Militärwettkämpfe - Disziplin Schwertkampf

  • Seit Wochen wartete ganz Rom auf den Beginn der Militärwettkämpfe. Bis zum Erbrechen war die Ränge des Kolosseums gefüllt und das Publikum feierte seinen Idole. Ochsenkarren mit Brot beladen fuhren in der Arena und warfen Brot in die johlende Masse.


    Man wartete gespannt darauf, dass der Imperator in seiner Loge erschien und das Zeichen zum Beginn der Kämpfe gab.

  • Als Organisator der Wettkämpfe hatte ich unterhalb der kaiserlichen Loge Platz genommen, von wo ich die Kämpfe aus bestens beobachten konnte.
    Mein Herz raste und ich schritt immer wieder entlang in dem knapp bemessenen Raum der Loge.
    Sobald der Kaiser das Signal zum Beginn der Kämpfe geben würde, würden die Kämpfer aus den Katakomben hervortreten und der Kampf beginnen.


    Hastig überflog ich nochmal eine Papyrusrolle und machte mir mit einem Griffel kleine Randbemerkungen.


    "...hmm, Vinicius...gegen...Au-relius..." murmelte ich vor mich hin.

  • An eine Wand gelehnt musterte Crassus jedes Gesicht der anderen Kämpfer, suchte nach Narben und anderen Schwachpunkten. Als er sich ein grobes Bild über die anderen Kämpfer gemacht hatte, begann er sich mental und durch leises Murmel verschiedener Parolen auf den Kampf vorzubereiten, in dem er die nötige Wut aufbaute, um so hart als möglich und erbamungslos zuzuschlagen.

  • Im Publikum, besser gesagt in den reservierten Reihen für die anderen Wettkämpfer, hatte ich einen der besten Plätze erhalten. Die Leute waren zusammengerückt, als ich in meiner Magistratstoga vorbeikam und so war es mir leicht gefallen einen guten Platz zu ergattern.

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    SODALIS FACTIO ALBATA - FACTIO ALBATA

  • In meiner Loge hatte ich es mir bequem gemacht, nippte an einem Glas mit vorzuüglichen Wein, und wartete auf das Zeichen des Imperators für den Beginn der Wettkämpfe.


    Wie sich die Zeiten so wandelten, dachte ich. Bei den letzten Militärspielen hatte ich noch am Schwertkampf teilgenommen und diese Disziplin nach packenden Wettkämpfen damals gewonnen. Inzwischen war ich Senator und meine Zeit war zu knapp gewesen, um mich diesmal für eine Teilnahme an den Wettkämpfen vorzubereiten. Ich bedauerte dies sehr, denn fit genug fühlte ich mich immer noch und mit meiner Erfahrung hätte ich einiges ausrichten können... =)

  • Der Kaiser betrat seine Loge im komplett gefüllten Amphitheater. Er liess seinen Blick über die Massen gleiten und nickte dann den Organisatoren, die vor seiner Loge Platz genommen hatten, freundlich zu und wechselte hier und da ein paar Worte. Er dankte dem Organisator Gordianus für die bisherige gute Organisation und äußerte seine Hoffnung auf spannende Kämpfe. Neben Gordianus stand Legatus Macer, den er ebenfalls mit ein paar freundlichen Worten bedachte und bat, später einmal in seine Loge zu kommen.


    Soweit er auf den benachbarten guten Plätzen hohe Würdenträger und Amtsinhaber entdecken konnte, grüßte er auch diese mit einem kurzen Nicken. Dann trat er an das vordere Geländer und richtete einige Worte an das Volk:


    "Bürger Roms, anlässlich des Sieges unserer Truppen über die Germanen und zu Ehren des unbesiegbaren Mars habe ich heute die große Freude, die von der Factio Russata ausgerichteten Militärwettkämpfe zu eröffnen. Tapfere Soldaten aus vielen Teilen des Reiches sind zusammen gekommen, um sich im sportlichen Kräftemessen zum Gefallen der Götter gegenüber zu treten.
    Mögen sie ein Vorbild sein für die Jugend des Reiches, Stärke zu zeigen, für Rom einzutreten, seinen Ruhm hinaus über die Grenzen zu tragen und jedem Gegner mutig entgegen zu treten.


    Beginnt mit den Kämpfen, auf das der Beste gewinne."

  • Den ersten Kampf führten Marcus Vinicius Lucianus und Kaeso Aurelius Parvus. Vinicius ist Praefectus Castrorum der Cohortes Urbanae und sein heutiger Gegner, Kaeso Aurelius Parvus, dient in der Legio I Traiana Pia Fidelis als Legionarius.
    Das Publikum ist begeistert und erwartet den ersten Kampf sehnsuchtsvoll. Seit Tagen sind alle Plätze im Kolosseum ausverkauft.
    Nach den üblichen Ehrbezeugungen zur kaiserlichen Loge, in der der Imperator höchstpersönlich Platz genommen hatte, stehen sich die Kontrahenten nun gegenüber.


    Die Luft vibriert und das Publikum johlt. Da setzt der Aurelius, der weit jüngere der beiden, zum ersten Schlag aus. Die Metallklingen der Gladii treffen aufeinander. Das Publikum gerät in Ekstase und getrieben durch die Anfeurungsrufe aus beiden Lagern entwickelt sich ein hochkarätiger Schlagabtausch.


    Beide Gegner schenken sich nichts und sind sich absolut ebenbürtig. Der junge Aurelius zeigt ein gutes Spiel und begeistert die Massen. Immer wieder bringt er den routinierten Lagerkommandanten in Bedrängnis. Er gibt alles und setzt seine ganze Leidenschaft und Energie in diesen Kampf.
    Vinicius jedoch hält tapfer dagegen. Ihm gelingt es immer wieder seinen Gegner auf Distanz zu halten, wenn dieser wieder einen neuen Angriff versucht.


    ...

  • Auch Lucilla hat ihren Weg ins Kolloseum gefunden und beobachtet den ersten Kampf gespannt. Eigentlich ist sie nur wegen Crassus hier, doch er kann schließlich nicht in jedem Kampf mitkämpfen. So muss sie sich wohl oder übel auch die übrigen Kämpfe ansehen. :]


    Mit den Kontrahenten der ersten Paarung kann sie zuerst übrhaupt nichts anfangen. Aus der Legio I kennt sie sowieso niemanden. Und auch den Praefectus Castrorum kann sie anfangs nirgends einordnen. Beim Namen Vinicius hört sie jedoch auf und als die Kämpfer in die Arena treten erkennt sie den Bruder von Hungaricus, den sie auf der Verlobung im Hause Decima getroffen hat. Auch, wenn er ihr damals nicht sehr nett vorgekommen ist, ein wenig bekanntes Gesicht ist immer noch besser als ein Unbekanntes und immerhin ist er der Bruder von Hungi. Also beschließt sie, in diesem Kampf für Lucianus die Daumen zu drücken.

  • Ich beobachtete gespannt die beiden Kämpfer. Hier sollten die Besten des Reiches gegeneinander antreten, aber bisher hatte ich noch keinen Angriff gesehen, der über das Normale hinausging. Trotzdem war es ein spannender Kampf und beide bemühten sich offensichtlich einen guten Auftritt zu machen, der aber nicht zuviel Kraft kosten würde.

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  • Wenn ich ehrlich zu mir war musste ich mir eingestehen, dass solche Wettkämpfe nicht gerade mein Herz erfreuten, aber als Magistrat Roms hatte ich einen guten Platz von dem ich gut sehen und gut gesehen werden konnte...


    So begab ich mich an den entsprechenden Platz und schaute mehr auf die Leute in meiner Nähe als auf den ersten Kampf, aber nur so, dass es nicht alle merkten.

  • Alle Plätze im Colosseum waren wohl schon seit Tagen ausverkauft. Trotzdem wies man dem Lanistra der Gladiatorenschule problemlos einen Platz in der Ehrenloge zu, nachdem man erfahren hatte, wer Horatius Callidus war. Ja, ja, es hatte schon Vorteile Lanistra einer Gladiatorenschule zu sein.



    Conctor und die Gladiatoren betraten das Colosseum über einen seperaten Eingang und verschwanden in den Katakomben.



    Callidus beobachtete vom Rand der Ehrenloge still und leise das Geschehen auf dem Kampfplatz. Inmitten der vielen Würdenträger und diensteifrigen Bediensteten fiel er kaum auf.

  • ...


    Der Kampf dauert fort und die relative Ausgeglichenheit der Athleten wirkt sich auch auf die Länge des Duells aus.
    Die Arme verkrampfen. Die Schläge werden schwerer. Doch seine Spannung verliert der Kampf nicht. Ein guter Kampf, der die Massen begeistert und Mars erfreuene dürfte.


    Da geschieht das Entscheidende. Aurelius vernachlässigt einen Moment die Deckung und der erfahrene Vinicius nutzt diesen Makel eiskalt aus. Mit der flachen Seite seines Gladius streckt er durch einen gekonnten Hieb auf das Schulterblatt des Legionärs seinen Gegner nieder, der gezeichnet durch einen kraftraubenden Kampf in den Sand der Arena fällt.


    Der Kampf ist entschieden, Vinicius der Sieger.



    Während das Publikum jubelt, die Kämpfer die Arena verlassen und ein paar eifrige Helfer Brot im Publikum verteilen [-> WiSim], gibt der Organisator den bereit stehenden Gladiatoren einen Wink. Vor dem zweiten Gefecht der Wettkämpfe werden diese eine kleine Schaueinlage liefern.

  • "Jaaaaaaaaa! Vinicius!" Lucilla springt mit der Menge auf und jubelt begeistert. Ein Pech, dass sie nicht vorher auf ihn aufmerksam geworden ist und auf ihn gewettet hat. Bei einem Vinicier kann man ja gar nichts falsch machen.

  • Beim Hinausgehen aus der Arena ging ich auf meinen Gegner zu...


    "Ein hervorragender Kampf, Miles! Du hast viel gelernt bei der Legio I! Solche Männer könnten wir gut gebrauchen! Solltest du vielleicht einmal mit dem gedanken spielen, zur Cohortes Urbanae zu wechseln, dann scheue dich nicht und suche mich in meinem Officium auf!"


    Ich klopfte ihm auf die Schulter und begab mich in eine ruhige Ecke, um mich etwas auszuruhen....

  • Conctor, der Numibier und Vertraute des Lanista Firmus Horatius Callidus, führte die ersten beiden Kämpfer der Gladiatorenschule Gloria et Honor in die Arena. Jetzt kam der erste Unterhaltungskampf für das Publikum, der nichts mit dem eigentlichen Wettkampf zu tun hatte.


    Die beiden ersten Kämpfer der Gladiatorenschule Gloria et Honor betraten die eigentliche Kampfzone und grüßten den Imperator und die Ehrengäste und das Publikum, so wie sie es gelernt hatten. Beide Kämpfer waren Secutoren, die man zunächst nur an der Farbe (Blau und Grün) ihrer kleinen Faustschilde und ihren schmal geschnittenen Brustpanzern auseinander halten konnte, da beide offensichtlich gleich groß waren und dieselbe Statur hatten. Beide Kämpfer hatten eng anliegende glatte Helme, waren mit einem Spatha bewaffnet und hatten kleine Faustschilde. Auf Arm- und Beinschienen hatte man verzichtet. Dafür trugen beide einen schmalen Brustpanzer aus gehärtetem Leder. Der Rücken war ungeschützt.
    Dann nahmen sie Aufstellung.


    Muskeln und Waffen zuckten erwartungsvoll vor Aufregung während sich die beiden Kämpfer umkreisten. Dann prallten die Waffen aufeinander. Die beiden Kämpfer bedrängten sich mit raffinierten Manövern und flinken Paraden. Etliche Schläge wurden ausgetauscht und Ablenkungsmanöver auf sehr hohem Niveau vorgeführt, ohne daß einer der beiden Kämpfer über Minuten einen wirklichen Vorteil erlangen konnte. Ein Kämpfer schien das Spiegelbild des anderen zu sein. Schließlich gelang es dem "blauen Secutor" einen leichten Treffer am Waffenarm seines Gegners zu plazieren. Er schlitzte diesem den Unterarm von der Hand bis zum Ellenbogen auf. Fluchend wich der verwundete Gegner einige Schritte zurück.

  • Um unserem Vater die Daumen zu drücken, waren auch Deandra und Maxentius zum Wettkampfplatz gekommen. Ich liebte solche Wettkämpfe nicht besonders und mir war klar, ich würde aufgeregter sein als unser Vater. Schon jetzt waren meine Hände vor Aufregung ganz kalt und ich fing an, leicht zu zittern.


    Der erste Kampf jedoch ergötzte mich. Mehrmals atmete ich tief durch und spendete dem Sieger einen besonders jubelnden Applaus, denn der Verlierer war ein mir höchst Unsympathischer. :D Interessiert schaute ich mich um und versuchte zu erkunden, wer nun das nächste Paar war.

  • Der "blaue Secutor" setzte in der Hoffnung auf einen schnellen Sieg nach. Doch der "grüne Secutor" fasste sich wieder und reagierte mit einer Vielzahl von hochwertigen Ausweich- und Abwehrmanövern. Dabei bewegte er seinen Kopf und seine Schultern so ruckartig und schnell hin und her, daß der Kampf bald schon wieder ausgeglichen war und unerbittert weiter ging. Beide Kämpfer schenkten sich nichts und die Verletzung schien den "grünen Secutor" nur noch wilder und schneller zu machen.


    Der "grüne Secutor" schlug mit seiner Waffe nach dem Hals seines Gegners und schlug gleichzeitig mit dem Faustschild etwas tiefer zu. Im letzten Moment konnte sein Gegner den Schlag gegen den Hals parieren, bekam aber einen Schildtreffer in die Hüfte ab. Er taumelte einen Schritt zurück und versuchte zur Seite auszuweichen. Der "Grüne" setzte nach und plazierte eine leichte Schnittverletzung an der rechten Schulkter des "Blauen". Beide Kämpfer trennten sich voneinander und begannen sich wieder zu Umkreisen.


    Dann prallten die Kämpfer wieder aufeinander. Minutenlang erfolgte ein heftiger Schlagabtausch mit riskanten Kombinationen, bei dem beide Kämpfer alle Register ihres Könnens zeigten. Mehr als einmal entgingen die Kämpfer einander nur knapp um einen weiteren "tödlichen" Treffer. Schließlich gelang es dem "Blauen" die Verteidigung seines Gegners zu unterlaufen und diesen umzustossen, indem er ihn über ein eingehaktes Bein stolpern ließ. Der "Grüne" fiel zu Boden, rollte sich aber direkt ab und kam wieder hoch. Noch während er hochkam, schlug ihm der "Blaue" das Heft seines Spathas ins Gesicht, worauf dieser zu Boden sackt. Sofort löste er sich wieder von seinem Gegner und schwenkte das Spatha leicht zurück und nach unten auf die Rippen des Gegners zu. Mit grausamen Lächeln auf dem Gesicht drang die Klinge mit der Spitze etwas in den Leib des Gegners ein und verharrte dort - bereit dem Leben des Gegners ein Ende zu setzen.


    Der "blaue Secutor" schaute zu den Ehrengästen und dann zum Imperator. Es hatte eigentlich ja nur ein Unterhaltungskampf sein sollen, aber wenn der Imperator auch schon mal da war, dann sollte es auch so enden, wie man es ihnen beigebracht hatte. Der Gladiator wartete auf die Entscheidung des Imperators.

  • Zitat

    Original von Aurelia Deandra
    Um unserem Vater die Daumen zu drücken, waren auch Deandra und Maxentius zum Wettkampfplatz gekommen. Ich liebte solche Wettkämpfe nicht besonders und mir war klar, ich würde aufgeregter sein als unser Vater. Schon jetzt waren meine Hände vor Aufregung ganz kalt und ich fing an, leicht zu zittern.


    Der erste Kampf jedoch ergötzte mich. Mehrmals atmete ich tief durch und spendete dem Sieger einen besonders jubelnden Applaus, denn der Verlierer war ein mir höchst Unsympathischer. :D Interessiert schaute ich mich um und versuchte zu erkunden, wer nun das nächste Paar war.


    Zusammen mit meiner Schwester kam ich an und setzte mich neben sie. Während Deandra diese Wettkämpfe noch nie besonders mochte, gefielen sie mir dafür umso besser. Bei jeder Bewegung eines Kämpfers fieberte ich mit. Nur unruhig saß ich auf meinem Platz. Aber auch Deandra schien das Schauspiel dieses mal zu gefallen. Ich blickte mich um, ob ich auch Vater schon irgendwo entdecken konnte. Aber bis jetzt war er nirgends zu sehen.


    Dem Sieger des ersten Kampfes spendete ich Applaus, auch wenn mir eigentlich egal war, wer aus diesem Kampf als Sieger hervorging. Ich war eigentlich nur hier um Vater beim Kämpfen zuzusehen....

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