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Thema: An- / Abwesenheiten
Herius Claudius Menecrates

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07.06.2020 17:22 Forum: Allgemeines


Ich habe lange vor mir hergeschoben, hier den Stand der Dinge zu posten. Schon alleine dieses Aufraffen ist mir schwer gefallen und erst Recht, hier adäquat Menecs Posten auszufüllen. Ich denke, ich komme in absehbarer Zeit nicht auf die Beine und somit ist es nur fair, Menec von seinen Pflichten (PU) zu entbinden.

Bitte schickt bei der Gelegenheit den Marsyas ins Exil.
Thema: [Subura] Die neue Station
Herius Claudius Menecrates

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RE: Kontrollgang - Dacharbeiten 27.02.2020 13:17 Forum: Roma


Sein Blick schweifte über die Deckenkonstruktion, bevor Menecrates im Augenwinkel das Herannahen des eben Gerufenen bemerkte. Er wandte sich Octavius zu und erwiderte dessen Haltung mit einem kleinen Nicken.

"Centurio Octavius", sagte er und das galt gleichzeitig als Gruß. "Ich wünsche eine kurze Zusammenfassung von Baufortschritt inklusive nennenswerter Ereignisse in Bezug auf den Bau als auch auf die Gesamtsituation hier im Viertel." Berichte lesen, kostete wertvolle Zeit und aktueller als hier, konnte er keine Neuigkeiten erfahren. Selbst wenn es rein gar nichts Nennenswertes gab, wäre auch diese Auskunft wertvoll.
Thema: [Subura] Die neue Station
Herius Claudius Menecrates

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Kontrollgang - Dacharbeiten 14.02.2020 15:12 Forum: Roma


Der Terminplan ließ es nicht zu, dass Menecrates wie zu Beginn der Bauphase annähernd täglich bei der Station vorbeisah. Mittlerweile waren auch die Soldaten, Handwerker und Hilfskräfte eingespielt und die Berichterstattung durch den verantwortlichen Offizier klappte auch zufriedenstellend. Trotz einiger Unwegsamkeiten, die Menecrates zu Ohren gekommen waren, wuchs die Station empor. Aktuell wurden Arbeiten am Dach ausgeführt.
Schon aus der Ferne zeichnete sich der neue Teil der Silhouette vor dem Winterhimmel ab. Die Dacharbeiten störten sich nicht an kühleren Nächten, denn nach Einbruch der Dunkelheit wurde nicht gearbeitet. Tagsüber erwärmte die Sonne strapazierte Schultern und Arme.
Als der Praefectus Urbi mit seinen Begleitern eintraf, begutachtete er zuerst die Dachkonstruktion. Er legte den Kopf in den Nacken und ließ den Blick entlang der Balkenkonstruktion wandern. Anschließend betrat er die Station und sah sich auch den Innenbereich an. Nach der persönlichen Inaugenscheinnahme verlangte es ihm nach einem Sofortreport.

"Centurio!", rief er und der Hall der Stimme wanderte durch die leeren Räume und Geschosse.
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Herius Claudius Menecrates

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RE: Report 01.02.2020 14:57 Forum: Principia


Menecrates hinterfragte sich zuweilen. Das geschah weniger als Unsicherheit als vielmehr aus Umsicht. Er wollte nicht aus Selbstgefälligkeit für betriebsblind gelten. Manche Neuerungen lehne er kategorisch ab, andere ließ er wiederum zu, wenn sie ihm sinnvoll erschienen. In wiefern die Teilnahme eines Abgesandten der Vigiles an einer Stabsbesprechung seiner Einheit sinnvoll war, würde sich zeigen müssen. Möglicherweise blieb diese Neuerung eine Einmaligkeit, eventuell verlagerte Menecrates zukünftige Besprechungen in die Praefectura, nicht auszuschließen war, dass die Gespräche konstruktiv verliefen oder aber an Eitelkeiten scheiterten. Auch die Zusammenarbeit der beiden Einheiten in dieser Castra verlief in der Vergangenheit mal gut und mal weniger zufriedenstellend. Solange Menecrates als Praefectus Urbi dem Reich diente, konnte er sich nicht beklagen.
Einmal auf das Thema gestoßen nahm sich Menecrates vor, in der Praefectura die Sammlung von Berichten in Auftrag zu geben, die unter die Rubrik Verfolgung und Aufklärung kleinerer Delikte während der Nachtstreife eingereicht wurden.
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Herius Claudius Menecrates

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RE: Report 18.01.2020 21:23 Forum: Principia


Tatsächlich hatte der Tribun noch ein Anliegen. Der Praefectus Urbi nahm die Schriftrolle entgegen und überflog sie, obwohl ihm der Inhalt im Großen und Ganzen bekannt war. Er achtete besonders auf den Wortlaut. Die Diskrepanz fiel ihm auf, doch die Thematik konnte nicht zwischen Tür und Angel erledigt werden, daher atmete Menecrates einmal tief durch, während er über einen Lösungsweg nachdachte.

"Tja, da sprichst du was an", sagte er schließlich und löste den Blick vom Papier. "Gerade im Hinblick auf die unliebsamen Vorfälle sollten wir unsere Stabsbesprechung kurzerhand erweitern - sowohl inhaltlich als auch personell. Ich möchte einen vom Praefectus Vigilum zu benennenden Stabsoffizier seiner Einheit bei der anstehenden Sitzung dabeihaben. Wir erörtern sowohl die aktuelle Lage als auch die allgemeine Situation. Natürlich fungieren die Soldaten der Vigiles zuweilen als meine Sicherheitspolizei, aber bevor ich das Pferd von hinten aufzäume, möchte ich einen aktuellen Bericht über die Häufigkeit und die Bandbreite ihres tatsächlichen Vorgehens gegen Straftäter. Tun sie bereits mehr als im Wortlaut erwähnt", er hob kurz das Papier, "dann müssen wir im Senat über eine Umformulierung der Lex beratschlagen. Aber alles der Reihe nach: zuerst die Berichterstattung. Anschließend müsste der Praefectus Vigilum zu Wort kommen." Menecrates stockte an dieser Stelle. Konnte ja sein, dass der sich möglicherweise über eine beschlossene Mehrarbeit seiner Einheit weniger freute. Vielleicht wurde diese Mehrarbeit aber längst gewissenhaft geleistet. Menecrates wusste es nicht einzuschätzen.
"Tu mir den Gefallen und kümmere dich darum, dass ein Vertreter der Vigiles an unserer Besprechung teilnimmt."
Thema: [Officium] Praefectus Urbi Herius Claudius Menecrates
Herius Claudius Menecrates

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RE: Report 12.01.2020 21:10 Forum: Principia


Einen Moment überlegte Menecrates, als die Frage nach dem Zeitraum für die Berichte kam. Natürlich interessierten in erster Linie die Berichten aktuelleren Datums, denn auf die zurückliegenden Ereignisse wurde ja bereits reagiert. Die neue Station gehörte zu den augenfälligsten Reaktionen Roms auf den Sklavenaufstand. Während der Praefectus Urbi im Geiste die Vorkommnisse noch einmal durchging, suchte sein Blick keinen Punkt, sondern eilte umher. Nur sein Körper verweilte unbeweglich, bevor er einmal aufatmete und sich offensichtlich zu einem Entschluss durchgerungen hatte.
"Solltest du auf Belege stoßen, die in den Zeitraum des Sklavenaufstandes fallen, dann bring sie zur Stabsbesprechung mit. Ich befürchte, wir haben kaum etwas in den Akten bzw. Händen, weil damals die Garde ermittelte. Wir wissen von Hinrichtungen, ja. Ich habe auch jede Menge mündliche Informationen vom damals ermittelnden Trecenarius erhalten, aber Worte sind Schall und Rauch. Wir benötigen Beweise und Fakten."
Er zeigte die leere Handfläche zum Zeichen, dass er an der Nützlichkeit seines Wissensschatzes zweifelte. "Wir brauchen Greifbares und vor allem Aktuelles. Manchmal werden aus Vermutungen erst Fakten. Wir werden sehen."

Er griff nach einer Wachstafel und wandte sich nochmals an Antoninus. "Ich bin über die Mittagsstunde in der Praefectura, komme aber vor Ende des Tages noch einmal her. Hinterlass mir eine Notiz, wenn du vorher eine Rücksprache benötigst, ansonsten sehen wir uns morgen bei der Besprechung." Er wartete, falls der Tribun noch etwas anderes zu besprechen hatte.
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RE: Report 06.01.2020 18:26 Forum: Principia


Menecrates ließ sich den Vorschlag durch den Kopf gehen, wiegte dann aber selbigen. "Ich schlage vor, du selbst sprichst in der Kanzlei vor. Du kannst dort gern erwähnen, dass du die Angelegenheit mit mir erörtert und meine Unterstützung hast. Ich halte es für wesentlich besser, wenn Informationen auf möglichst kurzem Weg ließen. Ereignisse, wo man erklären muss, sie von jemandem gehört zu haben, dessen Zuträger im schlimmsten Fall ebenfalls Zuträger ist, verlieren an Reinheit. Viele Zungen verändern mehr an den Inhalten als wenige. Zumindest besteht die Gefahr dabei." Ob Antoninus mit der Entscheidung glücklich war, musste sich zeigen. Menecrates sah sie als die Beste an.

"So, dann wollen wir mal." Mit diesem Worten erhob er sich und ging zum Tagesgeschäft über. "Ich möchte den Punkt der Christengefahr in unserer Stabsbesprechung erörtern. Ihn vorzuziehen, wenn ein Teil des Stabes fehlt, wäre Zeitverschwendung, weil wir uns dann wiederholen müssten. Dein Hinweis auf Berichte ist natürlich gut!" Menecrates hob die Hand und führte Daumen und Zeigefinger in einer lobenden Geste zusammen, bevor er die Tür zum Vorzimmer öffnete.

"Sind die angeforderten Aufzeichnungen zur Stabsbesprechung in Bezug auf die Christen bereits eingegangen?" Das sollten sie, aber manchmal blieben Dinge in der Fülle der Verpflichtungen auf der Strecke. Der Unteroffizier schüttelte den Kopf. "Dachte ich es mir", murmelte Menecrates, schloss die Tür und wandte sich an seinen Tribun. "Geh lieber dieser Angelegenheit noch einmal nach, bevor wir schlecht vorbereitet in die Besprechung gehen. Ich habe zwei Offiziere der Garde eingeladen."
Thema: [Officium] Praefectus Urbi Herius Claudius Menecrates
Herius Claudius Menecrates

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RE: Report 27.12.2019 21:22 Forum: Principia


"Tja, also … Antoninus." Menecrates wählte die vertraute Anrede, da das Gespräch eher einer privaten Unterredung glich. Dienstliche Belange besaßen anderen Inhalt.
"Du siehst mich etwas ratlos. Entweder bin ich der falsche Gesprächspartner oder hier ist dafür der falsche Ort. Wir könnten darüber in der Villa Claudia philosophieren oder du trägst dein Wissen in der Kanzlei vor. Du weißt, wie ich, dass wir aktuell in Rom eigenen Problemen hinterherlaufen. Die Christen beschäftigen uns nicht erst seit dem Rednerwettbewerb. Sie galten auch schon beim Sklavenaufstand als maßgeblich beteiligt und wurden zu Hauf hingerichtet. Ich plane dazu eine Stabsbesprechung."
Zuerst sprach Menecrates seine Ratlosigkeit an, jetzt spiegelte sie sich auf seinem Gesicht. Vermutlich hätte er viele andere Personen nun zum Gehen aufgefordert, aber da ihn und den Tribun mehr als nur diese Einheit verband, gestand er seinem Gesprächspartner Zeit und Aufmerksamkeit zu. Er wusste schlicht auch gar nicht, was sich Antoninus von ihm und dem Gespräch erhoffte.
Thema: [Officium] Praefectus Urbi Herius Claudius Menecrates
Herius Claudius Menecrates

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RE: Report 21.12.2019 20:25 Forum: Principia


Menecrates' Augenbrauen rückten ein wenig höher. Er brauchte zwei, drei Augenblicke zur Verarbeitung, bevor er mit einem uneindeutigen "Hmm..." antwortete. In seinem Kopf geisterte vieles herum, allerdings trug keines der Spickzettelchen den Hinweis 'Britannien'. Seine rechte Hand strich vom Ohrläppchen zum Kinn, griff kurz in den Bart und sank anschließend hinab. Antoninus galt als guter Gesprächspartner, daher nahm er die Anmerkung ernst. Gleichzeitig passte das Thema so gar nicht in sein Konzept.

"Wie, bei den Göttern, kommst du auf Britannien?", entfuhr ihm. Es musste irgendeinen Grund geben, spekulierte er. Seine Hand wies auf einen Stuhl. "Nimm Platz. Es kann länger dauern, ich habe auch noch einiges zu besprechen." Menecrates steuerte den zweiten Stuhl an und ließ sich nieder. Sein Blick ruhte auf seinem Tribun und Klient.
Thema: [Officium] Praefectus Urbi Herius Claudius Menecrates
Herius Claudius Menecrates

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RE: Report 15.12.2019 17:51 Forum: Principia


Die Stabsbesprechung stand an, in der Praefectura wartete man auf Menecrates und es gab diverse unerfreuliche oder gar besorgniserregende Vorkommnisse in Rom wie den Eklat beim Rednerwettstreit. Langeweile herrschte nie. Mitten im Sortieren der Wachstäfelchen, deren Reihenfolge er kurzerhand umwarf, ohne sie zuvor mit seinem Sekretär zu erörtern, trat Antoninus ins Officium.

Menecrates blickte auf und ein kleines Lächeln huschte über sein Gesicht.
"Ein guter Morgen, oder?" Das stimmte zwar nicht ganz, aber wenn man sich die Dinge schönredete, verloren sie an Hässlichkeit. "Grüß dich, Tribun Antoninus! Was hast du im Gepäck?" Menecrates richtete sich auf und wartete ab, ob der Tribun ein Anliegen vortrug, etwas ausrichten wollte oder sich nur vor dem Dienst zum Gruß meldete..
Thema: [Exedra] Stabsbesprechung der Cohortes Urbanae
Herius Claudius Menecrates

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Sitzungsthema Christen 21.11.2019 16:32 Forum: Principia


Eine Reihe von Punkten stand auf der Tabula für die kommende Stabsbesprechung, allerdings kam kurzfristig ein neuer hinzu, der womöglich wenig Raum für die übrigen lassen würde. Häufig genug traf Menecrates als einer der Letzten ein, nur heute verhielt es sich anders. Er stand mit dem Rücken zum Tisch, blickte nachdenklich zu Boden und rieb sich die Stirn, bevor er mit Daumen und Zeigefinger die Nasenwurzel massierte. Sein Kopf schmerzte ein wenig. Die Gedanken kreisten.

Als sich Schritte näherten, drehte er sich zur Tür, um den oder die Offiziere grüßen zu können.
Thema: Der Wettstreit der Rhetoren - die Rückkehr der Redenschwinger
Herius Claudius Menecrates

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RE: Der sechste Kandidat: Philo von Amastris 19.11.2019 17:16 Forum: Roma


Zitat:
Original von Gaius Iulius Caesoninus
Natürlich habe ich etwas dienliches beizutragen, ich muss sogar! Immerhin zählt das zu den Pflichten meines Amtes als Tresvir Capitales!“ meinte Caesoninus halb gekränkt und lief dann trotzdem los zum Offizier für dessen...“Einweisung“.
Er würde sowieso das machen was er am besten hielt, immerhin war er Amtsträger und kein namenloser Soldat den man herumkommandieren konnte.

Menecrates konnte den Tresvir nicht genügend in Bezug auf Verfolgungen einschätzen, auch wenn er ihn kannte. Ihm fehlte sogar jede Vorstellungskraft diesbezüglich, aber letztlich befand er die Hilfe für dienlich und die Gefahr, dass etwas schief ging, für gering. Auf den Bericht war er schon jetzt gespannt.

Der befehlshabende Centurio gab den Befehl zur Ergreifung der Rednerin, noch bevor diese endete, aber offensichtlich nicht zeitig genug. Glaubte, ja hoffte er doch, die Rede würde gegen Ende noch eine Wendung nehmen und bestenfalls als Provokation die Menge wachrütteln. Leider weit gefehlt.
"Christen!", böllerte er abfällig und spukte aus. Der Geschmack im Mund wurde eklig, was die nachfolgenden Worte einfärbte.
"Ergreifen!" Sein Arm wies in die Richtung, zu der sich die Rednerin wandte. "Straßen sperren!" Der Plan versprach Erfolg, aber die Anzahl der aufgestellten Sicherheitssoldaten umfasste nicht so viele, dass dem Befehl umfänglich nachgekommen werden konnte. Die Männer sollten für die Sicherheit auf der Rostra sorgen und nicht zusätzlich für das gesamte Umfeld. Außerdem musste ein Teil auf Position bleiben, um die Veranstaltung weiterhin abzusichern.
Der Centurio konnte die Frau in der Menge nicht mehr ausmachen. Vielleicht wurde sie von einzelnen Zuschauern erkannt, aber die Bestürzung ließ keinen handeln. Einzig die Fluchtrichtung zeigten sie den herbeieilenden Urbanern an, die sich immer weiter von den Tribünen entfernten und eine Menge zurückließen, die sich zwar schwerfällig, aber in Teilen dem fortgesetzten Programm der Veranstalter widmeten. Tuscheln störte die Aufmerksamkeit. Die meisten Besucher der Veranstaltung konnten sich nicht mehr auf den Fortlauf konzentrieren.
Thema: Der Wettstreit der Rhetoren - die Rückkehr der Redenschwinger
Herius Claudius Menecrates

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RE: Der sechste Kandidat: Philo von Amastris 17.11.2019 14:58 Forum: Roma


Zitat:
Original von Gaius Iulius Caesoninus
"Verzeiht diesen Zwischenfall, aber Senator Claudius Menecrates, ich erbitte kraft meines Amtes umgehend deine Beihilfe mit den Urbanern bei der Ergreifung dieser Frau. Sie hat durch ihre Worte deutlich gemacht, dass sie zu genau der gleichen Gruppe gehört, die kürzlich erst den Tempel des vergöttlichten Claudius geschändet haben! Sie muss umgehend verhaftet und verurteilt werden!"

Es gab wenig, was Menecrates' Gesichtszüge entgleiten ließ, denn er hatte bereits in jungen Jahren gelernt, sich zumindest rein äußerlich zu beherrschen. Gleichzeitig gab es Säulen, die seine Weltanschauung trugen und eine davon schien immer mehr zu schwanken, je länger diese Frau auf der Rostra stand und lästerte. Sein Mund klaffte auf, seine Augen weiteten sich. Für Momente hielt ihn das Entsetzen gefangen, denn - anders als im Krieg - überwog hier und heute bislang das Interesse und nicht die Vorsicht samt Misstrauen. Sein persönlicher Part beinhaltete zudem aktuell nicht die Wahrung der öffentlichen Sicherheit, sondern er fungierte als Preisrichter. Es dauerte ein wenig, aber dann wechselte er mit dem Gesichtsausdruck seine Rolle: Der Preisrichter verschwand und der Praefectus Urbi trat hervor. Sein Blick suchte die Position des verantwortlichen Offiziers, wenngleich jener bereits Befehle erteilte und die Urbaner losschickte, bevor der Praefectus den Arm hob und seinerseits den Befehl zum Einschreiten gab. Wie gut, dass Einsätze auch ohne ihn funktionierten.

Unmittelbar danach eilte Iulius Caesoninus herbei und fand einen noch immer erschütterten Menecrates vor, dessen Kiefer aufeinandergepresst einen starren Gesichtsausdruck bewirkten.
"Wenn du etwas Dienliches beitragen kannst, dann stell dich dem befehlshabenden Offizier zur Verfügung", presste Menecrates hervor. "Aber bitte keine Alleingänge, lass dich einweisen."


Sein Blick suchte seine Preisrichterkollegen.
"Wie konnte es passieren, dass diese Frau anstelle des angekündigten Redners auf die Rostra tritt?" Die Frage zeigte seine Ratlosigkeit. Zweifelsfrei würden erst die Ermittlungen eine Antwort darauf geben. Wurde getrickst? Wo lag die Nachlässigkeit?
Thema: Posteingang
Herius Claudius Menecrates

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RE: Herius Claudius Menecrates 17.11.2019 14:31 Forum: Allgemeines


Ohja, da kam doch einiges an privater Post an, nachdem ich meinen Posten im An-/Abwesenheitsforum zur Diskussion gestellt habe. Danke an alle! Antworten kann ich nur stückweise.

Ich versuche, am Montag was zu fabrizieren. Gracchus, vielleicht schreibst du noch mal bis dahin?
Thema: An- / Abwesenheiten
Herius Claudius Menecrates

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07.11.2019 10:20 Forum: Allgemeines


Mir ist bewusst, dass ich meinen Posten nicht gut ausfülle und das drückt mich erheblich. Daher möchte ich heute ganz öffentlich darüber entscheiden lassen, was mit dem Posten des Praefectus Urbi weiter geschehen soll.

Zu meiner Situation: Es gab noch ein paar Rückschläge und nun möchte mich die Krankenkasse in eine "Reha vor Rente" drücken. Hinzu kommt, dass einer eng befreundeten Familie der Hund gestohlen wurde, was mich weder fröhlich stimmt noch unbeschäftigt lässt. Ich helfe beim Recherchieren mit, wo ich kann und die realen Katastrophen wiegen einfach schwerer als die Pflichten in einem Spiel.
Thema: Der Wettstreit der Rhetoren - die Rückkehr der Redenschwinger
Herius Claudius Menecrates

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RE: Der fünfte Kandidat: 07.11.2019 10:16 Forum: Roma


Menecrates linste zuweilen nach rechts und nach links. Keiner der anderen Preisrichter ließ sich eine persönliche Vorentscheidung anmerken. Daher bemühte sich der Praefectus, jedem Redner den weitestgehend gleichen Applaus zu spenden, um auch sein Urteil nicht im Ansatz erkennen zu lassen.
Ein neuer Redner trat an. Menecrates fragte sich, ob denn überhaupt eine Gleichbewertung möglich war, wenn die Richter beim ersten Kandidaten frisch und unvorbereitet waren, bei den folgenden das Abwägen zu den bereits gehörten Vorträgen nicht ganz abstellen konnten und schlussendlich irgendwann vielleicht an Konzentration verloren. Hin wie her, es galt das Beste daraus zu machen.
Thema: [Subura] Die neue Station
Herius Claudius Menecrates

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RE: Die neue Station - Rohbau/1. Etage 27.10.2019 17:54 Forum: Roma


Im Normalfall pendelte Menecrates zwischen der Praefectura Urbis und der Castra Praetoria. Seit Beginn der Bauarbeiten an der neuen Station kam er tageweise in Bedrängnis, alle drei Anlaufstellen gleichermaßen abzuarbeiten. Deswegen kommandierte er zuweilen von der Station aus, was ansonsten in der Castra stattfand - tageweise natürlich und nicht im Dauerzustand.

"Centurio Octavius", forderte er den Genannten auf heranzutreten. Er wartete, bis dieser vorschriftsmäßig grüßte, denn auf diese Schwachstelle achtete der Praefectus Urbi zuletzt im Besonderen, dann fuhr er fort. "Bei Rückkehr in die Castra, richte meiner Administration aus, sie sollen für die nächste Stabsbesprechung einen Tribun der Garde einladen. Vielleicht übernimmst du dann gleich die Überbringung der Einladung. Als Termin ist PRIDIE NON NOV DCCCLXIX A.U.C. (4.11.2019/116 n.Chr.) vorgesehen. Und habe außerdem ein Auge darauf, dass unsere Soldaten nicht allzu überschwänglich in der Taberna feiern." Er wies mit dem Kopf Richtung der Taverne zum blinden Esel. Ein schauriger Name, wie er fand.

Zu weiteren Aussagen kam er nicht, weil ein Schrei erklang. Sein Kopf ruckte herum und er erblickte ein lädiertes Gerüst. Was es zum Einsturz gebracht hatte, konnte er nicht auf Anhieb erkennen. Das musste untersucht werden. Stöhnen und Fluchen drangen an sein Ohr, bevor hinzueilende Soldaten ihm die Sicht nahmen.
Thema: Der Wettstreit der Rhetoren - die Rückkehr der Redenschwinger
Herius Claudius Menecrates

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weitere Kandidaten 21.10.2019 14:05 Forum: Roma


Die Rede des Valerius Flaccus fiel gut aus. Der Redner hatte Applaus verdient, auch wenn er nicht Menecrates' Sympathie besaß. Momentan lag er vorn. Ob der nächste Kandidat die Möglichkeit besaß, sich an die Spitze zu setzen, konnte der Claudier vorab nicht einmal vage einschätzen, weil er Quintilius Luscus nicht kannte. Alleine diese Tatsache erhöhte die Spannung.
Der Anfang des Vortrags packte Menecrates noch nicht, aber Quintilius steigerte sich. Als der Ausruf 'Roma Victrix!' erklang, berührte er sogar das Herz des alten Soldaten. Für Menecrates stand fest, selbst wenn er einmal nicht mehr aktiv im Militärdienst stand, würde sein Herz immer in diesem Takt schlagen. Ein wenig nachdenklich verfolgte er den Rest der Rede. Sie war gut, ohne Zweifel. Sie berührte ihn auf eine andere Weise als die des Valeriers und leicht würde es nicht fallen, eine der beiden zu favorisieren, weil sie unterschiedliche Stärken besaßen. Menecrates ließ beide in sich nachhallen, wenngleich die Letzte allein vom Ablauf her präsenter als die Vorangegangene war. Er spendete Applaus, während die Gedanken kreisten.
Er konnte sich die Versonnenheit leisten, weil er nicht für den weiteren Ablauf verantwortlich war und so lange keine Aufforderungen erklangen, gab er sich den Abwägungen hin.
Thema: Der Wettstreit der Rhetoren - die Rückkehr der Redenschwinger
Herius Claudius Menecrates

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RE: Der zweite Kandidat: Tiberius Valerius Flaccus 16.10.2019 21:54 Forum: Roma


Die Redekünste des ersten Kandidaten kannte Menecrates bereits aus den verschiedensten Situationen. Das Thema allerdings bildete eine Überraschung und so sah der Praefectus Urbi diesem ersten Beitrag gespannt entgegen. Er fühlte sich angesprochen - wie wohl jeder der römischen Zuschauer. Mit Traditionen, Tugenden und dem Lobpreisen des Reiches erwarb man sich immer seine Wohlwollen. Einzig die Behauptung, jedes Volk müsse sich glücklich schätzen, römischen Standard übernehmen zu können, löste Zweifel aus. Die germanischen Barbaren legten nur bedingt Wert auf Zivilisation und Fortschritt. Sie klebten ebenfalls an ihren Traditionen, was ihnen Menecrates nicht einmal verübeln konnte, weil er selbst an Traditionen hing. Sein Verständnis hielt sich dennoch in Grenzen, weil er germanische Traditionen für primitiv und rückständig hielt.
Der Rede tat dies aber keinen Abbruch und so spendete er Applaus für diese erste Darbietung.

Den zweiten Kandidaten kannte Menecrates ebenfalls: Valerius Flaccus. Bei ihrer letzten Begegnung hatte der alte Claudier den Valerier aus seinem Hauses komplimentiert, weil er dessen Auftreten als unverschämt empfand. Persönliche Vorlieben und Abneigungen durften heute jedoch keine Rolle spielen, denn als Preisrichter musste Menecrates neutral und unparteiisch sein. Er räusperte sich einmal und harrte der Dinge, die kommen sollten.
Thema: Der Wettstreit der Rhetoren - die Rückkehr der Redenschwinger
Herius Claudius Menecrates

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RE: Das Spektakel beginnt 11.10.2019 12:52 Forum: Roma


Menecrates verabscheute Hektik und doch gehörte sie seit längerem zu seinem Alltag. Einzig an diesem Tag hatte er sich alle Termine vom Leib gehalten, was ihn zu einer fatalen Gemütlichkeit verführte. Als er zum Aufbruch endlich hergerichtet war, musste er feststellen, dass auf dem Weg zur Rostra wieder die Hektik an seiner Seite weilen würde, denn nichts wäre peinlicher gewesen als eine Ankunft, nachdem bereits die Preisrichter vorgestellt waren. Und so kam es, dass die Sklaven die Sänfte im Laufschritt und unter zeitweiligem Wechsel der Träger zum Zielort beförderten. Ein wenig übel in der Magengegend und mit verrutschter Toga entstieg Menecrates, wobei er sich erst einer Korrektur des Äußeren unterziehen musste, bevor er zur kleinen Tribüne schritt. Er verabscheute die großen Auftritte und doch wirkte es so, als suchte er genau dieses, weil er als einer der letzten eintraf, nachdem bereits die meisten Ehrengäste saßen und die Zuschauer einen Stehplatz gefunden hatten.

Er grüßte mit Kopfnicken das kleine Gremium und nahm Platz. Sein Blick suchte die unauffällig platzierten Urbaner, die - wie bei jedem größeren Ereignis - für die Sicherheit aller sorgten. Da er deren Positionen kannte, fiel der Kontrollblick kurz aus, während bereits Fanfarenstöße erklangen. Er atmete einmal tief durch und konzentrierte sich auf einen wahrhaft fetten Mann, den allseits bekannten Ausrufer.
Als er vorgestellt wurde, erhob er sich kurz. In winziges Heben des Mundwinkels zeigte dem aufmerksamen Beobachter, dass der heutigen Aufgabe des Praefectus Urbi mehr Vergnügen als Pflicht innewohnte. Im Allgemeinen zierte Ernsthaftigkeit sein Gesicht. Ein wenig verstärkte sich der Anflug eines Schmunzelns, als er den Teil seiner Vorstellung vernahm, wonach er mit dem Wort Gegner zum Schweigen bringen könne. Dessen war sich Menecrates nicht so sicher, wohl aber mit der Waffe. Zumindest kämpfte er weniger gern mit der Zunge. Er nahm Platz und nickte dem nachfolgend vorgestellten Preisrichter, Flavius Gracchus, zu, der das Gremium komplettierte.
"Nun denn…"

Er wandte den Blick nach vorn, freute sich über den Applaus, weil er Vorfreude und Interesse am Ereignis mitteilte und suchte noch einmal nach bekannten Gesichtern in der Menge. Irgendwo mussten auch seine Familienmitglieder sein. Er suchte nach winkenden Händen oder einem geschwenkten Tuch, was aufmerksam machen sollte, fand aber auf Anhieb kein Ziel. Daher hob er zum Gruß an alle noch einmal die Hand, ließ sie sinken und lauschte anschließend den Worten des Flavius Gracchus sowie der Verkündung der Wettbewerbsteilnehmer. Er kannte nicht alle, aber die meisten von ihnen.
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