Gästezimmer II

  • Das Gästezimmer war gemütlich eingerichtet mit allem, was man brauchte. Etwas Wein und Obst in einer Schale standen ebenfalls auf einem kleinen Tisch für den Gast bereit.


    Der Kamin brannte schon eine ganze Weile. Deswegen war es im Zimmer auch schön warm.

  • Gemeinsam betraten sie das Zimmer. Wie alle römischen Zimmer spärlich möbliert, war es dennoch warm und gemütlich.


    "Schön ist es hier, meine Liebe. Nur schade, dass ich dich heute Nacht nicht bei mir habe.", lächelte er verschmitzt, als er sich umgesehen hatte. Er konnte noch immer ihren Kuss spüren. Was war nur mit ihm los? Konnte das etwas Eros´ Pfeil sein, der vielgerühmte, der ihn aber scheinbar immer verfehlt hatte?

  • Der süße Kuss, der mich so mit Freude erfüllte, fühlte ich immer noch auf meinen Lippen ...
    und obwohl im Zimmer sehr warm war, zitterte ich leicht und lächelte verlegen:


    "... Ich hoffe, Du hast hier alles, was Du brauchst, mein Cupidus ... , ich gehe jetzt lieber,
    morgen, wenn Du ausgeschlafen bist, komm einfach in mein Cubiculum, ich werde auf Dich warten ..., gute Nacht, mein Liebster ..."


    und mit diesen Worten verabschiedete ich mich von Cupidus, obwohl ich am liebsten bei ihm bleiben wollte...

  • "Danke Clara, ich wünsche dir eine gute Nacht. Gute Nacht, Liebste." So verabschiedete Cupidus seine Clara.


    Als sie gegangen war, setzte er sich an den kleinen Beistelltisch und schenkte sich einen Becher mit Wein ein. Während er die spärliche Möblierung des Raumes im Schein der wenigen Öllampen betrachtete, dachte er noch ein wenig nach. Er hatte an diesem Tag so etwas wie Geborgenheit erlebt, ein Vorgeschmack auf ein normales Familienleben. Irgendwie hatte er das Gefühl, etwas lange verlorenes gefunden zu haben.


    Trotzdem verspürte er ein komisches Gefühl. Er könnte all dies verlieren, wenn die Götter es wollten, ein germanischer Pfeil oder Speer würde genügen.


    Schließlich seufzte er tief, begann sich zu entkleiden und legte sich in sein Bett. Es war sehr bequem und warm, Cupidus´letzte Gedanken waren bei Clara, als er in Morpheus Arme sank.

  • Wenige Tage nachdem Justinianus Cupidus das Gästezimmer wieder verlassen hatte, und es frisch hergerichtet worden war, öffnete Loki die Tür und trat zusammen mit den beiden römischen Neuankömmlingen ein.


    Das Zimmer war ebenso wie das erste Gästezimmer schlicht aber gemütlich eingerichtet worden, der Kaminschlot der Küche, welcher in der Mauer verlief, hielt auch in kalten Zeiten das Zimmer angenehm warm, das Fenster zeigte über die Mauer hinweg durch eine Baumreihe direkt in die Stadt.
    Als Ausstattung waren zwei solide Pritschen mit dicker Decke, welche mit frischem Heu gefüllt worden war, zu finden, eine kleine Kommode und ein Tisch mit einer Schale Wasser und den obligatorischen Kleinigkeiten.


    "Ich kann euch dieses Zimmer anbieten. Dummerweise ist unsere Auswahl an Gästezimmern mittlerweile relativ eng, da unsere Unterkunft glücklicherweise viele Gäste beherbergen darf. Sollte es euch nicht zusprechen bin ich sicher dass wir noch etwas daran ändern können.", sprach Loki und stellte sich abwartend in eine Ecke und wartete darauf dass die Römerinnen sich im Zimmer umsahen.

  • Auch Nerva hatte - selbstverständlich - einige Gepäckstücke aufgenommen und trug diese nun hinter Valentina und diesem Lando hinterher. Ihre Miene war wie immer streng und etwas eigentümlich. Sie war eben eine ernste, vom Leben gezeichnete Frau und so sah sie auch aus, wenngleich sie natürlich noch nicht alt und krumm war. Aber sie merkte schon, dass es mit den Jahren immer schwerer war, alle Aufgaben genauso schnell zu erledigen wie früher.


    Nun betrat sie nach dem Gastgeber und Valentina das Gästezimmer und sah sich kurz um. Es war ein schlichtes Zimmer und wenn sie auch noch hier schlafen durfte, wäre es vermutlich eins der besten Zimmer, die sie je bewohnt hatte. Aber vermutlich stellte sie hier nur die Sachen Valentinas ab und würde später in eine der Sklavenunterkünfte gehen.

  • Es war anstrengend gewesen, das Gepäck vom Hof bis in das Zimmer zu schleppen und erleichtert ließ Valentina es jetzt zu Boden poltern. Aufmerksam sah sie sich um. Nicht hochmütig, nein. Sie interessierte sich für das Zimmer und wollte jede Kleinigkeit sofort sehen. Das Bett schien gemütlich zu sein und da war auch eine Wärmequelle! Der Schlot der Küche, direkt in ihrem Zimmer! Was könnte es da besseres geben? Mit schnellen Schritten durchquerte die junge Frau das Zimmer und lehnte sich mit dem Rücken gegen besagten Schlot. Langsam wärmten sich ihre kalten Finger wieder auf und die Kälte wich aus ihren Gliedern.


    Lächelnd sah sie zu Loki und nickte ihm zu. "Es ist ein wunderschönes Zimmer. Vielen Dank. Es könnte jedoch noch eine Feuerstelle mehr geben." Sie zwinkerte ihm zu und zeigte so den Scherz dieser Worte. Das sie verfrohren war, musste nun ja hinlänglich bekannt sein.
    Dann aber meinte sie ernster. "Dieses Zimmer hat zwei Betten. Ich gehe davon aus, dass eines davon für Nerva hier ist, richtig?" Es war zwar immer noch freundlich, doch es war keine Frage. Eine versteckte Feststellung, wenn man so schön wollte.

  • Er hatte gerade mit dem Gedanken gespielt noch ein Kohlebecken in das Zimmer stellen zu lassen, als sie ihren Scherz offenbahrte.. er lachte sie offen an. "Nun, ein Ding der Unmöglichkeit wäre es sicherlich nicht gewesen. Ich weiß wie empfindlich die Bewohner der südlicheren Länder auf unsere Temperaturen hier oben reagieren, deshalb sind wir gut ausgestattet wenn es darum geht unsere Gäste warm zu halten."


    Als das Problem mit Nerva auftauchte stutzte er einen Moment. Er hatte nicht gedacht dass es dazu kommen könnte, schließlich hatte Narcissa schon wenig Probleme damit gehabt mit ihrem Cousin in einem Zimmer zu schlafen...


    "Ehm... ja, eigentlich schon. Ist das ein Problem? Es sind zur Zeit relativ viele Gäste im Haus, deshalb kann ich leider keine Einzelzimmer anbieten. Aber ich könnte mich um eine Lösung des Problems kümmern..."

  • "Sie warm zu halten?" Amüsiert kichert Valetina über die Wortwahl und sah zu ihrem Gastgeber hinüber. Sie versuchte herauszufinden ob er sich nur unglücklich ausgedrückt hatte oder ob er es ebenfalls als Spaß meinte. Aber sie konnte nichts erkennen. "Wenn ihr es hier oben auch so kalt habt." Meckerte sie gespielt übellaunig. "Aber ich bin mir sicher, hier gibt es ebenfalls Möglichkeiten um warme Kleidung zu kaufen, nicht?"


    Als er sie dann aber auf ihre Feststellung so komisch ansah, wurde Valentina unsicher. Hatte sie sich etwa falsch ausgedrückt? Schnell schüttelte sie den Kopf und machte eine abwehrende Geste mit den Händen. "Nein, auf keinen Fall! Nerva soll hier schlafen!" Sie wich seinem Blick aus und wusste mit einemmal nicht, wohin sie sehen sollte. "Es ist nur so... es gibt Leute, die denken, Sklaven gehören nicht behandelt wie..." Sie druckste etwas herum und suchte kurz den Blick ihrer Wegbegleiterin. "Naja, sie denken Sklaven sollen nicht behandelt werden wie Menschen." Nun sah sie wieder auf und Loki direkt an. Mit sehr viel Überzeugung fuhr sie fort. "Ich denke nicht so darüber. Deswegen habe ich gefragt. Hättest du gesagt, Nerva muss woanders schlafen, hätte ich dir wiedersprochen." Scheu lächelte sie, weil sie Angst hatte zu weit gegangen zu sein. Warum konnte sie nicht einmal ihre Klappe halten?

  • "Nun, diese Stadt ist nicht Rom, aber es gibt hier einen großen Markt auf dem alles angeboten wird was man hier zum Überleben inner- und außerhalb der Stadt braucht. Ich denke ihr werdet dort auf jeden Fall fündig. Das größte Handelshaus der Stadt ist übrigens mein eigenes, und wir haben seit kurzem die Ware eines Schneiders aus Fernost mit im Sortiment.", er lächelte zuversichtlich. Sich in dieser Gegend auch unterwegs warm zu halten war absolut kein Problem, es war ja weit entfernt vom Barbarentum dass man seiner Heimat in anderen Ländern immer wieder vorwarf...


    "Oh..", er blickte eine Sekunde verwirrt zu Nerva. Im Verhalten der jüngeren Frau war es ihm wirklich nicht aufgefallen dass es sich bei der Älteren um eine Sklavin handelte. Er brauchte eine Sekunde bis er die richtigen Worte fand. "Wir halten es ähnlich. Es gibt Menschen in diesem Haus die vom Gesetz her den Status eines Sklaven haben, allerdings nicht als solche behandelt werden. Wir teilen diese Einstellung, eigentlich alle hier. Aber wir reden nicht viel drüber, für uns ist es selbstverständlich, und die Menschen außerhalb der Mauern dieser Casa geht es nichts an.", er verschränkte die Arme und blickte ernst, um seine Worte zu unterstreichen.

  • Es wäre als Außenstehender wohl eine sehr lustige Szene gewesen. Loki stand ernst dreinschauend auf der einen Seite des Zimmers, Valentina verlegen dreinblickend auf der anderen Seite. Hier war wirklich einiges anders als in Rom. Scheu lächelnd sah Valentina ihren Gegenüber an. "Es ist schön das zu hören. In Rom wurde ich einmal verhaftet, weil ich mich auf einem Sklavenmarkt in den Verkauf eingemischt habe. Das arme Ding war fast am verdursten und ich habe ihr einen Apfel gegeben. Tja, danach hat man mich mitgenommen." Sie zog die Schultern hoch und versuchte immer noch herauszufinden, ob Loki ihr nun böse war.


    "Nerva ist auch keine wirkliche Sklavin." Valentina sah zu der angesprochenen Person und nickte. "Sie hat mich mehr oder weniger aufgezogen. Sie ist also alles andere als eine Sklavin." Dann aber versuchte sie das Thema zu wechseln. Sie knöpfte ihren Reiseumhang auf und hängte ihn sich über den Arm. "Sag mal... was muss man hier tun, um etwas zu essen zu bekommen?" Nun war es wieder freundlich, ein bischen frech vielleicht aber auf jeden Fall ehrlich, wie sie loki nun so ansprach.

  • Ihre Erzählung von ihrer Verhaftung beeindruckte Loki, er hätte nicht gedacht dass es in Rom noch Menschen gab die dem Sklaventum genauso kritisch gegenüberstanden. Aber es freute ihn, und das versuchte er ihr auch zu vermitteln: "Die Oberen mögen eure Taten verteufeln, ich bewundere sie."


    Auf den leeren Magen der Gäste angesprochen runzelte Loki die Stirn: "Was zu Essen? Eigentlich kein Problem... man bekommt unten in der Küche immer etwas, aber es hängt von der Stimmung unseres Hausdrachens ab! Ich werde euch hinführen sobald ihr euch eingerichtet habt, oder sobald ihr es wünscht. Wollt ihr danach eure Verwandten treffen?"

  • Verlegen lächelte Valentina nun auf die lobenden Worte von Loki. "Dankeschön." Es bedeutete ihr wirklich viel. Auch wenn er nur ein Fremder war und sie ihn gerade erst kennen gelernt hatte. Nette Worte taten immer gut, egal von wem sie kamen. "Die Sache mit dem Hausdrachen musst du mir mal noch näher erklären."
    Fragend blickte Valentina zu Nerva. Schließlich sollte sie auch die Möglichkeit bekommen ihre Meinung kundt zu tun. "Was meinst du? Ausruhen oder Narcissa treffen?"

  • Nerva hatte mehr oder weniger verlegen dem Gespräch gelauscht. Ganz vernünftig kam es ihr aber nicht vor, wie Valentina gleich so offen herausplatzte mit ihren Vorstellungen und Prinzipien. Manchmal hatte sie das Gefühl, dass einiges bei der Erziehung schief gelaufen war, denn Valentina war keine ruhige, naive Person wie Narcissa, sondern jemand, der sich sehr wohl seine eigene Meinung zu machen wusste und diese dann auch durchsetzte und offen gegen den Strom schwamm. Im Grunde war sie bewundernswert, aber andererseits fürchtete sie auch darum, dass Valentina mal jemand begegnen würde, dem ihre Ansichten nicht so ganz passten.


    Lando schien hingegen begeistert. Hier im Norden war eben alles etwas anders als drunten im heißen Rom. Nerva ließ sich von ihren Gedankengängen nichts anmerken; sie war eben eine zeitlebens professionelle Sklavin. Dies wurde ihr im Hause der Quintilier auch sehr einfach gemacht, denn auch wenn sie nur eine Sklavin war, so hörten doch die meisten Personen im Haus auf das, was sie sagte und auf ihre Ratschläge. Während Valentina ihre flammende Rede für die Sklaven hervorbrachte, legte Nerva ihr leicht besänftigend eine Hand auf die Schulter, damit sie wieder zu sich fand und sich vielleicht etwas zurücknahm.


    Sodann fragte Valentina Nerva nach deren Meinung und Nerva sah sie einen Moment durchdringend an. "Ich denke es wäre das Beste für dich, dich erst einmal auszuruhen nach der langen Reise. Narcissa und Montanus laufen dir ja jetzt nicht mehr davon. Aber ich verstehe es auch, wenn du die beiden endlich wieder sehen willst... nach all der Zeit." Sie wog das Für und Wider ab; das war typisch für sie. Aber die Entscheidung wollte sie letztendlich doch Valentina überlassen.

  • Das war so typisch Nerva. Man konnte sie fragen was man wollte. Entscheiden musste man immer selber. Seufzend drehte sie sich wieder zu Loki. Manchmal wäre der jungen Frau eine zweite Meinung sehr hilfreich. Aber darauf musste sie jetzt wieder einmal verzichten. Also fügte sie sich und sah Loki scheu an. "Sie hat recht, wahrscheinlich ist es das Beste, wenn wir uns nach dem Essen ausruhen. Meine Verwandten werden bestimmt nicht in den nächsten Stunden wieder beschließen aufzubrechen." Versuchte sie zu scherzen und ging dann zu dem Bett, das sie für das Ihre bestimmt hatte. Ans Ende legte sie ihren Mantel bevor sie sich wieder an ihren Gastgeber wandte. "Aber vielleicht besteht die Möglicheit später dieses wunderschöne Haus noch etwas zu besichtigen?" Abwartend blickte sie Loki an und hoffte er würde nicht Nein sagen.

  • "Ich werde dafür sorgen dass man euch eine Kleinigkeit zu essen bringt, die Küche werde ich euch dann bei Zeiten zeigen.", sprach Loki und meinte damit Lanthilda, denn im Moment hatte er wirklich keine große Lust sich mal wieder mit Marga auseinander zu setzen.


    Seine Aufgabenliste für den Rest des Tages durchgehend erkannte er, dass es wohl ziemlich eng werden würde...
    "Ich muss mich entschuldigen, aber ich glaube nicht dass ich heute noch die Zeit finden werde euch die Casa und die Stadt zu zeigen, ich habe noch eine Verabredung geschäftlicher Natur, die ziemlich wichtig für mich ist. Allerdings würde ich euch gerne morgen die Gegend zeigen, wenn es euch recht ist."

  • Ihre Enttäuschung verbarg Valentina hinter einem Lächeln und nickte tapfer. "Gut, dann sehen wir uns morgen." Sie ging zu ihrem Gepäck, hob es auf und legte es auf den unteren Rand des Bettes. Sie öffnete den Deckel und begann damit die darin befindlichen Sachen auf dem Bett zu verteilen. Endlich hatte sie gefunden was sie suchte. Ein Nachtgewand.
    Dieses in den Händen haltend, wandte sie sich wieder an Loki. "Wir werden dann hier sein und das Essen erwarten." Valentina blickte zu Nerva. "Dann wollen wir es uns mal gemütlich machen." Und mit diesen Worten setzte sie sich auf ihr Bett. Abwartend zu Loki blickend ob dieser noch etwas sagen wollte.

  • "Ich wünsche euch dann noch einen angenehmen Abend. Solltet ihr noch etwas brauchen, findet ihr eigentlich immer jemanden in der Casa der euch weiterhelfen kann. Mich findet ihr normalerweise im Stall, auf der Wiese hinter dem Anwesen oder im Rest von Mogontiacum...", er lächelte sie verschmitzt an, nickte den Damen dann noch einmal zu und zog die Tür hinter sich zu um Lanthilda zu suchen und sie zu bitten den neuen Gästen etwas zu Essen zu bringen... dann machte er sich wieder auf an die Arbeit, allerdings nicht ohne zwischendurch mit den Gedanken in Richtung der Römerin abzudriften...

  • Hinter Valerian schloss Valentina die Türe und bot ihm an sich zu setzen. Immer noch aufgeregt, sezte sie sich ihm gegenüber, rutschte aber mit ihrem Stuhl ganz nahe heran. Lange betrachtete sie ihn und meinte schließlich. "Du siehst alt aus, Valerian. Überhaupt nicht mehr hübsch." Sie lächelte ihn frech an und fasste dann nach seiner Hand. "Ich bin so froh, dass du hier bist und es dir gutgeht."


    Dann aber wurde sie wieder ernst und begann seine Frage zu beantworten. "Du wolltest vorhin fragen warum wir hier sind. Narcissas Bruder ist vor einiger Zeit plötzlich verstorben, und seitdem verlässt sie ihr Zimmer kaum. Angeblich haben wir hier eine kleine Casa aber Narcissa hat es noch nie wirklich in Betracht gezogen dort einzuziehen. Man hat mir erzählt, dass ihr Bruder vorher darin lebte." Unwisend zog sie die Schultern hoch und gab das wieder, was Loki ihr erzählt hatte. "Glaubst du wir sollten und dieses Haus mal ansehen?" Fragend sah sie ihren Buder an.

  • Valerian folgte seiner Schwester durch das Haus bis zu ihrem Zimmer. Bis sie dort ankamen, schwieg Valentina sich aus. Doch als sie ihr Zimmer erreichten und die Tür geschlossen war, kam ihre gewohnte Gesprächigkeit zurück.


    "Nicht hübsch?", fragte Valerian in gespielter Empörung, "Außerdem brauchen Männer nicht hübsch sein, es genügt, wenn sie gut aussehen und männlich sind." Er lachte, um ihr zu zeigen, daß er das keinesfalls ernst meinte. "Und alt bin ich schon mal gar nicht! Nur eben ein Mann."


    Dann hörte er sich ernst an, was sie zum Haus zu sagen hatte. "Es ist wirklich furchtbar nett, daß die Duccier das so mitmachen. Doch ist es richtig, ihre großzügige Gastfreundschaft derartig zu strapazieren? Ihr beide müßt das selbst wissen, Valentina. Ich lebe im Castellum und bin auch dazu verpflichtet. Braucht ihr Geld? Ich bekomme nicht allzuviel, aber davon kann ich euch sicher etwas abgeben." Er legte seine zweite Hand auf die ihre, die seine erste umfaßt hielt. "Wenn Du möchtest, sehe ich mir das Haus mit Dir zusammen an. Aber wie gesagt, ich kann dort nicht mit euch leben. Nur ab und an zu Besuch kommen."

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