[Gasthaus] "an der Ecke"

  • Gasthaus "an der Ecke"


    Das Gasthaus "an der Ecke" ist eine Kneipe für die kleinen Leute. Fischer und Händler, Schreiber und Handwerker, Seeleute und Hafenarbeiter sieht man hier am Hafen "an der Ecke" oft. Es gibt keine ausgefallenen Gerichte und keine erlesenen Weine, dafür aber nette Leute und eine gute Stimmung. Jeder ist willkommen, solange er zahlt, würfelt oder zumindest eine gute Geschichte zu erzählen weiß.


    Der Besitzer und Wirt ist Marcus Decrius, ein Mann mitten in den Vierzigern oder, wie er stets behauptet, in den besten Jahren. Das hat er in seinen Zwanzigern und seinen Dreißigern zwar auch schon behauptet. Aber Decrius ist eben ein optimistischer, freundlicher und - was seine Frau immerzu beklagt - spendabler Mensch ist. Seine Frau Sila kümmert sich um die Kasse, was nicht selten zum Streit mit ihrem Mann führt. Diener kümmern sich um die Küche.

  • Evander mochte dieses Gasthaus und kam oft hierher. Es bot zwar nicht viel, das Essen war weder schmackhafter als sonst wo, noch war der Wein besser als in anderen Gasthäusern. Aber auch nicht schlechter und hier traf man oft auf Leute, mit denen man gerne etwas Zeit verbrachte, sich unterhielt, würfelte oder einfach den geschichten zuhörte, die jemand zu erzählen hatte. Oft kamen Seemänner, die den Gästen ihren Seemannsgarn auftischten und Fischer, die alles bestritten, was die Seemänner erzählten. Hin und wieder arteten diese Streitereien zu kleinen Schlägereien aus, die jedoch von den Stammkunden schnell beendet wurden. "An der Ecke" herrschte eine eiserne, ungeschriebene Regel. Sei willkommen, aber machst du Ärger, kriegst du Ärger.


    Evander packte die vier vierseitigen Würfel in den Becher und bedeckte ihn, während er den Würfel schüttelte und seinem Gegenspieler grinsend in die Augen blickte. Sie waren nur noch zu zweit, die anderen sechs waren ausgeschieden. Jeder hatte einen Sesterz gewettet, so dass eine bescheidene Summe von acht Sesterzen auf dem Tisch lag. Aber da jede Runde acht Sesterzen in die Taschen irgendeines Spielers gingen, konnte man an einem Abend eine stolze Summe gewinnen. Oder verlieren, je nachdem, wie gut Fortuna es mit einem meinte. An diesem Abend hatte Evander viermal verloren und einmal gewonnen. Er war also im Minus, hatte vierundzwanzig Sesterzen verloren... ein stolzes Sümmchen, wenn man seinen bescheidenen Verdienst bedachte.
    "Na los Evander, lass fallen"
    sagte sein Gegenspieler, Macro, laut lachend und klopfte auf den Tisch. Macro hatte bisher nur einmal verloren und die anderen drei Runden, in denen er teilnahm, alles abgeräumt, weshalb er sich in einer Glücksträhne sah und glaubte, heute nicht verlieren zu können. Macro war ein alter Bekannter, mit dem Evander schon etliche Male gewürfelt hatte. Alles in allem waren sie einander ebenbürtig, wenngleich Evander in letzter Zeit ziemlich häufig den kürzeren ziehen musste. So auch heute Abend. Seine erste Runde hatte Evander gewonnen, aber in der nächsten kam Macro dazu und seit dem verließ das Glück Evander.
    "Wirf Evander, schenk mir dein Geld"
    Das Gute daran war, für das Geld, was er gewann, gab Macro ziemlich oft einen aus. Ein kleiner Trost zwar, aber immerhin...

  • Evander stellte den Becher mit dem offenen Ende auf dem Tisch ab, bis die Würfel zum Stehen kamen. Dann hob er ihn. Eine eins, eine drei, zweimal eine sechs. Wenn er statt der zweiten sechs eine vier gehabt hätte, hätte er gewonnen. So aber hatte er bloß sechzehn Punkte gesammelt. Macro konnte das überbieten. Evander reichte ihm den Becher und Macro packte die Würfel rein, bedeckte ihn und begann zu schütteln.
    "Und ich will eine a-eins... und eine dra-hei.. und eine vie-ar... und eine se-echs... ja weil ich ha-ab... ho-eute Glü-uck"
    sang er leise, um Evander zu necken. Evander winkte ab.
    "Gib nicht so an"
    sagte er. Macro stellte den Becher ab und blickte den Spielern in die Augen, zögerte den Moment hinaus, um die Spannung etwas zu steigern und sich an der Ungeduld der anderen zu erfreuen.
    "Na los, heb ihn..."
    Das war ja nicht zu ertragen. Langsam hob Macro den Becher.
    "Aaaah..."
    lachte er laut und klopfte auf den Tisch. Es war zwar kein Venuswurf, aber drei stolze vieren und eine sechs. Achtzehn Punkte.
    "So eine Scheiße"
    sagte Evander kopfschüttelnd. Und wieder ein Sesterz weniger. Vorsichtig schob Macro die Münzen zu sich...
    "Leicht verdientes Geld"
    er freute sich und grinste, während er sieben Sesterzen einsteckte und einen auf dem Tisch liegen ließ, als Einsatz für die nächste Runde.
    "Also Männers, auf ein Neues?"
    "Ich nicht..."
    sagte einer der Spieler und erhob sich
    "...für heute reichts mir"
    Vorwerfen konnte man es ihm nicht, immerhin hatte er drei Runden mitgespielt. Die anderen blieben. Jeder legte einen Sesterz auf den Tisch, so auch Evander.
    "Auf ein Neues..."
    sagte er leise und hoffte, dass er in dieser Runde mehr Glück haben würde...


    Sim-Off:

    wenn jemand mitmachen will, nur zu :)

  • Ein anstrengender Tag lag hinter ihm, das Wetter schön und Sonnig, aber kühl und windig. Etwas, das er mit Inbrunst hassen konnte. Entsprechend erleichtert war er als er die Pforte zur Taberna durchschritten hatte und eine wohlige Wärme verspüren konnte. Er sah sich um, suchte einer stillen Ecke, auf der er sich niederlassen konnte um auszuspannen und den einen oder anderen Happen zu sich nehmen konnte. Der Blick streifte über einige Tische an denen ihm vom Markt bekannte aber auch viele unbekannte Gesichter entgegen sahen.


    Manius erkannte einen freien Platz, an einem Tisch der etwas abseits stand, aber gerade deshalb seine Aufmerksamkeit erregte. Am Tisch saß ein Mann, den er wohl kannte. Manius ging näher an ihn heran.


    Salve Gaius Didius Sevycius. Ist es gestattet? Manius deutete auf einen der Plätze die an dem Tisch noch frei waren.

  • "Ah Severus", ich erkannte ihn von vorhin am Hafen.
    "Sicherlich, kannst du dich zu mir setzen, jeder ist willkommen, so auch du".


    Ich winkte dem Wirt, dass er mir noch einen weiteren Krug vom besten Wein und einen weiteren Becher bringen sollte.


    "Nun Severus, wie geht es dir?", fragte ich ihn ohne zu zögern.
    "Wie gefällt dir unsere Provinz?"


    Ich bin schon ein bisschen angetrunken, doch weiss ich noch was ich sage.


    Schön war es in der Zeit mit Agrippa.


    Doch ich reisse mich zusammen.

  • Ich danke dir Bevor er noch auf die Worte einging setzte er sich und faltete die Hände auf dem Tisch, sah den Krug Wein am Tisch stehen.


    Mir ist die Taberna in meiner langen Zeit hier in Tarraco noch nicht aufgefallen. Habe sonst eher am Markt mein Lager aufgeschlagen, liegt nämlich näher an der Casa Atia.
    Manius sah mit wohlwollen als eines der Mädchen der Wirtschaft mit einem neuen gut gefüllten Krug mit Wein herbeieilte und ihm einen Becher vor die Nase stellte. Manius goss ein, griff jedoch nach dem Mädchen, das er am Handgelenk erwischte und erschrocken herumfuhr. Bring uns noch was zu Essen. Eine Fleischplatte wenn’s genehm ist er lächelte sie verschwitzt an, und das Mädchen reist sich mit einem fauchenden Zischen los und verschwand.
    Manius wandte sich wieder an Sevycius.
    Charmant diese Dinger. Immer schlecht gelaunt, nehmen einem aber nichts böse und sind vor allem nicht nachtragend. er lächelte, griff nach dem Krug und goss sich ein.


    Die Provinz? Hervorragend! Nirgends im Imperium ist das Leben so leicht und angenehm. Die Landschaft, der Wein, und vor allem die Mädchen … Manius nickte. …nichts möchte man missen. So müsste es bei den Göttern aussehen, und ich würde mich sofort in ein Messer stürzen.

  • Aufgeweckt durch diesen Severus schaue ich ihn an.


    "Nun, dir scheint es ja richtig gut zu gehen", und trinke einen Schluck


    Dem Mädchen hinterher schauend sage ich ihm: " Nun man sollte meinen, man sollte seinen Trieben freien Lauf geben. Wie wär es mit einem kleinen F... mit ihr hinter in der Küche, nachdem wir die Fleischplatte gegessen haben."


    Ich musste wieder an früher denken, wo ich nie einen Tropfen stehen lies und alle Weiber nahm......


    Eigentlich bin ich auch heute immer so...

  • Manius lächelte ihm entgegen und nahm gierig, ja man musste meinen hastig, sodass ihm einzelne Tropfen über die Wangen auf den Tisch tropften, einen großen Schluck des erlesenen Rebensaftes. Er wischt sich den Wein vom Gesicht.
    Ja, ja. Man könnte meinen du bist selber scharf auf die Kleine. Die… Er sah ihr nochmals nach, wie sie eben in der besagten Küche verschwand und pfiff. …Fleischplatte, nun, die kann auch warten. Mit vollem Magen vergeht einem ohnehin nur der Spaß daran. er drehte sich wieder zu ihm und schüttelte dabei den Kopf.
    Nein, Nein, Frauen, vor allem wie die Eine sind mir zu leicht zu haben. Der Reiz an der Sache ist doch eine Eroberung zu machen, sich Heroengleich nach anstrengendem listreichem Getümmel im Glücke zu wälzen. Obwohl … Er drehte sich nochmals andeutungsweise um und wippte mit dem Daumen nach hinten. …man sollte nichts schmähen. Wer weis auch eine Küchenbekanntschaft kann erquickend sein. Er lächelte wieder verschmitzt.

  • "Nun, wenn du so erregt bist, sollten wir mal einen Besuch in ein Lupinar machen.... Da ist Liebe am leichtesten zu bekommen"


    Ich zwicke einer anderen Braut am Hintern und die kicherte nur.


    "Siehst du Severus, einige sind schon willig. man muss nur den Zeitpunkt finden."


    "Aber nun mal etwas anderes, was ist vorhin am Hafen passiert, ich meine dieses Unglück"

  • Manius lachte auf Du scheinst mir ein wahrer Experte zu sein. Ich denke ich werde zum gegebenen Zeitpunkt darauf zurückkommen.
    Er goss aus dem Krug nach und machte schon mal Platz für die Platte. Sofort wurde er wieder ernster, drehte den Becher zwischen seinen Fingern und hob an.
    Das Unglück. Eine üble Sache kann ich dir nur sagen.
    Er wischte sich den feuchten Mund trocken.
    Ich war gerade am Hafen unterwegs, war in einem anregenden Gespräch mit einem Händler aus Caesarea verwickelt, feilschte gerade wegen einigen Datteln die er viel zu teuer unter die Leute bringen wollte. Du weist, gute Datteln kommen nun mal aus Syrien, aber deshalb zahlt man nicht jeden Preis. Nun, wie dem auch sei, ich stand da, versuchte das alte Schlitzohr über das selbige zu schlagen, als vom Kai ein Getöse und ein Krachen zu vernehmen war. Zunächst konnte ich nicht erkennen was da passiert war. Die Leute begannen erst allmählich zu reagieren. Dann aber, ging alles schnell.
    Ich lief an die Kaimauer, und sah das Elend. Der gesamte Steg, mit samt dem Kran war im Hafenbecken verteilt.

    Manius nahm einen Schluck.
    Das war aber noch nicht das Schlimmste. Die Tragödie wurde erst durch das gekenterte Schiff perfekt. Zunächst war man im Glauben gefanngen, das Schiff sei gegen den Steg geprallt. Doch als ich das Tauwerk des Schiffes noch fein säuberlich am Lochstein an der Kaimauer festgezurrt sah, war mir klar, dass das Schiff vom Steg, oder vielmehr vom Kran in die Tiefe gezogen wurde. Und dann, wass sich da ...


    Eine Hand fuhr von der Seite an ihm vorbei und die bissigen hochnäsigen Worte Mach Platz da verrieten ihm dass die Fleischplatte vom Mädchen gebracht wurde. Sie stellte sie fast verächtlich auf den Tisch und machte kehrt.


    Manius grinste. Mit einem Dankeschön Domina neckte er sie und ließ seine Hand auf ihren Hintern knallen. Das Mädchen fuhr erschrocken auf, drehte sich um, und bedachte Manius nur mit einen ihrer bösen Blicke bevor sie sich verächtlich wie eine reiche Patrizierin abwandte.
    Sevycius … du hast einfach mehr Erfolg Manius grinste und schob die Platte zu recht. Er nahm einen leib Brot, reichte es ihm und sprach:
    Greif zu Sevycius. Es ist genug für uns beide da.

  • "Danke, ich werde es mir munden lassen.... aber erzähl weiter ... in die Tiefe gezogen wurde. Und dann, wass sich da ... ....."


    Ich bin gespannt wie ein Bogen, aber eines war mir nicht klar wie ein Kran umfallen kann und dann noch ein Schiff in die Tiefe reisst.


    "Dann muss jemanden vielleicht die Ankerung des kranes sabotiert haben"


    Ich greife mir eine Wurst und spüle sie mit dem Wein herunter.


    "Was Frauen an betrifft geht es vielleicht beser mit weiger Gewalt"

  • Nun ja, was sich dann da abspielte. Das Schiff hatte Holz geladen, und die Stämme kamen ins rutschen. Sie waren offenbar bereits von den Sicherungsseilen befreit und waren für die Entladung vorbereitet worden. Zunächst wurde angenommen der Kran war überlastet mit so vielen Baumstämmen. Doch es stellte sich heraus, dass noch kein einziger Baumstamm am Hacken hing. Manius schüttelte den Kopf.
    Das muss man sich einmal vorstellen. Der Kran, er war einfach mal so in die Knie gegangen. Er dachte sich wohl, heute werden wir dem Fährmann ein paar Seelen verschaffen und sie über den Styx befördern. Verdammt! Manius ließ die Faust auf den Tisch knallen das die Becher zu tanzen begannen und ihren Inhalt beinahe auf die Platte verteilten.


    Na, ja, du kannst dir Denken wie es bei einem solchen Unglück zugeht. Trauben von Menschen, die in das Hafenbecken gaffen und sich schon beinahe belustigen geben über die Tragödie die über die Schiffbrüchigen hereinbricht.
    Und das finde ich gelinde gesagt zum Kotzen. Und als ich dann noch das Kind im Hafenbecken schwimmen, oder sollte ich vielmehr treiben gesehen hatte, und keiner der dort Anwesenden hat auch nur einen Finger gerührt um zu helfen. Da konnte ich nicht anders und bin selbst ins Hafenbecken gesprungen.

    Manius machte eine Pause, nahm einen Schluck vom Wein.
    Ich kann dir sagen, nicht zu empfehlen. In den Thermen gefällt es mir schon wesentlich besser.
    Aber den Kleinen und seine Schwester und auch ihre Mutter, ich konnte sie alle ans Ufer bringen. Doch wie ich dann selbst aus dem Hafenbecken gekommen bin?
    Manius zuckte mit den Schulten Das kann ich dir auch nicht mehr sagen. Ich kann mich nur noch erinnern, dass ich neben Matinius Valens und ich glaube seinem Cousin - zumindest weis ich dass er ein Vigil war – aufwachte. Ich sage dir, die Bilder haben sich in mir eingebrannt als ob es erst heute passiert währe.
    Er griff nach einer Wurst biss davon ein ordentliches Stück ab und ließ es in seinen Rachen gleiten.

  • Severus hat einen Schock. Er hat das noch nicht verarbeitet.


    "Vielleicht solltest du dich mal ausruhen und dir selbst einen Gefallen machen und andere Dinge geniessen um wieder zu dir zu kommen.


    Wenn du möchtest, bist du jederzeit in meiner Villa willkommen und da kannst du es dir gut ergehen lassen und ikognito selbstverständlich."


    Ich leere meinen Becher und giesse uns beide nach.

  • Ahhh… Dem Müßiggang frönen. Sich den Freuden des Bacchus hingeben, was?


    Er drehte sich um und hob den leeren Krug in die Höhe aus dem Sevycius nachgeschenkt hatte. Er suchte nach dem Mädchen und hatte es an einem der Nebentische ausfindig gemacht.
    Veronica, Wein! Er schwang den Krug und sah auffordert zu ihr hinüber. Er pflegte für gewöhnlich alle Sklavinnen so zu nennen, aber diesesmal schien der Name sogar irgendwie zu ihr zu passen. Verächtlich blickte sie ihn an, erwischte mit einer neckischen Bewegung den Krug und machte sich davon.


    Das ist eine Versuchung Sevycius. Dieses Angebot muss ich leider ausschlagen, so Leid es mir auch tut dich darin zu enttäuschen. Ich mag zwar oft heiterer Stimmung sein, einem Gläschen nicht abgeneigt, und bei den Weibern schon mal schwach zu werden. Für gewöhnlich aber stürze ich mich in Arbeit, studiere auch mal einige Pergamente oder rezitiere Gedichte. Vielleicht auch in Zweisamkeit bei Kerzenlicht und in einer Atmosphäre geschwängert vom Duft anregender Aphrodisiaka. Manius lächelte und nahm einen Schluck Wein.


    Sag mal, Valens hat mir erzählt das so was ähnliches schon mal passiert war. Ich meine den eingestürzten Kran, oder wie man das auch immer nennen will was da draußen im Hafen liegt. Weißt du was darüber? Er war neugierig, fiel doch des Öfteren der Name des Proconsuls bei dem Gespräch mit Valens.

  • "Daran kann ich mich nicht errinnern. Du muss auch wissen, dass ich mich ein bisschen zurückgezogen hatte und ging mit dem früheren Proconsul, der ein guter Freund von mir ist, nach Roma. Aber irgendwie war es mir zu langweilig und habe daraufhin mich entschlossen wieder nach Hispania zu kommen.


    Also von einem Kraneinsturz höre ich in Taracco zum Ersten Mal.


    Aber die Frage ist nicht warum er eingestürtz ist sondern WIE. Hat hjemand nachgeholfen oder was. und du erzählst mir jetzt von einem weiterem Kranabsturz"


    Ich kraze mich am Kopf


    "Kommt dir das nicht merkwürdig vor", schaute ich Severus ernst an.

  • Manius griff nach einer Hühnerkeule und biss genüsslich ein ordentliches Stück davon ab bevor er sich wieder an Sevycius wandte.
    Du warst in Rom? Und die Langeweile hat dich zurück nach Tarraco gezogen? Ungläubig zog Manius die Augenbrauen in die Höhe. Am Hafen, wenn er mit jemanden über Rom zu sprechen kam war immer genau das Gegenteil behauptet worden.
    Rom ist doch eine Weltstadt, der Mittelpunkt der Welt. ‚Roma aeterna’ die ewige Stadt wird sie genannt. Manius nahm einen Schluck Wein.
    Nun, ich will nicht hoffen das ein erzürnter Ehemann der wahre Grund dafür ist. Sei auf der Hut, er wird dich auch hier finden. Das Imperium ist klein. Manius hob den Zeigefinger und grinste zu Sevycius hinüber.


    Ich weis schon was du meinst. Auch mir ist da schon einiges recht komisch vorgekommen. Ein Steg, und dazu auch noch ein Holzkran, der einfach so in die Knie geht. Er schüttelte den Kopf Das Erste was ich als Magistratus daraufhin gemacht hatte war die Archive durchzustöbern um zu brauchbaren Informationen zu kommen. Doch das ist schwieriger als auf einen störrischen Esel zu reiten, das kann ich dir sagen. Ich gehe trotzdem davon aus, dass hier einige Spekulanten ordentlich Kasse gemacht hatten. Das Holz das verwendet wurde und davon gehe ich nach allem was ich bis jetzt in Erfahrung bringen konnte aus, war mit Sicherheit minderwertig. Und das hier einige Personen seit damals untergetaucht sind oder sich zumindest nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen spricht auch nicht gerade für sie. Da ist was gelaufen, da wurde abkassiert und das auf dem Rücken der Stadt!
    Manius wischte sich mit der flachen Hand über das Kinn und deutlich kroch ihm Zorn in die Gesichtszüge. Um sich zu beruhigen nahm er einen weitern Schluck aus dem Becher.

  • "Wenn du willst, kann ich die Hölzer mal genauer unter die Lupe nehmen. Bevor ich zu den Ämtern rüberwechselte hatte ich eine Schreinerei. Mit der Schreinerei hatte ich damals den Hafen von Carthago Nova ganz neu saniert. Also ich behaupte mal dass ich etwas davon verstehe."


    "Ja in Roma ist es so, dass ich praktisch niemanden dort kenne. Ich habe fast nur hier gelebt, ausser dort, wo ich mich nicht mehr erinnere. Meine Verwandten sind alle praktisch tot oder verreist. Naja, es ware ziemlich einsam."

  • Dann spreche ich jetzt für Tarraco und heiße einen treuen Bürger und Freund der Stadt willkommen in seiner Heimat. Ich muss gestehen ich würde mich in Rom auch nicht zurechtfinden. Die Heimat ist mir bis jetzt treu geblieben und daher will ich es auch so halten. Trotzdem wollte Manius seinen zuvor geäußerten Gedanken nicht aufgeben. Seinem Gegenüber glaubte er dies zutrauen zu können. :D


    Das ist ein Wort. Einen Mann mit Erfahrung im Holzbau. Genau das, was ich immer gesucht habe. Nun wurde für Manius auch einiges klarer, was zuvor noch im Trüben lag. Er hielt ihm den Becher entgegen um anzustoßen. Nunc est bibendum Er nahm einen großen Schluck und bevor er sich wieder dem Gespräch widmete atmete er tief durch.


    Matinius Valens, soviel hat er mir zu verstehen gegeben möchte den Fall näher untersuchen. Ich hoffe du kannst uns dabei mit deinen Fachkenntnissen unterstützen. Hmm…weil wir schon dabei sind, was meinst du, welches Holz wird für die Pontons am besten geeignet sein? Jetzt ist ja die beste Einschlagzeit für Bauholz, und die Stadt wird für die Sanierung einiges an Holz kaufen müssen. Und dies nicht nur für deine großartige Idee mit der Pontonbrücke an der Hafeneinfahrt sondern auch für die Sanierung?

  • "Nun für den Ponton, würde ich Fichtenholz oder Tannenholz nehmen. Die sind nämlich biegsam und können grasse Lasten tragen. Ausserdem ist die Dichte nicht so gross wie bei Eichenholz und daher auch leichter zu Transportieren. Man muss nur drauf achten dass die Sanierungsplanung nicht zu lange dauert da das Fichten- oder Tannenholz nicht ewig oder länger dauert als andere Hölzer."


    Ich nehme einen grossen Schluck.


    "Ht schon jemand mit der Sanierungsplanung begonnen. Wurde schon jemand beauftragt?", fragte ich.


    Sollte es Valens sein oder gar Severus.


    Sim-Off:

    Nunc est bibendum - tut mir Leid, kann kein Latein ;)

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