Entsendung des Duccius Vala nach Germania Superior


  • Die Entsendung eines Statthalters war selbst für das zeremoniengewohnte Palastpersonal eine gewisse Herausforderung, weshalb die Vorbereitungen dafür bereits etwas früher begannen. So mussten nicht nur Speisen für den Imbiss im großen Triclinium der Domus Flaviana herangeschafft werden, sondern auch die Basilica, in der diese Zeremonie traditionell stattfand, entsprechend hergerichtet werden.


    Doch gelang es dem Vilicus wie üblich rechtzeitig, alles vorzubereiten. Einer gelungenen Ernennung samt Auspizien und Paludamentums-Verleihung stand also nichts im Wege.

  • Zusammen mit seiner Frau folgte Modestus dem Lakai aus der Dienerschaft des Kaisers. Passend zu der Kleidung seiner Frau trug er über seiner weißen Tunika eine smaragdgrüne Toga aus Seide. Bei diesem Wetter hätte er auch keine Wolle tragen wollen, dafür waren die Sommer in Rom einfach zu heiß. Und vor dem Princeps wollte man natürlich nicht ins Schwitzen geraten. Wie seine Frau trug er natürlich auch Schmuck, aber nicht mehr als für einen Mann von seinem Rang schicklich war. Eine goldene Kette um den Hals, sein Siegelring mit dem Rubin in den sein Wappen graviert war an der rechten Hand. Hinzu kamen noch ein goldenes Armband und sein Gehstock. Dieser war aus dem Holz eines sehr alten Olivenbaumes geschnitzt. Eine stilisierte Schlange wand sich auf dem Holz, deren Augen durch zwei Rubine dargestellt waren. Diesen symbolischen Aessculapiusstab trug er um an seine Heilung im Asklepeion in Pergamum zu erinnern. Und um ihm beim Gehen zu helfen.


    So herausgeputzt betrat er nun die Halle und das Klicken seines Gehstocks warf ein auffälliges Echo durch die weite Halle. Während er sich in der Halle umsah murmelte er seiner Frau zu "Beeindruckender als die Statthalterpaläste in Raetia oder Germania, nicht wahr?" Außer den Dienern des Palatin konnte er auf Anhieb noch niemanden erkennen.

  • Als Teil der duccischen "Entourage" hatte sich Seneca heute natürlich auch hier eingefunden um der Entsendung seines Patrons beizuwohnen. Irgendwie war es ja auch seine Entsendung, auch wenn er nur zum Anhang gehörte war er doch irgendwie stolz bald sein eigenes Kommando zu haben. Gut, es hätte nicht unbedingt Germanien sein müssen, mit etwas sonnigerem hätte er sich ebenfalls mehr als gut abfinden können, aber das Leben war ja kein Wunschkonzert.
    Im feinsten Stoff den er finden konnte, aber ansonsten recht schmucklos, hatte sich der Iunier in der Basicila eingefunden und hielt sich zunächst einmal dezent im Hintergrund und beobachtete die anwesenden Gäste.

  • Ja sie traten als perfekte Einheit auf. Eldrid, die wie immer wenn sie in der Öffentlichkeit unterwegs waren ihren Hand ganz leicht auf seinen Arm gelegt hatte und sich so von ihm führen ließ, schaute sich in der beeindruckenden Halle um. Ja hier in Rom war wirklich alles größer und pompöser.
    „Ja du hast recht, es ist.. groß und sehr beeindruckend.“ flüsterte sie eben so leise zurück. Doch sie sah sich nach ihrer Familie um, scheinbar waren die noch nicht anwesend. Also sah sie ihren Mann an „Wollen wir uns dort an der Seite hinsetzen?“ Sie wusste, dass ihn zu langes Stehen anstrengte und wer weiß wie lange sie hier noch warten mussten. Und nach den Strapazen der fast schon überstürzten Anreise und der wenigen Ruhe die sie seit dem hatte, konnte sich etwas hinsetzen nicht schaden.

  • An Senecas Seite war auch Seiana zu der Entsendung erschienen. Sie fühlte sich nicht übermäßig wohl, erinnerte sie sich doch noch zu gut an eines der letzten Male, als sie hier gewesen war... genauer gesagt an jenes nach dem Bürgerkrieg. Nach Wochen des Zwangsaufenthalts in der Castra Praetoria hierher gebracht, in den Palast, um Cornelius Palma Rede und Antwort zu stehen. Nein, sie erinnerte sich nicht gerne daran, an die ganze Zeit damals nicht. Aber bereits beim letzten Mal war es anders, und heute noch besser, war sie heute doch nicht allein hier, sondern mit Seneca. Ihre Miene, ihre Kleidung, ihr ganzes Auftreten war dem einer Ritterin des Reichs mehr als würdig – es war genug, um sich dahinter zu verstecken, genug um darin Selbstsicherheit zu finden. Und trotzdem: sie war froh, mit Seneca zusammen hier zu sein, auch wenn sie sich davon nichts anmerken ließ.


    „Salvete, Senator, Duccia“, grüßte sie das Paar, das schon anwesend war, mit einem leichten Nicken und einem höflichen Lächeln. Sie hatte sich lange aus dem gesellschaftlichen Betrieb ausgeklinkt, hatte sich nur über das Nötigste auf dem Laufenden halten lassen. Aber als klar gewesen war, dass sie aus ihrem selbstgewählten Exil wieder zurückkehren würde, hatte sie zugesehen sich genauer darüber zu informieren, was im gesellschaftlichen Leben Roms so passiert war – ebenso wie darüber, was es so über Mogontiacum zu wissen gab. Es ging nichts über eine gute Vorbereitung... und so wusste sie auch, dass Senator Annaeus – den sie vom Sehen her noch von früher kannte – eine Verwandte des Duccius geheiratet hatte.

  • "Es geht schon. Je mehr Übung ich habe, desto leichter fällt es mir." entgegnete er leise seiner Frau. In den letzten Wochen in Rom hatte sich seine Kondition wieder verbessert und damit auch seine Probleme mit dem linken Bein. Zumindest solange er vornehmlich sein anderes Bein und den Gehstock belastete. Die größten Probleme hatte er, wenn er genau dies vergaß und aus alter Gewohnheit mit Elan auf seinem linken Bein auftrat.


    Dann trat eine Frau samt Begleiter zu ihnen hinzu. "Salvete." erwiderte er die Begrüßung und er benötigte einen Moment zum zu registrieren, wen er da vor sich hatte. Der Mann wohl ein Offizier aus dem Gefolge des Ducciers. Die Frau kam ihm jedoch bekannt vor. Es war Decima Seiana, die Ehefrau seines alten Freundes Appius Terentius Cyprianus. In Begleitung eines anderen Mannes?! Nun dafür musste es eine logische Erklärung geben. Sein Freund hatte sich schon lange Zeit aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen. Dass eine Dame, wie Decima Seiana dies nicht lange ausgehalten hatte, war verständlich. Schließlich war sie als ehemalige Auctorin der Acta Diurna gewöhnt, in der Öffentlichkeit zu stehen. Eine Scheidung in einer solchen Situation war nicht ungewöhnlich. Zumal die Decima auch paar Jahre jünger war. Alte Männer und ihre jungen Frauen... früher hatte er sich immer Lustig darüber gemacht. Jetzt war er mit einer Frau verheiratet, die seine Tochter hätte sein können und wusste von den Vorzügen. "Sorana, wenn ich dir vorstellen darf, das ist Decima Seiana, die ehemalige Auctorin der Acta Diurna und ehemalige Rectorin der Schola Atheniensis." stellte Modestus die Damen einander vor und warf dann einen fragenden Blick in Richtung ihres Begleiters. Die Frage nach dem Wohlergehen ihres ersten Mannes verkniff sich Modestus. Das würde sie wohl nur in Verlegenheit bringen.

  • Eldrid nickte, als ihr Mann ihr versicherte, dass es ihm gut ging. Sie würde dennoch ein Auge darauf haben, dass er sich nicht überanstrengte.
    Dann betrat ein weitere Paar den Raum und scheinbar wusste die Frau auch wer sie war. Verdammte Axt Eldrid wurde klar, dass sie sich schleunigst ein Frühwahrsystem brachte, was sie auch mit den nötigsten Informationen versorgen würde.
    Dankbar nickte sie nun also ihre Mann zu, als er ihr zumindest die Frau vorstellte. Also kannte er den Man dort wohl auch nicht. Zweifelsohne war es ein Offizier, der Alrik wohl in den Norden begleiten würde. So wie sie vernommen hatte, waren es ja nicht wenige, die mit ihrem Verwandten gehen würden.
    „Salve Decima. Ich freue mich deine Bekanntschaft zu machen.“ sagte sie nun also im einem freundlich neutralen Tonfall.

  • "Verzeih Senator, ich war mit meinen Gedanken wohl woanders." erklärte Seneca. Natürlich kannte er weder den Senator noch seine Frau, und noch weniger wusste er dass seine Frau eben jenen Senator kannte, aber eigentlich hätte es ihm klar sein müssen, Seiana war ihm in gesellschaftlichen Fragen um Welten voraus..
    "Aulus Iunius Seneca, Tribunus der Prima, baldiger Praefectus Alae in Germanien." stellte sich Seneca förmlich vor, und blickte dann seine Frau an, auf dass sie ihn irgendwie retten würde, denn er wusste schließlich nicht was man mit einem Senator und seiner Frau die man beide nicht kannte so plauderte, und Seiana war ja gut in solchen Dingen, ganz im Gegensatz zu ihm.

  • Modestus machte eine abwiegelnde Handbewegung, um dem Iunier zu verstehen zu geben, dass eine Entschuldigung nicht notwendig war. "Es freut mich dich kennen zu lernen, Tribun. Es ist beruhigend zu wissen, dass die Ala II Numidia in guten Händen sein wird." entgegnete er und gab damit auch Preis, dass sich weiterhin über Germania informierte. Er hatte noch diverse Klienten in Germania die ihm natürlich Briefe schrieben. Dass erst vor wenigen Monaten ein neuer Praefectus Alae der Ala I Scubulorum eingesetzt worden war, legte den Verdachte nahe, dass Iunius Seneca die Ala in Mogontiacum kommandieren würde. "Mein Klient, der Decurio Paullus Atius Scarpus, wird unter dir dienen. Und wenn eine Eingabe von mir die Zustimmung des Princeps findet, so wird einer meiner anderen Klienten dein Stellvertreter werden." begründete Modestus auch sein Interesse an dem Iunier und seinem Posten.


    "Man hört beunruhigende Dinge von der Grenze. Da ist es umso besser, dass man fähige Männer wie dich an der Seite meines Freundes nach Germania entsendet." Eine weitere Andeutung, die sich Modestus nicht verkneifen konnte. Als er sein Kommando in Germania antrat, hatte der damalige Praefectus Alae das Kriegsrecht für Confluentes ausgerufen, die gesamte Stadtverwaltung verhaftet und die Kontrolle über die Stadt übernommen. Man konnte sich denken, dass seine Begeisterung sich damals in Grenzen hielt. Viel bedenklicher waren jedoch die Chatten. Schon vor dem Bürgerkrieg gab es Hinweise darauf, dass die Chatten es auf die mit Rom verbündeten Mattiaker abgesehen hatten. Die Mattiaker waren ein nützlicher Puffer zwischen Rom und den Chatten, doch allein würden sie nicht gegen die Chatten bestehen können. Zum Glück hatten interne Konflikte der Chatten verhindert, dass diese den Bürgerkrieg für ihre Pläne ausnutzen konnten. Offenbar war dies nun daran sich zu ändern.

  • Das hier war er also, der Tag auf den er seit gefühlten Ewigkeiten hingearbeitet hatte. Mit würdevoller, aber doch deutlich gelöster Miene betrat Vala zusammen mit seiner Frau und Gefolge die Basilica des kaiserlichen Palasts, grüßte die bereits anwesenden Gäste mit SEHR freundlichen Worten und harrte des Princeps, der da kommen mochte um ihm seinen Lebenstraum zu erfüllen.


    Sim-Off:

    Man verzeihe mir, wenn ich mich hier kurz fasse.. morgen geht's auf hohe See und in den letzten Tagen hat mir irgendwie die Motivation für's IR gefehlt.

  • Nachdem der eigentliche Gast des heutigen Tages eingetroffen war und seine Freunde und Günstlinge begrüßt hatte, erschienen die zwölf Liktoren des Kaisers und begannen, mit ihren Fasces auf den Boden zu klopfen, bis Ruhe in der Basilica eingekehrt war.


    Dann erschien der Kaiser, gekleidet als Feldherr und Statthalter mit einem reich verzierten und vergoldeten Brustpanzer, darüber einer Feldherrenbinde, und dem purpurnen Paludamentum um die Schultern. Er lächelte zufrieden in die Runde und wandte sich dann zuerst dem Duccier zu. "Herzlich Willkommen, Duccius. Ein großer Tag für dich und für mich, nicht wahr?"


    Nach der Begrüßung Valas wandte er sich den weiteren Gästen zu. Nicht zuletzt natürlich dem Senator Annaeus Modestus. "Salve, Annaeus. Wie ich hörte, bist du nun auch mit unserem neuen Statthalter verschwägert?" grüßte er und blickte lächelnd auf das junge Mädchen neben dem deutlich älteren, schon ein wenig gebrechlich wirkenden Senator.

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  • Als der Imperator Caesar Augustus persönlich hinzutraut, nickte er dem Iunier kurz zu. Er würde sicherlich verstehen, dass er die Konversation hier unterbrechen musste, um die Begrüßung des ersten Mannes im Staat zu erwidern. Dann wendete er sich dem Princeps zu und der Anblick allein versetzte ihm einen Stich. Im prächtigen Ornat eines Feldherren und Statthalters stand der Aquilier vor ihm. Es gab eine Zeit da hatte als Feldherr viele tausend Männer ins Feld geführt. Er wähnte sich sogar schon selbst auf dem Palatin. Doch die Götter hatten seinen Hochmut entdeckt und ihm durch zwei Bolzen Demut gelehrt. Nach langem Hadern hatte er den Willen den Götter akzeptieren können und im Gegenzug hatten sie ihm den unerträglichen Schmerz in seinem Bein genommen. Modestus setzte eine freundliche Miene auf und erwiderte die Begrüßung.


    "Salve Princeps, in der Tat. Wenn dich dir meine bezaubernde Gattin, die Dame Sorana aus dem Geschlecht der Duccier vorstellen darf." Dass Sorana mit Ende Zwanzig deutlich jünger war, als er selbst, brachte ihn von dem Princeps aber nicht in Verlegenheit. Immerhin war bekannt, dass der Altersunterschied zwischen dem Augustus und der Augusta ähnlich groß war. Alte Männer und ihre jungen Frauen. Dieser Gedanke brachte ein ehrliches Lächeln auf seine Lippen. Nach den Tagen auf dem Landgut bei Capua, war er stolz und glücklich sie zur Frau zu haben.

  • Mit dem üblichen herrschaftlichen Auftritt hatte sein Vater bereits die Basilica betreten. Appius Aquilius Bala folgte nur kurz darauf, um dem Kaiser keine Aufmerksamkeit zu stehlen. Er war in eine Seidentunika gekleidet und war im Kreise einiger guter Freund erschienen, die sich allerdings zügig in die Peripherie des Saales verzogen. Gespannt erwartete der Caesar den Beginn der Entsendungszeremonie. Mit großem Interesse beobachtete er dabei den duccischen Consular und sein Gefolge, während er langsam näher trat. Der Kaiser begrüßte soeben die Anwesenden mit der Routine eines versierten Politikers.

  • Fast zeitgleich mit ihrem Stiefsohn traf auch die Kaiserin in der Basilica. Natürlich würde sie bei einem solchen Anlass nicht fehlen. So hatte sie ja auch noch die Möglichkeit sich persönlich von der Tiberia zu verabschieden. Die Kaiserin war für diesen Analass entsprechend hochherrschaftlich gekleidet. Ihr Aussehen , ihr Gang, ihre Haltung kurz um alles an ihr strahlte diese besondere Würde aus. Sie schaute sich nun also im Saal um und entdeckte ihren Mann, der nun schon die Anwesend begrüßte. Sie begrüßte natürlich auch zuerst die Hauptperson des heutigen Tages, bevor sie zu ihrem Mann trat und nun auch den Annaeus und dessen Frau begrüßte. „Salvete, Annaeus, Duccia.“
    Ihrem Gatten schenkte sie ein Lächeln, er sah heute wirklich prächtig aus.

  • Natürlich hatte sie gewusst, dass das Kaiserpaar und der Caesar hier heute anwesend waren. Aber jetzt so hier direkt mit ihnen konfrontiert, das war schon was ganz anderes. Eldrid versteifte sich etwas und ihren Hand hielt den Arm ihres Mannes etwas fester zu, fast so als suche sie Halt. Und sie fand ihn auch, ein kurzer Blick ihres Mannes, in dem so was wie Stolz auf seine Frau lag gaben ihr die Nötige Sicherheit. Sie lächelte nun mit höflicher Zurückhaltung und begrüßte ihrerseits das Kaiserpaar. „Salvete Augustus, Augusta!“ Und getreu dem Motto gehe nicht zu deinem Fürst wenn du nicht gerufen wirst. Würde es wohl auch genau dabei bleiben, es sei denn man würde ihr Fragen stellen. So lang diese nicht der Fall war würde sie ihrem Mann – so wie es sich für eine gute Frau geziemte – das Ruder überlassen und sich in dezenter Zurückhaltung üben.

  • Seiana bemerkte den Seitenblick, den Seneca ihr zuwarf, und sie ahnte worum es ihm ging, sie beide kannten sich lang genug inzwischen. „Es freut mich ebenso, Duccia“, lächelte sie die Frau des Annaeus an, und hörte dann dem Senator zu, wie er über die Ala sprach, seine Klienten, Germanien. Der Mann war lange Statthalter dort gewesen, natürlich kannte er sich aus. In der Zwischenzeit traf auch der Duccius selbst ein und begrüßte die Anwesenden, aber bevor noch jemand weiter reagieren konnte auf etwas, kam der Kaiser selbst mit seiner Familie – und natürlich kamen die Gespräche dadurch zum Erliegen. Seiana neigte grüßend den Kopf, und machte Platz, als das Kaiserpaar sich mit dem Senator und seiner Frau unterhalten wollte.

  • Gut. Seine Frau war in dieser Situation nicht die allergrößte Hilfe gewesen, aber der Senator sprach über das Militär, und zumindest in diesem Feld fühlte sich Seneca vertraut..
    "Ich danke dir für deine Worte Senator." entgegnete Seneca aufrichtig und hörte sich dann gespannt die Ausführungen des Annaers über Germanien und seine Einheit an, immerhin hatte er praktisch keine Kenntnis von den aktuellen Geschehnissen im Norden.
    "Ich freue mich darauf mit deinen Klienten zu arbeiten. Ich muss gestehen kaum Wissen über die Provinz zu haben, lediglich einmal kam ich als Prätorianer dorthin. Aber ich bin mir auch dort sicher dass deine Klienten und der restliche Stab schnell sicherstellen dass ich gut unterrichtet bin." erklärte der Iunier und ging dann selbst ein wenig in die Offensive, "Wenn du die Frage erlaubst: Was führt dich nach Rom Senator?" fragte Seneca, schließlich war lange genug in Rom tätig und wusste dass der Annaer lange in Germanien weilte.

  • "Sehr erfreut." antwortete der Kaiser und nickte der frischgebackenen Senatorengattin freundlich zu. Die "Rebellen", die Palma auf den Thron gebracht hatten, pflegten scheinbar noch immer enge Beziehungen.
    Doch da erschien auch schon seine eigene Familie und so war es nun an der Zeit, umgekehrt seine Lieben vorzustellen. Oder zu erwähnen. "Meine Gattin und meinen Sohn kennt ihr ja sicherlich bereits."
    dann blickte der Aquilier sich kurz um. Es waren eine ganze Menge Leute erschienen, viele hatten den Angustus oder Latus Clavus an der Schulter, sodass er unmöglich alle persönlich begrüßen durfte. Außerdem saß der Star des heutigen Tages sicherlich schon auf glühenden Kohlen! Trotzdem schenkte er dem Pärchen, dass sich offensichtlich gerade noch mit dem Annaeer unterhalten hatte, ein freundliches Lächeln. War das nicht die ehemalige Rectrix des Schola Atheniensis? "Ihr entschuldigt mich. Manche unter uns haben ja heute noch eine weite Reise vor sich!"

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  • Der Kaiser warf seinen Liktoren, die sich im Hintergrund postiert hatten, einen Blick zu, woraufhin diese wieder mit ihren Rutenbündeln auf den Boden schlugen, um für Ruhe zu sorgen. Dann trat der Augur, gefolgt von einem Minister mit einem Käfig voll gackernder Hühner, hinzu.


    "Geschätzter Titus Duccius Vala, werte Gäste!" begrüßte Severus nun die gesamte Schar der Gäste mit lauter Stimme. "Heute ist ein großer Tag für dich, Duccius, aber auch für seine Freunde und Bekannten, die ihr euch hier versammelt habt. Denn manche von euch werden Duccius sicherlich schmerzlich hier in Rom vermissen. Nicht zuletzt der Senat, den er in seiner Amtszeit als Consul mit nicht wenigen Gesetzesinitiativen beschäftigt hat. Andere - auch er selbst, wie ich vermute - werden sich freuen, denn er entstammt einer Familie, die in der Provinz, in die er gehen wird, so fest verwurzelt ist wie eine hundertjährige Eiche im Erdreich. Und auch ich habe Grund zur Freude, denn von diesem Tag an werden mir seine zahlreichen Fähigkeiten und Qualitäten von noch größerem Nutzen sein als bisher, wenn er als mein Stellvertreter die Geschicke der Provinz Germania Superior führt."


    Severus blickte zu dem Augur. "Bevor ein Imperium verliehen wird - und sei es nur ein delegiertes Imperium, das von mir als Inhaber des Imperium Proconsulare maius, das, um das nicht unerwähnt zu lassen, dank Duccius Valas Anstrengungen auch wieder im Codex Universalis ausdrücklich erwähnt ist" Er schien einen Augenblick nachdenken zu müssen, wie er den Satz begonnen hatte. "-ist es alte Sitte, die Götter zu befragen. Deshalb frage ich: Gefällt es dem Iuppiter Optimus Maximus, dass dieser Quirite, Titus Duccius Vala, Sohn des Flavius, zum Legatus Augusti pro Praetore Germaniae bestellt werde mit dem Imperium Delegatum und als mein Statthalter?"


    Der Augur, den Lituus in der Hand, gab ein Zeichen und begann ein Gebet zu murmeln, während sein Helfer den Hühnerkäfig öffnete. Gackernd kam das Federvieh heraus und der Augur begann, Getreide zu verstreuen, das die Hühner zuerst etwas misstrauisch betrachteten, dann aber brav zu picken begannen.

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  • Noch eine weitere Hand Körner wurde geworfen und wieder pickten die Hühner vollständig auf und gackerten zufrieden. Der Augur wandte sich an den Kaiser, der Kaiser an die Menge:
    "Titus Duccius Vala, Sohn des Flavius Duccius Germanicus, aus Germania Magna, das nun Folgende findet die Zustimmung der Götter:"[/B] Severus machte eine künstlerische Pause. "Ich entsende dich in die Provinz Germania, um dort als mein Statthalter in der Hauptstadt die Geschicke der Provinz zu führen. Ich beauftrage dich damit, die Sicherheit der Provinz zu gewährleisten und ihren Wohlstand zu mehren. Ich ermahne dich, die Gesetze zu befolgen, die Würde der Bevölkerung zu achten und dich nicht an diesem Amt zu bereichern. Inzwischen traten zwei Diener heran, die in der Hand ein purpurfarbenes Bündel trugen. "Ich übertrage dir zudem das Kommando über die Legio II Germanica." fügte er noch an und die Diener waren da.


    Es war ein Feldherrenmantel, wie ihn auch der Kaiser heute trug, den die Diener nun entfalteten. Traditionell hüllte sich jeder Statthalter auf dem Weg in seine Provinz in dieses Soldatenkleid und so sollte es auch heute sein. Ein weiterer Diener eilte also heran, um dem Duccier aus der Toga zu helfen, während die beiden anderen den Mantel kurz darauf mit einer goldenen Brosche an Valas Schultern fixierten.

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