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Thema: Ihr Kinderlein kommet ...
Aurelia Prisca

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RE: Ihr Kinderlein kommet ... 14.01.2020 07:10 Forum: Villa Flavia Felix


Mit einem wohlig klingenden Seufzer nahm Prisca den Kuss und die Willkommensgrüße ihres Mannes entgegen. Willkommen zuhause …, ja so fühlte es sich an. Ein sehr schönes Gefühl auch zu wissen, dass sie und die Kinder ihrem Mann sehr viel bedeuteten und diese Freude strahlte förmlich in Prisca´s Augen, mit denen sie ihren Gatten verliebt ansah. Gracchus hatte sich sehr verändert und spontan musste sie daran denken, wie kühl unnahbar und steif der Flavier beim ersten Treffen auf sie gewirkt hatte. Wann war das doch gleich? War das nicht, als mich mein Onkel mit Caius verheiraten wollte? Gefühlt lag dieser Tag eine Ewigkeit zurück und damals hätte Prisca wohl nicht im Traum daran gedacht, dass sie eines Tages einmal an Gracchus´ Seite sein würde.

Sein Heiratsantrag war jedenfalls völlig überraschend für Prisca gekommen, doch heute freute sie sich umso mehr darüber. Mochte er zu dem Zeitpunkt noch aus anderen Überlegungen heraus die Ehe mit gesucht haben, so glaubte Prisca doch zu spüren, dass der unerwartete Kindersegen ihn sehr glücklich machte. So glücklich wie mich … Und dieses Glück würde hoffentlich noch lange dauern, auf das sie noch viele Tage wie diesen erleben durften … wenn Gracchus heim kam und wieder einmal von den drögen Senatssitzungen erzählte, so wie gerade.

Du meine Güte. Bei solchen Themen würde ich glatt einschlafen, dachte Prisca amüsiert während sie den Worten ihres Gatten lauschte und gleichzeitig war sie aber froh, dass es "nur" solche langweiligen Alltagsthemen waren und keine Hiobsbotschaften über Kriege oder Krankheiten.

"Oh, du Armer. Das hört sich wirklich nach einer sehr, seeeehr drögen Sitzung an.", stellte Prisca mit ehrlich bedauernder Miene fest. Sollte sie sich und ihrem Mann tatsächlich den Fortschrittsbericht der Abwasserkanäle antun, oder ihm lieber erzählen wie langweilig die Fahrt hierher gewesen ist? Monotones Geschaukel im Reisewagen, belgeitet vom steten Geklapper der Pferdehufe. … Wenn einem davon nicht irgendwann schlecht wurde, dann schläferte es einen in jedem Fall nach kurzer Zeit ein.

Die Entscheidung nahm ihr zum Glück Quintus ab, der in diesem Augenblick zu blinzeln begann und einige Unmutslaute von sich gab: "Hmm, ich schätze mal Quintus will keine der beiden Geschichten hören", zwinkerte Prisca kichernd ihrem Mann zu und sogleich nahm sie Quintus in den Arm, um ihn kurz sanft zu wiegen, ehe sie ihn mit folgenden Worten ihrem Mann hin hielt: "Hier … Dein Sohn möchte seinem Vater gerne guten Tag sagen …" Und wie auf ein Stichwort hin, gluckste Quintus fröhlich los und fuchtelte dabei mit den Ärmchen wild in der Luft herum … Klein Prisca hingegen rührte sich (noch) nicht, sondern schnarchte - nach wie vor - leise und friedlich vor sich hin.
Thema: Tablinum | Besuch von Nebenan
Aurelia Prisca

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RE: Tablinum | Besuch von Nebenan 14.01.2020 07:05 Forum: Villa Flavia Felix


Viel zu schnell vergeht die Zeit, die uns Menschen gegeben ist, erkannte Prisca zum wiederholten Male und es schmerzte durchaus, dass sie und ihre Nichte sich während der gesamten Schwangerschaft nicht gesehen hatten. Schließlich war das Entstehen neuen Lebens mit das Faszinierendste überhaupt, was das Leben selbst bereit hielt und dieses Erlebnis teilte man nur zu gerne. "Ja, es ist wirklich schade, dass wir uns so lange nicht gesehen haben …", pflichtete Prisca seufzend Drusillas berückend klingenden Worten bei und gleichzeitig streichelte sie aufmunternd die rechte Hand ihrer Nichte: "Umso mehr freue ich mich, dass du mich heute besuchst und auch ich würde gerne wieder öfter in der villa Aurelia vorbei schauen. … Vielleicht darf ich ja auch mal so unverschämt sein und Dich in die Pflicht nehmen, um auf meine Kinder aufzupassen. … Natürlich nur, wenn du das möchtest", verkündete Prisca schmunzelnd, dass sie Drusilla durchaus als "Kindermädchen" einzuspannen gedachte. Was natürlich keine Drohung sein sollte, sondern vielmehr eine besondere Ehre, denn Quintus und Klein Prisca waren ihr Ein und Alles und Prisca würde niemals ihre beiden Augäpfel jemandem überlassen, zu dem sie nicht absolutes Vertrauen hätte.

Ein weiteres Mal musste Prisca schmunzeln, angesichts des willkommenen Kompliments an ihre Figur: "Wie ich das mache? Nun, ich treibe sehr viel Sport und lasse ich meinen Körper mehrmals am Tag von meinen Sklavinnen mit erlesensten Ölen einreiben. Im übrigen eine Prozedur die ich schon vor meiner Schwangerschaft zu tun pflegte." Und die sich offensichtlich ausgezahlt hatte: "Lass uns doch mal gemeinsam ein Schönheitsbad nehmen. Ich kann es dir nur empfehlen, auch wenn dein junger Körper auch ohne dies makellos schön ist.", lobte Prisca die Schönheit ihrer Nichte, wobei ein gemeinsames Schönheitsbad sicher ein entspannender Zeitvertreib und eine gute Gelegenheit für einen Plausch wäre.

Interessiert lauschte Prisca anschließend dem Wortschwall ihrer Nichte und ihre Augen begannen sehnsuchtsvoll zu leuchten: "Der Osten! Oh wie sehr ich dich darum beneide, diese Orte bereist zu haben. Ich stelle es mir dort wunderschön vor", hauchte sie andächtig, denn eine Reise in den Osten war ein heimlicher Traum von ihr, der wohl leider in diesem Leben nicht mehr in Erfüllung gehen würde. "Mal abgesehen von meiner Studienreise damals nach Athen wurde mir nur die Ehre zu Teil, dieses grässliche Germanien bereisen zu müssen. … Brrrr, ich hoffe dir bleibt diese Erfahrung erspart" Prisca schüttelte sich, denn mit Germanien verband sie eigentlich nur schlimme Erinnerungen (außer natürlich der gemeinsamen Zeit mit ihrem Onkel).

"Aber genug von meinem Germanien-Trauma … ich würde viel lieber mehr von deiner Reise erfahren. Was hast du so alles erlebt. Was gab es da alles zu kaufen? Wie waren die Menschen so,… waren vielleicht sogar einige interessante Männer darunter?", fragte Prisca zwinkernd und ganz ungeniert nach, schließlich waren sie ja unter sich. "Wie wäre es bei einer gemütlichen cena im Kreise der Familie? Oder besser noch auf einem Fest! Wäre das nicht wieder mal schön, wenn Aurelier und Flavier gemeinsam feiern würden?" Prisca war sofort Feuer und Flamme für diesen Gedanken und darüber vergaß sie fast, dass sie Drusilla ihre beiden Kinder noch gar nicht gezeigt hatte.
Thema: Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ...
Aurelia Prisca

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RE: Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ... 27.12.2019 14:52 Forum: Panem et Circenses


Aha, ein paar Feste also, ab und an, auf der schöne Frauen tanzten … Nicht wirklich vergleichbar mit einer Theateraufführung, aber sicherlich auch ein schöner Zeitvertreib, dachte sich Prisca zu den Worten ihres Leibwächters und ein Schmunzeln umspielte ihre Lippen. "Nun, tanzende Frauen werden wir heute wohl eher nicht zu Gesicht bekommen, aber ich bin mir sicher, dass dir das Theater dennoch gefallen wird." Da war Prisca ziemlich sicher, obgleich sie immer noch keine Ahnung hatte, welches Stück sie zu Gesicht bekommen würden.

"Wir haben im Grunde ziemlich ähnliche Interessen, denn auch ich liebe gesellschaftliche Veranstaltungen, auf denen man bei Speis und Trank gemütlich beisammen sitzt und sich amüsiert. Und auch ich treibe regelmäßig Sport, auf dem campus der Thermen. … Ehm, ich hoffe das sieht man meiner Figur auch an?", antwortete Prisca auf die Frage nach ihren Interessen bereitwillig und gleichzeitig nach einem Kompliment heischend.

Für Komplimente war Prisca seit jeher empfänglich gewesen und mehr noch, seit der Geburt ihrer beiden Kinder. "Ach ja … meine beiden bezaubernden Kinder … sie sind zum Mittelpunkt meines Lebens geworden", bestätigte Prisca glücklich seufzend was Lyciscus mit seiner Bemerkung wohl ausdrücken wollte. Ihren Kindern galt natürlich Prisca´s Hauptinteresse, doch an diesem Tag wollte die Aurelia bewusst mal auf andere Gedanken kommen: "Im Augenblick interessiert mich aber am meisten, welches Stück heute gespielt wird. Ich hätte Lust auf eine Komödie, etwas zum lachen … ", bemerkte Prisca weiter, während sie den Säulengang weiter entlang schritten.
Thema: Tablinum | Besuch von Nebenan
Aurelia Prisca

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RE: Tablinum | Besuch von Nebenan 27.12.2019 14:50 Forum: Villa Flavia Felix


Das lebende Hausinventar überbrachte sogleich die Nachricht von der Ankunft der Aurelia und es dauerte auch nicht lange, bis Prisca freudestrahlend das Tablinum betrat. Obgleich sie natürlich wusste, dass der Besuch insbesondere ihren beiden Kindern galt, waren Klein Quintus und Klein Prisca nicht in Begleitung ihrer Mutter, da sie im Augenblick (noch) friedlich in ihren Wiegen schlummerten. Die Sklavinnen hatten jedoch den Befehl, die Kleinen sofort in das Tablinum zu bringen, sobald sie aufwachten und bis dahin wollte Prisca von ihrer jüngeren Verwandten den neuesten Klatsch und Tratsch aus Rom erfahren, den sie während ihrer letzten Schwangerschaftswochen leider verpasst hatte.

"Drusilla! Wie schön, dass du da bist. … Wie lange ist es eigentlich schon wieder her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben? … Komm her und lass dich anschauen", begrüßte Prisca ihre Nichte offen und herzlich lächlend und sie ließ es sich nicht nehmen, Drusilla sanft in den Arm zu nehmen und ihr einen lieb gemeinten Kuss auf Wange zu geben. "Du siehst einfach bezaubernd aus. …", bemerkte Prisca neidlos, während ihre Augen bewundernd über Drusilla´s Antlitz wanderten. Die Frage nach einem potenziellen Ehemann lag Prisca förmlich auf der Zunge, schließlich waren Aureliae seit jeher begehrte Partien, doch irgendwie war ihre Nichte noch immer nicht fest liiert … Oder hab ich da gar in letzter Zeit etwas verpasst?

Die Frage stellte Prisca allerdings (noch) zurück, um sich erst einmal nach dem werten Befinden ihrer Familie zu erkundigen: "Wie geht es dir? … Und der übrigen Familie? Hat Lupus immer noch so viel zu tun? … Und du, was macht eine hübsche junge und begehrenswerte Dame wie Du sonst so, wenn sie nicht gerade ihre alte Tante besucht?", scherzte Prisca gut gelaunt und bot Drusilla gleichzeitig einen Platz neben sich auf der Kline an, um dort weiter in Ruhe zu plaudern.
Thema: Ihr Kinderlein kommet ...
Aurelia Prisca

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RE: Ihr Kinderlein kommet ... 27.12.2019 14:47 Forum: Villa Flavia Felix


So leise und behutsam Gracchus auch war, seine Ankunft blieb Prisca´s Unterbewusstsein nicht lange verborgen und so schlug die Aurelia alsbald blinzelnd ihre Augen auf. "Willkommen zu Hause, Liebster", begrüßte Prisca ihren Gemahl mit meinem herzlichen Lächeln und einer zärtlichen Berührung seines Armes. Ihr Blick fiel dann auf ihre beiden Kinder, die immer noch friedlich nebeneinander schlummerten. Nur Quintus rührte sich kurz, um zu gähnen und seine kleinen Ärmchen zu strecken, wobei er sein Schwesterchen leicht an der Wange touchierte, was diese aber im Schlaf nicht weiter zur Kenntnis nahm.

"Ach, ich könnte den ganzen Tag lang unseren Kindern zusehen", seufzte Prisca leise, ehe sie Gracchus wieder in die Augen sah. Ihr Blick war verliebt und strahlte eine innere Ruhe und Zufriedenheit aus, wie Prisca sie lange nicht gekannt hatte: "Wie war Dein Tag? War es wieder eine anstrengende Senatssitzung?", erkundigte sich Prisca sogleich mit echtem Interesse, denn sie wollte am Leben ihres Mannes durchaus teilhaben und ihn - so weit und so gut wie möglich - unterstützen.
Thema: Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ...
Aurelia Prisca

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RE: Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ... 18.12.2019 22:05 Forum: Panem et Circenses


Wie ein Schatten folgte Lyciscus seiner Herrin und das war gut so, denn in Gegenwart ihres treuen Sklaven fühlte sich Prisca stets absolut sicher. Auf weitere Leibwächter hatte Prisca an diesem Tag verzichtet, um nicht inmitten der übrigen Theaterbesucher unnötig aufzufallen. Schließlich war Prisca heute (ausnahmsweise) mal ohne ihre beiden Kinder unterwegs, was selten genug vor kam. Aber für das Theater waren ihre beiden Lieblinge definitiv noch zu klein und außerdem benötigte Prisca mal dringend eine Pause von ihrer alltäglichen Mutterrolle.

Und was wäre geeigneter als ein spontaner Theaterbesuch, um mal vom Alltagsleben abzuschalten und sich ganz der Welt der Schauspielerei hinzugeben. Wenn ich mich nur erinnern könnte, von was das Stück handelt?, kam Prisca zum wiederholten Male bezüglich des heutigen Schauspiels ins grübeln, während sie den Sklaven auf der Bühne einen flüchtigen Blick zu warf.

"Sag mal Lyciscus, warst du schon mal in einem Theater? … Oder interessierst du dich mehr für andere Dinge?", wollte Prisca beiläufig von ihrem Sklaven wissen, der ihr irgendwie einen gelangweilten Eindruck machte. Und weil Prisca von Natur aus sehr neugierig war, bohrte sie gleich nach: "Erzähl doch mal! Was für Interessen hast du und was macht ein Sklave wie du so, wenn er nicht gerade am Rockzipfel seiner Herrin hängen muss?" Mit einem schelmischen Schmunzeln auf den Lippen neckte Prisca ihren Leibwächter ein wenig, in Anspielung auf die Tatsache, dass er seiner Aufgabe entsprechend immer ein paar Schritte hinter ihr her gehen musste.
Thema: Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ...
Aurelia Prisca

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Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ... 17.12.2019 08:19 Forum: Panem et Circenses


Das Theatrum Pompeium hatte Prisca schon immer fasziniert. Es war das erste völlig aus Stein erbaute Theater in Rom, welches über 17.000 Besucher fasste und wo sich - einst im angrenzenden Portikus - ein Drama der ganz besonderen Art abgespielt hatte. Aus diesem Grund ließ es sich Prisca nicht nehmen, bei jedem Besuch des Theaters, zuerst durch den Säulengang zu wandeln, hin zu der Stelle von der man sich erzählte, dass genau hier Gaius Iulius Caesar einst von seinen Gegnern ermordet worden war.

Mit 23 Dolchstichen sollen sie ihn hier nieder gestreckt haben. Du meine Güte, was für ein Gemetzel muss das gewesen sein?! Alles voller Blut! Und Caesar soll dabei gerufen haben: "Auch du, mein Sohn" als ihm sein eigener Sohn Brutus den Dolch ins Herz rammte! Ein beklemmendes Gefühl beschlich Prisca jedes Mal, wenn sie sich die Szenen vor ihrem geistigen Auge vorstellte und sie es kaum fassen konnte, dass Eltern von ihrem eigen Fleisch und Blut umgebracht wurden. Vom eigenen Sohn, oder gar der Tochter …oder von beiden … nein …nein …nein, welch ein Wahnsinn wäre das? Ihre eigenen Kinder würden so etwas natürlich niemals tun, davon war Prisca felsenfest überzeugt, denn ihre beiden Lieblinge würde sie stets mit aller Liebe und Zuneigung erziehen.

Bei ihrem Stiefsohn war sich Prisca hingegen nicht ganz so sicher und dementsprechend genoss sie den Erstgeborenen ihres Gatten mit Vorsicht. Ob Manius Minor schonmal daran gedacht hat, seine Stiefmutter hinterrücks zu meucheln? Vielleicht … vielleicht sogar schon mehrmals? … Unsinn! Mit einem leisen Seufzer wischte Prisca die aufkeimenden Zweifel und Gedanken zur Seite, um sich stattdessen wieder auf das Schauspiel zu konzentrieren, welches in etwa einer Stunde hier Premiere haben würde.

Natürlich nicht hier im Portikus sondern auf der großen Bühne … Von was genau handelt das Stück gleich nochmal? Wieder kam Prisca ins grübeln und entsprechend gedankenverloren schlenderte sie weiter vor sich hin …

Sim-Off: Jeder der mag ist herzlich eingeladen hier mit zu schreiben.. Als Besucher, Schauspieler, ganz egal, ich habe (noch) keinerlei Vorstellung was für ein Stück heute aufgeführt werden soll ^^
Thema: Ihr Kinderlein kommet ...
Aurelia Prisca

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RE: Ihr Kinderlein kommet ... 15.12.2019 21:00 Forum: Villa Flavia Felix


Es war ein sehr emotionaler und tränenreicher Moment gewesen, als Quintus Flavius Gracchus et Flavia Prisca ihre Namen erhielten und sie von ihrem Vater in die Familie aufgenommen wurden. Ein Moment in dem Prisca vor Freude am liebsten nicht nur ihren Mann und ihre beiden Kinder, sondern die ganze Welt umarmt hätte. Ebenso flossen die Tränen bei ihr in Strömen, als Gracchus bereits kurz darauf zurück nach Rom musste. Und jedes Mal, wenn Prisca ihre Kinder anblickte, schimmerten ihre Augen sofort verräterisch und kullerte spontan die eine oder andere Träne ihre Wangen hinab. So viel geweint hatte Prisca ihr ganzes Leben zuvor nicht, doch waren es Tränen der Freude was wiederum zum Ausdruck brachte, wie glücklich sie war. Denn mit der Geburt ihrer Kinder war ihr sehnlichster- und letzter Wunsch endlich in Erfüllung gegangen. Nun hatte sie wirklich alles erreicht, was von einer braven römischen Bürgerin erwartet wurde und Prisca konnte es kaum erwarten, bis sie mit stolz erhobenem Haupt zwischen all den anderen Matronen Rom´s wandeln konnte. So langsam wurde es ihr nämlich auf dem Landgut langweilig, so ganz ohne Anschluss, obgleich sie natürlich die meiste Zeit mit ihren Kindern verbrachte.

Zwei Kinder konnten allerdings auch ganz schön anstrengend sein, zum Beispiel wenn sie gleichzeitig nach der Mutterbrust schrien und das alle paar Stunden. Oder wenn Klein Gracchus und Klein Prisca spontan und ohne Vorwarnung ihren Mageninhalt über ihre Mutter entleerten, … Ja, das war jedes Mal eine ganz besondere "Freude" für Prisca, wenn sie das feuchtwarme Sputum ihrer Kinder auf der Haut spürte und sie sofort hysterisch wurde vor Angst, es könnte den Kleinen nicht gut gehen.

Ein Segen wiederum war, dass Prisca sich nicht um die Entsorgung der vollen Windeln kümmern musste. Das war selbstredend Aufgabe der Sklaven, wobei man dem sich dabei ausbreitenden Geruch kaum entziehen konnte, außer man verließ während des Wechselvorgangs das Haus. Am Ende überstrahlte die Liebe zu ihren Kindern natürlich sämtliche unschönen Eindrücke und niemals hätte Prisca die Erfahrungen mehr missen mögen. Die Hauptsache war, dass es ihren beiden Lieblingen gut ging und sie gesund waren (und blieben). In dieser Beziehung gab es auch keinen Grund zur Sorge und dennoch musste Tisander von Korinth dies, der besorgten Aurelia, tagtäglich auf Neue bestätigen.

Gleich nach der Sorge um ihre Kinder folgte die Sorge um ihre Figur und auch da konnte Prisca sich im Grunde nicht beklagen. Busen, Bauch und Po waren immer noch verhältnismäßig straff, das ständige Einölen der Haut hatte unschöne Schwangerschaftsstreifen auf ein erträgliches Minimum reduziert und dank ihrer eiserner Disziplin (in Bezug auf Ernährung und Sport) konnte sie sich bald schon wieder mit ihrem Spiegelbild anfreunden.

Einer Rückkehr nach Rom stand somit nichts mehr im Wege und so kam es, dass die Aurelia mit ihren Kindern und ihrem Tross eines schönen Tages wieder den Stammsitz ihrer Familie erreichten. In dem ganzen Trubel hatte Prisca völlig vergessen ihre Rückkehr anzukündigen, wobei ihre Ankunft sicherlich nicht unbemerkt geblieben sein dürfte, nachdem Klein Prisca mit lautem Geplärr durch das atrium getragen worden war.

Was ist mit ihr? Sie wird sich doch hoffentlich nicht verkühlt haben? Oder ist es nur ein Wind der sie plagt? Die besorgte Mutter ließ ihre beiden Augenschätze sofort in das tablinum bringen, wo sie auf weichen Kissen und Decken gebettet wurden. Und damit die Kleinen nicht froren, gab Prisca den Sklaven noch den Befehl das hypokaustum zu befeuern. Anschließend legte sich Prisca zu ihren beiden schlafenden Kindern, betrachtete diese verliebt und schlief alsbald selbst ein, so erschöpft wie sie von der Reise war (aber auch halb "betäubt" von der sich stetig ausbreitenden Wärme im ganzen Haus). ...
Thema: Der Beginn eines Lebens
Aurelia Prisca

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Stammbaum 19.11.2019 06:47 Forum: Anmeldung


Die Familienverhältnisse sind geklärt.

Bitte Lucius Aurelius Laevinus als Sohn von:

Marius Aurelius Iustus et Aquillia Noctua

eintragen.

Vielen Dank!

LG
Prisca
Thema: Der Beginn eines Lebens
Aurelia Prisca

Antworten: 10
Hits: 586
13.11.2019 21:29 Forum: Anmeldung


Salve und herzlich willkommen im IR!

Es freut mich sehr, dass du zu unserer Familie gehören möchtest und darum heiße ich dich kurzum in der gens Aurelia herzlich willkommen. smile

Wie du vielleicht schon beim stöbern im IR bemerkt hast, sind momentan die bespielten Aurelier nicht gerade sehr aktiv. Abgesehen davon sollten sich genügend Gelegenheiten für ein Zusammenspiel mit den anderen gens Mitgliedern finden. Und gerne helfe ich weiter, wo ich kann (bin derzeit zwar auch nicht sehr aktiv, aber dennoch präsent hier im IR) Augenzwinkern

Über deine genauen Vorstellungen von deiner ID können wir uns per IM weiter unterhalten und deinen Platz im Stammbaum reichen wir anschließend nach. Und wenn du Fragen hast, dann frag mich einfach. smile

Dann bleibt mir im Augenblick nur mehr eins, dir viel Spaß hier im IR zu wünschen!

LG
Aurelia Prisca
Thema: Ihr Kinderlein kommet ...
Aurelia Prisca

Antworten: 8
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Ihr Kinderlein kommet ... 05.11.2019 23:35 Forum: Villa Flavia Felix


… ach hätte Gracchus doch nur dabei sein können! … Wobei? … Bei der Geburt seiner Kinder natürlich! …

Ihm würden wahrscheinlich noch heute die Ohren klingen von dem Geschrei seiner Gemahlin, die - unter kaum vorstellbaren Schmerzen und gleichzeitig voll überschwänglicher Freude - ihm nicht EIN Kind, …nein … nicht EINEN, sondern sage und schreibe ZWEI gesunde und putzmuntere Nachkommen zum Geschenk gemacht hatte.

Ein Junge und ein Mädchen!

Unglaublich! Und wahrlich ein Wunder, nach all der Zeit des vergeblichen Hoffens und noch ein größeres Wunder unter Berücksichtigung des Umstandes, dass Prisca diese Geburt tatsächlich überlebt hatte. Zwei Kinder!!!! … Gewachsen in ihrem Bauch und gezeugt von ein- und demselben Mann! Zugegeben, die Geburt war alles andere als einfach verlaufen. Nah an der Grenze zum Elysium entlang, aber doch einen Schritt zu weit entfernt als, dass Prisca am Ende das Zeitliche dabei gesegnet hätte.

Allerdings hatte die Geburt durchaus ihre Spuren an der Aurelia hinterlassen, sodass an eine Rückkehr nach Rom noch nicht zu denken war.

Lediglich ein Brief fand kurz nach dem Ereignis der Geburt seinen Weg nach Rom, um dem Vater die frohe Botschaft wenigstens zeitnah zu verkünden … Wie er die folgende frohe Kunde wohl aufnehmen würde? …:


   


Ad
Manius Flavius Gracchus
Villa Flavia
Roma

Werter Flavius,

mein Name ist Tisander von Korinth. Ich bin der Leibarzt deiner Frau und in dieser Funktion schreibe ich dir nun jene Zeilen, um dich von dem freudigen Ereignis in Kenntnis zusetzen, dass deine Gemahlin dir am heutigen Tage zwei gesunde Nachkommen zum Geschenk gemacht hat (vorausgesetzt natürlich, dass du die Vaterschaft für den Buben und das Mädchen anerkennen wirst).

Nichtsdestotrotz möchte ich dich darüber informieren, dass die beiden Kinder (und ebenso deine Frau) sich derzeit bester Gesundheit erfreuen. An eine Rückkehr nach Rom ist dennoch so schnell noch nicht zu denken, angesichts der Strapazen, welche der Geburtsvorgang an Mutter und Kindern hinterlassen hat.

Sorge dich jedoch nicht. So die Götter es wollen, werden die Deinen in absehbarer Zukunft so schnell (noch) nicht das Elysium betreten, sodass einer Familienzusammenführung grundsätzlich nichts im Wege stehen mag.

Lasse diese (hoffentlich frohe) Nachricht also in aller Ruhe auf dich wirken, ehe du über das weitere Vorgehen entscheiden wirst.

In diesem Sinne übersende ich dir meine ehrfurchtsvollen Grüße sowie meine Glückwünsche für die potenzielle Vaterschaft.

Tisander v. K.

Thema: Ave
Aurelia Prisca

Antworten: 4
Hits: 215
RE: Ave 16.09.2019 18:02 Forum: Anmeldung


Salve und herzlich willkommen im IR! smile

Gerne kannst du bei den Aureliern einsteigen. Dein Name würde ja schonmal gut passen, soweit ich das überblickt habe. Wie bei allen gentes müssten wir uns dann noch Gedanken über die genauen Familienverhältnisse im Stammbaum machen. Falls du schon Ideen und Vorschläge zu deiner ID hast, können wir diese dabei gerne aufgreifen.

Und je nachdem, ob du schon Erfahrung mit derlei Foren hast oder du ganz neu beginnst, helfe ich natürlich gerne weiter.

Sollte dir eine andere gens mehr zusagen, kannst du dies selbstverständlich der Stadtwache mitteilen.

Ich wünsche dir in jedem Fall schonmal viel Spaß im IR.

LG
Aurelia Prisca
Thema: An- / Abwesenheiten
Aurelia Prisca

Antworten: 7.431
Hits: 532.227
19.08.2019 10:01 Forum: Allgemeines


Das sommerliche Wetter hatte mich schon in den vergangenen Wochen weitgehend vom PC und IR fern gehalten. Jetzt geht es noch in den Urlaub nach Italien und ab 10.09. sollte ich aber wieder mehr Zeit und Muse für das IR haben. Bis dahin wünsche ich allen Alles Gute und eine schöne Zeit.
Thema: An- / Abwesenheiten
Aurelia Prisca

Antworten: 7.431
Hits: 532.227
26.06.2019 07:49 Forum: Allgemeines


Erst einmal Entschuldigung für meine (lange) unangekündigte Abwesenheit. Leider ging es bei mir in den vergangenen Wochen ziemlich turbulent zu. Besserung ist hoffentlich bald in Sicht, sodass ich wieder aktiv werden kann.
Thema: Triclinum | MFG, SAL et al. - Pontificales Abendessen
Aurelia Prisca

Antworten: 30
Hits: 1.767
RE: Triclinum | MFG, SAL et al. - Pontificales Abendessen 08.04.2019 07:36 Forum: Villa Aurelia


Zitat:
Original von Sextus Aurelius Lupus
“Ich dachte... nicht so wichtig. Ich beglückwünsche euch beide herzlich““Was sagen denn die Hebammen, wann mit dem freudigen Ereignis zu rechnen ist?“ ....

"Ich … ich danke euch allen für eure guten Wünsche und selbstverständlich seid ihr alle herzlich zum Fest des dies lustricus* eingeladen. Ich weiß, ich weiß, … noch ist es nicht soweit, aber ich zähle bereits jeden Tag bis zur Geburt. Mit einem dankbaren und strahlendem Lächeln im Gesicht nahm Prisca die Glückwünsche der Anwesenden entgegen und obwohl sie erst die 18. Woche überstanden hatte, dachte Prisca bereits an den *) Tag der Waschung, an dem das Kind seinen Namen erhalten würde. Dieses Fest sollte etwas ganz besonderes werden und insgeheim betete Prisca jeden Tag zu Iuno und Fortuna, dass sie und vor allem das Kind in ihr diesen Tag heil erleben würden.

Die ersten kritischen Wochen waren vorüber und bis jetzt alles fühlte sich bestens an. Die Übelkeit wurde von Tag zu Tag besser und seit kurzem glaubte Prisca erste Bewegungen zu spüren. Bald würde sie ihren wachsenden Bauch nicht mehr so leicht unter dem wallenden Gewändern verbergen können, doch konnte noch viel passieren bis zur (und bei der) Geburt. Aber diese ängstigenden Gedanken versuchte Prisca - so gut es ging - zu verdrängen, wie auch jene Gedanken an das, was passiert wäre, wenn sie von Lupus schwanger geworden wäre. Ob er wohl für einen kurzen Moment befürchtet hat, dass er der Vater sein könnte? …Vielleicht frage ich ihn einfach mal, schoss spontan eine Frage durch Priscas Kopf, die sie ihm selbstverständlich nur unter 4 Augen stellen würde, um ihn ein wenig zu "necken".

Wobei Lupus sicher gut genug im Kopfrechnen war um sofort zu wissen, dass es nicht sein konnte, denn:"In etwa fünf Monaten wird es endlich soweit sein … Dann werde ich meinem geliebten Mann endlich ein Kind schenken", beantwortete Prisca seine Frage voller Optimismus und Vorfreude und mit einem verliebten Blick zu Gracchus.
Thema: Triclinum | MFG, SAL et al. - Pontificales Abendessen
Aurelia Prisca

Antworten: 30
Hits: 1.767
RE: Triclinum | MFG, SAL et al. - Pontificales Abendessen 02.04.2019 07:23 Forum: Villa Aurelia


Zitat:
Original von Aurelia Corvina
…. “Prisca, es ist so schön, dich wiederzusehen. Ich wollte dich besuchen, aber andauernd kam etwas dazwischen. Du musst mir nachher unbedingt erzählen, wie es dir geht, und natürlich auch von Cornelia“

"Corvina … wie schön … ", entgegnete Prisca den Gruß und den Kuss mit einem strahlenden Lächeln und selbstverständlich erhielt auch Corvina anerkennende Blicke bezüglich ihrer Schönheit: " Oh wie hübsch auch du aussiehst! … und zu beiden Cousinen gesprochen: "Du und Drusilla, ihr zwei seid wahrlich der Beweis dafür, dass Venus höchstpersönlich die Frauen unserer Familie mit ihrem Glanze segnet." Nicht zu glauben, dass die beiden immer noch unverheiratet waren, wobei andererseits kaum ein Römer sich würdig erweisen könnte, solche Juwelen wie die beiden Grazien sein eigen zu nennen. Wahrlich keine leichte Aufgabe für Lupus, würdige Ehemänner für sie zu finden, aber sicherlich keine an der er scheitern würde.
Zitat:
Original von Sextus Aurelius Lupus
“Du weißt, dass du hier jederzeit willkommen bist“

"Mein lieber Lupus, ich danke dir und sei dir versichert, dass auch du in meinem Heim jederzeit willkommen bist", entgegnete Prisca ihrem Cousin lächelnd, wobei seine einladende Worte durchaus einen leichten Schauer über ihren Rücken jagten angesichts der Erinnerung an die heiße Liebesszene mit ihrem Cousin. Ein einmaliger Ausrutscher sicherlich und doch ein unvergessenes Erlebnis. Nicht auszudenken, wenn ich von ihm schwanger geworden wäre …

Aber zum Glück hatten das Schicksal und die Götter - Fortuna sei Dank - eine andere Bestimmung für sie gehabt und natürlich brannte Prisca darauf ihren beiden Cousinen von dem freudigen Ereignis zu erzählen. So wie auch Drusilla unbdedingt erfahren wollte: Wie ich es schaffe die Aura einer Göttin zu haben? … Nun, das kann ich dir ganz genau sagen, liebe Cousine, ... und das kannst auch du schaffen. Was sage ich, ihr beide werdet auch die Aura einer Göttin haben, sobald ihr … ", gluckste Prisca vergnügt und schon wollte sie mit ihrem "Geständnis" heraus platzen, als plötzlich ihr werter Gemahl das Wort an die Runde ergriff:

Zitat:
Original von Manius Flavius Gracchus
"Doch verzeih, ich wollte diesen Abend nicht umgehend mit Poltik füllen, ins..besondere da die Anwesenheit der Familie eine gute Gelegenheit für die Ankündigung einer Veränderung ist - wenn du gestattest?" … "Prisca befindet sich in gesegneten Umständen" ...

Zunächst hatte Prisca noch geglaubt, dass Gracchus von einer politischen Veränderung sprechen wollte, doch als sein Blick sie traf und seine Worte durch den Raum hallten wurde Prisca ganz anders. Nun war es heraus und so mancher würde sich wohl wundern wie es geschehen konnte. Endlich! Nach so langer Zeit … "Ja ... ich ... ehm ... bin ... schwanger. … Wir ...können unser Glück ….kaum … fassen", hauchte Prisca mehr angesichts der Tatsache, dass ihr für einen Augenblick die Sprache weg blieb während sie ihren Ehemann tief und dankbar in die Augen blickte. Gleichzeitig ließ sie sich (wie in Zeitlupe) auf einen der bereitstehenden Korbsessel nieder und wie Trance griff sie dabei nach einem der dargebotenen Becher mit Honigsaft.
Thema: Triclinum | MFG, SAL et al. - Pontificales Abendessen
Aurelia Prisca

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RE: Triclinum | MFG, SAL et al. - Pontificales Abendessen 11.03.2019 08:12 Forum: Villa Aurelia


Zitat:
Original von Manius Flavius Gracchus"Lupus, salve!" ……
"Danke vielmals für deine Einladung. Ich muss gestehen, ich hegte die Vermutung, du hast sie nur ausgespro'hen, um dein Haus ab und an mit ein wenig Anmut in Form meiner Gemahlin zu schmücken.""Doch ich sehe, die Schaumgeborene ist deiner Familie noch immer hold und kann nicht ertragen, dieses Haus ohne Anmut zu wissen.""Werte Aurelia, in der Sandarena Ostias schimmertest du einer Perle gleich, doch heute überkommt mich der Ver..dacht Venus selbst hat ihre Töchter geladen - die eine, um an meiner Seite mich zu geleiten, die andere, um uns hier in Empfang zu nehmen." ...

In einem strahlend weißem Kleid und mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht betrat Prisca, an der Seite ihres Gemahls, das triclinum. Ihre Laune war heute bestens und nicht nur heute. Auch die Tage und Wochen zuvor wich nur selten das Strahlen aus ihrem Gesicht und das, obwohl ihr in letzter Zeit nicht selten speiübel war. So auch heute morgen, doch das war längst vergessen. Nicht vergessen hatte Prisca hingegen das letzte Zusammentreffen, hier mit ihrem Cousin, welches aber glücklicherweise in keinem kausalen Zusammenhang mit ihrem augenblicklichen Gemütszustand stand:

"Salve werter Cousin! Wir haben uns ja eine Ewigkeit nicht mehr gesehen. Wie geht es dir denn ? … Und vielen Dank für deine Einladung. Es ist mir immer eine besondere Freude in das Haus unserer Familie einkehren zu dürfen" Nein, kein einziger Unterton noch ein falscher Blick begleiteten die Worte, die Prisca zuerst an den Hausherrn richtete, wie es sich gehörte.

"Sei gegrüßt, Drusilla! … Du meine Güte, du wirst mit jedem Tag hübscher! … Wir haben uns so lange nicht gesehen, wir haben uns sicher viel zu erzählen, nicht wahr?" Mit ehrlicher Bewunderung betrachtete Prisca ihre Cousine von oben bis unten, ehe sie diese liebevoll umarmte und ihr einen zärtlichen Kuss auf die Wange hauchte. Das Wort "hübsch" benutzte Prisca im übrigen viel lieber als das abgedroschene Wort "schön" und so wie sie es sagte, meinte sie es auch. Drusilla war überaus hübsch und bewundernswert und umso mehr wunderte es Prisca, dass ihre Cousine immer noch nicht verheiratet war.

"Salve, Valerius! … Es ist mir eine besondere Freude heute deine Bekanntschaft zu machen. Ich hoffe dir und deiner Familie geht es gut?" Mit einem offenen und herzlichen Lächeln grüßte Prisca - last but not least - den anwesenden Gast, dessen Namen sie natürlich kannte, auch wenn sie bis dato noch kein Gesicht dazu gesehen hatte.
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Aurelia Prisca

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RE: Antium | revisited 06.03.2019 07:22 Forum: Italia


Zitat:
Original von Manius Flavius Gracchus
Zitat:
Original von Aurelia Prisca
...

"Der Hafen?"
"Ich... ich werde mich besser wieder hinlegen. Das... das bekommt mir zu..meist besser."


"Ja der Hafen!", bestätigte Prisca voller Hoffnung dessen Anblick möge ihrem Gemahl ein wenig Auftrieb geben. Doch zu weit schien der rettende Ankerplatz noch entfernt als, dass Gracchus ihn in seinem desolaten Zustand tatsächlich hätte wahr nehmen können. Eher schien ihm das angestrengte Starren auf den Horizont noch mehr zu zusetzen, sodass Prisca ihm besorgt zur Seite sprang, um ihn in zurück zu seiner Liege zu geleiten.

"Du hast recht. Leg dich besser wieder hin. … Ich werde nachsehen, ob es nicht irgendwo auf dem Schiff ein Mittel gibt das deine Pein ein wenig zu lindern vermag", versprach Prisca sich persönlich darum zu kümmern, da sie mit einem flüchtigen Seitenblick hinüber zu ihrer Sklavin Azita feststellen musste, dass ihr augenblicklicher Gesundheitszustand sich kaum von dem ihres Mannes unterschied. Lediglich die Gesichtsfarbe schien eher ins grünliche zu differieren, was allerdings Prisca im Moment nicht weiter interessierte.

Ihre Sorge galt einzig und allein ihrem Ehemann, an den sie wieder aufmunternde Worte richtete während sie langsam über das Deck des Schiffes voran schritten.: "Ich war so dumm, dass ich nicht daran gedacht habe wie sehr dich solche Seereisen mitnehmen. Aber zurück nach Rom fahren wir auf alle Fälle mit der Reisekutsche, Liebster. Dann musst du diese Qual kein zweites Mal durchleben, das verspreche ich dir."" … Doch zuvor werde ich dich in Antium alles vergessen lassen, was dir auf diesem Schiff so schlimm zugesetzt hat, damit auch ich endlich das bekomme wonach ich mich schon mein ganzes Leben lang sehne. Ein stummes Versprechen nur das Prisca dem Ersten folgen ließ, um ihrem Mann zu schonen. Noch!

Denn bei aller Fürsorge und Liebe für ihren Gemahl war Prisca fest dazu entschlossen, ihn keine Sekunde länger zu schonen, sobald sie in Antium wären. Ja, auf dem Landsitz! Wo auch immer dort: Ob auf dem Boden des atriums, auf einem Tisch im triclinum oder hinter einer Säule im Stehen. Ob liegend im Gras des Gartens oder knieend auf weichen Kissen. Ob zu Lande oder im Wasser der Lagune. ... Egal wo und wie. ... Wenn es sein musste, würden sie eben das gesamte Kamasutra auf- und ab lieben, denn Prisca wollte ihrem Gemahl keine Ruhe mehr zu gönnen, ehe nicht das Orakel der Sibylle erfüllt wäre …
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Aurelia Prisca

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RE: Antium | revisited 14.01.2019 08:15 Forum: Italia


Unbeirrt pflügte die Nordwind durch die Wellen des Meeres. Das Schiff durchbrach dabei die kleineren Wellen ohne Mühe und wog mit den Größeren - mal mehr mal weniger sanft - auf und ab. Ein fortwährender Tanz auf dem Wasser, der für gestandene Seeleute irgendwann zur Gewohnheit wurde während so mancher Passagier (bei diesem Geschaukel) alles andere als tanzen im Sinn hatte. Oder andere Dinge tun, wie zum Beispiel Prisca´s Vorschlag, welchen sie aber nur zum Spaß dahin gesagt hatte. Ihr werter Gemahl schien diesen Scherz allerdings missverstanden zu haben, denn seine Gesichtsfarbe schien noch einige Nuancen blasser zu werden angesichts der Vorstellung, es gleich hier auf dem Oberdeck zu "treiben".

"Aber mein lieber Gemahl, … natürlich nicht hier auf dem Schiff. Ich werde artig sein und mich in Geduld üben, bis du mich in gebührender Form nehmen kannst", zeigte Prisca sofort Einsicht und hielt schmunzelnd ihre Wange für den Kuss hin, den Gracchus ihr zum Trost schenkte. Aber dann kommst du mir nicht mehr davon! In Antium überall. Überall wo ich will hast du gesagt. Diese Aussage genügte Prisca vollends und dieses Mal würde sie ihren Ehemann nicht so leicht von seinen "Pflichten" los sagen, wobei Gracchus das wohl gar nicht vorzuhaben zu schien. War es gar die Aussicht, durch die Erfüllung des Kinderwunsches seiner Gattin, von weiteren ehelichen Pflichten entbunden zu werden? Seine Worte klangen zumindest überzeugend und zuversichtlich, sodass Prisca ab da keinerlei Zweifel mehr am baldigen Gelingen ihres sehnlichsten Wunsches hatte.

Züchtig faltete Prisca also die Hände wieder vor den Schoß zusammen (wie zum Zeichen ihres Keuschheitsgelübdes), um ihren Mann nun mit besorgter Miene zu betrachten: "Oh je mein armer Gemahl. Dieses Geschaukel scheint dich wirklich arg mit zu nehmen. Verzeih mir bitte, dass ich gerade nur das EINE im Kopf hatte, anstatt mich um dich zu kümmern. Soll ich dir etwas bringen? Vielleicht hilft es dir ja, wenn du deinen Blick auf die Küste am Horizont fixierst? Versuch es doch mal. Mir hilft das meistens und wir sind ja schon fast da. Sieh nur, dort in der Ferne! Ist nicht schon der Hafen?, begann Prisca in fürsorglich gemeinter Weise auf ihren Mann einzureden und in der festen Absicht, ihn höchstpersönlich zu hegen und zu pflegen. Im Augenblick war es wirklich das Wichtigste, dass sie so schnell wie möglich ihr Ziel erreichen würden. Allein schon wegen des desolaten Gesundheitszustandes meines Mannes. Nicht, dass Gracchus am Ende in Antium noch tagelang krank darnieder liegen würde. Nein! Nein auf keinen Fall dürfen wir das riskieren. Also keine Zeit verschwenden!, dachte Prisca und es drängte auch sie nach einer Antwort auf die Frage ihres Mannes, die gleichermaßen sehnsüchtig wie verzweifelt klang.

"Lyciscus! … Geh bitte zum Kapitän und frag ihn wie lange es noch dauern wird. Er soll alles in seiner Macht stehende tun, damit wir möglichst schnell den Hafen erreichen, ja?!", rief Prisca ihrem Leibwächter zu und drängte prompt zur Eile. Allerdings bedachte Prisca nicht die möglichen Auswirkungen auf den Zustand ihres Mannes und dessen Magen, falls der Kapitän tatsächlich ihrem Wunsch entsprechen könnte, indem er das Schiff noch härter am Wind segeln lassen würde. Am Ende wäre es jedoch egal, ob sie Antium nun früher oder später erreicht hätten, denn das eigentliche Ziel lag noch Meilen vor ihnen, bis sie endlich die Villa erreicht hätten. Und dann?! Dann wird mein sehnlichster Wunsch endlich in Erfüllung gehen! … davon war Prisca überzeugt.
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RE: Antium | revisited 02.01.2019 08:11 Forum: Italia


Wie ein Blitz aus heiterem Himmel hatte sich Prisca´s ganze Wut und Verzweiflung entladen. Nun ging es ihr besser. Zumindest ein wenig besser fühlte sie sich und es tat ihr auch nicht leid, dass sie ihrem Mann diese vorwurfsvollen Worte an den Kopf geworfen hatte. Schließlich hätte er doch längst erkennen müssen, was sie innerlich bewegte. Eine solche Fähigkeit schien Männern jedoch generell zu fehlen, oder welchen Grund sollte es sonst geben, dass sie eindeutige Signale - wie der Wunsch nach einem Kind - nicht erkannten. "Ich wusste nicht, dass du die Hoffnung hegst ein Kind zu gebären …" Na bitte, da lieferte Gracchus ja selbst den Beweis! Weshalb sie es nie erwähnt hatte? Pah! … erwartet er darauf allen Ernstes eine Antwort?, schnaubt Prisca mit grimmig zusammen gezogenen Augenbrauen und den Blick noch immer auf die endlose Weite des Meeres gerichtet.

In der nächsten Sekunde wanderten ihre Augenbrauen allerdings sprungartig nach oben und ihr Mund öffnete sich sukzessive immer weiter, während sie ihrem Gemahl weiter zuhörte.

Die Sibylle hatte ihr eine präzise Antwort gegeben? Eine präzise Antwort? Das soll eine präzise Antwort sein? Du meine Güte, wie mögen dann erst die unpräzisen Antworten der Sibylle aussehen?! Die Verblüffung stand Prisca buchstäblich ins Gesicht geschrieben und sie konnte es kaum glauben, dass Gracchus das Geschriebene so schnell und eindeutig hatte entziffern können: "Wie? Du … du … meinst, … da steht, dass ich … dass ich … DAS steht da wirklich? " Prisca war sprachlos beziehungsweise brachte sie gerade keinen vernünftigen Satz mehr heraus. Natürlich! Wer - wenn nicht ihr Mann - wäre prädestinierter dafür, solche Orakelsprüche zu deuten. Ich Närrin. Warum habe ich daran nicht gedacht? So einfach hätte ich es mir machen können, hätte ich ihm das Orakel schon eher vorgelegt. Ich hätte ja schwindeln können und sagen, dass es einer Freundin gehört.

Aber wer weiß für was dieser emotionale Ausbruch gut gewesen war, denn das Schicksal hatte es nun so gewollt, dass das Täfelchen der Sibylle ausgerechnet hier und heute ihrem Ehemann vor die Füße schlittern sollte, um ihm endlich die Augen zu öffnen. Endlich hatte er verstanden, dass sie sich nichts sehnlicher wünschte als ein Kind. So lange hatte es gedauert, viel zu lange und doch war es nicht zu spät, dass sich am Ende alles zum Guten wenden konnte. "Oh Gracchus ..ich …ich danke dir … ich danke dir von ganzem Herzen …", keuchte Prisca voller Freude und mit diesen Worten wirbelte sie herum und warf sich regelrecht an den Hals ihres Mannes. Auch auf die Gefahr hin, dass das Schwanken des Schiffes sie beide zu Sturz bringen könnte, war es Prisca in dem Moment egal denn sie würden bestenfalls nach hinten (und weich) auf eine Ladung mit Wolle landen, welche unter einer Plane verborgen auf dem Deck befestigt war.

"Oh mein geliebter Gemahl! … Wenn dieser - mein sehnlichster - Wunsch wirklich in Erfüllung gehen sollte, dann machst du mich zur glücklichsten Frau des ganzen Imperiums", versprach Prisca mit wispernder Stimme und ihre Augen sahen ihn verliebt und überglücklich an. Ihr Götter, habt ihr das gehört!! Gracchus hatte versprochen, dass er alles in seiner Macht stehende tun würde, auch wenn er seine Versprechen nicht immer zu halten pflegte (so wie bei dem kläglich gescheiterten Versuch sie zu lieben). Doch dieses Mal klangen seinen Worte sehr viel überzeugender und Prisca hatte keinerlei Zweifel mehr, dass er sie endlich schwängern würde. Denn wer weiß, vielleicht beflügelte seine Libido ja gerade die Aussicht darauf an, dass Prisca´s Fokus künftig ganz auf dem Kind liegen würde und nicht mehr auf ihn und der Erfüllung der ehelichen Pflichten. An Gelegenheiten (es miteinander zu treiben) würde es jedenfalls auf dem Anwesen nicht mangeln und Prisca ließ keinen Zweifel daran, dass sie jede Gelegenheit konsequent zu nutzen gedachte.

"Was meinst du, wollen wir es gleich hier auf dem Deck tun …?", sprudelte es scherzhaft aus Prisca heraus und kichernd bedeckte sie seinen Hals mit zärtlichen Küssen während sie sich verliebt an ihn schmiegte und ihre Finger sanft kraulend auf seinen Nacken legte. "Oder später am Strand, hinter einer Düne, … oder im Wasser der Lagune, … oder wo und wie auch immer du mich willst, verrate es mir und … ich werde dein sein! … Denn ich … liebe dich von ganzen Herzen!, flüsterte Prisca dabei weitere potenzielle Lokalitäten in Gracchus´ Ohr, die ihr so in den Sinn kamen und auch auf die Gefahr hin, dass ihm diese überschwängliche Lust eher Angst bereitete als seine Libido zu wecken, konnte Prisca in dem Augenblick einfach nicht anders als ihrem Mann zu zeigen, dass sie ihn aufrichtig liebte. Und deshalb liebkoste Prisca Gracchus mit dementsprechendem Elan so lange weiter (indem sie unter anderem versuchte an seinen Ohrläppchen zu knabbern), bis er sie wieder zur Vernunft mahnen- und ihren Zärtlichkeiten Einhalt gebieten würde.
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