So wollen es die Götter also...

  • Es war wie so oft wieder ein heißer Sommer in Italia. Die Bauern sprachen von einer Trockenperiode und die reichen Patrizier von unerträglichen Zuständen. Auch an diesem Tag strahlte die Sonne unerträglich. Kurz bevor die Sonne unterging um dem trockenen Land eine kurze Verschnaufpause vor einem weiteren glühend heissen Sonnentag zu gönnen, zog ein Wärmegewitter auf. Es krachte, donnerte und Blitze fuhren zur Erde. Einer dieser Blitze traf mitten in die Baumkrone einer 20 Meter großen Pinie. Nach nicht einmal einer Minute stand die gesamte Krone in Brand. Brennende Äste vielen herab und entzündeten den trockenen Boden. Der Wind tat sein übriges und trieb das Feuer in Richtung Westen zu einen großen Feld mit Büschen. Diese konnte nicht lange Wiederstehen und es entstand eine hiesige Feuersbrunst. Wie ein Sturm schlug sie das Feuer immer weiter durch auf der Suche nach Nahrung die schier unerschöpflich schien. Die Macchia stand in Flammen. Eine große dunkle Wolke stieg zum Himmel empor und vermochte den Tag zur Nacht zu machen. Händler, die auf der Via Portuensis reisten, sahen die Feuerwelle die direkten Kurs auf den Hafen Ostias machte...

  • Als ich auf meiner Reise Richtung Mantua - ich wollte zur Bauplatzweihung - die Via Portuensis passierte, sah ich ungläubig aus dem Fenster der Kutsche. Die Gegend war mit einem Rußschleier überzogen. Kaum ein Gesträuch, geschweige denn Gras, konnte das Auge ausmachen. Verkohlte Bäume ragten in den Himmel, Tierleichen lagen am Wegrand. Die armen Kreaturen, sie konnten offenbar nicht schnell genug fliehen, als diese Feuerbrunst über sie hereinbrach.


    Nachdenklich lehnte ich mich in der Kutsche zurück. In Rom hatte ich nichts von einem derartigen Feuer gehört.

  • Nach und nach trafen die Brandbekämpfungskräfte ein. Das Feuer war schon zu sehen, war allerdings noch etwa 6 km entfernt. Der Wind fachte die Brände immer wieder aufs Neue an und trieb die Feuersbrunst in Richtung Westen, in Richtung Ostia...
    Commodus befahl auf einen kleinen Hügel die Kommandozentrale zu errichten, Zelte wurde aufgeschlagen und die Offiziere trafen sich, um das weitere vorgehen zu planen. Auch der Optio Rufus war zurück und blieb in der nähe des Zeltes stehen.


    "Meine Herren, unser Stützpunkt ist so gut wie errichtet. Das Zentrum unseres Kampfes steht. Nun kommt die Drecksarbeit. Wie sie alle wissen besteht keine Chance das Feuer zu löschen, also müssen wir dem Feuer seine Nahrung entziehen. Unsere Primäre Aufgabe ist es, eine kilometerlange Schneise vor den Hafen zu ziehen. Die Gräben müssen mindestens 3 Meter breit sein. Durch den starken wind springt sonst nur ein Funke über und es geht weiter für´s Feuer... Das müssen wir verhindern."


    "Optio Maximus, sie nehmen sich 20 Soldaten und beginnen sofort mit den Markieren der Gräben. Optio Tiberius, sie nehmen 300 Soldaten und beginnen mit den Arbeiten, heben sie die markierten Gräben aus. Es werden keine Pausen geduldet, jeder hat zu Arbeiten. Die Restlichen 120 Mann werden wie folgt aufgeteilt, 100 Mann für Optio Flavius und 20 Mann bleiben im Lager für Meldegänge usw."


    Die Unteroffiziere nickten, sie hatten ihre Aufgaben bekommen und gingen an die Arbeit. In der Zwischenzeit machte sich Commodus ein Bild von der Lage und begann mehrere Wichtige Nachrichten zuschreiben.


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  • Die Nacht begann langsam und verdunkelte den ohnehin schon Schwarzen Himmel. Die Arbeiten gingen nur schleppend voran, dies lag allerdings nicht an der Motivation der Soldaten, sondern viel mehr daran, dass es an Leuten mangelte. Die Gestellten Aufgaben konnte nicht bewältigt werden. Viele der Erschöpfen Soldaten redeten untereinander schon davon, diese Schneise aufzugeben und sich in Ostia auf den Brand vorzubereiten. Diese Einstellung war unannehmbar. Als sich Commodus mit seinen Unteroffizieren traf, erläuterte er auch, wieso.


    "Der Hafen von Ostia ist zu wichtig, wir dürfen es nicht darauf ankommen lassen, dass Feuer erst in der Stadt zu löschen. Wir müssen den Brand hier aufhalten. Meine Herren... wir sind die letzte Verteidigungslinie. Ich habe so eben um Verstärkung gebeten aus Rom. Mit dem Segen der Götter sind sie bald da. So lange müssen wir standhalten. Die Straßen nach Rom sind abgeschnitten vom Feuer, und sie müssen die Brandherde erst umgehen, dass kostet Zeit. In der Zwischenzeit müssen wir tun was nur irgendwie möglich ist."


    Die Unteroffiziere stimmte dem zu und versuchten ihre Männer weiter zu Motivieren, diese Stellung darf nicht verloren gehen...


    Commodus rief mehrere Meldereiter zu sich und gab ihnen Wichtige Nachrichten die sie zu übermittelten hatten. Einer ging an Falco, der andere nach Ostia.

  • Es war Mitternacht, die schwüle Hitze half nicht gerade den Soldaten beim Ausheben, viele machten schon schlapp. Zwar tranken sie viel Wasser, wie es die Unteroffiziere verlangten, aber das Wetter und die Hitze des immer näher kommenden Feuers ließen viele Kollabieren. Sie knickten einfach weg. Sie behinderten den ganzen Einsatz mehr als sie halfen. Commodus ließ diese mit einen Karren zurück nach Ostia bringen. Nach letzten Mündlichen Berichten hatte er bereits 25 Mann dadurch verloren. Er konnte jetzt nur noch auf die Verstärkung aus Rom warten, Falco würde ihn und seine Soldaten sicherlich nicht allein lassen.
    Kurz vor dem Morgen rannte der Optio Rufus, der die rechte Hand von Commodus war, in das Kommandozelt. Vor sich sah er einen erschöpften Kommandeur bei denen die nerven blank lagen, allerdings zeigte er das nicht offen. Er versuchte durch vieles Trinken und reden Fit zubleiben.


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    Centurio! Es ist schrecklich! Eine Einheit vom Optio Maximus ist verschollen!!!


    "Was? Wie verschollen?!?! Was ist passiert Optio! Rede!"


    Nördlich von hier war ein kleines Wäldchen, der Optio Maximus ist mit einer Halben Centurie ausgerückt um dieses Wäldchen zu roden. Er wollte verhindern das das Feuer übergreift und den Hauptgraben umgeht.


    "Und bist jetzt kein Lebenszeichen?"


    Nein, Centurio.


    "Inodrung. Lass vor dem Zelt die Reserve antanzen. Sie sollen sich ausrüsten, wir brechen auf zum Wäldchen."


    Eine Reserve gibt es nicht mehr, Centurio. Wir haben die Reserve schon in die anderen Centurien gesteckt die Ausfälle hatten.


    "Haben wir wenigstens gerade ein paar Männer hier die sich ausruhen?"


    Jawohl, etwa 10 Mann von der 3. Centurie.


    "Gut, dann nehmen wir eben diese."


    Jawohl, Centurio!


    Rufus salutierte und ließ draußen antreten. Commodus folgte wenige Augenblicke später um den Trupp zum Wäldchen zu zuführen.

  • Schon vom weiten konnte man das erwähnte Wäldchen sehen... es stand lichterloh in Flammen. Die Soldaten unter Commodus, schwer bepackt mit Verbandsmaterial, Tragen, Äxten usw, erhöhten das Tempo um schneller da zu sein. Als das Feuer offenbarte, was gesehen war begannen sich die ersten Soldaten zu übergeben. Der Geruch von Verbrannten Fleisch und Haaren lag in der Luft. Vor dem Wäldchen selbst lagen zahlreiche verwundete. Ein Soldat rannte mit schweren Verbrennung im Gesicht vollkommen ziellos umher. Er hatte wohl einen schock erlitten und suchte seine Kameraden. Das Atmen fiel immer schwerer und versuche die eingeschlossenen zu befreien, blieben stecken. Das Feuer holte sich seinen Tribut. Commodus seinen Trupp blieb nichts anderes übrig, als die Verwundeten die es noch schafften zu entkommen, zu bergen. Manche waren bewusstlos, andere lagen einfach nur da und starrten auf das Feuer. Andere wiederum schrieen sich die Seele aus dem Leib vor schmerzen. Das Fleisch mancher Männer war einfach nur Schwarz, man sah kein Blut, die arme waren einfach nur schwarz durch die Vererbungen. Der Optio Rufus und Commodus begaben sich zu einen Soldaten der gerade versorgt wurde.


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    "Was ist passiert?"


    Unter Tränen erzählte er so gut es ging. Der Trupp wollte die Wälder Roden, dabei verstärkte sich der Wind und das Feuer hatte bereits den Anfang des Wäldchen in Brandt gesteckt. Ehe sich die Soldaten versahen waren sie eingeschlossen von den Flammen. Manch einer rannte durch das Feuer vor Panik, viele kamen dabei um. Der Optio Rufus, der es nur gut meinte klopfte den Schwerverletzten auf die Schulter, als er die Hand wegnahem, klebten an seiner Hand verbrannte Fetzen der Haut vom Verletzen.


    Die Verwundete wurden evakuiert und zum Stützpunk gebracht. Commodus befahl das sie sich dort sammeln sollten, dort sollte man sich um sie kümmern bis der Abtransport gewährleistet werden konnte.


    Der Nächste Tag war der schlimmste von allen. Vor den wenigen Zelten stapelten sich die Leichen der noch vor wenigen Stunden lebenden. Die Schreie derer, die Amputationen zu verzeichneten hatten, waren unerträglich. An diesen Tag verlor die Vigiles 30 Tapfere Mitglieder. Darunter der Optio Maximus, einer der fähigsten und erfahrensten Unteroffizieren die Commodus kannte. Aber all die vielen Jahre bei der Vigiles, halfen nichts als das Feuer sie einschloss. Gegen Mittag erhielt Commodus die nächste Schreckensmeldung, insgesamt 30 Tote und 55 Verwundete. Vom kleinen Hügel aus überwachte Commodus die Arbeiten und hoffte auf baldige Verstärkung.

  • Vom Hügel aus erspähte Commodus den Optio Rufus der die Arbeiten an der großen Schneise überwachte. Er ging hinunter und erkundigte sich über die fortschritte.


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    "Wie sieht es aus? Das Feuer ist bald hier. "


    Nicht gut, Centurio. Etwa 30 % sind erst ausgehoben. Wir schaffen es nicht.


    "Gut, dann zieh 100 Soldaten vom Graben ab, sie sollen alle Gräser und Büsche rausreißen an den stellen, wo noch nichts ausgehoben wurden. Das Feuer treibt immer mehr in unsere Richtung. Wie sieht es aus mit dem Waldstück nördlich von hier?"


    Völlig abgebrannt, es hat sich selbst seiner Nahrung entzogen. Denn Göttern sei dank konnte es nicht übergreifen. Centurio, siehst du das Waldstück südlich von hier, auf dem kleinen Berg? Dort ist ein Dorf, dass Feuer nährte sich bedrohlich dieser Ortschaft. Wir sollten es Evakuieren.


    "Ja gut, ich schicke ein paar Männer hinauf, sie sollen sich darum kümmern."


    Rufus nickte, Salutierte kurz wie immer und begannen mit dem Ausführern seiner Befehle.
    Commodus gab 5 Soldaten die Anweisung das Dorf unter Androhung von Gewalt zu räumen.

  • Als die 5 Soldaten der Vigiles im kleinen Dorf ankamen, sahen sie schon wie verzweifelt die Bürger des Dorfes gegen die Übermächtigen Flammen des Feuers kämpften. Mit Primitivsten Mitteln versuchten sie es, hatten aber keine Chance. Manche Häuser standen bereits in Flammen. Kinder und Frauen sammelten sich im Dorfzentrum an einen Brunnen. Als die Kinder die Vigiles sahen jubelten sie ihn zu, sie hoffte das sie ihr Dorf retten würden. Der Dorfälteste begab sich auf sie zu und umarmte sie.


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    Endlich seid ihr hier! Rettet unser Dorf, bitte, dass ist alles was wir besitzen.


    Der Soldat schüttelte mit beschämter Miene das Gesicht.


    Tut mir leid, wir sind nur hier um das Dorf zu räumen. Ihr solltet jetzt aufbrechen, nach Ostia.


    Aber warum rettet ihr unser Dorf nicht? Bitte löscht das Feuer, wir bezahlen euch auch!


    Der Soldat legte tröstend sein Arm auf seine Schulter und rede behutsam auf ihn ein.


    Wir sind nur 5 Mann, der Großteil der Vigiles arbeitet an der großen Schneise die Ostia schützen soll, wir haben nicht genug Männer um das Dorf zu retten. Es wird hier immer gefährlicher, selbst wenn wir die verfügbaren Männer hätten, so würden sie nicht mehr rechtzeitig kommen können. Ich bitte euch nun uns zu folgen, wir Räumen das Dorf.


    Der alte Mann nickte enttäuscht und ging zurück zu seinen Freunden und Nachbarn die sich alle mehr erhofft hatten, durch die Anwesenheit der Vigiles. Nach wenigen Minuten waren die Bewohner so weit und folgten zwei Soldaten der Vigiles die sie vom Berg hinunter führten in Sicherheit. Die restlichen 3 versuchten die letzten Jungen Männer zu überzeugen, dies war allerdings nicht so einfach.


    NEIN! Wir Verschwinden hier nicht! Das könnt ihr vergessen! Hier in diesen Dorf ist alles war wir besitzen! Was sollen wir machen, wenn alles weg ist? Unser Haus, unser Vieh... alles ist hier.


    Ich kann deine Sorgen gut verstehen, aber wenn du hier bleibst, wirst du Sterben. So einfach ist das. Und was nützt du deiner Familie Tod?


    Mit gesenkten Kopf und voller Wut und Hass nickte er nur knapp und folgte den Soldaten in Richtung der anderen nun Obdachlosen. Die Vigiles hatten Glück an diesen Tag, sie mussten niemanden mit Gewalt aus dem Dorf treiben. Nach schätzungsweiße 1 1/2 Stunden war das Dorf evakuiert und wurden den Flammen preis gegeben.


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  • Am späten Nachmittag erreichte das Flammenmeer die Schneise, oder das, was davon schon fertig geworden war. An vielen stellen war nur unzureichend gearbeitet wurden, es fehlte an allen ecken und enden an Soldaten und Arbeitern. Man konnte die Hand vor Augen nicht mehr sehen, der Wind drückte immer wieder das Feuer kurz über die Gräben. Allerdings erfolglos, der Großteil des brennenden Materiales wie Büsche usw wurden im Vorfeld bereits beseitigt wenn die Zeit reichte. Commodus konzentrierte 90 % seiner Soldaten auf die Stellen, wo noch nichts ausgehoben werden konnte. Mit Schaufeln und Äxten kämpften die Soldaten verzweifelt darum, dass das Feuer nicht weiter auf Ostia drang. Geduckt und Schwer keuchend ging Commodus die Linien ab. Überall, wo er ankam sah er das gleiche Bild, Soldaten kämpften mit allen Mitteln gegen denn schlimmsten Feind der Menschheit, dem Feuer. Das Atmen der Luft wurde zu einer Qual, wenn man Luft holte, hatte man im Trockenen Hals das Gefühl das er brennen würde, die Augen tränten und schmerzten vom fielen Rauch, aber die Soldaten der Vigiles mussten da durch. Rufus, der immer versuchte in seiner nähe zu sein, viel urplötzlich zu Boden. Commodus bemerkte dies nicht durch das laute schreien des Feuers und ging weiter. Der Wind trieb das Feuer und eine Flamme sprang hinaus die den Optio umwarf. Zum Glück war nichts passiert, der Mantel war vorher in Wasser getunkt wurden, um so etwas zu verhindern. Rufus sprang wieder auf und versuchte zu folgen.


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    "RUFUS!!! Wir brauchen dahinten mehr Männer, die schaffen es nicht allein."


    Unmöglich, alles ist bereits ausgedünnt. Außerdem Schaft es eh keiner her zu kommen, die hören uns nicht mal durch den Lärm.


    Commodus nickte Rufus zu.


    "Dann müssen wir wohl selbst Hand anlegen, also los."


    Die beiden griffen sich Schaufeln und versuchten die Gruppe so gut es ging zu unterstützen. Es war gar nicht so einfach Sand und Erde auf das Feuer zu werfen, die Flammen peitschten immer wieder nach vorne und hinterließen bei manchen leichte bis mittlere Verbrennungen auf Händen, Armen und den Gesicht. Viele Soldaten mussten ihre Arbeit abbrechen und zogen sich zurück, Übelkeit und Schwindelanfälle plagten sie, ein Zeichen für Rauchvergiftungen, da half auch kein feuchtes Tuch vor dem Mund bei so einem Feuer. Durch den Verlust dieser Kräfte, sprang das Feuer an manchen stellen schnell über, bis jetzt war noch keine ernsthafte Bedrohung gesichtet wurden, aber man hoffte sehnsüchtig auf die angeforderte Unterstützung aus Rom.


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  • Der Rauch wurde immer dichter und Commodus war größtenteils nur noch damit beschäftigt, nach Luft zu japsen als Feuer zu löschen. Wie es aussah, hatte das Feuer bereits an mehreren stellen übergegriffen, selbst das starke konzentrieren von Soldaten an gefährdeten Stellen nützte gar nichts. Es war nicht das Feuer, nein die Hitze und der Rauch besiegten die Körper der Vigiles, aber nicht ihren Willen. Rufus packte Commodus am Kragen und zog ihn zurück in Sicherheit.


    Das Feuer hat die stellen ohne Gräben überrannt. Wir konnte nicht alles Brennbare Material entfernen. Wenn wir uns nicht zurück ziehen, riskieren wir, dass kleine Trupps eingeschlossen werden.
    Commodus hatte im Eifer des Gefechts die Gefahr nicht gesehen. Er schüttelte kurz den Kopf und rieb sich die Augen.


    "Ja, Rufus... sie sollen sich zurück ziehen... bis zum Hügel mit dem Zeltlager. Dort sammeln wir uns und gruppieren um."


    Jawohl Centurio.


    Rufus rannte los und ging die Linien ab. Jeden einzelne Soldat den er fand sagte er bescheid, dieser tat das Gleiche und so wusste bald jeder was befohlen wurde.
    Als Commodus am Kommandozelt eintraf war der Großteil schon angekommen. Sie lagen am Boden, erbrechend und ganz und gar erschöpft. Einige hatten noch die Kraft um Verwundete zu versorgen.


    Centurio, etwa 20 Mann werden noch vermisst.


    "Rufus, wie viel Einsatzfähige Leute haben wir noch?"


    Ich... äh... ich weiß nicht genau.... vielleicht so um die 250 Mann. Die meisten kotzen sich die Seele aus dem Leib durch die Rauchvergiftungen.


    Commodus ging näher an den Optio Rufus heran und zeigte auf eine stelle, wo das Feuer durch gebrochen war.


    "Siehst du das? Die stelle dort ist am gefährlichsten! Wenn wir es nur schaffen, einen kleinen Gürtel vor die stelle zu ziehen, an dem das Feuer rübergesprungen ist, können wir schlimmeres vermeiden. Du nimmst dir 50 Mann und gehst von links rein und ich gehe mit 50 von rechts rein. Wir kämpfen uns durch den Qualm und versuchen eine kleine Schneise knapp vor dem Feuer zu errichten. Wenn uns das gelingt, verbinden wir die kleine Schneise mit der großen, in form eine Daumens."


    Rufus überlegte kurz und stimmte dann zu. Beide suchten sich 50 Mann aus, jeder der noch irgendwie zu gebrauchen war, wurde gekascht und in neu zusammen gewürfelte Gruppen eingefügt. Dann stürzten sie sich wieder in die Flammen und versuchten eine kleine flache Schneise zuschlagen, es musste einfach gelingen.

  • Innerhalb von einer Halben Stunde hatten sie geschafft eine Daumen ähnliche Schneise um das ausgebrochene Feuer zu schlagen. Langsam zogen sich die Vigiles zurück aus dem Qualm und begutachteten wie das Feuer sich selbst löschte, alles was brannte wurde entfernt von den Soldaten. Vom Hügel aus beobachteten die Vigiles ihre Arbeit, sie hockten sich hin und klopfte sich gegenseitig auf die Schulter. Das erste mal nach 2 Tagen sah Commodus seine Erschöpften Soldaten lächeln. Viele Kammerden hat es gekostet, die Herrschaft des Feuers zu brechen. Nun mussten sie nur noch darauf achten, dass das Feuer nicht woanders übersprang, und wenn doch, müssten sie wider hinein, in die Flammen. Aber alles war ruhig. Das Feuer brannte vor sich hin und Fraß die letzte Nahrung die es bekommen würde.


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    "Rufus, du bist schon länger bei der Vigiles, was meinst du wie lange es noch brennt?"


    Rufus antwortete mit Kohlschwarzen Gesicht und einen lächeln.


    Ich denke noch 2 Tage, wir müssen später noch mit Stangen nach Brandtnestern suchen die sich unter der Asche verstecken.


    "Naja, das schlimmste ist überstanden, wenn das Feuer runter ist müssen wir auch noch die Leichen, oder was davon übrig ist, aus dem Wald bergen, dass wird sicherlich keine schöne Arbeit."


    Rufus verlor sein lächeln bei diesen Gedanken und blieb stumm sitzen neben Commodus.

  • Nach einem halben Tag erreichten die 1000 Soldaten aus Rom endlich den Ort des Geschehens. Sie ersetzten die verbrauchten Kräfte aus Ostia und achteten auf das Feuer. Sie zogen die Schneisen vorsichtshalber etwas in die Breite und achteten auf Feuernester die mit langen Eisenstangen gesucht wurden.

  • Am Horizont zogen dunkle Wolken auf, fast als hätten sie die Soldaten von Rom hierher verfolgt.
    Ein kurzes heftiges Gewitter hatte sich an diesem Tag bereits über Rom entladen, der Regen war weitergewandert.
    Eine wundersame Richtung, die er genommen hatte, in Richtung Ostia, doch der Götter Fügung soll man nicht in Frage stellen.


    Es dauerte nicht lange, kam auch schon eine dicke Regenwand näher, sie steuerte auf die Brände zu, regnete sich ergiebig aus und verschwand so schnell wie sie gekommen war.

  • Es war, als wenn die Götter an diesen Tag auf uns herab lächelten. Kurz nachdem die Verstärkung eingetroffen war, fing es an zu Regnen. Der Platzregen löschte das Feuer zwar nicht Komplet, löschte aber die großen Herde des Feuers. Die Pflanzen und Gräser die noch nicht vom Feuer verschlungen wurden waren, waren nass. Das Garantierte das es nicht mehr übergreifen konnte. Vom Verbrannten Boden stiegen weiße große Rauchfahnen auf, dass Feuer loderte also noch leicht. Commodus begrüßte in der zwischenzeit den Tribun der angekommen war und berichtete ihn über alles was in der Zeit geschehen war. Er hörte Commodus aufmerksam zu und erblickte seine Männer an, sie waren kaputt und ausgelaugt. Zum Glück waren die Verwundeten bereits weggeschafft wurden.


    Nun Centurio, du und deine Männer können abrücken, wir übernehmen hier für euch. Wir kümmern uns darum das das Feuer auch wirklich gelöscht wurde.


    "Danke, Tribun. Ich werde gleich abrücken, es gibt da nur noch etwas, was wir erledigen müssen."


    Commodus salutierte und ging zurück zu seinen Männern. Sie gingen zum Wäldchen, was nun passierbar war. Sie fanden das, was sie suchten. Ihre Freunde und Brüder. Größtenteils waren nur noch Helme, Knochen und Eimer mit Sand übrig. Sie breiteten die Filzdecken aus und packten vorsichtig ihre Kameraden darauf. Ein Soldat an jedes Ende der Decke, so wurden daraus Liegen mit den sie ihre Toten Helden zu den Karren schafften, die zurück nach Ostia gingen. Insgesamt verlor die Vigiles in diesen Waldstück 30 Soldaten und 8 weitere an der Schneise, ein Dunkler Tag in der Chronik dieser Einheit.


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    Als alles verladen war, wurden die Pferde und Esel vor den Karren gespannt, es konnte zurück gehen nach Ostia. Der Gestank von Schweiß, Tod und Erbrochenen hing in der Luft, jeder wollte nur noch zurück.

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