Gastropodea

  • Es war noch recht früh am Nachmittag als Titus Tranquillus seine Versteigerung begann. Gerade eben hatte er sein "Erstangebot" auf die Bühne gebracht und fing dann auch schon an es zu bewerben.


    "Verehrte Kundschaft seht her und passt auf. Hier sehr ihr nun meine erste Versteigerung, für heute und ich wäre nicht der Titus Tranquillus wenn ich dafür nicht etwas ganz besonderes im Angebot hätte."


    Titus deutete auf Gastropodea.


    "Geboren in Germania als Tochter einer Germanin und mit einem Vater aus einem höherem Volk", jeder wusste das damit ein Römer gemeint war doch Titus sprach es nicht aus um nicht eventuelle Zuhörer zu beleidigen die eine Verbindung zwischen einer Barbarin und einem Römer anstößig fanden.
    "vereint sie das beste aus diesen beiden Welten. Sowohl Schönheit als auch Robustheit. Sowohl angenehme Gesellschaft in diversen Sichtweisen als auch zupackende Arbeiterin in Haus und auf Hof. Kommt ruhig näher und betrachtet die Ware ausgiebig."


    Ein paar erste Interessenten kamen näher und Titus präsentierte die mittelgroße, schlanke und blauäugige knapp 20 Jahre alte Frau. Obwohl dieses Aussehen doch den ein oder anderen dazu verleitete zu meinen das wohl beide Elternteile Germanen gewesen sein müssten.
    Da Gastropodeas Kleidung gerade allerdings in keinem so gutem Zustand war blockte er eventuelle Anspielungen darauf meist so ab das er gerade dann hinten etwas an der Kleidung zog das sie zum richtigen Zeitpunkt vorne zu eng wurde. Das ließ für den anderen jede weitere Frage in diese Richtung verstummen.


    Eine recht alte stark aufgetackelte Frau trat an den Stand. Titus erkannte sie als die Haarkünstlerin die im Moment in Roma am angesagtesten war. Erst gestern hatte er zufällig mitbekommen das ihr zwei Sklaven abhanden gekommen waren.
    "Calpurnia mein Augenstern", begrüßte er die alte Frau persönlich.
    "Schau hier das Mädel wäre doch was für dich", er öffnete die bisher zu einem Zopf zusammen gebundenen Haare der Sklavin. Selbst Titus war diese Haarpracht aufgefallen die wohl das herausragenste Merkmal der Sklavin war und hatte die Haare extra heute Morgen noch waschen lassen.
    "Schau dir diese Haare an. Damit kannst du doch gleich mehrere Römerinnen mit glücklich machen. Die wachsen auch wie Unkraut. Ich schwöre dir mindestens eine Handbreit pro Monat. Und bis die wieder lang genug sind zum ernten kann die Sklavin dir prima den Haushalt führen!"


    Die alte Frau schlug nicht sofort ein aber blieb auch stehen und verfolgte die Versteigerung.


    So und anders pries Titus noch eine Weile seine Ware an. Den einen wies er auf die gebräunte Haut hin die doch ganz vortreffliche zum momentan angesagtem Fliesenspiegel passen würde. Den anderen auf das entzückende Stupsnäschen was man sicherlich hunderte Male würde zeichnen können. Den nächsten auf die ausgeformten Arme und Beine die deutlich anzeigten das die Sklavin arbeiten konnte. Einen letzten zeigte er etwas mehr Haut um zu beweisen das es bisher noch keine Gebrauchsspuren von Peitschen oder grober Behandlung zu sehen gab. Die Sklavin so also in jeglicher Lage, Position und Anlass einen optisch einwandfreien Eindruck machen würde.



    Doch alles Ware anpreisen hatte einmal ein Ende und Titus zog sich ein wenig zurück. Falls weiter Kaufinteressenten noch fragen hatten konnte diese Sklavin die auch gut selber beantworten. Eingreifen konnte er dann ja noch immer.



    "Verehrte Kundschaft nun kommt das beste an dieser Ware . Da es sich mit ihr um meine erste Versteigerung heute handelt fangen wir wie immer mit einem unschlagbaren Angebot an. Das Startgebot für diese Sklavin liegt bei lächerlichen 100 Sesterzen. Ich kann euch versichern ich bin mehr als nur versucht selber von der Bühne zu steigen und mitzubieten! Also die Versteigerung ist hiermit eröffnet!"



    Sim-Off:

    Die Versteigerung endet am 02.03.2014 um 19:59:59! Alle Gebote danach oder editierte Beiträge werden nicht berücksichtigt.

  • Gastropodea stand nun alleine auf dem Podest und schaute in die Menge. Ja, sie war in Roma... Dem Ziel ihrer Träume.... Dass sie auf dem Podest dieses schmierigen Sklavenhändler stand - na ja, damit konnte sie leben. Wenn schon Sklavin, dann in Roma, dem Zentrum der Welt und nicht am Ende der Welt in einen kleinen Kaff nahe dem Limes... Hier War die Chance auf ein besseres Leben.
    Diese Alte Frau.... will die etwa??? Sicherheitshalber lächelte Gastropodea die potentielle Käuferin an...
    Und so viele Menschen... Allein vor dem Stand sammelten sich mehr Menschen als in ganz Castra Lopodunum lebten.
    Zum ersten mal war sie etwas verschüchtert. Um dieses zu überspielen bewegte sie sich ein bisschen um ihre Figur besser zu präsentieren können und lächelte in die Menge

  • Varus ging ein wenig verwirrt über den Sklavenmarkt. Commodus hatte ihn losgeschickt hier ein ganz besonderes Geschenk zu kaufen. Merkwürdig war das er nicht genau gesagt hatte für wen das Geschenk war und noch merkwürdiger das er es selber nicht wollte sondern Varus dafür vorgeschickt hatte.


    So kam er dann bald vor der neusten Versteigerung von Titus Tranquillus und betrachtete die angebotene Ware.
    Rein von außen betrachtet könnte das etwas sein was Commodus sich vorgestellt hatte. Das einzige was er noch wusste, naja nicht unbedingt wusste aber er war sich ziemlich sicher, dass das Geschenk für einen Mann war. War gar nicht einfach unter diesen Umständen was passendes zu finden. Mangels Alternativen, bisher hatte er auf dem Sklavenmarkt im heutigen Angebot noch nichts passendes gesehen.
    Ging er zu der Sklavin und fragte:


    "Welche Sprachen sprichst du? Waren deine bisherigen Besitzer Männer oder Frauen und was deine jeweiligen Tätigkeiten in diesen Haushalten?"

  • Gastropodea sah einen jungen Mann in Richtung des Standes schlendern. Suchend sah er sich um. Zweifellos ein Römer... Hatte er vielleicht Interesse? Auf jeden Fall weit besser als die alte Vettel die es auf ihre Haare abgesehen hatte. Sie lächelte ihn an.
    Tatsachlich er redete mit ihr. Und fragte nach ihrer Herkunft.
    “Herr ich spreche Latein und einige Germanische Dialekte. Auch die Sprache der Cananefaten beherrsche ich etwas, denn eine Ala von ihren Truppen ist in meiner Heimatstadt stationiert.” Sie sah den Frager an. Kräfig und durchtrainiert sah er ja schon aus. “Ich hatte bisher zwei Besitzer. Der erste war ein älterer Magistrat aus Castra Lopodunum, der mich alles lehrte was man braucht um einen Haushalt zu führen. Weben, nähen, waschen, kochen, Vorräte vorbereiten, Sachen einzukaufen, zu handeln...” Sie sah den Fremden in die Augen “... und ausserdem Lesen und retwas rechnen, den sein Augenlicht wurde schwach und ein guter Secretarius ist in Germanien schwer zu finden, Herr.” Sie lächelte den Frager an, und fuhr sich durch ihr langes Haar. “Nach seinen Tod kam ich zu einer Familie in Mongotiacum. Dort wurde ich in im Haushalt eingesetzt. Der Herr brachte mir dann auch alles bei, err, wie soll ich es am besten ausdrücken....... was eine gut Frau und Sklavin wissen müsste – so sagte er- und seine Ehefrau bekam Wind davon. Herr, so kam ich nach Roma.”
    Je länger sie den Fremden ansah, desto eher konnte sie ihn sich als ihren potentiellen Käufer vorstellen. Hoffentlich wartete keine solche alte Schreckschraube zuhause auf ihn, wie die Gemahlin ihres letzten Herren eine gewesen war.
    Kokett drehte sich sich etwas und streckte sich. Dadurch kamen ihre Brüste noch einmal zur Geltung.

  • Gastropdea lächelte immer noch Tiberius an. "Herr, wie wäre es? Traut euch zu bieten! 100 Sesterzen für mich sind ein Schnäppchen. Aber überlegt was ihr dafür bekommt. Ich könnte für euren Haushalt sorgen und euch die nötige Buchführung abnehmen Und..." Sie blickte verschämt zu Boden "...Vielleicht auch euer Bett für euch wärmen - falls ihr diese wünschen solltet! Und wenn ihr mir überdrüssig werden solltet, dann wisst ihr wo ihr mich wieder los bekommt."
    Wie um ihre Worte zu bestätigen, strich sie sich nun ihre goldene Haarpracht aus dem Gesicht.

  • Varus überlegt einen Moment und ließ sich auch von der Sklavin nicht drängen. Was nicht hieß das er nicht die rausgedrückten Kurven begutachtete und anerkennend eine Augenbraue hob als die Haare ins Bild gebracht wurden.


    Gut aussehen tat sie schon einmal, ebenso noch recht jung und ganz offenbar vollkommen unbeschädigt. Erste Anforderung also abgehakt.
    Dumm war sie offenbar auch nicht. Zweite Anforderung auch abgehakt.
    Für eine Sklavin recht offensiv was das antworten anging und auch das verteilen ihres Könnens bzw. das anbieten ihrer Dienst. Ja damit wäre wohl recht gut auch die dritte Anforderung erfüllt die Varus mitbekommen hatte.


    Die letzte war der Preis und da lag die Sklavin noch weit unter dem was Commodus als Grenze ausgegeben hatte.


    Varus schaute also kurz in Richtung des Händlers und sagte:
    "100 Sesterzen"


    Erst danach blickte Varus die Sklavin wieder an.
    "Es ist immer gut wenn man tut was von einem verlangt wird und die Wünsche seines Herren erfüllt. Cananefaten... wo kommen die denn nochmal her? Wie alt bist du genau und hast du schon Kinder zur Welt gebracht? Wie oft warst du im wilden Germanien denn so krank?"


    Alles keine Fragen die für die Erfüllung von Commodus Auftrag unbedingt wichtig waren, naja bis auf die zweite vielleicht. Aber Varus hatte wirklich keinen Schimmer wer oder was die Cananefaten waren. Musste irgendwas mit Hasen zu tun haben....

  • Gastropodea hörte das erste Gebot. 100 Sesterze! Für ein erstes gebot nicht schlecht, aber sie wusste auch, dass ihr preis ihren Status bestimmen würde. Je höher je besser. Aber ihr potentieller Herr sah einfach gut aus.
    "Herr, das sind viele Fragen.... Canenefaten sind Germanen die aus den Westen Germaniens kommen. Ihre Nachbarn sind die Batavier, mit denen zusammen wagten sie sogar den Aufstand gegen Rom. das war vor ungefähr vierzig Jahren. Heute aber dienen sie in der Legion, eine Abteilung ihrer Auxilare sind in Castra Lopodunum stationiert, Herr.
    ich weiß nicht genau wie alt ich bin, genauso wenig wie wer mein Vater ist. aber ich schätze, dass ich um die 18 bis 19 Jahre alt bin. Kinder hatte ich noch nicht. Mein erster Herr hatte andere Bedürfnisse. Und mein zweiter Herr...
    " sie hüstelte und hielt ihre Hand vor den Mund. Nun flüsterte sie wie ein Schauspieler auf der Bühne "Mein zweiter Herr hatte zwar Interesse an mir, aber keine Gelegenheit Kinder mit mir zu zeugen. Aber die Gattin, die durchaus eine der "Wohlmeinenden" hätte sein können durchschaute ihn. Daher, Herr, bin ich nun in Roma und ihr, Herr, konntet für mich bieten."
    Gastropodea lächelte. Und fuhr, nunmehr mit "normaler" Stimme fort: "Krank war ich eigentlich nicht. Vielleicht eine Erkältung im kalten germanischen Winter. Aber sonst habe ich die Robustheit meiner Mutter geerbt. Und, Herr, ich habe sogar noch alle Zähne.... Wenn Ihr wollt, dürft ihr euch gerne davon überzeugen." Mit diesen Worten beugte sich so vor, dass Tiberius genau den Inhalt ihrer Tunika und den geöffneten Mund begutachten konnte. Für sich dachte sie, dass dieses wohl genügen wollte um ihn weiter für sie bieten zu lassen....

  • "Ach die... ja von den Batavern hab ich gehört. Ist dann wohl eher ein kleiner Stamm diese Canenefaten", und eigentlich ja auch vollkommen egal dachte Varus da es ja wohl nicht wirklich um die ging.


    Hmm keine Kinder bisher und nicht wirklich oft krank. Das Alter war auch noch in Ordnung.


    Als die Sklavin sich dann runterbeugte schaute Varus keineswegs weg. Auf die Zähne achtete er nur einen Liedschlag. Waren offensichtlich noch alle da und riechen konnte er auch nichts fauliges.
    Den Rest seiner Aufmerksamkeit nahm dann die "Auslage" ein. Er war ja nur wenig älter als 20, kein so tugendhafter Mann wie vielleicht Cicero und unverheiratet. Da erregte eine solch schön dargebrachte Auslage natürlich Aufmerksamkeit. Seine Augen wanderten mehrfach von einem zum anderen Teil der Auslage und zwischendurch mal zu seiner geöffneten Hand. Ganz so als ob er irgendetwas abschätzen wollte.


    "Deine Mutter war also auch stets gesund und hatte viele Kinder?"

  • Gastropodea beobachtete die Reaktionen ihres Gegenübers genau. Innerlich jubelte sie. Sie war in Roma und ein gut aussehender Herr schien sich für sie zu interessieren.
    Langsam richtete sie sich auf und sprach so laut, dass die Menge sie gut hören konnte. "Ich bin das jüngste Kind meiner Mutter. Sie bekam mich ungefähr ein Jahr nachdem sie mein Herr gekauft hatte. Allerdings weiß ich, dass sie vorher schon andere Kinder hatte. Meines Wissens haben alle überlebt. Und wie es ihr nun geht, weiß ich nicht. Als wir getrennt wurden war sie allerdings noch bei bester Gesundheit. Leider ist oft des Sklaven ihr Los dass sie von ihren Familien getrennt werden. Ich hoffe, dass die Götter sich etwas dabei gedacht haben, und es nicht ein schlechter Scherz der Olympier ist" Sie seufzte vernehmlich. "Ich hoffe, so bald wie möglich, Juno opfern zu können und sie zu bitten ein Auge auf meine Mutter zu werfen."

  • http://www.kulueke.net/pics/ir…pezielle/valahelfer05.png "Dominus!" , klagte Sirius mit stets quäkender und voll Melodram beladener Stimme, "Du machst mich unglücklich! Das kannst du doch nicht tun! War ich dir nicht immer ein treuer Diener? War ich nicht pflichteifrig, tugendhaft und treu?"
    "Wenn du es schon so wissen willst...", brummte Vala als sich die beiden durch die Menschenmenge eines der Sklavenmärkte der Millionenstadt schlängelten, "...nein, warst du ganz sicher nicht!"
    "Das ist nicht waaaaahahaaaaar...." , jammerte Sirius, der in der Menschenmenge sein möglichstes tat theatralisch um seinen Herr herumzutanzen, "Ich war der beste, der schlaueste, der schnellste, der aller-aller-aller-aller-allerbeste! Ich habe dies nicht verdient! Du bist ein schrecklicher Herr, Dominus! Sowas kannst du mir nicht antun!"
    "Herrgott, Sirius!", fluchte Vala während sie sich weiter vorarbeiteten, "Jetzt beruhig dich wieder, wir sind in der Öffentlichkeit!"
    "Wie könnte ich mich beruhigen!" , tönte Sirius weiterhin entsetzt und voll Weltschmerz, "Du willst mich ersetzen! Jawoll, untreu willst du mir werden, du... du... Dominus du! Mich, der ich dir stets mit Grips und Griff gedient habe! Ersetzen, wegwerfen wie einen alten Lappen!"
    "Du hast da etwas grundlegend falsch verstanden.", schnaubte Vala jetzt doch einen Hauch von Nerven zeigend, "Die Sklavin..."
    "Ja, genau, als wäre das nicht schon schlimm genug!" , fluchte Sirius zeternd und keine Skrupel zeigend seinen Herrn zu unterbrechen, "Du willst mich gegen ein WEIB eintauschen! Eine Frau! Wieviel Verachtung kann ein Herr seinem Sklaven gegenüber zeigen, wenn er sie gegen eine FRAU eintauscht! Du willst doch nur ihre Möpse!"
    "Nein, auch wenn Möpse durchaus was für sich haben!", gab Vala schulterzuckend zu während er sich durch die Menge drängte. In ein paar Tagen endlich würde er endlich Liktoren haben die ihm den Weg freiräumten... ein paar Tage noch.
    "Nicht, wenn sie durchblutet sind. Diese wabbeligen, weichen und stets anders aussehenden Dinger kann doch kein Mensch ernstnehmen!" , protestierte Sirius vehement.
    "Naja... die gesamte Männerheit nimmst Brüste SEHR ernst.", entgegnete Vala und blieb in der Nähe des Verkaufsstands des Titus Tranquillus stehen, weil dort offensichtlich eine jüngere Sklavin angeboten wurde, "..und jetzt halt mal den Rand. Sie ist ja nicht für mich."
    "Wer sie? Die Brüste?" , zeigte Sirius sich einen Moment lang irritiert.
    "Die Sklavin!", ächzte Vala genervt.
    "Welche Sklavin?" , verblieb der Sklave unwissend.
    "DIE DIE WIR JETZT KAUFEN WERDEN.", fluchte Vala mit knirschenden Zähnen und deutete gen Verkaufspodest, "Jetzt geh du verdammter Irrer und mach ausfindig, ob diese Sklavin etwas taugt!"
    "Das hättest du durchaus auch etwas netter sagen können..." , brummte Sirius und duckte sich unter der Hand hinweg, die zielstrebig ihren Weg gen seinen Hinterkopf suchte, um Richtung des Verkaufsgeschehens zu verschwinden.
    Weiter vorne hörte er sich das Gespräch zwischen einem potentiellen Bieter und der Sklavin an, nickte hier und da verstehend und machte vor allem ein enorm wichtiges und sehr kritisches Gesicht, als er schließlich die Hand hob um mit lauter und bedeutungsschwangerer Stimme kundzutun: "MEIN HERR, DER SENATOR UND DESIGNIERTE PRÄTOR TITUS DUCCIUS VALA VERLANGT ZU WISSEN, OB DIESE SKLAVIN MÖPSE HAT!"
    Im Anschluss an diese Verlautbarung kehrte eine Sekunde Stille ein. Eine Sekunde, als würde alle Welt den Atem anhalten. Eine Sekunde in der nicht ein Geräusch zu hören war.
    Bis auf ein sehr charakteristisches Klatschen im Hintergrund.

  • Morrigan trieb sie wie oft in letzter Zeit auf den Märkten rum. So hatte sie auch mitbekommen, wie die Sklavin sich dort oben anbot wie eine Lupa... Ein verächtlicher Blick fiel auf die frau auf der Bühne.
    Dann jedoch wurde sie von etwas anderem abgelenkt. Sie belauschte ein Streitgespräch, obwohl belauschen? Nein so konnte man das wirklich nicht nennen, die Beiden unterhielten ja förmlich den ganzen Markt. Sich die Hand vor den Mund halten um nicht laut loszulachen, blieb mal in der Nähe der beiden Zankäpfel, denn das Ganze konnte nur noch besser werden.
    Während sich der Sklave den Weg zur Bühne bahnte, betrachtete sich Morrigan den Mann genauer.
    Sie hatte ihn schon mal gesehen, aber wo nur? In ihrem Gedächtnis kramend, fiel es ihr schließlich ein. Genau das war doch der Kerl, der am Tag ihrer Versteigerung neben Lepidus gestanden hatte.
    Dann hörte sie das Brüllen, des Sklaven, der doch tatsächlich fragte ob die Sklavin Brüste hatte. Nicht nur die Frage sondern auch das WIE, entlockte Morrigan ein nun doch lautes Lachen. Es war einfach zu köstlich...

  • Varus war sich nach den letzten Worten der Sklavin, naja gut den ersten Teil den zweiten mit den Göttern und dem Iunoopfer weniger, recht sicher das diese Sklavin ziemlich gut passen würde zudem was Commodus ihm mitgeteilt was er haben wollte.


    Da bisher noch keine weiteren Biete aufgetreten waren sah er sich erst einmal um.


    Bevor der die Konkurrenz aber auch nur zur Hälfte gesehen hatte krähte es nur wenige neben ihm los.


    Für einen Moment war Varus sprachlos und schaute kurz vom Sklaven zum offensichtlichen Herren. Der schlug gerade, wahrscheinlich vor Scham die Hände vors Gesicht. Nützte ja aber nix da der Sklave ja seinen Namen genannt hatte. Mit großer Mühe konnte Varus ein lautes Auflachen verhindert, im Gegensatz zu einigen anderen Anwesenden. Wenn der wirklich Senator war wäre es wahrscheinlich keine gute Idee es für ihn noch peinlicher zu machen.


    Gespannt wartete Varus wie es weiterging.

  • Gastropodea lies ihren Blick vom Podest schweifen. Der Platz davor füllte sich mit langsam weiter - so viele Menschen. Eine kleine athletische junge Frau drückte sich an der Ecke herum. Ihre Blicke zeigten Verachtung. Ein lächeln kräuselte Gastropodeas Lippen. Die Frau schien selbst eine Sklavin zu sein, aber verachtete ihre Standesgenossen.
    Aber da... ein Paar. Ein Bürger wie es aussah und sein Sklave. Der Herr sah in ihre Richtung.. und sagte etwas zum Sklaven. Wollte er wirklich steigern lassen? Plötzlich rief der Sklave."MEIN HERR, DER SENATOR UND DESIGNIERTE PRÄTOR TITUS DUCCIUS VALA VERLANGT ZU WISSEN, OB DIESE SKLAVIN MÖPSE HAT!"
    Gastropodea begann zu lachen. Diese Sklave war wirklich zu putzig. Außerdem bekam sie ein bisschen Mitleid mit ihm, nachdem er von seinen Herren die Mutter aller Maulschellen gefangen hatte.
    Sie wendete sich dem Pärchen zu. Der Herr stand mit versteinerten Gesicht da, der Sklave jammerte. Den Herren ansehend streifte sie die Tunika mit einer schnellen Bewegung über ihren Kopf und stand entblößt auf dem Podest. "Urteile selbst. Aber ich gehe davon aus, dass Ich mehr Möpse habe, als du je gesehen und dir erträumt hast. Richte deinen Herren, dem Senator und designierten Prätor aus, dass er mit meinen Möpsen zufrieden wäre.... Und unter uns... Ich würde zu diesen Fleischstand dahinten gehen und mir ein rohes Rindersteak auf das Auge legen... danach solltest du dein Gesicht mit Camilla spülen und kühlen. Denn wenn nicht, dann kannst du Morgen zu deinen Herr sagen:"Herr, ihre Möpse waren so groß wie die Beule in meinen Gesicht! Nur waren sie von einer schönen leicht gebräunten Farbe, und nicht blauschwarz wie mein Gesicht"

  • So einfach hatte Apolonia sich das Leben in der Villa Claudia nicht vorgestellt. Meist streifte sie durch die Stadt und versuchte dabei Morrigan und Dracon aus dem Weg zu gehen.
    Heute war sie wieder einmal unterwegs auf Beutezug und kam am Sklavenmarkt vorbei, wo das übliche Gedränge herrschte.
    Plötzlich hörte sie ein lautes Lachen, welches ihr bekannt vorkam. Sie ging näher vor und wirkliches war Morrigan.
    Über was sie so herzhaft gelacht hatte, wusste sie nicht, doch es schien mit der Sklavin zu tun haben, die sich da oben regelrecht anbiederte. Was erzählte dir gerade suchend schaute sich Apolonia um. Weit und breit war kein Sklave mit Beule zu sehen. Jetzt war ihre Neugierde vollends geweckt und sie trat zu Morrigan. „Ist das eine Lupa? Und wer hat eine Beule bekommen?“ Lauter als es normal war, stellte sie dies Fragen, denn Apolonia begann sich über das Tun und Gerede der Sklavin zu ärgern. Sie selber war bestimmt kein Kind von Traurigkeit und hätte manch eine Sklavin in den Schatten gestellt. Doch die verletzte gerade den Stolz und die Würde der Sklaven.

  • Titus wurde es zu bunt und gefährlich. Lachen war ja in Ordnung und die Sklavin sah ja auch nackt gut aus. Doch erstens wollte er seine Ware nicht so angeboten sehen und zweitens wenn die Lacher auf die Kosten eines Senators gingen war das nie eine gute Idee.


    Er trat also an die Sklavin heran und gab ihr für die Zuschauer einen leichten Klaps auf den Hintern. Seine Hand blieb allerdings auf der einen Backe liegen und drückte brutal zu. Das würde sicherlich 5 wenn nicht gar einen großen blauen Fleck geben.


    Ins Publikum grinsend zischte er der Sklavin zu
    "Mal ganz ruhig bleiben du bist Sklavin und keine Dramaschauspielerin!"


    An den Senator gerichtet sagte er erst einmal nichts. Der würde sicherlich erst einmal mit seinem Sklaven befassen.

  • Gastropodea verzog das Gesicht ob des Schmerzes. Um zu zeigen, dass sie verstanden hatte nickte sie Titus Tranquilllus zu.
    Langsam beugte sie sich herunter, nahm die Tunika auf, die sie ausschüttelte und sich wieder über den Körper streifte. Mit einer geübten Bewegung ordnete sie wieder ihre Locken.
    Mit gesenkten Blick stand sie nun auf dem Podest. Aus den Augenwinkeln schaute sie in die Menge und wartete auf das nächste Gebot.

  • Zufrieden damit wie die Sklavin reagierte wandte Titus sich nun auch wieder an die potentiellen Käufer:


    "Verehrte Kundschaft noch immer steht das Gebot bei lediglich 100 Sesterzen. Also für den Preis kauf ich sie ja selber. Ihr alle habt schon einiges von der Sklavin gehört und gesehen. Solch ein großer Haufen Qualitäten auf einen Schlag das kann ich unmöglich für nur 100 Sesterzen losschlagen!"


    Auffordernd blickte er die potentiellen Bieter an die sich bis jetzt noch zu keinem Gebot erhoben hatten. Also damit alle außer dem Helvetier.

  • Mach ma 200 draus diesmal kam es legere aus der Menge. Langsam wichen Zuschauer zur Seite und durch die schmale Gasse schälten sich Hildulf und Germanicus Aculeo.


    Ein lauer Spätwintertag lud immer wieder zum Einkauf ein, nicht weil das Angebot so verlockend war sondern einfach nur der frischen Luft wegen. Luft...das war das Stichwort. Eine Luftveränderung wäre irgendwie kommode. Rom stank Aculeo schon seit längerem und in Ostia war die Luft auch nicht besser. Da war nur der Fisch und das Meer aber....es gab sicher besseres. Er seufzte.

  • Gastropdea hörte nur 200. Es schien sich noch jemand für sie zu interessieren. Sie blickte in die Menge und sah, dass ein Equites für sie geboten hatte. Man sah ihm an, dass er schon einiges erlebt hatte. Begleitet wurde er von von einen riesenhaften Germanen. "Bei allen Göttern, er sieht aus wie Mars Thincsus!" entfuhr es ihr. "Nein, er hat ja noch beide Hände. Seine Hand war nicht in Fenrirs Maul."

  • Varus erkannte und kannte den ersten richtigen Bieter gut. Er nickte Aculeo grinsend zu.
    Ganz seinem Verhalten bei bisherigen Versteigerungen bot er dann nicht viel über dem von Aculeo


    "250 Sesterzen!"

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