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Marcus Flavius Aristides

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22.04.2009 09:36

Optio Nonius Nobus starrte gelangweilt vor sich her; eine Fliege summte durch den Raum und flog träge und fett von dem Spucknapf in der Ecke zu den Resten von Nobus' Abendessen in der Wachstube; gelangweilt spielte Nobus mit einigen Würfeln in der Hand und sah immer wieder zu der Tür des kleinen Wachhauses, das eine gründliche Renovierung gebrauchen konnte, aber sie waren ja nur die Nachtwache, ein Haufen von Sklaven, ehemaligen Freigelaßenen und einigen wenigen verrückten Bürgern, die versuchten, sich hier bei den Vigilen einen Namen zu machen, was nur den allerwenigsten gelang. Nonius Nobus war einer davon, sein Name war außerhalb des Wachhauses wohl niemanden bekannt, höchstens einem der wenigen Tribune, der diesen Namen mal auf der Liste der korrupten Vigilen gesehen hatte, doch bisher war Nobus nichts nachzuweisen, auch wenn er regelmäßig Geld in seine eigene Tasche steckte. Klein, hager und dürr, mit einer Spitzen Nase und einem häßlichen Frettchengesicht, das war Nonius Nobus und ganz anders als sein Kumpane Cadius Colonius, der mehr in die Breite als die Höhe ging, aber sein Würfelkumpan schien im Moment nicht aufzutauchen, weswegen sich Nobus dem Sack widmete, den sie in der Nachtschicht zuvor einem verdächtigem Subjekt abgenommen hatte, seine beteuernde Worte, daß er nur ein Lieferjunge war, hatte Nobus ignoriert, wohlwißend, daß es durchaus wahr sein konnte, aber diese Tatsache machte Nobus noch umso gieriger. Seine Finger zogen gerade eine hölzerne Schatulle hervor als die Tür mit einem Stoß aufging; erschrocken und wie ertappt sah Nobus auf und auf einen Mann in einer strahlend weißen toga und darunter wohl beleibter Statur.
„Ähm...ja, was gibt’s?“
, brummelte er abweisend und hätte den Kerl am Liebsten sofort wieder hinaus geworfen, denn es war die letzten beiden Stunden seiner Dienstzeit und eigentlich hatte er vor gehabt, sie in der taberna nebenan zu verbringen.





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Marcus Flavius Aristides

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28.05.2009 00:23

Die Vigilen! Hort all des Abschaums, was das Militär zu bieten hatte. Sklaven, die dort ihre Chancen sahen, peregrini, die versuchten, ein Sprungbrett zum begehrten Bürgerrecht zu erhalten, Bürger, die es sonst nirgendwo hin verschlagen konnten, weil ihnen teilweise die Befähigung, der Ruf und die Reputation fehlte oder einfach die Beziehungen, um an anderer Stelle Karriere zu machen. Und doch waren sicherlich auch einige unverbeßerliche Idealisten bei der Truppe, durch deren Tor Marcus eben noch geschritten war, um sich persönlich vom Zustand der Feuerwehr und Nachtwache von Rom zu informieren. Er schwitzte unter den dicken Lagen seiner Robe und fühlte sich weit aus mit weniger Kompetenz und Autorität ausgestattet, als wenn er eine Rüstung getragen hätte, die ihm in der Legionszeit zu einer zweiten Haut geworden war und mit der er sich erst richtig im Amte fühlte, diese Stoffsachen waren doch einfach nicht das Wahre für ihn. Die Wache am Tor sah nicht gerade sehr wachsam aus, die Soldaten brachten noch nicht mal ein ordentliches Salutieren zu Stande – wahrscheinlich erachteten sie es nicht als notwendig vor einem Zivilisten und hatten wohl damit auch Recht – und als er die Stube des Wachhauses betrat, wurde Marcus auch nicht gerade von Überwältigungsstürmen übermannt. Die Ecken sahen unaufgeräumt aus, ein Pott mit puls stand in der Ecke und ein dreckiger Köter schlaberte ihn auf, umschwirrt von den Fliegen, die es schon bei dieser Affenhitze zu Hauf in Rom gab. Und der Soldat, der hinter dem Tisch lungerte und wie ein Wischmob ohne Besenstiel wirkte, war umschattet mit einem Dreitage-Bart, hatte Flecken auf der Uniform und schien nicht sonderlich beeindruckt zu sein von der weißen toga, die er trug.
„Salve, ich bin Marcus Flavius Aristides, vingintivir und tres capitalis. Wer ist der wachhabende centurio?“


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