• Der Beauftragte der Albata betrat mit einer wunderschönen Tunika das Podium, welches speziell für solche Zwecke errichtet worden war.


    Sim-Off:

    Geht am Ende über die Wisim!


    Männer, Frauen, hört mich an! Germania hat in den letzten Monaten viel gelitten und noch wurde viel zu wenig unternommen um dieses Leid zu reparieren und zu mildern. Der Winter steht vor der Tür und viele Leute hungern und frieren.


    Aus diesem Grund hat die Factio Albata Tuniken herstellen lassen, von exquisiter Qualität und vollendeter Schönheit. Diese werden nun hier versteigert! Der Gewinn wird zu einem grossen Teil in den Wiederaufbau der Provinz investiert werden, also treibt den Preis in die Höhe und leistet euren Anteil an der Linderung des Leides!!


    Diese wunderschön mit Stickereien verzierte Leinentunika ist ideal für einen Auftritt in der Öffentichkeit. Wer bietet 15 Sesterze?

  • Zeitlich genau richtig kam ich zu der Versteigerung an. Ich hörte den Anbieter die Ware anpreisen und stellte mich zu den Interessenten.


    "Kann ich den Stoff einmal anfühlen? Von weitem sieht er sehr schön aus. Auch müsste ich wissen, ob der Schnitt für meine Figur passend ist. Ich mag es nicht, wenn die Kleidung formlos hängt."

  • Der Verkäufer sah seinen Factio-Chef mit einer noblen Dame ankommen. Sofort liess er sie deshalb ans Podium herantreten und zeigte ich die Tunika, indem er sie oben festhielt und ihr entgegenfallen liess.


    Sicherlich, noble Dame. Es ist ein sehr guter Leinenstoff, sehr fein gewoben, soweit ich meiner Erfahrung trauen kann.

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    CIVIS

    SODALIS FACTIO ALBATA - FACTIO ALBATA

  • "Ja, fein gewoben. Etwas anderes trage ich nicht. Der Schnitt scheint auch zu passen. Ich mag es, wenn es zumindest etwas figurbetont ist."


    Sorgfältig fühlte ich den Stoff. Er war wirklich sehr fein gewebt. Ich überlegte.


    "Und welche Farben hast du anzubieten?"
    Hm, jetzt war ich gespannt.

  • 15 Sesterzen, das war der Durchschnittspreis für gute Ware in Rom. Offenbar war Germania kein preiswerteres Pflaster. Aber es war für einen guten Zweck und die Vorhaben der Albata hatte ich auch in der Vergangenheit unterstützt.


    "Dann biete ich jetzt 15 Sesterzen."

  • Meridius befand sich zu dieser Zeit ebenfalls auf dem Markt und erblickte einen Albata-Mann bei einer Auktion. Amüsiert lächelnd trat er hinzu.


    Dann entdeckte Meridius auch die Aurelia.


    "Sei gegrüsst, Aurelia! Dich hier zu sehen, erfreut mich..."

  • Der Legatus Legionis Meridius trat zu uns hinzu und grüsste Deandra. Ich hielt mich in der Nähe, denn schliesslich war sie mit mir zusammen gekommen.

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    CIVIS

    SODALIS FACTIO ALBATA - FACTIO ALBATA

  • Ich befand mich gerade in Germanien, da ich einige meiner Lieferanten besucht hatte, um neue Verträge abzuschließen. Nach Beendigung meiner Arbeit schlenderte ich ein wenig über den Markt, denn ich würde erst am Abend die Heimreise antreten. Ich genoss diesen Spaziergang und schaute mir das bunte Treiben an. Das Stimmengewirr auf dem Platz, die Düfte. Ach,....es war ein herrlicher Tag.


    Dann fiel mir ein Stand auf, an dem sich einige Menschen versammelt hatten. Dort fand anscheinend eine Auktion statt, und eine elegante Dame prüfte gerade die feilgebotene Ware. Ich kannte zwar niemanden der Anwesenden, aber ich grüßte sie alle freundlich.


    "Salve, Ihr habt wirklich schöne Kleidungsstücke. Sieht Eure Ware nur schön aus, oder wird sie einen auch im Winter schön warm halten?"

  • Zitat

    Original von Lucius Annaeus Florus
    Der Legatus Legionis Meridius trat zu uns hinzu und grüsste Deandra. Ich hielt mich in der Nähe, denn schliesslich war sie mit mir zusammen gekommen.


    Dann entdeckte er auch Annaeus.


    "Salve Praefectus. Auf Landgang?"


    Er lachte.

  • Mehr und mehr füllte sich der Platz. Ich staunte, Germanien war ja belebt! Und das Schöne war … ich traf hier in der Provinz Römer. Richtige Römer, wunderbar! Erfreut drehte ich mich zu Meridius um.


    „Salve, Meridius. Die Freude ist ganz auf meiner Seite. Seit du den Vorsitz in der Factio abgegeben und Rom den Rücken gekehrt hast, haben wir uns selten gesehen.“


    Ich lächelte, obwohl ich von seinem Rücktritt damals nicht begeistert gewesen war.


    „Wie geht es einem sonnengewohnten Römer, wenn er nach Hispania und Rom mit Germania vorlieb nehmen muss?“

  • Meridius schmunzelte.


    "Es ist gewöhnungsbedürftig, werte Aurelia.
    Heute jedoch scheint die Sonne..."


    Er zwinkerte ihr galant zu.


    "Schon etwas interessantes gefunden?"

  • "Ja, eine helle, aber zugleich auch kühle germanische Sonne scheint hier. Zum Glück sind die Menschen hier nicht ebenso frostig."


    Mit einem Lächeln auf dem Gesicht zwinkerte ich zurück.


    "Etwas gefunden? Ja..." Ich schaute zu dem Anbieter. "Er hat gute Ware. Das überrascht mich! In meiner Vorstellung war Germania rückständig um nicht zu sagen primitiv. Ich muss meine Meinung gehörig revidieren."

  • Meridius schmunzelte.


    "Germanien ist rückständig und primitiv. Du findest hier längst nicht die selbe Kulturlandschaft wie in Italia, Hispania oder Griechenland und Kleinasien. Germanien besteht weitgehend aus Wald, hier und da durch Siedlungskammern unterbrochen. So lange Du Dich jedoch auf den römischen Strassen und innerhalb römischer Städte befindest, oder römische Landgüter aufsuchst, wirst Du davon nichts feststellen. Doch abseits dieser Stätten... wie ich sagte: Wald und nochmehr Wald, und nur vereinzelt kleinere Siedlungen mit überschaubaren Feldern"


    Sim-Off:

    Und das änderte sich erst mit der Städtegründungsphase im Hohen Mittelalter, welche große Waldflächen für immer verschwinden lies und die Landschaft schuf, wie wir sie heute vorliegen haben.

  • „Aah, deswegen hatte ich auf der Reise zwischen Mogontiacum und Colonia Claudia Ara Agrippinensium das Gefühl, als ob meine Kutsche steht, anstatt voran zu kommen. So oft ich aus dem Fenster geblickt hatte, sah ich immer wieder denselben Wald.“


    Das war also die Erklärung.


    „Wie dankbar dann doch die Germanen sein müssten, dass wir ihnen so viel Kultur und Lebensqualität in ihr Land bringen. Findest du nicht?“


    Ich verstand im Augenblick nicht, warum die Germanen gegen unsere Truppen Kriege führten.

  • Meridius schmunzelte erneut.


    "Sicher, so kann man es auch sehen. Wir bringen ihnen unsere Kultur. Große Städte, Pflasterstrassen, Thermen, eine Wasserversorgung, unsere Sprache, unser Rechtssystem, die Spiele, unsere Götter und Truppen..."


    Er hielt inne.


    "Die Germanen indess verehren ihren Wald. Sie leben in ihm und von ihm. Die Familie und Sippe ist ihre Bezugsgröße, größere Siedlungen sind ihnen fremd. Ich habe gar gehört, dass sie nur in Holzhäusern leben. Das Verbauen von Steinen liegt ihnen nicht. Umsomehr sind sie wahre Künstler im Holzhandwerk... Jedoch, wie ich schon sagte, ich habe es gehört. Ich bin noch nicht lange hier..."

  • Zitat

    Original von Maximus Decimus Meridius
    Dann entdeckte Meridius auch die Aurelia.


    "Sei gegrüsst, Aurelia! Dich hier zu sehen, erfreut mich..."


    Ich betrachtete mit noch immer die feilgebotenen Waren, als ich den Namen Aurelia vernahm. Gemeint war die vornehme Dame, die eben einen Preis von 15 sesterzen für die Tunika bot. Ich kannte nur eine Aurelia, die Patrizierin war, und die sich derzeit in Germanien aufhielt. Aurelia Deandra. Unwillkürlich musste ich schmunzeln. Ich stand schon einmal in Kontakt zu ihr...wenn auch nur über Depeschen. Aber, wir beide hatten einen guten, gemeinsamen Freund in Rom. Einen jungen Vigiles, der in der Hauptstadt seinen Dienst versieht. Kurz vor meiner Abreise nach Germanien sagte er mir noch scherzhaft: "Vielleicht siehst Du ja Deandra. Dann grüße sie von mir."
    Nun, so einfach würde es aber nicht werden. Immerhin war sie Patrizierin. Und sie schien sich gerade auf das Beste zu unterhalten. Als Peregrini habe ich da nichts zu vermelden. Ich kann sie ja schließlich nicht einfach anreden. Aber irgendwie müsste ich versuchen, Ihre Aufmerksamkeit zu erregen.
    Ich schaute zu dem Verkäufer herüber, der diese schönen Tuniken anbot.


    "Ich bite 20 Sesterzen für diese schöne Tunika. Auch ich will meinen Beitrag leisten, damit es Germanien wieder besser geht!" :]

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