In geheimer Mission unterwegs....

  • Es war Nacht geworden in der großen Stadt am Tiber. Leise hatte sie die Insula verlassen und war auf kleineren Umwegen in dichten Gewirr der kleinen dunklen Gassen verschwunden, die ihre Heimat und zugleich ihre größte Gefahr waren. Nur Menschen wie sie, jene, die etwas zu versteckenjhatten waren hier unterwegs und es waren erstaunlich viele. Jetzt wo alle Herrschaften zu Hause waren, die Sklaven schliefen und auch die Wachen nur noch selten liefen, erwachte in Roma eine zweite Gesellschaft. Tagsüber unscheinbare Menschen wurden in der Nacht zu wichtigen Personen. Sie alle dienten anderen oder sich selbst und arbeiteten Vorteile heraus. Dinge wurden beschafft, Informationen wechselten ihre Besitzer und Informationen auch erst besorgt.


    Gestern hatte sie sich Nachmittags zu einem Spaziergang abgemeldet, war jedoch zu einem kleinen Lagerhaus aufgebrochen um dort neue Anweisungen zu erhalten. Sie sollte aus dem Haus eines unscheinbaren römischen Bürgers Informationen über gezahlte Bestechungsgelder besorgen. Nun war sie auf dem Weg dorthin.


    Die besonders dunkle Nacht kam ihr gerade recht. Von Mauer zu Mauer, von Vorsprung zu Vorsprung arbeitete sie sich vorwärts immer darauf achtend, dass keiner sie sah. Dies musste unbedingt geheim bleiben. Sie durfte nicht auffliegen wie schon einmal. Die Einkerkerung in den Carcer der Praetorianer hatte ihr für einige Zeit arge Probleme bereitet und man hatte einen großen Bogen um sie gemacht, da viele dachten, dass sie nur ein Lockvogel sei. Nur einer war so mutig gewesen ihr wieder einen Auftrag zu geben und dieser war so zufrieden mit ihr gewesen, dass sie wieder mehr Auftraggeber hatte und das durfte sie sich natürlich nicht verscherzen. Lange umschlich sie den Bau als sie endlich angekommen war und suchte einen geeignetes Schlupfloch durch das sie in das Gebäude hinein und auch wieder heinauskam.



    /edit: kleinere Fehler beseitigt

  • Lautlos und so unsichtbar wie ein Schatten in der Nacht nur sein konnte, folgte Nicodemus Celeste in sicherer Entfernung. Es war nicht, dass er ihr nicht traute. Aber sie hatte sich vorhin etwas seltsam verhalten. Irgendetwas stimmte nicht. Und Nicodemus wollte wissen was es war. Als Celeste das Versteck verlassen hatte, war er hier bis hierher gefolgt. Es war nicht leicht gewesen sie in der vollkommenen Dunkelheit nicht zu verlieren. Aber der Dieb verließ sich auf seine Instinkte und so war es ihm gelungen sie bis jetzt nicht zu verlieren. Doch nun hatten die tappsenden Schritte vor ihm aufgehört. Lauschend blieb Nicodemus stehen. Tatsächlich, entweder Celeste lauerte irgendwo regungslos oder aber sie war nicht mehr vor ihm.
    Tastend schlich der Dieb an der Hausmauer entlang und fand einen Durchbruch. War sie hier rein verschwunden? Es gab niemanden den er hätte fragen können und so nahm Nicodemus seinen Mut zusammen und schlüpfte ebenfalls durch das Loch in das Innere des Baus.

  • Es war abgesprochen gewesen einen kleinen Durchgang geöffnet zu halten und so war sie in diesem verschwunden. Erst hatte sie nur den Kopf hindurch gestreckt und geschaut ob auf der anderen Seite die Luft rien war. Dann sah sie zurück auf die Straße. Sie wurde das Gefühl nicht los verfolgt zu werden, aber sie konnte beim besten Willen keinen sehen. Wahrschenlich spielten ihr ihre Nerven einen Streich. Sie war sehr angespannt und da konnte es vorkommen.


    Leise öffnete sie Tür zum Hintereingang, der wie besprochen ebenso unbewacht und unverschlossen war. Mit einem leisen Poltern schloss sie sich hinter Celeste, welche davon ein wenig aufschreckte und zusmamenzuckte. Zum Glück war niemand zu sehen. Leise schlich sie weiter. Den Gang entlang und bei der dritten Tür sollte das Arbeitszimmer des Senators sein. Von Tür zu Tür arbeitete sie sich vorwärts und an der dritten Tür angekommen, öffnete sie diese langsam und musste mit Schrecken erkennen, dass noch jemand dort saß und arbeitete....der Mann war ja noch gar nicht im Bett. Erschrocken machte sie sich auf und zurück in die Culina wo sie sie sich versuchte von dem Schock zu erholen...alte Erinnerungen stiegen in ihr auf und ihre Hand ging zu ihrer Seite, die plötzlich anfing zu schmerzen...eine alte Verletzung, die sie einem Zusammentreffen mit dem Hausherren zu verdanken hatte und darauf folgte der Aufenthalt im Carcer....

  • Sim-Off:

    (So, ich hoffe ich versteh das jetzt alles richtig. :) )


    Lautlos war er Celeste gefolgt. In der schwachen Beleuchtung die hier drinnen herrschte konnte er sie aus seinem Versteck beobachten. Sie tappte den Gang entlang. Und nichts deutete darufhin, dass sie suchen musste. Der Verdacht, den er schon länger hatte bestätigte sich. Celeste war Absichtlich hier. Irgendetwas hatte sie vor. Gerne wäre er zu ihr hingegangen und hätte sie gefragt was es war. Doch er hielt sich zurück, beobachtete lieber.
    Sie verschwand kurz in einem Zimmer um dann gleich wieder daraus hervor zu kommen. Stirnrunzelnd gab er näher. Doch immer noch versteckt und verborgen in den unbeleuchteten Teilen des Ganges.

  • Sim-Off:

    doch doch...war schon richtig :)


    Da stand sie nun in der Küche und versuchte sich wieder zu beruhigen. Die Sklaven würden eine ganze Weile nicht hierher zurückkommen.So hatte sie also Zeit im Flur sich eine dunkle Ecke zu suchen und darauf zu warten, dass der Herr des Hauses sich irgendwann zur Ruhe begeben würde und sie dann die nötigen Listen und Notizen entsprechend der Vorgaben besorgen konnte. Sie sah sich um und fand in einer Ecke, die völlig im dunklen lag eine passende Stelle zum Warten und das musste sie sehr lange. Der Mann hatte sich scheinbar dazu entschlossen die halbe Nacht durchzuarbeiten. Das lange und vor allem ruhige Stehen fiel ihr schwer und durch das Warten wollte die Zeit einfach nicht vergehen. Immer wieder fiel ihr ein was damals passiert war als sie davon ausging, dass die Casa ruhig lag und sie dann mit einem ziemlich belebten Haus konfrontiert wurde. Natürlich hatte sie auch etwas daraus gelernt. Fehler begang man nicht zweimal und ebenso suchte man bestimmte Orte auch nicht zwei mal auf. Darauf hatte sie keine Lust und sicher hätte dies auch kein anderer.


    Irgendwann war es endlich soweit. Der Mann verließ sein Arbeitszimmer und begab sich in seinen Raum. Kaum hatte er die Tür hinter sich verschlossen, setzte sich Celeste in Bewegung, öffnete die Tür des Arbeitszimmers nur einen Spalt breit so dass sie hindurch schlüpfen konnte und war schon im Innern. Im Halbdunkeln durchsuchte sie einige Schriften auf dem Tisch und in einer Truhe und fand schließlich die gesuchten Objekte. Zufrieden lächelnd begab sie sich hinaus und verließ das Haus sehr schnell. Erst als sie an einer Niesche in reichlicher Entfernung angekommen war, gestattete sie sich ein triumphierendes Lächeln. Sie hatte ihr Ziel erreicht und ihr Auftraggeber würde sicher zufrieden mit ihr sein.

  • Beobachtend hatte Nicodemus gewartet. Lange.. schweigend und kaum, dass er sich bewegt hatte. Niemand, der nicht direkt an ihm vorbeigegangen wäre, hätte ihn gesehen. Und so bemerkte ihn Celeste auch nicht. Als ihm schon alles wehtat, verschwand sie erneut in diesem Zimmer um dann nach einer kleinen Ewigkeit lautlos wieder hinaus zu gehen. Noch kurz wartete er, dann folgte er seiner Partnerin nach draußen. Die Wolken hatten sich etwas verzogen und er konnte ihre dunkle Gestalt durch die Gasse huschen sehen.
    So schnell er konnte um sich nicht zu verraten folgte Nicodemus ihr und als sie in einer dunklen Nische stehen blieb, schlich er sich von hinten an. Eine Hand legte sich auf ihren Mund und mit der anderen Hand hielt er sie fest. Ganz nah an ihrem Ohr flüsterte Nicoemus ihr zu. "Hatten wir nicht gesagt, wir sind ehrlich zueinander? Was sind wir für ein Diebespärchen, die voreinander Geheimnisse haben?"

  • Glücklich darüber den Auftrag erfolgreich ausgeführt zu haben, hatte sie ihre Achtsamkeit wohl ein wenig zu früh aufgegeben. Eigentlich wollte sie nach Hause, die Schriften dort verstecken und am nächsten Tag ihrem Auftraggeber übergeben. So hatte sie nicht mitbekommen, dass sich jemand anschlich. Panik erfüllte sich. Starr vor Schreck, wagte sie es nicht sich zu rühren. Selbst wenn sie hätte schreien wollen, was sie eh nicht hätte können in ihrer Starre, so hielt man ihr den Mund zu und ebenso fest. Sie hatte Angst um ihr Leben. Wieder einmal. Hatte man sie erwischt? Wenn ja...wer?


    Nur langsam drangen die Worte zu ihr durch. Eine bekannte Stimme, die ihr da ins Ohr flüsterte. Ein wenig entspannte sie sich. Die Anspannung selbst war jedoch nicht ganz von ihr gewichen. Langsam begann wie wieder zu atmen, wagte es sich ein wenig zu bewegen. Doch viel konnte sie sich nicht erlauben, sie wurde ja festgehalten und dies ziemlich kräftig. Hier musste sie wohl eine ganze Menge erklären, Dinge die geheim bleiben mussten, die sie nicht sagen durfte, Auftraggeber, die sie nicht nennen durfte und deswegen dies Geheimnis immer für sich behalten wollte und nun...wie sollte sie alles erklären und doch nichts sagen.


    Ihre Haltung signalisierte Nico, dass er keine ganst haben musste, dass sie jetzt etwas dummes anstellen würde und er sie loslassen konnte.

  • Und tatsächlich ließ Nicodemus sie los und trat einen Schritt zurück. Im fahlen Mondschein konnte er nicht direkt sehen was sie dachte oder wie sie sich verhalten würde. Eigentlich tat Nicodemus soetwas ja nicht, aber als er sie vorhin weggehen sah wusste er sofort, dass da etwas nicht stimmte. Und nur deswegen war er ihr gefolgt. Mit einem Wink deutete er auf die Schriftrollen in ihrer Hand und verschränkte dann die Arme. "Willst du mir darüber etwas sagen?"

  • Einen kleinen Moment sah sie ihn an und dann wieder zu Boden. Es war schwer die richtigen Worte zu finden und vor allem nicht so viel zu verraten.
    "Ich bin nebenbei eine Auftragsdiebin. Aus der Zeit mit meiner Schwester gibt es das Relikt noch. Ich beschaffe für Menschen Information oder Güter. Ganz nach Auftrag. Es war eine zeitlang ruhiger geworden doch so kurz vor den Wahlen wollen viele noch einmal ihren Gegnern ein wenig schaden und so habe ich viel zu tun."
    Tief atmete sie durch ehe sie weitersprach.
    "Ich habe deswegen auch schon den Carcer der Praetorianer kennen gelernt und dort einige Tage verbracht. Gerade deswegen weil ich dich dort nicht auch sehen will, habe ich es geheim gehalten. Mehr kann ich dir auch nicht sagen. Ich darf es einfach nicht. "
    Alles andere würde zu viele Leute belasten und war somit der Schweigepflicht unterlegen.

  • Schweigend hörte Nicodemus zu und nickte dann verstehend. Die Sache mit dem Ehrlich sein war also doch nicht ganz so ehrlich wie er gemeint hatte. Er war zwar von ihrer Aussage angetan, dass sie ihn vor dem Carcer schützen wollte. Doch wäre er gerne dabei gewesen, wenn sie diese Entscheidung für ihn getroffen hatte.
    "Du scheinst recht gut zu sein, wenn man dich trotzdem immer noch angagiert." Nicodemus nickte annerkennend und trat dann weiter zurück. Weg von ihr in den Schatten zurück. "Dann will ich dich mal lieber nicht länger aufhalten, nicht, dass uns einer deiner Auftraggeber noch zusammen erwischt."

  • "Ich weiß nicht wie gut ich bin oder nicht. Ich bekomme die Aufträge und erledige sie. Das hat nichts mit gut sein zu tun."
    Celeste wusste wirklich nicht ob sie gut war oder nicht. Sie konnte es nicht einschätzen. Hier und da hörte sie es schon mal, aber sie machte doch nichts besonderes. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass sie das schon immer gemacht hatte und es nichts besonderes mehr für sie war.
    "Du musst aber nicht gehen. Ich treffe mich morgen erst mit ihnen und wollte eh nach der Besorgung direkt nach Hause gehen. Du kannst mich also gern begleiten wenn du es möchtest"
    Sie würde es ihm allerdings auch nachsehen wenn er allein sein wollte. Er war belogen worden und durfte somit zu recht sauer auf sie sein.

  • "Nun gut, dann lass uns gehen." Nicodemus klang ganz normal. Vielleicht nicht all zu freundlich oder übertrieben freundschaftlich wie sonst. Aber er hatte sich gut unter der Kontrolle um sich nichts anmerken zu lassen. Er verschränkte die Arme hinter dem Rücken und ging neben Celeste her. Nun sahen beide aus wie ein ganz normales Pärchen, die einfach noch einen Spaziergang unternahmen.
    "Wie lange machst du das nun schon wieder? Ich meine nachdem du im Carcer gesessen warst?" Er wollte jetzt wissen wie lange dieses Heimlichtuerei schon ging. "Und andere Frage... was springt für dich bei einem Auftrag für dich heraus?"

  • Wie sollte sie denn jetzt das erklären. Oh weia und das ohne zu lügen. Das war so ein schweres unterfangen und sie wusste nicht wie sie es bewältigen sollte. Am besten so wenig erzählen wie möglich.
    "Ich habe solch Aufträge nur selten bekommen. Seit dem wir Partner sind nur vier oder fünf Aufträge. "
    Er hatte den Zeitraum nicht konkretisiert und anging ihn ja wirklich nur die Zeit in der sie zusammen waren und da kam es dahin. Manchmal war das Zusammenleben alles andere als leicht.
    "Es tut mir leid, wirklich. Aber ich durfte es doch nicht erzählrn, wollte es auch nicht. Wären wir wirklich aufgeflogen, so hätten sie nie etwas aus dir herausbekommen und und wenn sie wollen, bekommen sie alles raus."
    Das wusste sie nur zu gut. Noch immer konnte sie sich nicht daran erinnen etwas gesagt zu haben, aber ihr alter Auftraggeber war verschwunden....

  • Immer noch ziemlich wortkarg ging Nicodemus neben Celeste her. Sie bogen in verwinkelte Gassen ein und nahmen hier und da einen Schleichweg, den außer ihnen nicht viele benutzten. Nun konnte es nicht mehr all zu weit sein bis sie wieder in ihrem Versteck ankommen würden. Während der ganzen Zeit sagte Nicodemus nichts. Was hätte er auch darauf erwiedern sollen? Danke, dass du so an mich denkst? Wäre vielleicht richtig gewesen, so aber war der Dieb nicht. Er bedankte sich in den seltensten Fällen. Warum auch, schließlich klaute er von den Leuten.
    "Nun dann hast du wohl genau das Richtige gemacht." Er sah sie kurz von der Seite an. "Vielleicht können wir ja mal wieder zusammen auf Beutezug gehen, wenn du mal keinen Auftrag hast."

  • Celeste sah ihn an, musterte ihn und wusste nicht was sie davon halten sollte. Diese Frage....sie war schlimmer als die schlimmste Standpauke, die sie erhalten konnte und hatte. Ein unterschwelliger Vorwurf, der schlimmer wog als einige direkt an sie gerichtete Worte.
    "Natürlich können wir weiterhin auf Beutezug gehen. Diese Aufträge sind gänzlich losgelöst davon."
    DUrch ihre anderen Aufträge hatten sie es in letzter Zeit auch nicht gemusst. Die Zeit war rau gewesen und schwer. Aber ob es jetzt besser wurde? Wer würde das schon wissen. Zumindest konnten sie es versuchen.
    "Wir haben in nächster Zeit auch wieder ausreichend raum dafür."
    Von anderen Aufträgen wusste sie nichts und würde sie vorerst auch nicht mehr annehmen.

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