Das Schlendern an einem schönen Herbsttag

  • Aviana hob lächelnd die Nase in den Wind. Es war einer dieser Tage, an denen sie mehr als froh war, mit einem doch verhältnismäßig einfachen Leben gesegnet worden zu sein. Sie hatte es zwar nie leicht gehabt, sie hatte durchaus Sitte gelernt, aber sie musste sich trotz alledem nicht mit unnötigen Großfamilientreffen, politischen Ehen und Neid und Habgier auseinandersetzen. Sie brauchte nicht viel zum Leben, war von sehr bescheidener Natur und sie wusste, dass dies nicht selbstverständlich war. Sie betrachtete ihre einfache Herkunft aus einer gewöhnlichen Familie eher als einen Segen, denn auch Armut hatte sie nicht kennengelernt. Zu erklären wusste sie allerdings nicht, warum ihr solche Gedanken dann in den Kopf schossen, wenn sie an der frischen Luft war und sinnierend und ohne Pflicht dahinflanierte. Auch kamen ihr in diesen Situationen nahezu musische Erkenntnisse, die sie aber niemals erhält, wenn sie danach sucht.
    Auf jeden Fall war es nun einfach so, dass ihr solcherlei Gedanken in den Kopf schossen, jetzt, hier und ohnehin meistens, wenn sie völlig frei von allem war. Zwar war es nicht gerade ein warmer Tag und dichtere Stoffbahnen schützten ihren zierlichen Körper vor Kälte, aber die Sonne schien freundlich vom hellen Himmel herab und ließ die Menschen allgemein friedlicher, freundlicher und wohlwollender wirken. Vielleicht war es die eigene positive Einstellung, die diesen Eindruck entstehen ließ, vielleicht teilten aber die andren Menschen auch diese herbstlichen Gefühle. Das braune Haar hatte sie sorgfältig hochgesteckt und insgesamt hatte sie sich heut ein wenig zurechtmachen lassen. Noch immer dezent, aber deutlich intensiver als an vollkommen normalen Tagen.
    Sie war noch nicht oft in Misenum gewesen, eher auf der Durchreise oder wenn wirklich etwas hier angefallen war, aber das ist eher selten der Fall gewesen. Sie hatte es bevorzugt, bei ihrem Vater auf der Villa zu bleiben und sich mit ihm und mit sich zu beschäftigen. Aber langsam sehnte sie sich doch nach etwas mehr Gesellschaft, Austauschmöglichkeiten. Sie war einfach ein zu geselliger Typ Mensch als dass sie es in der Isolation länger aushielt. Mochte an ihrem Alter liegen, vielleicht auch nur an ihrem Wesen. Sie sprach gerne, manchmal zuviel. Beileibe fing sie nicht bei Fremden an, ihnen ihre halbe Lebensgeschichte aufzutischen und auf dies und jenes zu zeigen, aber wenn sie eine Bekanntschaft oder Freundschaft bereits über einen längeren Zeitpunkt hatte und hegte, dann plauderte sie zum Ohrenerweichen.
    In weiß-blauer Gewandung jedenfalls trieb es sie nun eine Straße entlang, eher ziellos und neugierig auf die Umgebung achtend, fand sie immer wieder eine bemerkenswerte Kleinigkeit. Hier ein besonders hübsches Ornament, dort ein fröhlich lachendes Kind. Auch sie sehnte sich sehr nach einer völlig unbeschwerten Zeit. Und da kam es ihr, warum sie bei besonders freiem Gefühl viele Ideen bekam – weil dieses freie Gefühl ihr ein wenig der kindlichen Unschuld und Unbefangenheit zurückgab. Als ihr Blick in diesem Moment einen anderen Blick streifte, war sie noch immer am lächeln, als ihr auffiel, dass sie einer Person ein Lächeln gab, die sie gar nicht kannte und nun möglicherweise irritiert sein könnte… Sie biss sich dezent auf die Lippen und wandte den Blick verlegen ab.


    Sim-Off:

    Jeder der will, kann!

  • Es passierte nicht oft das Dontas die Casa Iulia verließ. Eigentlich verbrachte er mehr Zeit mit dem lesen von Büchern als sich in der Gegend herumzutreiben. Doch langsam wurde er des Studiums überdrüssig und er fasste den Beschluss einmal Misenum zu besichtigen. Das war einer der größten Fehler in seinem Leben. Nun lief der verzweifelte Peregrinus schon fast anderhalb Stunden in der Gegend herum und wusste nicht genau wo er sich befand. Ich hätte mir einen Führer besorgen sollen, murmelte er vor sich hin. Die Häuser dieser Stadt sehen fast alle gleich aus. Aber ich muss schon fast am Stadtrand angkommen sein, denn so groß kann Misenum nun auch wieder nicht sein. Als er grad in eine Seitenstraße einbog und weit und breit keine Menschenseele zu sehen war, richtete er den Blick auf den Boden. Dontas fixierte keine bestimmte Stelle, sondern war geistig bereits abwesend und in sich gekehrt. Als er plötzlich ein Paar Füße vor sich sah, schaute er auf und erblickte das schöne Gesicht einer jungen Frau, sie lächelte ihn an. Er erwiederte das Lächeln automatisch, holte kurz Luft und sagte immer noch lächelnd: Mein Name ist Dontas, was macht eine so schöne Frau in einer so düsteren Gasse?

    „Menschen von Wert arbeiten hart, bringen Opfer und werden zum Opfer, und zwar aus eigenem Willen; sie werden nicht vom Schicksal geleitet, sondern sie folgen ihm und halten gleichen Schritt; hätten sie es gekannt, wären sie ihm vorausgegangen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Gaius Verginius Tricostus ()

  • Als sie so plötzlich dann doch eine Stimme erklang, die definitiv nicht nur ihren Gedanken entsprang sondern geradewegs auch zu hören war, erhob sie den Blick wieder und stoppte in sich den Vorgang des Weitergehens, den sie eigentlich geplant hatte. Nun ließ sie den Blick noch einen weiteren Moment auf den Gegenüber schweifen, den sie eben ungewollt angelächelt hatte, weil sie in ihrer Gedankenwelt gefesselt gewesen war. Zaghaft kehrte das Lächeln wieder in ihr Gesicht zurück, als ihr Gegenüber sich dann vorstellte. Dontas. Sie mochte den Namen nur schwerlich zuordnen, aber es klang geradewegs als sei er von gar nicht so weit her. Zumindest nicht jenseits des Meeres und auch nicht jenseits des Limes, das entsprach auch gar nicht seinem Äußeren. Nach dieser Überlegung erst wertete sie seine weiteren Worte genauer aus und das Lächeln breitete sich zu einem Grinsen aus, dass verkrampft unterdrückt werden sollte, aber letztenendes doch siegte und durchbrach. Man konnte an den Lachfältchen sehen, dass sie gerne lachte.
    „Salve, Dontas. Dies ist weder eine dunkle Gasse noch…“ sie machte eine wegwerfende Handbewegung und lachte leise. Schon jetzt war es ein befreiendes Gefühl, wieder mit jemandem zu sprechen, ohne dass es um Homer ging. Oder die römischen Intrigen und Polit-Taktiken. Sie warf, zur Unterstreichung ihrer Worte, einen Blick die Straße entlang. So groß war Misenum wirklich nicht, um richtige Gassen zu kennen und in solchen würde sie auch gar nicht die Sonne genießen können. Verschmitzt lächelnd erhob sie abermals die Stimme, welche wirklich schön war, seit frühester Kindheit zum Gesang ausgebildet, auf eigenen Wunsch hin. Das wiederum sah man ihr natürlich nicht an, würde man von einer Frau des Standes auch nicht erwarten, denn dass sie aus gutem Hause kam, verriet auch das gute Tuch an ihrem Leib.
    „Aber es freut mich dennoch, deine Bekanntschaft zu machen. Der Wunsch nach frischer Luft und ein wenig Bewegung und Abwechslung führte mich nach Misenum. Helvetia Aviana.“ Stellte sie sich anschließend vor. Sie dachte gar nicht daran, dass ihr Vater einst ein enger Vertrauter des Kaisers war und zudem nicht unbekannter Politiker und Senator. Sie kannte ihn einfach nicht als diese berühmte, unnahbare Person, denn zu jenen Zeiten hatte sie ihn noch gar nicht gekannt. Für sie war er nur ihr ergrauter, liebenswerter Vater, dem sie seine Stunden versüßen wollte. Wenn sie dieser Tatsache gedenken würde, würde sie sich vermutlich auf Aviana beschränken. Aber glücklicherweise, auch wenn sie sich des Glückes nicht einmal selbst bewusst war, brachte man ihren Namen höchstens durch das gemeinsame Nomen gentile mit Helvetius Geminus überein, nicht aber als seine Tochter.

  • Dontas schüttelte den Kopf als könnte man das breite Grinsen einfach abschütteln. Dann hob er den Kopf leicht und schluckte, von den Grinsen war nur noch ein lächeln übriggeblieben. Diese Gesten mit dem Kopf mussten auf die Frau komisch wirken. Warum spiegelten sich die Emotionen von anderen Menschen so oft in seinen? Als sie lachte wurde er sofort von Glücksgefühlen durchflutet. Helvetia, dachte er, ich habe seit ich hier in Rom bin noch nie von dieser Gens gehört.


    Wohnt ihr hier in hier in Misenum?, fragte er mit dem Hintergedanken das sie ihn vielleicht einige Sehenswürdigkeiten oder schöne Orte dieser Stadt zeigen konnte. Vor allem für Tempel interessierte er sich besonders. Und wenn sie sich hier nicht gut auskannte, vielleicht konnte Aviana ihm ja wenigstens sicher zum Stadttor führen.

    „Menschen von Wert arbeiten hart, bringen Opfer und werden zum Opfer, und zwar aus eigenem Willen; sie werden nicht vom Schicksal geleitet, sondern sie folgen ihm und halten gleichen Schritt; hätten sie es gekannt, wären sie ihm vorausgegangen.

    Einmal editiert, zuletzt von Gaius Verginius Tricostus ()

  • Helvetia Aviana wiegte ihren Kopf leicht hin- und her, während sie den Gegenüber so unauffällig es ging, musterte. Aber das war nicht gerade einfach, wenn man sich direkt gegenüber stand. Weniger verdeckt kam dann ihre offene, freundliche Erwiderung:
    "Ich wohne ein wenig entfernt von Misenum, auf einem Landsitz. In Misenum selbst bin ich eher selten gewesen bisher. Zeit und Gelegenheit gibt es zwar genug, aber zu wenig Anlässe. Mein Eindruck ist bislang, dass es hier auch recht ruhig ist. Ehe ich herkam, hatte ich mehr Aufregungen erwartet." Sie zupfte sich die Kopfbedeckung ein wenig zurecht. Aber im Grunde genommen, fand sie, war seine Frage widersprüchlich. Wenn sie hier nicht lebte, warum sollte sie dann ohne Begleitung und Gepäck über die Straßen schlendern? Da hat eine Frau herzlich wenig Grund zu.
    "Also, seit Anfang diesen Jahres bin ich überhaupt erst in Italia." erklärte sie dann sicherheitshalber. Mit ihren Augen suchte sie wieder den dirkekten Kontakt in die seinen.

  • Ihr seid nicht aus Italia?, verwundert blickte er sie an. Woher stammt ihr denn?, fragte er sie nun neugierig. Er wollte ja nun wirklich nicht unhöflich sein oder sein gegenüber mit Fragen durchlöchern. Aber da Dontas ebenfalls noch nicht lange in Italia weilte, hatte er das rege Interresse ihre Herkunft zu erfahren.

    „Menschen von Wert arbeiten hart, bringen Opfer und werden zum Opfer, und zwar aus eigenem Willen; sie werden nicht vom Schicksal geleitet, sondern sie folgen ihm und halten gleichen Schritt; hätten sie es gekannt, wären sie ihm vorausgegangen.

  • "Nein, ich stamme aus Hispania. Dort bin ich in der Nähe von Valentia aufgewachsen." erklärte sie ihm. Die Hintergründe derr Reise und Ähnlichem würde sie nicht sofort erzählen, das ging einen Fremden nun wirklich nichts an. Er mochte nett sein und sie auch mancher Zeiten ziemlich naiv, aber es kam ihr schon komisch vor, dass ein vollkommen Fremder sie auf der Straße ansprach und sie über ihre Herkunft befragte. So wurde auch ihr Gesichtsausdruck etwas verhaltener. Mit ihrer Herkunft deckte sie noch nichts Persönliches auf, aber weitere Informationen waren hier einfach fehl am Platze.
    "Und du? Stammst du von hier? Oder wie kommst du sonst auf solche Fragen?" Sie hatte noch immer einen freundlichen Tonfall, aber ihren Augen konnte man leichte Befangenheit ansehen. Sie hätte doch einen Sklaven mitnehmen sollen. Auch als er sie zu Beginn des Gesprächs ansprach und die dunkle Gasse erwähnte.. Das alles machte sie zunehmend unruhiger. Schöne Frau, dunkle Gasse und viele, fast schon persönliche Fragen. Natürlich war dies keine dunkle Gasse und sie würde sicherlich Hilfe erhalten, wenn sie nach dieser verlangte, aber was er letzten Endes von ihr wollte, war ihr doch ein Rätsel. Solang er sie nicht nach Hause einlud...

  • Er sah, dass das ihre strahlenden Augen zu nervösen wechselten und ging einen kleinen Schritt nach hinten um sie wenigstens nicht zu bedrängen. Dann verschränkte Dontas die Arme vor seinen Bauch, was ihm seiner Meinung nach harmloser erscheinen lies. Seine Offenheit und Neugierde konnte bei vielen Menschen unbehagen auslösen. Aber im Grunde redete er nur gerne. Und über was konnte man sich wohl besser unterhalten als über sein eigenes Leben.


    Nein ich stamme nicht von hier ich komme aus der Provinz Sardinia et Corsica. Ich lebte auf der Insel Corsica. Aber meine Vorfahren kamen aus Italia.

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  • "Corsica, kenne ich noch gar nicht. Aber ist auch nicht leicht, wenn man die meiste Zeit seines Lebens eben in einem Ort verbringt. Zum Reisen kommt man eben nicht ganz so oft, wenn man nicht grad mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde." meinte sie schmunzelnd. Mit dem Löffel im Mund geboren wurde sie im Grunde ja sogar, aber den gab ihre Mutter wieder ab um sie in einer weniger gefährlichen Umgebung aufziehen zu können. Ein Leben lang ist es her, ein Aviana-Leben. Dies hier war ein neuer Abschnitt. Es wirkte auch beruhigend auf sie, dass er auch bereitwillig von sich erzählte, aber in der schwächeren Position als eine junge Frau befand sie sich dennoch. Sie gemahnte sich zur Vorsicht, auch wenn hier und jetzt unwahrscheinlich etwas passieren würde. Aber woanders möglicherweise.
    "Wie war es denn dort? Vermutlich gar nicht so anders als hier, oder?" versuchte sie das Gespräch anzufachen, um ihr eigenes Unbehagen zu überspielen. Zugleich wandte sie sich ein wenig seitlicher ab, um nicht mitten auf dem Weg zu stehen. Sie fühlte sich dadurch etwas zu zentriert.

  • Nein es gibt wahrlich nicht viel unterschied zwischen der Provinz Italia und der Provinz Sardinia et Corsica.


    Da das Mädchen nicht viel von sich preisgeben wollte, versuchte Dontas das Gespräch auf sich zu lenken.


    Meine Vorfahren waren Etrusker, sie flohen vor den Bürgerkrieg nach Massilia und später dann nach Corsica. Mein Vater, er hieß übrigens Nethuns unterrichtete mich. Er lehrt mich die etruskische und römische Religion. Später schickte mich mein Vater nach Rom. Ich sollte zur Casa Iulia gehen und nach Marcus Iulius Curio fragen. Dieser Mann war der Patron und ein Freund von meinen Vater. Doch anstatt ihn anzutreffen stieß ich auf Lucius Iulius Centho, der mich einlud in der Casa zu wohnen. Da ich ebenfalls sehr traditionell erzogen worden bin, bat ich Iulius Centho mein Patron zu werden und er nahm das Gesuche freudig an.


    Er machte eine kurze Pause, dann redete er weiter.


    Meinen weiteren Weg möchte ich den Göttern widmen.

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  • Allmählich entspannte sich Aviana wieder. Wie sollten sich Corsica und Sardinia auch groß unterscheiden, ärgerte sie sich über ihre eigene Frage, sie lagen schließlich irgendwie zwischen ihren beiden Heimaten. Dass dort nicht grade eisiges Klima herrschte, war wohl selbsterklärend. Aber es schien ihm nicht sonderlich aufgefallen zu sein, dass ihre Frage unüberlegt gewesen war.
    "Eine ziemlich aufwühlende Vergangenheit." bemerkte sie. "Da war es bei mir entspannter. Ich bin ziemlich friedlich in Hispania aufgewachsen, bei meiner Mutter. Die Suche nach meiner restlichen Familie hatte mich letzten Endes hierher geführt." erklärte sie. Sie gab viel von der Wahrheit preis, nannte nur gewisse, pikante Details nicht. Die konnte sie immer noch nennen, wenn sie sich länger und besser unterhalten sollten. Oder sogar einen anderen Tag. Das war ja nicht unbedingt unwahrscheinlich, gerade in diesen kleinen Gegenden.
    "Iulius Centho? Die Iulier sind sogar mir schon ein Begriff." bemerkte sie. Nur Iulius Centho sagte ihr so gar nichts. Aber das war auch kein Wunder. Lediglich die großen Politiker der Zeit ihres Vaters waren ihr zum Teil ein Begriff, die heutigen würden es hoffentlich mit der Zeit noch werden. Sie wusste im Grunde keine Namen, welche Gentes stark im Senat vertreten waren.
    "Lobenswert. Hier in Misenum oder wirst du deinen Weg diesbezüglich lieber in Rom gehen?" Rom. Obwohl sie in Italia lebte, hatte sie es bisher noch nicht gesehen.

  • Da Aviana scheinbar nicht sonderlich an der Politik Roms interessiert zu sein schein half er ihr etwas auf die Sprünge.


    Iulius Centho ist Hausherr der Casa Iulia und momentan Augur im Collegium Augurum.


    Die Frage mit dem wo er seinen Weg gehen wolle, war natürlich ziemlich unüberlegt da er ja in der Casa Iulia in Rom wohnte. Außer natürlich sie meinte er wolle pendeln.


    Ich denke ich werde versuchen meinen Weg erstmal in Rom zu gehen, da ich bei den vielen Gläubigen ganz sicher nicht an Langweile leiden werde. Und wie willst du deinen weiteren Lebensweg in Misenum gestallten?

    „Menschen von Wert arbeiten hart, bringen Opfer und werden zum Opfer, und zwar aus eigenem Willen; sie werden nicht vom Schicksal geleitet, sondern sie folgen ihm und halten gleichen Schritt; hätten sie es gekannt, wären sie ihm vorausgegangen.

  • Aviana ahnte nicht, dass es nur eine Casa Iulia gab, denn die Familie hat sicher mehr als nur einen gemeinsam wohnenden Zweig. Auch von den Helvetiern wusste sie, dass es mehrere Anwesen gab, denn eine große Familie, die sich über das halbe Reich ausgeweitet hat, konnte ja schließlich nicht nur eine Residenz haben!
    "Aber was verschlägt dich denn dann nach Misenum? Wenn du von Corsica aus gekommen bist, sollte sich doch Ostia als Ankunftshafen viel eher lohnen, oder nicht? Aber ach, schon gut, du warst ja sogar schon in Roma... Aberwas führte dich anderes hierher? Misenum muss im Gegensatz zu Rom doch nahezu langweilig sein." fragte sie irritiert. Misenum hatte nun wirklich nicht SO viel zu bieten, dass man extra eine Reise hierher unternahm. Fand zumindest Helvetia. Sie konnte es sich jedenfalls nicht vorstellen, den doch sehr langen Ritt von Rom nach Misenum zu unternehmen, wenn sie doch in Rom beheimatet war und dort auch lebte.
    "Ich meine, der Weg ist ja nicht von ungefähr. Wenn es eine kurze Strecke wäre, wäre ich ja schon lange einmal auf einen Besuch in Rom gewesen. Aber man ist doch bestimmt einen vollen Tag unterwegs, oder nicht?" erklärte sie ihre Verwirrungen.

  • Bereits bei meiner Ankunft in Ostia hatte ich Gelegenheit mich etwas in der Stadt umzusehen bevor ich nach Rom weiterzog. Später nachdem ich bereits in das Haus der Iulier in Rom aufgenommen wurde besuchte ich die Stadt Ostia ein zweites Mal.


    Dontas stockte.


    Nun trieb mich die Langeweile aus der Casa Iulia und ich beschloss einmal eine längere Reise nach Misenum zu unternehmen. Der Weg bis hierher war wirklich anstrengend, aber trotz alldem hat es sich doch gelohnt. Die gute Landluft allein machte die anstrengende Reise schon wett.


    Nun erst beantwortete Dontas ihre Frage.


    Ich hatte keine große Eile und war länger als einen ganzen Tag unterwegs. Ich kehrte die Nacht über in ein Gehöft ein. Die Leute am Land waren eigentlich relativ freundlich.


    Sim-Off:

    Später schickte mich mein Vater nach Rom. Ich sollte zur Casa Iulia gehen und nach Marcus Iulius Curio fragen.
    Am Anfang dachte ich schon ich habe vergessen Rom zu erwähnen. :D

    „Menschen von Wert arbeiten hart, bringen Opfer und werden zum Opfer, und zwar aus eigenem Willen; sie werden nicht vom Schicksal geleitet, sondern sie folgen ihm und halten gleichen Schritt; hätten sie es gekannt, wären sie ihm vorausgegangen.

  • Sie grinste etwas. Ja, die Landluft genoss sie nahezu den ganzen Tag. "Ja, die Mischung aus Seeluft und Landluft ist hier wirklich sehr schön. Ich bin auch sehr gerne unterwegs, unter einem Dach kann es mich beileibe nicht tagelang halten." erklärte sie also. Da schienen sie ja eine Gemeinsamkeit zu teilen, stellte sie fest.
    "Wollen wir sonst ein wenig weitergehen? Ich wollte gerne in Richtung Hafen und von dort aus etwas am Wasser entlangspazieren, ehe ich mich wieder über das Feld auf den Rückweg machen wollte." erklärte sie ihr Vorhaben und sah ihn fragend an, setzte dabei aber schon wieder ihren einen Fuß vor den anderen. Allzu lange wollte sie nämlich nicht unterwegs sein, falls ihr Vater sie brauchte. Aber die Erklärung war in dem Zusammenhang überflüssig und würde sich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt nochmals ergeben.
    "Weißt du schon in den Dienst welcher Gottheit du eintreten möchtest?" fragte sie mit dem Blick zu ihm gerichtet.



    Sim-Off:

    Ja das hab ich schon verstanden, aber wenn er in Misenum rumrennt, gehe ich IC automatisch davon aus, dass er aktuell eben dort untergebracht ist und seine berufliche Karriere dort plant, weil das Auto ja noch nicht erfunden war :P Aber ist ja nichts passiert! Missverständnisse gehören überall dazu, auch IN ein Rollenspiel :)

  • Ich würde sehr gerne am Meer entlang gehen, aber...


    Er vollführte eine 360°Grad-Drehung und schaute ihr dann wieder in die Augen, zog die Augenbrauen hoch und zuckte mit dem Schultern.


    ...wo liegt das Meer?, schaute er sie fragend an. Ich glaube ich habe mich total verlaufen.


    Dontas hatte keine Ahnung in welche Richtung er gehen sollte. Erst jetzt fiel ihm wieder ein das er sich verlaufen hatte.


    Am liebsten würde ich ja allem Gottheiten dienen. Ich meine jede Gottheit ist für den erhalt des Imperium, der Republic und des Friedens wichtig. Aber meine Lieblingsgottheiten sind Fortuna und Justita. Fortuna weil einem das Schicksal immer gewogen sein sollte und Justita für die Gerechtigkeit. Das sind sozusagen meine beiden Schutzgöttinnen.

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  • Sie grinste etwas als er sich als offenkundig orientierungslos gab und nickte mit dem Kopf in Richtung des Straßenverlaufs aus der er gekommen war. "Das Meer liegt in der Richtung, vermutlich bist du irgendwann ungünstig abgebogen und hast es deshalb verpasst. Eigentlich ist es in einer Hafenstadt nicht zu verfehlen." neckte sie freundlich und ging nun normal in die entsprechende Richtung, hoffend, dass er sich ihr anschließen würde.
    Nachdem sie nun dahinschritten, widmete sie sich auch wieder seinem Thema und erwiderte: "Fortuna wäre eine recht launische Wahl, wobei sie mir gegenüber bislang scheinbar nicht gegrollt hat. Auch Justitia finde ich nicht unerheblich, natürlich nicht. Ich meine, sie alle sind Götter." erklärte sie nachdenklich. "Wenn ich mich für den Dienst an den Göttern entscheiden würde, ich wäre mir nicht sicher welchen Weg ich gehen sollte. Ich würde mich wahrscheinlich für Iuno entscheiden, ich finde die Solidität die sie auch irgendwo verkörpert sehr beruhigend. Wer sehnt sich nicht nach einer gewissen Sicherheit in seinem Leben? Ich persönlich denke gar nicht soviel an Ehe wenn ich an Iuno denke, ich muss eher viel an Häuslichkeit und Sicherheit denken. Seltsam, nicht? Auch Vesta würde mich sehr ansprechen, die Entbehrungen würden für mich kein erhebliches Problem darstellen. Aber da muss man natürlich erstmal in den erlesenen Kreis der Jungfrauen kommen..." erzählte sie ihrem Gesprächspartner.


    Sim-Off:

    So, entschuldigung. Gibt irgendwie immer Ärger mit dem doofen Touchpad!

  • Dontas grinste, es war wirklich schwer bei einer Hafenstadt das Wasser zu verfehlen. Aber er lächelte nicht über sich selbst, sondern die freundliche und doch neckende Bemerkung von Aviana. Als sie bereits zwei Schritte gegangen war reagierte er erst, mit ein paar schnellen Schritten war er links neben ihr.


    Normalerweise glaube das ich mein Schicksal selbst bestimme. Aber etwas göttlicher Beistand kann ja wohl nicht schaden.


    Über diese Aussage musste er lächeln denn sie bezeugte das er sein Schicksal nicht allein in die Hand der Götter legte.


    Iuno, die Gattin des Juppiters und Vesta die Göttin des Heimischen Herds. Das sind fürwahr zwei wichtige Gottheiten. Aber nicht allein durch diese wird unser Haus beschützt sondern auch durch Schlangen.


    Sim-Off:

    Macht doch überhaupt nichts, im Gegenteil ich fand es sehr amüsant als du gepostet hast und geschrieben hast das es noch nicht fertig ist :D

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  • Nachdem die beiden dieser Straße bereits eine längere Weile geradeaus gefolgt waren, konnte man in gar nicht allzu weiter Ferne schon das Wasser glitzern sehen. Noch immer wirkte Avianas Gesichtsausdruck fröhlich. Sie war etwas nervös, weil vor ihnen auch noch eine Weile Zweisamkeit lag, aber er schien sich doch nicht als Sittenstrolch zu entpuppen, wie sie anfänglich noch gedacht hatte. Sie warf ihm einen kurzen Blick aus den dunklen Augen zu, die auch in einer normalen Situation klar von viel Herzenswärme zeugten. Aber auch von einer gewissen Unschuld, die klar zeigte, dass in ihrem Leben noch nicht viel Schlimmes geschehen sein konnte. Es lag nicht der der Hauch eines Leides in ihnen, wie bei so vielen anderen Frauen dieser Zeit.
    "Ich denke man entscheidet, wie man in einer Situation handelt und aus ihr heraus kommt, welche Konsequenzen man trägt. Aber die Situationen geschaffen werden durch die Götter. Wenn es regnet entscheidet man, ob man hinaus geht oder darinnen bleibt. Die Krankheit, die man bei einem Rausgehen möglicherweise erhält, ist meiner Meinung nach das selbstgewählte Schicksal. Die Götter werden häufig für zuvieles verantwortlich gemacht. Aber durch große Frömmigkeit kann man denke ich vermeiden, vor schlimme Wahlen gestellt zu werden." erklärte Aviana ihre nüchterne, aber durchaus sehr gläubige Meinung.
    "Jedes Mitglied unserer Gesellschaft trägt eine große Verantwortung für das gesamte Reich. Es sind nicht nur die Priester. Meiner Meinung nach kann ein Priester allein nicht für den Zorn der Götter verantwortlich gemacht werden. Sie sind nur die Stütze, die Bindung und die Hilfe um die Götter kontaktieren zu können. Die einem helfen, raten..."

  • ...in Worten und Taten., reimte er. Dieser Reim ergab durchaus auch Sinn.


    Ja, da hast du vollkommen recht. Die Priester sind der Mund und die Hände der Götter. Die Götter sprechen oft über sie, aber man kann manchmal auch ohne die Priester den Willen der Götter vorausahnen. Meine Vorfahren zum Beispiel waren etruskische Priester. In meiner Familie wurde das Geheimnis der Eingeweideschau immer an zukünftige Generationen weiter gegeben. Mein Großvater gab sie an meinen Vater weiter und mein an mich, mein Großvater wiederum hatte es von meinen Urgroßvater und so weiter. Aber reden die Götter auch nicht immer deutlich. Auch Priester sind nur Menschen. Und Menschen irren sich nunmal.


    Dontas fragte sich ob sie überhaupt wusste was die Eingeweideschau war. In der Ferne konnte er schon das Meer erkennen, oder war es nur ein Hafenbecken?

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