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Thema: [Cubiculum] Valeria Maximilla
Valeria Maximilla

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RE: Gastfreundin Tiberia Stella Heute, 13:29 Forum: Casa Valeria


"Du sprichst ja Germanisch!", sagte Maximilla begeistert. Sie wusste zwar, dass es kein wirkliches Germanisch gab, sondern die Stämme verschiedene Dialekte sprachen, aber sie meinte die Lingua Franca, in der sich alle verständigen konnten.
"Ich wusste doch, dass du keine wirkliche Römerin bist! Ich kann auch ein wenig, aber nur so etwas wie Moyen dag oder Wo geiht dit?*
Welchen Dialekt sprichst du, Stella? Ich habe nur etwas von "Kluger Vogel gibt..." verstanden!
Du magst Graius, meinen Raben? Hier mag ihn niemand wirklich, weil er zu viel Unfug anstellt. Also lass ich ihn meistens im Käfig. Ihm geht es wie mir."
, sie seufzte:
"Wenn du es erlaubst, lass ich ihn raus. Er wird dich mögen, wo du doch eine Aurinia bist, Odins heiliger Vogel."

Als die Tiberia sich bedankte und sie anlächelte, lächelte Maximilla zurück:
"Bleib so lange wie du möchtest.", sagte sie: "Ich zeige dir gleich dein Cubiculum. **Ich hoffe, es sagt dir zu."


Sim-Off: * Maxi spricht abgewandeltes Platt Augenzwinkern
** Tiberia Stella darf hier auch alleine posten, bis die Casa Tiberia wieder bezugsfertig ist smile
Thema: Alles was das (Kauf)herz begehrt - Die Trajansmärkte
Valeria Maximilla

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RE: Ein Kater namens ....Kater Heute, 13:12 Forum: Mercatus Urbis


"Das ist Wölfchen, er ist nur groß, aber er tut nichts.", erwiderte Maximilla. Wölfchen hatte Kalypso entdeckt, fand sie interessant und begann zu winseln, weil er sie beschnuppern wollte.
"Platz, Wolf, du machst Kater Angst!", sagte Maximilla streng, was den Hund nicht juckte; er fiepte weiter.

Die Valeria schaute Kalypso an. Eigentlich sollte sie es sich abgewöhnen, mit jedermann zu reden, sie war nicht mehr in der Provinz, wo jeder jeden kannte. Aber Kalypso sah mit ihren Pluderhosen und ihrem Lederoberteil
gar zu exotisch aus. Als Schmuck trug sie Lederbänder um die Arme. Das verlieh der jungen Frau ein etwas martialisches Aussehen.
"Kommst du aus Persien?", platzte Maximilla neugierig heraus.
Thema: Wer suchet, der findet ... vielleicht...
Valeria Maximilla

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RE: Wer suchet, der findet ... vielleicht... Heute, 13:06 Forum: Mercatus Urbis


Maximilla war sehr froh, dass der Meister sie ob ihres Hanges zu weichgepolsterten Sänften und Geld nicht verachtete. Das alles hatte sie als Mädchen vom Lande auch erst so wirklich in Roma kennen gelernt. In der Villa Rustica wurde niemand mit Sänften getragen. Die Landarbeiter hätten sich über so viel Schnöseligkeit schief gelacht, und die Sänftensklaven wären mit ihrer Last wohl andauernd über irgendwelche Wurzeln gestolpert oder im allgegenwärtigen germanischen Morast ausgerutscht.
Aber der Mensch gewöhnte sich an alles, selbst an Luxus.

"Wir haben sogar eine hervorragende Bibliothek.", sagte sie stolz:" Mein Cousin ist doch der Pontifex minor und Rechtsgelehrte Tiberius Valerius Flaccus. Sein eigenes Werk "Institutiones - Eine kurze Einführung in das überlieferte Recht" kann man in der Buchhandlung Taberna liberum rarorum erwerben. Ich bin die einzige Valeria, die nicht klug ist. Oh, du wirst aber froh sein, wenn du mit einem gebildeten Mann über Philosophie reden kannst! Tiberius hat da keine Standesdünkel, glaube ich. Ich werde euch beiden auch nur ganz still zuhören und nicht stören!"

Maximilla strahlte, da sie Awidanos solch glänzende Möglichkeiten eröffnen konnte.
"Vale bene", sagte sie: "Ich hoffe, dass sich dein Dominus bald bei mir meldet."
Thema: Alles was das (Kauf)herz begehrt - Die Trajansmärkte
Valeria Maximilla

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Ein Kater namens ....Kater 25.10.2020 15:45 Forum: Mercatus Urbis




Nachdem der kleine Kater von seiner Mutter entwöhnt worden und von ihr alles gelernt hatte, was eine Katze wissen musste, war der Tag gekommen, an dem Maximilla ihn abholen durfte.
Das Tierchen aus Aegyptus war ein wertvolles Geschenk von Virodomarus. Der Thraker war aber dann ohne auch nur die kleinste persönliche Nachricht an sie auf eine lange Reise von mindestens zwei, drei Jährchen gegangen, und alle verwegenen Pläne, die in Maximillas Hirn gereift waren, waren geplatzt.
Viridomarus machte sich nichts aus ihr ( Das er sich generell aus niemandem etwas machte, konnte sie nicht ahnen)
Die Valeria hatte einen Korb mitgebracht, in den sie das Katerchen bettete. Sie hatte es so oft besucht, dass sie hoffte, es würde ihren Geruch und ihre Stimme erkennen. Für Wölfchen, den großen grauen Wolfshund genoss
das Tierlein ohnehin Welpenschutz, er war ganz brav und klopfte nur sachte mit seinem Schwanz auf den Boden.
Maximilla hatte dem Katerchen immer einen thrakischen Namen geben wollen, gemeinsam mit Viridomarus.
Da sie das immer noch wollte, doch keine thrakischen Namen kannte, beschloss sie ihn erst einmal Kater zu rufen, bis sie einen Thraker treffen würde, der ihr weiterhelfen konnte.
Thema: In Exilium
Valeria Maximilla

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RE: Exil 25.10.2020 15:12 Forum: Anschlagtafel


Zitat:
Original von Viridomarus
Viridomarus bitte einmal ins Exil schicken.
Danke smile


Denk ja nicht, dass du wieder aufkreuzen kannst und so tun, als sei nichts gewesen ....phhhhhh Blitz
Aber den Kater behalte ich. fröhlich
Thema: Hortus
Valeria Maximilla

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RE: Der Besuch der Iulia Stella 25.10.2020 15:03 Forum: Casa Valeria


Maximilla errötete bis unter die Haarwurzeln, als Stella vom Küssen sprach, und sah mit großen glänzenden Augen die Freundin an:
"Ooooo, wie romantisch.", sagte sie: "Wenn das Wiedersehen auf dem Forum stattfindet, musst du einfach nur vier Sklaven dabei haben, die sich mit den Rücken zu den Leuten stellen, um euch abzuschirmen. So habe ich es damals, als eure Iduna in Ruhe Aislin stillen wollte, auch gemacht."
Die Vorstellung fand sie lustig:
"Oder ein Sonnensegel aufspannen. Oder ich komme vorbei und rufe: Feuer! Feuer!, dann sehen alle Menschen zu mir hin, und du kannst ganz in Ruhe deinen Florus küssen."
Sie wurde nachdenklich:
"Wie ist es wohl, jemanden küssen zu wollen? Ich hatte noch nie den Drang, meine Lippen auf andere zu drücken. Ist das was Schönes?"
Thema: Cubiculum Hospitale
Valeria Maximilla

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Cubiculum Hospitale 25.10.2020 14:50 Forum: Casa Valeria




Dies war eines der zweckmäßig eingerichteten Gästezimmer der Casa Valeria. Darin standen ein Bett, dessen Gestell wie üblich so hoch war, dass man mit Hilfe eines Schemels hineinklettern musste, eine Truhe für Habseligkeiten, zwei noch zusammengeklappte Klappstühle und ein runder Tisch. Das Fenster ging auf den Hortus hinaus und bot Aussicht ins Grüne.
Etwas bequemer und wohnlicher wurde das Cubiculum durch eine Anzahl bunter Kissen, deren Bezüge und die Bettüberdecke Maximilla nach einem komplizierten germanischen Muster an ihrem Webstuhl selbst gewebt hatte.
Eine Waschschüssel und ein Krug Wasser sowie Handtücher und ein Stapel Gästetunikas rundeten die Einrichtung ab.
Thema: [Cubiculum] Valeria Maximilla
Valeria Maximilla

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Gastfreundin Tiberia Stella 25.10.2020 14:30 Forum: Casa Valeria


Vestibulum>>>

Da Maximillas Cubiculum recht klein war und mit zwei Personen schon mehr als genug ausgefüllt sein würde, verzichtete sie auf einen Sklaven zur Bedienung.
Zwei Klappstühle mit weichen Kissen (die Bezüge hatte Maximilla in Brettchenweberei selbst gewebt) standen da und auf einem kleinen runden Tisch befand sich eine Platte mit Brot, Käse, Oliven und einigen mit Pistazien gefüllten Datteln. Dazu gab es einen Krug Wasser und einen anderen mit Wein zum Mischen.
Graius, der zahme Rabe, den Maximilla aus Germanien mitgebracht hatte, saß in seinem Käfig und krächzte Cave Canem, was ihm die Valeria beigebracht hatte, weil sie es irgendwie lustig fand. Zumindest früher war es so gewesen; mittlerweile hatte sie viel von ihrer Kindlichkeit eingebüßt.
"Setz dich doch bitte.", sagte Maximilla und wies auf die Stühle.
Thema: [Vestibulum] Eingang
Valeria Maximilla

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RE: Gastfreundin Tiberia Stella 25.10.2020 14:22 Forum: Casa Valeria


Tiberia Stella schien es noch immer nicht wirklich gut zu gehen. Maximilla sprach ein bißchen mit ihr, wie sie mit Wölfchen, ihrem Hund, sprach, als er krank gewesen war: sanft und langsam:
"Casa Valeria. Wir können in meinem Zimmer etwas essen und dann bekommst du ein eigenes Zimmer zum Ausruhen. In Ordnung?"
Sie hoffte sehr, dass Remigius daran gedacht hatte, den Hund in eines der vielen leerstehenden Cubicula zu sperren. Wölfchen war nicht bösartig, aber vermutlich würde er den Gast überschwenglich begrüßen wollen.
Stella sah nicht so aus, als konnte sie gerade ertragen, dass ein sehr großes graues zotteliges Tier sie ansprang und ihr über das Gesicht leckte.
"Komm mit mir."

>>>Cubiculum Valeria Maximilla
Thema: Wer suchet, der findet ... vielleicht...
Valeria Maximilla

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RE: Wer suchet, der findet ... vielleicht... 25.10.2020 14:15 Forum: Mercatus Urbis


“Polydermos aus Delos war ja auch absolut nicht-existent unter dem Name der Vielhäutige bekannt.", wiederholte Valeria Maximilla ehrfürchtig:
"Der Kern seine Lehre besagt, dass wenn Dinge so aussehen, als würden sie etwas sein, dann genüge nur ein etwas weiterer Gedankengang, um sie stets und immer als Luft zu entlarven? O, das sagt mir etwas, das spricht mich an! Ich bekomme eine Gänsehaut!“
Sie hob ihren Arm, um Awidan das Phänomen zu zeigen:
"Ich meine gerade, dass ich schon die heiße Luft spüre, um die es in der Lehre deines Meisters geht."
Sie schaute sich nach Remigius um, der gerade seinen Apfel mit Gehäuse und Stiel verzehrt hatte, sie nun aufmerksam anguckte und dabei Wölfchen fest an seinem Strick hielt. Der große Wolfshund hatte sich in den Staub gelegt, die Schnauze zwischen den Pfoten. Wenn seine Herrin sprach, wedelte er ab und zu mit dem Schwanz:
"Ich hoffe, ich habe dich mit meinem Ansinnen, dass du zu mir in die Sänfte steigst, nicht beleidigt.", fuhr Maximilla fort: "Ich verstehe schon, dass du ein einfaches Leben voller Entsagungen führst. Doch wenn du mein Sklave werden solltest, muss ich darauf bestehen, dass du dich ordentlich kleidest und ordentlich isst, sonst bringt das Schande über die valerische Familia. Und...."
letzteres hauchte sie, denn sie wußte ja nun, dass Meister Awidanos in der Welt reinen Geistes lebte:
"Ich muss darauf bestehen, dass du ein Peculium annimmst. doch, doch, doch. Bitte keine Widerrede. Auch wenn du Geld verachtest; alle unsere Sklaven bekommen ein Taschengeld, und da kann ich keine Ausnahme machen.
Und nun bitte sag deinem Dominus, wenn er wieder zuhause ist, dass Valeria Maximilla aus der Gens Valeria dich zu kaufen wünscht. Ich erwarte sein freundliches Angebot an die Casa Valeria."
Thema: [Vestibulum] Eingang
Valeria Maximilla

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Gastfreundin Tiberia Stella 22.10.2020 21:42 Forum: Casa Valeria


Thermen des Agrippa>>>

Valeria Maximilla hatte ihre neue Bekannte Tiberia Stella als Gastfreundin zu sich nach Hause eingeladen, und Remigius, ihren Sklaven, vorausgeschickt, damit er in ihrem eigenen Zimmer einen kleinen Tisch deckte und ein Gästecubiculum herrichten ließ.
Als ihre Sänfte ankam, stand Remigius schon mit einer Fackel auf der Straße. Es dämmerte schon leicht, ein heftiger Wind drohte das Feuer auszublasen.
"Hier sind wir.", sagte Maximilla: "Willkommen in der Casa Valeria."
Thema: Nach einer langen Reise
Valeria Maximilla

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22.10.2020 21:41 Forum: Thermae Agrippae


>>> Casa Valeria - Gastfreundin Tiberia Stella
Thema: [Atrium] Eine verwirrte Seele (Graecina et Maximilla)
Valeria Maximilla

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RE: [Atrium] Eine verwirrte Seele (Graecina et Maximilla) 22.10.2020 21:28 Forum: Domus Iulia


Maximilla schaute Iulia Graecina fragend an. Sie kannte sich in Religionslehre nicht so sehr aus, aber etwas an dem, was die Iulia sagte, klang so ganz anders als alles, was man sie gelehrt hatte:
„Wer nimmt ein Opfer auf für uns?“, fragte sie: „Ein Gott? Es ist doch genau umgekehrt: Wir Menschen müssen den Göttern opfern, damit sie etwas für uns tun. So hat Iuppiter Rom groß gemacht, zumindest hat man mir das beigebracht! Aber dieses Licht in der Finsternis, wer ist das?
Die despotischen Priester in ihren Tempeln machen mir Angst, ich traue mich nicht, hinzugehen, um sie zu befragen? Darf ich dich etwas fragen, Iulia Graecina:
Hast du das Licht gefunden? Du siehst so… in dir ruhend aus. Deine Augen leuchten in einem wunderschönen Glanz. Ich will das Licht auch finden und endlich wieder ruhig schlafen können! Wo muss ich suchen?“


Maximilla setzte eine entschlossene Miene auf. Wenn sie ihren Wolfshund und ihren Sklaven Remigius mitnehmen durfte, würde sie nichts und niemanden fürchten und selbst in der Subura nach dem Licht suchen. Oder meinte Iulia Graecina am Ende gar keinen realen Ort, sondern so etwas wie die Lehren der Vorväter oder das eigene Herz. Nur - da hatte sie schon gesucht. Da hatte die Valeria keine Antwort gefunden. Sie brauchte ein Gegenüber.
Thema: Hortus
Valeria Maximilla

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RE: Der Besuch der Iulia Stella 22.10.2020 21:24 Forum: Casa Valeria


„Remi, hol Domina Stella etwas warmen Mulsum aus der Küche.“, befahl Maximilla, und der Junge lief los.
Die Valeria fächelte indessen mit ihrer Stoffserviette der Sitzenden Luft zu:
„Geht es wieder?“, fragte sie: „Oder möchtest du dich etwas hinlegen?“
Ein wenig machte sie sich Vorwürfe, dass der Rabe Graius die Iulia erschreckt hatte. Aber dann sagte sie sich, dass auch eine positive Nachricht Blässe und Ohnmacht auslösen konnte, wenn sie nur unerwartet genug kam.
Remigius kam mit einem Becher heißen Gewürzweines zurück und stellte ihn vor Iulia Stella hin. Maximilla beschloss, Iulia Stella mit angenehmen Geplauder von ihrem Unwohlsein abzulenken:
"Was wirst du als Allererstes tun, wenn du deinen Annaeus Florus wieder siehst?", fragte sie.
Thema: Wer suchet, der findet ... vielleicht...
Valeria Maximilla

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RE: Wer suchet, der findet ... vielleicht... 22.10.2020 21:20 Forum: Mercatus Urbis


„Polydermos aus Delos? Nie gehört.“, überlegte Maximilla: „Aber ich habe sehr viel wohl noch nicht gehört. Mein Cousin, bei dem ich wohne, der kennt ihn bestimmt, er war in Athen und überhaupt in Griechenland und ist der klügste Mensch Roms. Sollte ich aber einmal einen Philosophen kennen, von dem er nichts weiß, wäre es mir auch recht, denn er hält mich immer noch für ein unbedarftes Kind. Ich jedoch bin schon vierzehn. Platon hatte bestimmt eine Menge Schüler, und da muss es auch die gegeben haben, die sich im Hintergrund hielten….“
Sie strahlte nun:
„Du hast deinem Dominus nicht verraten, dass du ein Philosoph bist? Nur ein wahrer Philosoph würde das tun! Ich habe gelesen, dass auch der weise Sokrates nicht Philosoph genannt werden wollte.“
Nach Maximillas Gefühl hatte sie hier ein wahres Goldstück aufgestöbert. Wenn sie es zu einem vernünftigen Preis kaufen könnte, würden sie zu Hause stolz auf sie sein.:
„Da ich dich entdeckt habe, werde ich Abendeinladungen geben und andere Damen einladen, und wir werden deiner Weisheit lauschen. Vielleicht werde ich sogar deine Werke herausgeben", beschloss sie. Meister Awidanos würde ihr endlich zu den intellektuellen Weihen verhelfen, die ihr als Provinzmädchen verschlossen geblieben waren:
„Wo wohnt dein Dominus, Awidanos? Ich könnte dich mit meiner Sänfte nach Hause bringen.“, schlug Maximilla vor.
Thema: Wer suchet, der findet ... vielleicht...
Valeria Maximilla

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RE: Wer suchet, der findet ... vielleicht... 20.10.2020 19:34 Forum: Mercatus Urbis


„Awidan?“, fragte Maximilla etwas enttäuscht: „Das klingt aber nicht sehr griechisch.“ Das merkte sogar sie:
„Oder etwa Awidan- os? Woher stammst du? Aus Athen?“ fragte sie hoffnungsvoll, denn da kamen die gebildesten Gelehrten her.
Die Valeria gehörte zu den Leuten, die auch nur das hörten, was sie hörten wollten, zumindest ab und an.
Als Awidan das Wort Kyniker sehr gedehnt aussprach, verstand sie das nicht etwa auf die Weise, dass der Bursche keine Ahnung hatte, von was sie redete, sondern dass er Kyniker verabscheute und sich verbat, mit Bettelphilosophen in eine Ton.. äh einen Topf geworfen zu werden.

"Oh, ich wollte dich nicht beleidigen, in dem ich dich für einen Kyniker hielt, Meister Awidanos!“, rief Valeria Maximilla aus: „Diese Art Philosophen haben unter anderen Philosophen einen furchtbar schlechten Ruf, weil sie sich nie baden, aber du riechst ganz gut, da kannst du ganz beruhigt sein! Du bist gewiss ein Stoiker? Oder Platoniker, da du ja sagtest, du kennst dich bei Seelenwanderung aus.“

Remigius hatte sich inzwischen seinen eigenen Apfel angeeignet und streckte Awidan großzügig den ganzen restlichen Beutel hin – war ja auch für ihn gewesen.

Maximilla schaute indessen ihre neue Bekanntschaft so liebevoll an, als hätte sie auf dem Mercatus gerade das neuste Parfüm im Sonderangebot entdeckt:
„Da du ein Sklave bist, meinst du, du bist zu verkaufen?“, fragte sie: „Wie heißt dein Dominus und wo finde ich ihn?“
Thema: Hortus
Valeria Maximilla

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RE: Der Besuch der Iulia Stella 20.10.2020 19:28 Forum: Casa Valeria


„Das ihr Iulier eure Sklaven korrekt behandelt, weiß ich.“, sagte Maximilla. Sie dachte daran, wie freundlich Caesoninus damals ihr Gefolge bewirtet hatte:
„Ich erinnere mich lebhaft daran wie Iulius Caesoninus dafür sorgte, dass meine Sklaven zu trinken und zu essen hatte. Was für ein feiner, großherziger Mann.“
Wieder wurde Maximilla traurig. Schnell sagte sie:
„Wenn er über dich wacht, freut er sich bestimmt über deine Vermählung. Meinst du, es freute ihn auch, wenn einer deiner Söhne Caesoninus mit Cognomen hieße? Ich glaube, ich werde eine Tochter Phoebe nennen . Dann vergesse ich sie niemals.“
Maximilla war sprunghaft, aber sie meinte es gewiss gut. Sie spielte mit dem Wickeldorn.
Dann hatte sie einen neuen Einfall:
„Wenn du jetzt nach Hause kommst, ist vielleicht Post von deinem Florus da. Oder Florus selbst. Es muss doch einen Grund haben, warum die Götter gerade jetzt ein Vorzeichen senden. Das hätten sie doch schon die ganze Zeit tun können, schließlich ist ihnen nichts unmöglich. In Rom gibt es schließlich auch Raben. Und Krähen. Wobei ich den Unterschied nicht sehe, obwohl ich weiß, dass es einen gibt.“

Aufmerksam schaute sie Stella ins Gesicht:
"Du siehst etwas verwirrt aus. Möchtest du etwas Stärkendes? Heißen Mulsum?"
Thema: Nach einer langen Reise
Valeria Maximilla

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RE: Nach einer langen Reise 20.10.2020 19:24 Forum: Thermae Agrippae


„Tiberius ist der Name meines Cousins, bei dem ich wohne.“, sagte Maximilla kleinlaut: „Wir sind alle Valerier. Wir sind auch keine Patrizier, wir sind….“
Sie zog den richtigen Schluss:
„Ooooh bist du denn eine Tiberia? Eine Patrizierin? Und eine Aurinia wie wir sie in Germanien haben. Und weißt nicht wohin? Das klingt alles so verdreht. Aber ich mag das.“
Mittlerweile hatte die Sklavin der Valeria auch Stella geholfen. Maximilla nahm die Badehandtücher und legte sie ganz in Gedanken zusammen, bevor sie sie zurück legte. Daran merkte man, dass sie nicht wirklich in vornehmen Kreisen aufgewachsen war:
„Aber warum weißt du nicht wohin? Das….“ Sie unterbrach sich. Stella sah erschöpft aus, und es gehörte sich nicht, einen Gast mit Fragen zu löchern. Erst wurde er gelabt und durfte ruhen. Am nächsten Morgen dann konnte man ihn mit Fragen löchern.
Maximilla nahm Stella am Arm:
„Vor dem Eingang steht unsere Sänfte!“ Draußen vor der Porta pfiff sie schrill auf zwei Fingern. Es dauerte nicht lange bis die Reisetrage mit dem Zeichen der Quadriga auf den Vorhängen auftauchte.
Der jugendliche Sklave Remigius, der eigentlich immer in Valeria Maximillas Nähe war, stellte einen Podest auf den Boden, damit die Damen bequem einsteigen und sich zurechtlegen konnten.
„Nach Hause!“, befahl Maximilla: „Remigius, eil voraus und sag dem Maiordomus, dass er ein Cubiculum richten soll! Und eine leichte Cena in meinem eigenen Zimmer. Wir haben einen Gast, der länger bleibt!“
Der jugendliche Sklave nickte: " Ich renne, Domina!" und spurtete los. Leicht schaukelnd setzte sich kurz darauf die Sänfte Richtung Casa Valeria in Bewegung. Die Vorhänge waren dicht zugezogen, so dass niemand die Insassen erkennen konnte.

Casa Valeria
Thema: Hortus
Valeria Maximilla

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RE: Der Besuch der Iulia Stella 17.10.2020 19:12 Forum: Casa Valeria


„Ich bin auch so froh, dass du gekommen bist!“, sagte Maximilla aus tiefstem Herzen. Als Stella ihre Hände nahm, freute sie sich noch mehr:
„Vielleicht ist dies ja der Sinn hinter allem: Nicht für sich zu leben, sondern für andere. Ihnen eine Freude zu machen, Gutes zu tun und so recht ein Segen für die Gens und die Freundinnen zu werden.
Oder wie Cicero sagt: Non nobis solum nati sumus, wir sind nicht nur für uns allein geboren.“
, meinte sie.

Gerade kam der jugendliche Sklave Remigius zurück. Er hatte Graius in seinen Käfig gesperrt . Er rieb sich die frischgewaschenen Hände an seiner Tunika trocken.
Wie freundlich der Junge immer war, und sie hatte ihn vorhin vor Iulia Stella „faul“ genannt.

Iulia Stella, die nichts von Maximillas sprunghaften Gedankengängen ahnte, wurde nun mit einer völlig anderen Frage konfrontiert:
„Man sollte doch auch zu seiner Familia gut sein, oder? Was meinst du, Stella, kann man Sklaven auch kränken so wie unsereins? Du hast mehr Erfahrung als Domina als ich, daher dachte ich, ich erkundige mich bei dir danach."
Thema: Wer suchet, der findet ... vielleicht...
Valeria Maximilla

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RE: Wer suchet, der findet ... vielleicht... 16.10.2020 22:38 Forum: Mercatus Urbis


Valeria Maximilla presste einen Moment lang beide Hände auf den Mund. Das langgezogene Aaaaaaa des Mannes? Wölfchen hatte ihn nicht verletzt, das wusste sie, aber war er vielleicht unter seiner Tunika schon verletzt gewesen? Von allen Leuten, die hier herumliefen, hatte sich der Hund mit schlafwandlerischer Sicherheit denjenigen herausgesucht, der schon halbtot war.
So etwas passierte ihr ständig.
„Was ist mit dir?“, fragte sie: „Brauchst du einen Medicus?“
Aber dann hob der junge Mann die Schriftrolle, die im Dreck lag, auf und machte einen geistreichen Witz.
Das brachte Maximilla auf genau zwei Schlussfolgerungen:. Awidan war Grieche. Awidan war gebildet.
„Platon glaubt an die Seelenwanderung.“, bestätigte sie eifrig:
„Das habe ich gerade noch so verstehen können. Doch du scheinst dich auszukennen. Bist du denn ein griechischer Lehrer oder gar ein Philosoph?“
Awidan war freilich noch jung, aber das musste nichts heißen.
„Mein Name ist Valeria Maximilla“, sprach sie : „Und der deine?“
In diesem Moment kam Remigius. Er hatte ein ganzes Bündel Äpfel gekauft und strahlte die Valeria an:
„Darf ich auch einen haben, Domina?“, fragte er.
In diesem Moment war zu merken, dass der junge Diener Domina Maximilla zwar sehr gerne, aber keine Angst vor ihr hatte. Genauso wenig wie der Hund Wölfchen.
„Ja“, sagte Valeria Maximilla: „Nimm du jetzt wieder den Hund. Dann schaust du nach, ob er einen Medicus braucht. Dann bietest du diesem griechischen Herren einen Apfel an. Und dann iss deinen Apfel. In dieser Reihenfolge.“
Remigius war verwirrt:
„Ob Wölfchen einen Medicus braucht, Domina?“, fragte er.
Valeria Maximilla winkte ab: „ Alles muss ich selbst machen.“, sagte sie seufzend zu Awidan:
„Ich nehme mal an, du hast weniger Ärger mit deinen Sklaven. Oder hast du gar keine? Bist du einer dieser bedürfnislosen Kyniker und lebst in einer Tonne? Oder bist du gar selbst ein Sklave?"

Bei Leuten,die nur einfache Tunikas trugen, war das nicht immer ganz ersichtlich.

Sim-Off: jetzt aber
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