugung, gleich einem Charmeur und wandte sich um zum gehen, als ihm noch etwas einfiel. „Ach, eines noch! Wünschst du deine Sklaven noch bei dir zu behalten, oder soll ihnen der Maiordomus ihre neuen Unterkünfte zeigen und vielleicht auch gleich sonst den Rest des Hauses?

Sim-Off: Zum besseren Vorstellen wie alles aussieht und wo alles ist einfach hier auf den Grundrissplan der Domus Iulia schauen.



SODALIS FACTIO PRAESINA - FACTIO PRAESINA

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Gaius Iulius Caesoninus: 13.08.2019 21:48.

13.08.2019 21:46 Gaius Iulius Caesoninus ist offline E-Mail an Gaius Iulius Caesoninus senden Beiträge von Gaius Iulius Caesoninus suchen Nehmen Sie Gaius Iulius Caesoninus in Ihre Freundesliste auf
Iulia Triaria

Wohnort: Roma / Italia

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RE: Ein Bad nach einer langen Reise Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
15.08.2019 11:28

[...]

Caesoninus' Arme wirbelten umher, zeigten auf Gänge und Räume, während er Triaria den Grundriss der Domus Iulia in all seinen (bedeutsamen) Details erklärte. Die junge Römerin lauschte seinen Worten, nickte hin und wieder zur Bestätigung, dass ihre Konzentration ganz ihm galt, und kam zu der Überzeugung: 'Ich werde mich verlaufen.' Nur die Götter mochten in diesem Labyrinth einen Weg zu ihrem Ziel finden; - doch selbst Bellona war letztlich fehlbar, also konnte es durchaus geschehen, dass man Triaria eines Tages verhungert in einem entlegenen Winkel der Domus Iulia vorfand, wo sie vergeblich auf himmlichen Beistand gewartet hatte. Unwillkürlich schmunzelte sie bei der zugegeben etwas absurden Vorstellung. Je mehr Räume Caesoninus ihr jedoch präsentierte, desto mehr verfestigte sich das Bild.

Im Balneum angekommen sog Triaria die feuchte Luft in sich auf und ihre Augen verdrehten sich dabei nahezu ins Weiß, als sie dem süßlichen Duft des Lavendels gewahr wurde. Sie war im Paradies, es musste so sein. Ihr Begleiter Kednes indes kehrte ohne Anweisung um, nahm mit verschränkten Armen vor dem Eingang zum Balneum Stellung ein und verriet allein durch seinen harten Blick, dass jedermann bei Eintritt einer strengen Musterung unterzogen werden würde. Triaria beachtete diese für sie zur Routine gewordene Reaktion des Ägypters kaum, sondern starrte vielmehr die Sklavin Tiburtia an. Kaum merklich biss sie sich auf die Unterlippe. Nicht nur ein Bad, gar frische Kleidung und eine Massage standen ihr zur Auswahl. Im Grunde hatte es all diese Annehmlichkeiten auch in Athen gegeben, allein das großzügige Ambiente der Domus Iulia ließ das Angebot aber noch um einiges verführerischer erscheinen; - die Strapazen der zurückliegenden Reise taten ihr Übriges dazu. Triaria seufzte wohlig, schon ob der Vorstellung, und wandte sich Caesoninus zu. "Oh, ich vermag gar nicht auszudrücken, wie sehr ich dir für deine Gastfreundschaft danke. Und ich bete, dass ich eine Möglichkeit finde, mich für diese Großzügigkeit erkenntlich zeigen zu können", sagte sie leise. Ihre Augen wanderten dabei mit einem erwartungsvollen Funkeln über das dampfende Becken. Aus ihrem Gepäck würde sie nichts weiter benötigen, denn die Sklaven der Domus Iulia hatten wahrhaftig an alles gedacht. Schmuck der Zierde wegen konnte sie auch später noch anlegen.

Caesoninus strebte schon dem Ausgang des Balneums entgegen, als er nochmals inne hielt. Seine Frage ließ Triaria die Stirn runzeln. Einerseits wäre es von Vorteil, wenn Kednes den Majordomus und seine Unterkunft kennen lernte. Andererseits wurde ihr bewusst, dass sie dann erstmals seit ihrer Ankunft in Rom ohne die Sicherheit spendende Nähe des Ägypters sein würde. Sie zögerte einen Moment und schielte erneut zu Tiburtia, dann traf sie eine Entscheidung. Es würde womöglich als fatales Signal wirken, den Eindruck zu erwecken, sie bräuchte auch im Inneren des Hauses ihren Leibwächter stets an ihrer Seite. Natürlich würde Kednes ihre Entscheidung missbilligen, sich aber fügen. "Ich denke", begann sie nun laut genug, dass der Ägypter sie hören musste, "mein Wächter wird dem Majordomus gerne einen Besuch abstatten. Er allein hat mich auf der Reise begleitet."


15.08.2019 11:28 Iulia Triaria ist offline Beiträge von Iulia Triaria suchen Nehmen Sie Iulia Triaria in Ihre Freundesliste auf
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Ein Bad nach einer langen Reise Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
18.08.2019 18:19

So sei es. Angenehmes Bad noch, bis später dann zur Cena!“, sprach Caesoninus nochmal und trat nun vollends aus dem Balneum. Als er die Tür hinter sich geschlossen hatte, meinte er dann nochmal zu dem von ihm mitgebrachten Sklaven: „Das eben war Iulia Triaria, eine neue Herrin im Haus. Du und alle andern befolgen absofort auch ihre Befehle als iulisches Familienmitglied. Verbreite das unter der Dienerschaft und vergiss nicht, wenn die neue Herrin herauskommt, führst du sie in ihr neues Cubiculum. Zimmer VI, verstanden?“ Der Sklave nickte nochmal zum Nachdruck seines Verständnises, ehe Caesoninus weiterschritt, um das Büro des Maiordomus am anderen Ende des Untergeschosses aufzusuchen. Dort instruierte er noch einmal den sklavischen Hausvorsteher, ehe er sich in seine Gemächer zurückzog.



Phocylides, Maiordomus

Phocylides indes stand von seinem Schreibtisch auf und durchschritt das weite offene Untergeschoss zum Balneum hin am anderen Ende. Dort traf er wirklich wie angekündigt einen ihm fremden Mann an, von dem er annahm, dass das der Leibwächter dieser Neuen war, von der Dominus Caesoninus gesprochen hatte. So trat er also vor den Fremden hin und begrüßte ihn: „Salve! Mein Name ist Phocylides, ich bin der Maiordomus dieses Hauses. Du musst Kednes der Ägypter sein, richtig? Na langsam sind wir hier echt in der Überzahl. Ich selbst stamme auch aus Alexandria und Dominus Caesoninus besitzt seinerseits einen Cursor namens Maahes, der auch vom Nil kommt.“ plauderte er fröhlich darauf los. „Nun denn, mir wurde gesagt ich soll dir deine neue Unterkunft und das Haus zeigen, so wollen wir beginnen?“ fragte er und marschierte los.

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SODALIS FACTIO PRAESINA - FACTIO PRAESINA

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Gaius Iulius Caesoninus: 18.08.2019 19:16.

18.08.2019 18:19 Gaius Iulius Caesoninus ist offline E-Mail an Gaius Iulius Caesoninus senden Beiträge von Gaius Iulius Caesoninus suchen Nehmen Sie Gaius Iulius Caesoninus in Ihre Freundesliste auf
Iulia Triaria

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19.08.2019 13:52

Nachdem Caesoninus das Balneum verlassen hatte, war Triaria allein mit Tiburtia. Die Frau - oder das Mädchen, denn es fiel Triaria schwer, ihr wahres Alter abzuschätzen - wartete unbeweglich auf Anweisungen, in Händen den weißen Stoff eines sorgsam gefalteten Kleides. Erneut lagen Triarias Augen einige lange Sekunden musternd auf der Sklavin. Wenn diese den Blick bemerkte - und das war anzunehmen -, ließ sie es sich nicht anmerken.
Schwer hing der warme Wasserdampf in der Luft, kondensierte an den kühlen, das zentrale Becken umringenden Steinsäulen zu glitzernden Tropfen und rann in zufälligen Mustern auf den mit kunstvollen Mosaiken bedeckten Boden. Dahinter erhoben sich aus erdfarbenen Töpfen exotische Pflanzen in einem satten Grün und bildeten einen starken Kontrast zu den roten Tüchern, die zu Wellen geformt die Wände zierten. Das Balneum war nicht neu, sondern wies Gebrauchsspuren auf. Hier ein kleiner Riss im Putz, dort eine abgetretene Kante. Aber diese winzigen Makel täuschten nicht darüber hinweg, welchen Reichtum der Raum zur Schau stellte. Außerdem zeugten sie von Geschichte. Triaria ergriff ein ehrfürchtiger Schauer bei der Vorstellung, dass ihn ganze Generationen ihrer Familie durchquert hatten. Und nun war sie hier. Bei Bellona, sie würde es wert sein!
Ein entschlossener Ausdruck legte sich auf ihre Gesichtszüge und sie trat bis auf einen Schritt an den Rand des Beckens heran. Von der Tür her erklangen leise Stimmen, doch Triaria verstand weder die Worte noch ließ sie sich davon ablenken. Sie streckte stattdessen die Arme zu beiden Seiten hin aus und warf Tiburtia einen auffordernden Blick zu. Ohne Strenge, aber unmissverständlich. Die Sklavin begriff, legte die Kleider in ihrer Hand auf einen trockenen Stein und stand geschwind neben der Römerin. Mit geübten Fingern löste sie Knoten und Spangen, zupfte am Stoff, bis Triarias Tunica an ihr hinab glitt und sich als lose Wolke um ihre Knöchel legte. Ein weiter Schritt, die Sandalen lösten sich von ihren Füßen und schließlich nahm Tiburtia auch die Fascia pectoralis an sich.
"Deine Arme, Domina?", fragte die Sklavin mit einem Mal und Triaria betrachtete die geschundenen Ellbogen. "Später", antwortete sie nur und ihre Zehenspitzen glitten in das Wasser. Mit mühsam kontrollierter Ruhe - denn sie wollte um keinen Preis ihre Anmut zugunsten eines heiteren Sprungs in das verlockende Nass aufgeben - stieg sie in das Becken. Die Wärme umhüllte ihre Beine, ihre Hüften, ihre Brüste, während der Duft des Lavendels beinahe betäubende Intensität annahm. So stand sie, bis ein Seufzen ihren Lippen entwich. Ihre Augen suchten Tiburtia und sie deutete ihr, mit einem Finger auf die bereitliegenden Schwämme zeigend, es ihr gleich zu tun.


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19.08.2019 13:52 Iulia Triaria ist offline Beiträge von Iulia Triaria suchen Nehmen Sie Iulia Triaria in Ihre Freundesliste auf
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