Ludi Victoriae Augusti

  • Es sollte nur ein kleines Rennen werden. Ein bescheidenes Rennen. Und es sollte ein Neuanfang sein. Mit jungen, hungrigen Leuten die an die goldenen Tage domitianischer Factiones anknüpfen sollten. Schon nächste Woche... Dolabella seufzte als er mit der Sänfte zum Stadium getragen wurde um die Vorbereitungen zu beäugen.


    Sim-Off:

    Wer möchte kann gerne mitposten. Das Rennen findet bald statt.

    Einmal editiert, zuletzt von Spurius Tiberius Dolabella ()


  • DIE
    SOCIETAS REI EQUARIAE ITALIANA
    PRÄSENTIERT


    WAGENRENNEN
    ALS FESTSPIELE DER JUGEND


    ANLÄSSLICH IHRER GRÜNDUNG.


    GEFEIERT WERDEN IM STADIUM DOMITIANI DIE
    LUDI VICTORIAE AUGUSTI
    ZU EHREN UND ZUM GEDENKEN DER SIEGE
    UNSERES GELIEBTEN KAISERS


    VORRAUSSICHTLICHES STARTERFELD
    ...
    VI. RENNEN
    Aretas (Factio Purpurea)
    Pheidon (Factio Purpurea)
    Perikles (Factio Albata)
    Sotion (Factio Aurata)
    Menaechmus (Factio Purpurea)
    Keraunos (Factio Purpurea)
    Publius Gutta (ohne Factio)
    ...
    XII. RENNEN
    Tolimedes (Factio Veneta)
    Proteneas (Factio Russata)
    Pigor Secundus (Factio Albata)
    Amasis (Factio Russata)
    4 Qualifikanten aus Rennen VI

    Einmal editiert, zuletzt von Spurius Tiberius Dolabella ()

  • Keraunos hatte Lupus schon bei der Gründungsversammlung der Societas gesehen und wandte sich an diesen um näheres über seine Pferde zu erfahren

    "Verzeiht, Herr. Ich bin Keraunos, Lenker der Purpurea. Spurius Dolabella ist mein Herr. Er kaufte zwei Pferde aus eurer Zucht, ich habe die Ehre sie führen zu dürfen."

  • Die Hektik der Vorbereitungen hatte begonnen.Für die Pferde in den Stallungen war es ungewohnt. Einige wurden unruhig. Aretas wollte nach seinem Gespann sehen. Die Neuzuteilung war noch nicht angelaufen, also kümmerte er sich um sein altes. Draußen hatte er einen Fremden gesehen, der ziellos durch das Hippodrom lief. Seiner Kleidung nach ein Römer. Keraunos schien es gerochen zu haben und kannte ihn scheinbar noch dazu. Um was es ging konnte Aretas nicht hören, aber so wie er Keraunos einschätzte, sollte der Römer sich in acht nehmen. Keraunos war listig und hatte eine flinke Zunge. Aretas schmunzelte, wandte sich seinem Wagen zu und besah sich den Bezug. Das Leder brauchte Pflege sonst wurde es spröde. In einer Nische standen einige kleine Töpfe. Aretas nahm sich einen. " MMHHH....das feinste was es zur Zeit gibt." Die Nase rümpfend,hielt der den Topf ein Stück weg." Bei dem Geruch ist es kein Wunder, das die Pferde dann schneller laufen." Für einen Moment überlegte er, stellt den Topf ab, zog sich seine Tunika aus und hing sie über eine der Boxenwände. Sie musste nicht nach dem elenden Zeug stinken.
    Mit einem Stofffetzen begann er das Fett erst auf dem Leder zu verteilen, den Fetzen zu einem kleinen Ballen geformt , rieb er es ein. Ein Schweißtreibende Arbeit. Die ersten Schweißperlen glänzten auf seiner Stirn. Was sich um ihn herum abspielte nahm er nur im Unterbewußtsein wahr, die Arbeit verlangte seine ganze Aufmerksamkeit.

  • Ja, ich erinnerte mich an die Pferde, die ich Dolabella verkauft hatte. Es waren zwei prächtige Tiere gewesen, kräftig und schnell.
    "Salve", begrüßte ich den Sklaven höflich, wie es meine Art war. "Du wirst si führen? Für welche Factio fährst du denn?"

  • "Nach dem Willen meines Herren Spurius Dolabella im sechsten Rennen für die Purpurea. Wir..."


    er sah sich verstohlen um


    "...planen großes und werden langfristig erfolg haben."

  • Beim Einkaufen hatte ich ´nen Aushang gesehen, auf dem dieses Wagenrennen angekündigt worden war, von dem der Fremde gesprochen hatte, den ich vor einigen Nächten in der Subura getroffen hatte. Das Wagenrennen hatte ich schon fast wieder vergessen, wären mir da nicht zig Leute über den Weg gelaufen als ich mal wieder auf dem Markt war, die ganz versessen darauf waren, zum Stadium Domitiani zu kommen. Da erinnerte ich mich wieder und folgte ihnen einfach. Echt, ich musste ganz schön bescheuert sein! Wenn Sermo das rauskriegte, dass ich zu ´nem Wagenrennen gegangen war, dann riss er mir die Rübe ab!
    Da stand ich nun vor diesem riesen Kasten. Irgendwie schaffte ich´s dann auch reinzukommen. Aber ich wollte mir ja nicht das blöde Rennen anschauen, eigentlich wollte ich nur dahin, wo die Pferde untergebracht waren, auch Stall genannt.
    Ich weiß nicht wie ich´s geschafft hatte, aber nachdem ich ein bisschen rumgeschnüffelt hatte und einen auf wichtig gemacht hatte, hatte mir doch glatt einer von der Aufsicht geflüstert, wie ich zu den Ställen kam. Echt netter Zug!
    Allerdings war ich dann auch nicht schlauer, als ich unten in den Ställen angekommen war. Ein knorriger Alter fauchte mich von der Seite an und wollte wissen, was ich hier wollte. Tja, ehrlich gesagt, hätte ich das auch mal gerne gewusst!
    "Ich suche einen. Einen von den Stillburschen. Ich soll hier was abgeben." Na ja, die Welt hatte auch schon bessere Ausreden gesehen. Der Alte guckte mich an. "Und, hat der auch einen Namen, dein Stallbursche?", fragte er barsch. "Nö!," gab ich wahrheitsgemäß zur Antwort.

  • Der Bitte des Tiberers folgend erschien die Aurelia am Tag der Spiele pünktlich im Stadium Domitinai. Getragen wurde sie heute ausnahmsweise und quasi inkognito in einer tiberischen Sänfte, welche Dolabella freundlicherweise wegen ihr zur villa Aurelia hatte schicken lassen. Prisca war ein wenig aufgeregt und sie fühlte sich durchaus geehrt heute die Auslosung vornehmen zu dürfen, wenngleich diese Aufgabe nicht allzu schwer oder gar anspruchsvoll sein sollte. Dem Anlass entsprechend trug die junge Patrizerin heute ein prunkvolles, blendend weißes Kleid das mit filigranen Ornamenten aus Goldfäden bestickt war, dazu ein feines güldenes Geschmeide bestehend aus Armreifen, Halsreif und einem aufwändigen Diadem, welches das kunstvoll hochgesteckte Haar schmückte. Ein betörender Duft aus Rosenblüten umgab die junge Aurelia zudem wie eine Aura und einzig bei der Schminke hatte sie (bis auf die Betonung der Augen und Lippen) wie immer nur wenig aufgetragen, da es - bis auf ein paar leichter Sommersprossen auf der Stirn, und um die Nase herum - zum Glück (noch) nicht viel zu kaschieren galt.


    Am Ziel angekommen entstieg Prisca gut gelaunt dem patrizischen Fortbewegungsmittel und mischte sich mit ihrem Gefolge unter die anwesenden Zuschauer während einer der Träger sofort davon eilte, um Tiberius Dolabella von ihrer Ankunft zu unterrichten.


  • I. RENNEN


    Das erste Renn war vom Dreikampf der Teilnehmer von Praesina, Aurata und Veneta geprägt und bekam durch einen Unfall in Runde 4 bei dem zwei der Wagen derart zusammenkrachten, dass der Fahrer der Veneta in hohem Bogen und mit gebrochenen Beinen auf die Ehrentribüne geschleudet wurde seinen besonderen Reiz. Die Tribüne war zu diesem Zeitpunkt noch nicht besetzt was als Wunder der Götter gedeutet wurde. Es gewann Appius Moxitiles mit dem Afrikaner Blanco von der Factio Praesina.

  • Während die Ehrentribüne von den Habseligkeiten und vom blauen Blute gereinigt wurde erhielt Dolabella, der dies beaufsichtigte, die Nachricht von der Ankunft Aurelia Priscas der er prompt entgegeneilte.


    "Welche Freude"


    begrüßte er sie während das Gröhlen der Menge andeutete wie spannend das zweite Rennen verlief


    "Darf ich Dich zur Meta geleiten? Die Auslosung soll dort stattfinden."

  • Ich hätte es ja ahnen können, war definitiv die falsche Antwort. Der Alte war verärgert. Er hatte längst meinen Plan durchschaut und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis er mich wieder an die frische Luft setzen ließ. "Du verschwindest jetzt besser!" Er winkte einen seiner Helfer herbei, nachdem er das gesagt hatte. "Aber, aber ich muss zu ihm! Ich hab was, was ich ihm geben soll! Bitte, mein dominus schlägt mich zu Brei, wenn er erfährt, dass…", jammerte ich. Und ich war echt stolz auf meine schauspielerischen Leistungen! Der Druck auf die Tränendrüse wirkte bei dem Alten, er gab seinem Helfer ein Zeichen, damit er noch einen Moment wartete, bevor er mich raus warf.
    "Wenn du nicht einmal seinen Namen kennst, Mädchen, wie willst du ihn dann finden?", fragte er mich. Das war eine verdammt gute Frage! "Ich , ich weiß wie er aussieht! Bitte, wenn ich mich mal umschauen dürfte. Wenn ich ihn nicht finde, dann bin ich gleich wieder weg! Ehrlich!" Mit meinem Hundebabyblick, bei dem schon mehr Leute einfach so dahin geschmolzen waren, schaute ich den Alten an, der dann schließlich doch nachgab. "Na schön! Aber beeil dich. Wenn ich dich später noch hier herum lungern sehe, lass ich dich hochkant rauswerfen!"
    Das ließ ich mir nicht zweimal sagen! Ich bedankte mich noch artig und dann machte ich mich auf die Suche nach meiner nächtlichen Begegnung. Aber schon bald merkte ich ,dass es gar nicht so einfach war, hier jemanden zu finden, dessen Namen man nicht einmal kannte.
    Enttäuscht machte ich mich auf den Rückzug. Wieso war ich jetzt nur so geknickt? Wegen dem Kerl etwa? Ich kannte den doch nicht einmal und besonders nett war er auch nicht zu mir gewesen.

  • Das Geschirr über die Schulter gehangen kam Aretas aus einer der Boxen. Er trug mittlerweile seine purpurne Tunika. Sein Lederkorsett, die Bandagen für die Beine, das Messer und den Pilleus (Sturzhelm) hielt er in den Händen. Wen rannt er da fast über den Haufen ? Das kleine Hühnchen, mit dem er sich vor ein paar Tagen rum geärgert hatte. "Pass doch auf." Murrend hiefte er das Geschirr wieder auf seine Schulter. " Sag mal was machst du denn hier. Die Rennen haben schon begonnen. Ich muss ein Gespann vorbereiten und habe nicht viel Zeit. Du kannst mir helfen, hier halte das Zeug. " Er drückte ihr den Helm, das Lederkorsett und die restlichen Sachen in die Hände, ging in die Box und legte dem ersten Pferd die das Halfter an.
    " Das Gespann ist für das 6. Rennen." erklärte er beiläufig.
    "Bist du gut nach Hause gekommen, gab es mit deinem Dominus keinen Ärger." fragte er um endlich zu erfahren warum sie eigentlich hier war.

  • Wirklich dumm von mir, später wenn ich wieder zu Hause war, einen Anschiss von Sermo zu riskieren! Und warum das alles? Wegen so einem blöden.. "He, pass doch selber auf!", murrte ich zurück. Der Tag war eh gelaufen und jetzt rannte mich so ein bescheuerter… "Aber… aber öhm, das bist ja du! Un du bist ja gar kein Stallbursche! Was ich hier mache? Du fragst mich was ich hier mache?" Das war ja noch schöner, erzählte mir was vom Pferd, benutze mich dann noch als Ablage für sein ganzes Zeug. Und das Zeug war schwer! "Ja, super, ich hab vergessen, mir für heute frei zu nehmen," meinte ich ironisch. Mann, war der schwer von Begriff? Nur wegen ihm riskierte ich gerade ´ne saftige Strafe! "Eigentlich soll ich jetzt einkaufen gehen, aber da habe ich gehört, dass heute die Rennen sind. Ich wollte dich wieder sehen, du Blödmann! Aber wenn´s dir gerade nicht in den Kram passt, dann kann ich ja wieder gehen!", blaffte ich, als ich ihm einfach sein Zeug hinterher trug. Aber dass er um mich besorgt schien, stimmte mich wieder versöhnlich.
    "Nein, er hat nichts mitgekriegt. Ich war am nächsten Morgen nur etwas müde und ich hatte ein paar blaue Flecken, aber das… ist nicht weiter aufgefallen." Ganz bedeppert schaute ich zu Boden. Hoffentlich schickte er mich jetzt nicht weg, sonst wäre der Tag heute wirklich für mich gelaufen.


  • II. RENNEN


    Das zweite Rennen, der Wettkampf der Zweispänner, war von großer Fairness und großer Langeweile geprägt und der Sieger, Gaius Stechus von der Factio Veneta wurde hinterher von der Frau eines Senators geehrt und geküsst. Wenige nicht wohlmeinende Stimmen kolportierten, der zweitplatzierte, Ramses von der Factio Russata, hätte Stechus wegen dieser Aussicht gewinnen lassen.

  • Sedulus hatte Serrana am Eingang des Circus abgefangen um dann zur Loge des Tiberius Dolabella zu gehen.


    Nun, dann bin ich doch mal gespannt wer hier heute das Fass aufmacht. So sagt man doch... Meine Frau Iunia Serrana kennst du ja noch.


    Sedulus nickte zu seiner Frau hin und wartete bis sie Platz genommen hatte, dann setzte er sich.
    Der Vize der Veneta war schon auf Tolimedes gespannt wie dieser sich verkaufen würde. Ob er nach dem Rennen wieder in den Stall mußte um ihn ein klein wenig rund zu machen? Er hoffte es ja nicht...

  • "Ich müsste blind und debil sein, wenn nicht..."


    begrüßte Dolabella Sedulus und Serrana, klatschte in die Hände damit ein Sklave ein wenig Obst zur Erfrischung bringe


    Sim-Off:

    Wisim


    "Bei aller Hoffnung auf unsere Fahrer, so rechne ich doch mit dem Siege des Tolimedes, wenn die unsrigen in den Enlauf kommen bin ich zufrieden."

  • Bei der Begrüßung Dolabellas mußte Sedulus grinsen.


    Ich hoffe doch nicht, dass dies der Fall ist. Oh, dass ist aber ein netter Zug, danke.


    Und Sedulus griff nach etwas Obst.


    Nun, ich warte lieber das Rennen ab bevor ich irgendwelche Prognosen abgebe die dann nicht zutreffen. Wer hoch fliegt kann auch tief fallen. Dass hat uns ja die Geschichte von Ikarus gelehrt.



    Sim-Off:

    Thx. :)

  • "Ihr wettet also nicht? Ich würde um ein Pferd aus dem Stalle der Purpurea wetten das Tolimedes gewinnt. Es würde euch, Serrana, sicherlich sehr gefallen. Was meint ihr, Senator?"


    Das Pferd an welches er dachte war sehr schön lieb, sehr treu, sehr feige und proddeldämlich.

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