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Thema: In Elysio
Norius Carbo

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Norius Carbo 30.08.2020 06:01 Forum: Allgemeines


Norius Carbo ist verstorben.

Bitte in Elysio schicken, alle Betriebe und das WiSim-Konto schließen.
Thema: [Via Appia] Von Capua nach Roma
Norius Carbo

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RE: NORIUS CARBOS REISE NACH CUMAE - II. Etappe: Aricia - Tarracina 30.08.2020 05:58 Forum: Italia


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Von Tarracina kommend, setzte Carbo seinen Weg nach Cumae fort. Er kam ganz gut voran, bis sich wieder der Abend über die Landschaft darniedersenkte. Er machte Halt in einer netten kleinen Taverne, stellte sein Gefährt in den Stall und mietete sich ein Zimmer für die Nacht. Doch was er noch nicht wusste war, dass es seine letzte sein sollte...

Denn nachdem es im Schankraum ruhig und dunkel geworden war und sich auch die letzten Gäste der Taverne Schlafen gelegt hatten, knarzte es an Carbos Tür. Jemand stocherte mit einem Dietrich in ihr herum, bis sie mit einem Klick aufsprang. Ein Schatten glitt herein und sah sich um. Carbo lag friedlich schlafend in seinem Bett. Seine Sachen waren auf dem kleinen Tischchen im Raum verstreut, wie auch teils auf der Truhe daneben. Die Gestalt kam darauf zu und begann sie nach Wertsachen zu durchsuchen. Am Gürtel wurde sie fündig. Einer von Carbos Geldbeuteln war daran zu finden, ebenso sein Speisemesser mit dem er bei kleinen Rasten am Straßenrand immer zu essen pflegte. Der Einbecher nahm beides an sich. Auf der Truhe lag eine von Carbos germanischen Hosen. Die Gestalt nahm sie in die Hand, um sie zu untersuchen. Dabei fiel ein zweiter Geldbeutel von ihr laut klirrend und scheppernd zu Boden. Carbo fuhr sofort von diesem heiden Lärm aufgeweckt aus dem Schlaf hoch. "Ja he, was...!" Der Dieb blickte alamiert auf den Jungen und wollte dann die Flucht ergreifen. Doch Carbo war seinerseits aus dem Bett gesprungen, um sein Hab und Gut zurückzuholen. Weit kam der Flüchtende nicht. Schon im Korridor warf sich der Junge von hinten auf den Tunichtgut, um ihn zu Boden zu reißen. Dieser hatte immer noch das Speisemesser in der Hand. Ohne, dass es der Einbrecher selbst ganz mitbekam, rammte er es Norius Carbo bei ihrem Gerangel während des Sturzes nach einer halben Körperdrehung in den Bauch. Der Junge stockte und blieb keuchend am Boden liegen, während sich der Dieb nach einem kurzen Moment wieder aufrappelte und panisch die Flucht ergriff mitsamt Carbos Messer und dem einen Geldbeutel.

Der Tumult hatte die angrenzenden Gäste entlang des Korridors aufgeweckt, die nun nachsehen kamen was denn passiert war. Mit Schrecken fanden sie den stark blutenden Carbo auf dem Boden vor, sich unablässig den Bauch haltend. Es wurde nach dem Wirt gerufen und mit aller Macht versucht Carbos Wunde zu versorgen, doch leider zu spät. Der Junge, der einst vor so langer Zeit von Noricum kommend über die Torschwellen Mogontiacums gestolpert war, um dort ein neues großes Leben zu beginnen, erlebte nicht einmal den nächsten Sonnenaufgang mehr.

- ENDE -
Thema: [Latium] Tarracina
Norius Carbo

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RE: NORIUS CARBOS REISE NACH CUMAE - Tarracina: Ein Nachmittag am Meer 30.08.2020 05:57 Forum: Italia


Erfreut darüber, dass das Opfer angenommen war verließ Carbo den Tempel wieder und stieg den Berg hinab und zurück in die Stadt. Dort verbrachte er noch eine angenehme Zeit, ehe es für ihn wieder daranging weiterzuziehen.

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Thema: Nuntiationes Italiae - Bekanntmachungen
Norius Carbo

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Öffentliche Wertkarte - Die Iunia Axilla-Stiftung 20.08.2020 20:30 Forum: Sedes administrationis Italiae


   
Hiermit gibt der Cursus Publicus bekannt:

Vom heutigen Tage an gibt es eine
öffentliche Wertkarte namens
Donum Iuniae Axillae,
gestiftet von der edlen Iunia Axilla, auf die alle Bürger Roms und Italias Zugriff haben. Berechtigt sind alle ohne eigene Familienwertkarte, oder ohne Zugriff auf eine Institutionswertkarte.*



Sim-Off: * = Alle Personen ohne WiSim-Konto, oder ohne eigene Familienkarte, oder Peregrini ganz am Anfang ihres Spiels haben die Berechtigung Briefe mit dem Cursus Publicus zu verschicken und die offene Summe dann von dieser Wertkarte (Donum Iuniae Axillae bzw. Iunia Axilla-Stiftung) abbuchen zu lassen. Aber bitte NUR, wenn man nicht über die Militäreinheit oder die Familienkarte verschicken kann, damit die die wirklich darauf angewiesen sind möglichst lange davon zehren können.

Gelegentliche Aufstockungen in Form von wohltätigen Spenden durch reiche Mitbürger, z.B. während eines Wahlkampfs, oder sonstigen Gründen, sind natürlich jederzeit gern gesehen!
Thema: [Cursus Publicus] Postannahme
Norius Carbo

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RE: Wohltätige Spende 20.08.2020 20:12 Forum: Sedes administrationis Italiae


Heute hatte Carbo Dienst am Schalter. Gerade hatte er eine nette ältere Sklavin bei sich die einem reichen griechischen Ehepaar aus Korinth gehörte. In deren Namen hatte sie eine ganze Tasche voller Briefe zum Cursus Publicus gebracht, da die wohlhabende Besitzerin der Sklavin anscheinend so ziehmlich jedem ihrer zahlreichen Familienmitglieder in der alten Heimat geschrieben hatte, was einige Zwit brauchte, bis alle Briefe sortiert und verrechnet waren. Doch auch danach hatte Carbo gleich wieder zu tun, da schon der nächste Kunde auf der Matte stand. Es war der iunische Sklave. Dieser gab den Auftrag weiter, dass die iunische Familienwertkarte aufgestockt werden sollte, ein mehr als gewöhnlicher Auftrag in diesen Breiten. Doch der zweite war umso aufsehenserregender. Als gute Gabe für das einfache Volk stiftete Iunia Axilla eine frei zugängliche Wertkarte! Das war wirklich mehr als nobel!

Carbo notierte sich alles und überreichte dem Sklaven anschließend die Quittung bzw. die Bestätigung über diese zwei Aufträge. Bei derart hohen Summen wollte er lieber alles schriftlich dokumentieren, damit es später keine Streitereien, oder gar Gerichtsprozesse gab. "Vielen Dank für deinen Auftrag, er wird umgehend bearbeitet! Ich will mich schon einmal im Namen aller Bürger Roms für diese noble Spende bedanken und werde persönlich dafür sorgen, dass alles im Sinne der Iunia Axilla eingerichtet wird!"

Sim-Off: Zahlung eingegangen
Thema: Rufos Elysium
Norius Carbo

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17.08.2020 17:14 Forum: Allgemeines


Willkommen in einer eisfreien Welt:

https://www.derstandard.at/story/2000119...ist-unumkehrbar
Thema: Rufos Elysium
Norius Carbo

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RE: Ein europäischer Ibis 12.08.2020 01:44 Forum: Allgemeines


Jetzt gerade sind sie wieder prominent zu sehen am gleichen Sender!

Es heißt 50 Stück gibt es derzeit in Bayern.
Thema: Farbenmischer Pater Danuvius
Norius Carbo

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RE: Ein neuer Kunde 12.08.2020 01:29 Forum: Mercatus Urbis


Natürlich wollte auch dieser Kunde eine Rechnung! Hatte er eigentlich schon seinen Namen gesagt? Carbo konnte sich nicht erinnern. So holte er Schreibgriffel und Wachstafel und fragte: "Auf welchen Namen und welche Adresse darf ich die Rechnung ausstellen?"
Thema: Farbenmischer Pater Danuvius
Norius Carbo

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RE: Ein neuer Kunde 11.08.2020 20:47 Forum: Mercatus Urbis


Carbo schien seine Sache gut gemacht zu haben, denn die Kunden entschlossen sich jetzt doch zum Kauf. Der junge Furier wollte die Rußtinte und Tiberios der Sklave bestellte für den furischen Haushalt drei Mal Eisengallustinte. Carbo nickte und ging dann hinüber zu seinem Karteischränkchen, wo er den Abschnitt über die Gens Furia heraussuchte. Dort begutachtete er eine Kopie der alten Rechnung von den Dingen die Tiberios zuletzt gekauft gehabt hatte, zwecks der Rechnungsanschrift:

   


Farbenmischer Pater Danuvius

Rechnung

ANTE DIEM XII KAL MAI DCCCLXX A.U.C. (20.4.2020/117 n.Chr.)


An: Furia Stella - Casa Furia, Roma

MengeWareEinzelpreisGesamtpreis
1x
Eisengallustinte
66
1x
Sepiatinte
44


Gesamtbetrag: 10 Sesterze

Vielen Dank für euren Einkauf
und beehrt uns bald wieder!


Alle Preise sind in Sesterze angegeben.



Auf der Rechnung war "Furia Stella - Casa Furia, Roma" angegeben. Dann ein kurzer Blick auf den Sklaven. "Soll die Rechnung wieder auf Furia Stella ausgestellt werden?"
An Decimus Furius Valentinus gewandt fragte er: "Benötigst auch du eine Rechnung, oder kaufst du die Rußtinte gleich so?"
Thema: Rufos Elysium
Norius Carbo

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RE: Ein europäischer Ibis 11.08.2020 20:44 Forum: Allgemeines


Auf Phoenix berichtet eine Naturdoku gerade was über bayrische Waldrappe.
Thema: Farbenmischer Pater Danuvius
Norius Carbo

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RE: Ein neuer Kunde 10.08.2020 01:14 Forum: Mercatus Urbis


Auch Carbo war derselben Ansicht wie der Furier, doch natürlich sagte er nichts dazu, da das eine Privatangelegenheit zwischen den beiden war und ihn nichts anging. Aber wenn er zum Wohle der Gens das bestmögliche erwerben wollte, um seine Aufgaben so gut wie möglich auszuführen, warum sollte er sich dann schlecht fühlen, bloß weil einer seiner Herren weniger kaufte? Eigentlich war es ja auch gar nicht Tiberios' Sache sich darum zu kümmern was sein Herr Valentinus erwarb, oder eben nicht erwarb, solange er nur auf seine eigenen Aufgaben blickte.

Da zuvor nach Preisen gefragt worden war, kam Carbo jetzt dieser Bitte um Auskunft nach: "Die gewöhnliche Rußtinte ist schon für 2,50 Sesterze zu haben, die Eisengallustinte kostet 6 Sesterze das Fläschchen. Gerade experimentieren wir auch mit färbiger Rußtinte, die ist ein wenig teurer als die schwarze, nämlich 3 Sesterze."
Thema: Farbenmischer Pater Danuvius
Norius Carbo

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RE: Ein neuer Kunde 07.08.2020 19:39 Forum: Mercatus Urbis


"Aber gerne doch! Reicht ein Fläschchen, oder sollen es mehrere sein? Alle unsere angebotenen Tinten, Kosmetika und Malerfarben stammen aus eigener Erzeugung und wir können daher für beste Qualität garantieren. Alles echt, keine Billigimporte von woanders her. Nehmen wir nur unsere Rußtinte! Diese besteht aus Wasser, Ruß, Gummi arabicum und Essig. Das Ruß stammt aus meinem persönlichen Brennofen, wie auch dem großen den wir hinten in der Werkstatt haben, zur Rußgewinnung verwenden wir nur bestes Kiefernholz. Doch auch andere Harze, Asphalt und weitere Pflanzenöle verwenden wir für die Herstellung dieses Pigments. Das Gummi arabicum kommt wiederum direkt aus Tyrus von einem langjährig treuen phönizischen Lieferanten, der es wiederum von ausgesuchten Akazienplantagen in Arabia bezieht und der verwendete Essig stammt von einem bekannten Händler vom Forum Boarium von dem ich persönlich jeden dritten Morgen eine neue Essiglieferung abhole für die Tintenproduktion. Du siehst also alles durchweg hochwertige Ware, nur das beste für unsere Kunden!" Was Verkaufsgespräche anging hatte sich Carbo schon mächtig gemausert. Er hatte nämlich die Erfahrung gemacht, dass die Kunden seine Produkte als besser und hochwertiger wahrnahmen, wenn er ihnen genau erzählen konnte woher die einzelnen Zutaten stammen und dass alles selbst verarbeitet wurde. Der Trick war die angebotene Ware so zu präsentieren, als würde er Gästen einer Taberna eine leckere Speise besonders wortreich und appetitanregend anpreisen, nur dass er eben keinen Gerstenpuls, sondern Tinten verkaufte.
Thema: Schneiderei "Zur flinken Nadel"
Norius Carbo

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RE: Neue Kleider für Carbo 07.08.2020 17:39 Forum: Mercatus Urbis


Während sich die Schneiderin noch mit seinen Maßen beschäftigte, plauderte Carbo unterdessen munter mit seinem Bekannten aus Germania Superior weiter. Nach gewissen Dingen und Erlebnissen vergaß man ja einen bestimmten Menschen nicht mehr so schnell, nachdem man zusammen richtige echte Abenteuer bestritten hatte. So auch im Falle von Carbo und Amir. Zu gerne nur würde er einmal wieder Detektiv spielen so wie damals. "Ja stimmt, doch bestimmt hast auch du noch mehr erzählenswertes hinter dir! Vielleicht können wir uns später ja mal treffen wenn du frei hast, dann könnten wir über alles reden. Was meinen Restaufenthalt anbelangt, so wird das nicht mehr allzu lange dauern, immerhin will ich rechtzeitig zur nächsten Amtsperiode zurück in Mogontiacum sein, um am Wahlkampf teilnehmen zu können, aber ein oder zwei Wochen sind es bestimmt noch bis dahin, wenn nicht mehr. Und du, gefällt dir dein neues Leben in Rom, oder vermisst du manchmal noch den Norden?"
Thema: [Atrium] Die Kunst des Opferns
Norius Carbo

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RE: [Atrium] Die Kunst des Opferns 07.08.2020 17:30 Forum: Domus Iulia


Einen Moment überlegte Carbo kurz, dann antwortete er: "Hm, das war... ahja! Zuerst wäscht man sich, dann geht man hinein und opfert Ianus. Dann hebt man die Hände wie die Griechen und opfert die heiligen Gegenstände der passenden Göttin mit einer Spruchformel. Abschließen kann man mit einer Wendung nach rechts und einem Trankopfer, dann zieht man sich wieder zurück. Stimmt das so in etwa?"
Thema: Farbenmischer Pater Danuvius
Norius Carbo

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RE: Ein neuer Kunde 07.08.2020 17:26 Forum: Mercatus Urbis


Carbo klatschte in die Hände. "Tiberios! Genau so war dein Name! Wusst ich's doch, dass mir dieser Name entfallen war. Na also dann meine Herren, für Schreibzeug seid ihr hier richtig. Beste Tinte zu besten Preisen." Er führte die beiden Kunden in den Teil des Ladens der das feine Tintensortiment des Pater Danuvius präsentierte. "Bitteschön für jeden Anlass eine passende Tinte! Was darf es denn sein? Einfache Rußtinte für Gelegenheitsschriften? Hochwertige Eisengallustinte für wichtige Dokumente? Oder doch eher exotisch?" Bei der letzten Frage bewegte sich die präsentierende Hand in Richtung der Sepiatinte und der Stangentusche.
Thema: Farbenmischer Pater Danuvius
Norius Carbo

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RE: Ein neuer Kunde 03.08.2020 00:15 Forum: Mercatus Urbis


Carbo war in den letzten Wochen fleißig dabei gewesen seinen neuen Stellverteter Rufus Gellius Paterculus in allen möglichen und unmöglichen Belangen auszubilden die das Führen eines Farbenmischergeschäfts so mitsichbringen konnte. Dinge wie die Buchführung, wie überhaupt alles finanzielle beherrschte er im Schlaf und konnte es ihm daher voll souverän beibringen, bei der Produktion der angebotenen Ware jedoch wie die verschiedenen Tinten, Kosmetika und Farbpigmente, lieferten Carbos Gehilfen auch noch einen gehörigen Anteil am Unterricht bei, wo hierbei der Besitzer ja selbst noch Lehrling war. Vielleicht sogar schon Geselle, doch der Junge war Realist genug um zu wissen, dass er noch längst nicht soweit war schon andere in diesem Beruf auszubilden. Und das war ja auch gar nicht nötig angesichts von so tüchtigen Mitarbeitern wie er sie für sich zählen durfte. Wann immer es die Geschäftsauslastung erlaubte nahm auch Carbo am Unterricht seines Stellvertreters teil, um auch sein eigenes Wissen noch mehr abzurunden. Immerhin musste er ja eine Ahnung von den Dingen haben die er hier zum Verkauf anbot!

Doch heute war Carbo nicht hinten um dem Unterricht zu folgen, da ein Kapitel dran war, das er noch vom alten Vorbesitzer Regulus persönlich gelernt hatte. So stand er also vorne im Verkaufsraum, um die holde Kundschaft zu bedienen. Gerade hatte er zwei hübschen jungen Damen bei der Wahl ihrer neuesten Kosmetika geholfen, als da die Ladentür ein weiteres Mal aufging und zwei neue Kunden hereinkamen. Carbo blickte auf. Den einen kannte er doch! Der junge Mann hinter dem ersten war schon mal hier gewesen und hatte Tinte gekauft. Er erinnerte sich ganz sicher daran, auch wenn er seinen Namen vergessen hatte. Trotzdem ging er zu den beiden, um sie zu begrüßen: "Salvete meine Herrschaften im Farbenmischer Pater Danuvius! Wie kann ich euch helfen? Feine Tinte für wichtige Texte, Kosmetika für die Liebste, oder darf es das eine oder andere Farbpigment sein?"
Thema: Rufos Elysium
Norius Carbo

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26.06.2020 16:22 Forum: Allgemeines


Zu Beginn war dies auch bei der US-Sklaverei möglich, sehr interessant was man darüber auf Wikipedia über die einzelnen Sklavengenerationen lesen kann. Jede hat übrigens einen eigenen Artikel. Dem US-Autor Ira Berlin ( 1941–2018 ) nach gab es diese Generationen:

.) Charter-Generation (Beginn der Sklaverei bis frühes 18. Jh.)
.) Plantagen-Generation (spätes 17. Jh.)
.) Revolutions-Generation (Zeit der Am. Unabhängigkeitsbewegung + Krieg (ca. 1763 - 1783)
.) Migrations-Generation (Erschließung des Tiefen Süden (1776–1865) )

Die Rede hierbei ist von der ersten US-Sklavengeneration, der sogenannten Charter-Generation. Das waren noch keine Menschen die direkt aus Afrika geraubt worden waren, sondern Atlantische Kreolen die aufgrund ihres kosmopolitischen Lebensstils auch gänzlich ungeeignet für abgeschottete Plantagen gewesen wären. Die Charter-Generation an Sklaven genoss noch ein relativ hohes Maß an Unabhängigkeit.

Die Sklaven der Charter-Generationen waren, ungeachtet aller Diskriminierung, weitgehend in das gesellschaftliche Leben der Kolonien integriert, nahmen die Religionen der Europäer an, heirateten, gründeten Familien, erwirtschafteten und besaßen persönliches Eigentum, trieben unabhängigen Handel, wandten sich mit Petitionen an die Gesetzgebung, riefen bei Streitigkeiten Gerichte an und gelangten durch Freilassung oder Selbstkauf oftmals in Freiheit. Sie sprachen entweder die Kreolsprache, die ihr Volk als atlantische Verkehrssprache entwickelt hatte, oder erlernten die Sprachen der Europäer und trugen meist volle Namen, d. h. Vor- und Übernamen. Einem kleinen Teil der Mitglieder dieser Generation gelangt es, freigelassen zu werden oder durch Selbstkauf freizukommen. Ehemalige Sklaven traten dann häufig dem Militär bei.

Diese ersten Sklaven wurden dann beim Aufkommen des Plantagensystems von direkt aus Afrika geraubten Menschen nach und nach abgelöst, die im Gegensatz zu den Kreolen aus dem Landesinneren kamen und daher keine große Kenntnis von der Welt hatten. Europäische Sprachen, Religionen und Justizsysteme waren ihnen fremd und sie hielten an ihren aus Afrika mitgebrachten Sprachen und Gebräuchen fest, außerdem konnten sie sich auch nicht mehr untereinander verständigen, da viele aus unterschiedlichen Regionen mit jeweils anderen Sprachen kamen. Diese neuen Sklaven hatten dann keine Chance mehr auf die Freiheit. Das wurde erst später während des Unabhängigkeitskrieges wieder etwas besser, aber das ist eine andere Geschichte.
Thema: Rufos Elysium
Norius Carbo

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25.06.2020 20:27 Forum: Allgemeines


Angefacht durch die aktuelle neue Rassismusdebatte wird auch gleichzeitig wieder verstärkt gegen die Sklaverei vorgegangen. Statuen von Sklavenhaltern werden gestürzt und Filme wie "Vom Winde verweht" aus dem Programm der Streamingdienste genommen, immer mit dem Hinweis es sei etwas dämonisches und böses, was es natürlich auch ist, jedoch frage ich mich ob und wann dann auch die antike Sklaverei in dieselbe Kritik gerät?

Eigentlich müssten nach dieser Logik auch die Griechen und Römer verdammt und Menschen wie Aristoteles, Platon, oder Tacitus als Menschenfeinde verurteilt werden, weil sie alle waren damals Befürworter und Verteidiger der Sklaverei und hatten selbst durch das Halten von Sklaven diesen wissentlich ihrer Freiheit beraubt. Die US-Sklaverei war natürlich mit Rassismus verbunden und hat durch die heutige afroamerikanische US-Bevölkerung immer noch genug Potenzial, um betroffene Nachfahren emotional zu verletzen, doch andererseits waren theoretisch auch die Römer rassistisch in ihrem Klassendenken, demnach nur Römer echte Menschen und alle anderen bloße "Barbaren" und "schlechter" als sie selbst waren.

Wenn sogar in Frankreich schon Statuen von an sich "der Epoche entsprechend gewöhnlichen europäischen Staatsmännern" wie Jean-Baptiste Colbert (1619-1683) entfernt werden sollen, da sie Befürworter der Sklaverei waren (bzw. in Colberts Fall derjenige, der durch den Code Noir die Sklaverei in den französischen Kolonien wie Haiti legalisiert hatte), dann müssten nach dieser Logik wirklich auch die Bildnisse der Griechen und Römer aus dem öffentlichen Raum verschwinden, denn die waren genauso Befürworter der Sklaverei. Soweit ich das herauslesen konnte war Colbert ein gewöhnlicher Staatsmann seiner Zeit und darüber hinaus der Vater des Merkantilismus und hat sich nur durch die Abfassung des Code Noir (der übrigens vom Sonnenkönig Ludwig XIV. persönlich anbefohlen worden war) in Sachen Sklaverei etwas zu Schulden kommen lassen. Wenn das schon ausreicht, damit schwarze Organisationen in Frankreich Colbert als "Schandfleck der französischen Geschichte" bezeichnen, dann müssten die Griechen und Römer und insbesonders große Feldherrn wie Caesar, die viele Menschen getötet oder versklavt hatten wirklich auf eine Stufe mit der amerikanischen Südstaatenkonföderation und modernen Kriegsverbrechern gestellt und dementsprechend kritisch gesehen werden, oder zählt das nicht und kann als "verjährt" betrachtet werden, weil es schon zu lange her ist?
Ich denke nicht, denn so oder so wurden Menschen ihrer Freiheit beraubt, die von ihren Versklavern als schlechter gestellt betrachtet wurden!

Ich will damit jetzt nicht die US-Sklaverei bzw. deren Rassismus verteidigen und ich möchte auch nicht die Griechen und Römer und ihre Leistungen anklagen bzw. kleiner machen, alles was ich möchte ist bloß die Frage aufzuwerfen, wodurch sich die antike von der modernen Sklaverei unterscheidet (abgesehen vom beträchtlichen Zeitunterschied), damit diese nicht kritisch hinterfragt und in einen dementsprechenden Kontext gebracht wird?

Was unterscheidet Iulius Caesar z.B. von Robert E. Lee? Beides waren Feldherren und beide waren Sklavenhalter. Lee wird heute dämonisiert und die Entfernung seiner Statuen verlangt, bei Caesar geschieht beides nicht, der ist weiterhin der strahlende römische Staatsmann. Ist das wirklich gerecht?

Ich denke das ist bloß so, weil es heute niemanden mehr gibt, der sich betroffen fühlen kann doch trotzdem ist es unfair und inkonsequent, wenn Sklaverei plötzlich nicht mehr probelamtisch ist und dementsprechend negativ gesehen wird, bloß weil das vor ein paar tausend Jahren geschehen ist. Wo also bleiben die kritischen Anmerkungen und Distanzierungen z.B. von HBO bei der Serie "Rome", so wie sie das jetzt mit ihrem Stream von "Vom Winde verweht" gemacht haben und die Forderungen nach der Entfernung der Standbilder Caesars und der römischen Imperatoren z.B. von der Via dei Fori Imperiali in Rom, wo diese durchaus noch außerhalb eines Museums das öffentliche Straßenbild prägen? Das wäre doch nur fair gegenüber den heute nicht mehr identifizierbaren Nachfahren römischer Sklaven, oder? Oder soll die US-Sklaverei in zweitausend Jahren in der Zukunft im Jahre 4020 etwa plötzlich ähnlich trivial und unkritisch gesehen werden wie heute die antike Sklaverei, bloß weil es "lange her" ist?
Thema: Bürgerrecht
Norius Carbo

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RE: Bürgerrecht 17.06.2020 04:02 Forum: Allgemeines


Bei folgendem bin ich mir nicht 100%ig sicher, aber ich denke das ist so:

.) Kinder erben ihren Status von der Mutter.

.) Eine Frau nimmt bei der Heirat Rang und Stand des Ehemannes an.

.) Heiratet eine römische Bürgerin einen Peregrinus sollte sie ebenfalls eine Peregrina(?) werden und somit auch ihre Kinder.
Thema: Bürgerrecht
Norius Carbo

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RE: Bürgerrecht 16.06.2020 01:19 Forum: Allgemeines


Neben Geburt ("Standart") gibt es diese drei Wege:

.) Ehrenhafte Entlassung nach Absolvierung des Militärdienstes als Peregrinus in der Ala.

.) Nachkommen eines Libertinus (der Freigelassene selbst hat kein Bürgerrecht, seine Kinder jedoch dann schon).

.) Absolvierte Amtszeit als Ädil in Mogontiacum.

Das entsprechende Gesetz ist in der Lex Municipalis Mogontiaci dieser Abschnitt:

Zitat:
VIII. De Iuribus Magistratum
Jeder amtierende Duumvir hat das Recht, die Beschlüsse und Handlungen seines Collega oder der Quaestores und Aediles für unwirksam zu erklären. Ebenso hat jeder Aedil das Recht, die Beschlüsse seines Collega innerhalb einer Frist von drei Tagen für unwirksam zu erklären. Jeder Aedil, Quaestor oder Duumvir, der sein Amt rechtschaffen ausgeführt hat, erhält nach dem Ende seiner Amtszeit das römische Bürgerrecht für sich und seine ehelichen Kinder verliehen, soweit er dieses nicht bereits besitzt. Für die Dauer ihrer Amtszeit sind außerdem alle Duumviri iure dicundo, Quaestores und Aediles von allen Munera und dem Kriegsdienst befreit.


Gibt also einen militärischen und einen zivilen Weg.
Und den abstammungstechnischen bei Vollbürgern und Libertininachkommen.

Sollte ein römischer Bürger eine peregrine Frau ehelichen, sollte diese und auch deren Kinder ebenfalls das Bürgerrecht erhalten, wenn ich das richtig verstanden habe.
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