Cubiculum|Quintus Claudius Iavolenus

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    Morrigan bereitete mit den beiden Sklaven alles für deren Herren vor, als alles sauber war, die Obstschale und das Wasser an ihren Plätzen, die wäsche weggeräumt, alles frisch bezogen war und es nun sauber und frisch roch, schickte sie die beiden in die Küche, damit sie sich was zum Essen holen konnten und sich etwas von der Reise erholen konnte. Sie selbst ging in den Garten und pflückte einen Strauß Blumen. Die arrangierte sie so, dass sie sich harmonisch in das Gesamtbild passten. Sie schaute sich noch einmal um, es war alles so vorbereitet, wie es erwartet wurde. Leise schloss sie die Tür und begab sich zurück ins Atrium.

  • Nach dem Beusch in der Villa Aurelia und nachdem Iavolenus sich mit seinen Sklaven durch die überfüllten Straßen nach Hause gezwängt hatte, brauchte er erstmal etwas Ruhe. So ging er in sein Cubiculum und setzte sich auf das Bett.


    Seine Gedankenstrom schien ununterbrechlich zu sein. Alles mögliche spielte sich in seinem Kopf ab, aber es gab Gefühle, die ganz besonders an ihm nagten: Sorgen. Sorgen um die bevorstehende Rede bei den Salii Palatini. Was, wenn er sich da blamierte? Sein Onkel würde auch da sitzen und alles mitkriegen! Was, wenn ihm für seine Rede überhaupt nichts einfiel? Was sollte er dann machen? Wohl kaum sagen: Ja, entschuldigt bitte, aber mir ist leider nichts eingefallen, was ich hier sagen könnte, aber ich würde mich freuen, wenn ich trotzdem aufgenommen werde...


    Nein, das durfte auf keinen Fall passieren! Es musste ihm doch etwas einfallen! Am besten verfasste Iavolenus die Rede gleich jetzt. Er holte eine Wachstafel und einen Griffel hervor und versuchte, sich etwas einfallen zu lassen.


    Also... erstmal die Begrüßung, war ja klar. Da sagte er am besten was wie Salve! oder so ähnlich. Dann der Name, die Abstammung, etc.


    Das war ja alles klar. Aber er brauchte etwas, was die anderen auch überzeugen würde. Etwas, damit die Salii auch für ihn stimmten. Denn er hatte in dem Gremium keine Kontakte, abgesehen von seinem Onkel natürlich, die sicher für ihn stimmen würden. Hätte er vielleicht vorher welche knüpfen sollen? Aber um darüber nachzudenken war es jetzt eh schon zu spät, am besten kümmerte er sich darum, die Mitglieder der Sodalität mit einer Rede zu überzeugen.


    So saß der junge Patrizier da und dachte nach ...

  • Sie hatte den jungen Dominus mit seiner Horde Sklaven in die Villa kommen sehen. Sie schliefen in dem zweiten Servitriciuum. Keiner von ihnen kam in die culina um für den Dominus Wein oder eine Kleinigkeit zu Essen zu holen, das erschien ihr merkwürdig. Mit einem Tablett auf dem ein Krug Wein, ein Krug Wasser und ein Becher standen ging Sie zu seinem cubiculum und klopfte an.

  • Ich sah Iavolenus mit seinen Sklaven, durch Zufall nach Hause kommen. Aha etwas Abwechslung hier, jungens Leben ist immer gut, dachte ich mir und machte mich auf den Weg zu seinem Cubiculum. Mir würde schon ein Grund einfallen um bei ihm vorbei zu schauen. Leicht verärgert stellte ich fest das Mansuri schon vor seiner Türe stand.
    Der Drache stört mal wieder
    Um einer dummen Frage von ihr vorzubeugen meinte ich mit möglichst unschuldiger Mine: "Kann ich dir helfen und auch etwas zu dem jungen Dominus bringen?"

  • " Das kannst du wandelnde Wachstafel.:D Geklopft habe ich und das hier..." Sie hielt im das Tablett mit den Krügen hin. "...darfst du ihm anbieten, geht auf Rechnung des Hauses.Viel Erfolg." Mansuri ging wieder nach unten.

  • Verdutzt nahm ich das Tablett, ehe ich was auf ihre Anspielung antworten konnte war Mansuri schon weg, Na gut dachte ich, dann gehts um so besser.
    Die Frauens stören sowieso

  • Es klopfte! Wer das wohl war? Egal wer, es stand fest, dass ihn niemand so verzweifelt sehen durfte. Also legte Iavolenus die Tabula und den Griffel beiseite und versuchte, ruhig und entspannt zu wirken (was ihm natürlich misslang). "Herein!", rief er.

  • Vorsichtig, damit ich ja nichts verschüttete oder gar fallen ließ, ich war absolut nicht geübt in solchen Sachen, öfnnete ich die Türe und trat ein.
    "Salve Dominus, möctest du etwas Trinken? Wein oder Wasser?" Nach dieser Begrüßung betrachtete ich Iavolenus genauer. Glücklich sah der gerade nicht aus. Läuft wohl nicht so einfach wie er es sich dachte. "Oder kann ich dir sonst etwas gutes tun oder behilflich sein?"

  • Zu Iavolenus großer Erleichterung trat nicht sein Onkel durch die Tür, sondern dessen Sekretär. Wie hieß er doch gleich? "Salve!", begrüßte er ihn. "Oh ja, etwas Wein würde mir gut tun, danke. Du heißt doch Manuel, oder?", fragte Iavolenus, dem der Name des Sklaven wieder eingefallen war. "Mir helfen? Nein, danke, das ist wirklich nicht nötig.", antwortete er freundlich (dabei war aber eine gewisse Nervosität in seiner Stimme nicht zu überhören). Aber warum eigentlich nicht? "Oder lieber doch... Kennst du dich zufällig mit Rhetorik und solchem Kram aus?", fragte der verzweifelte Claudier, der sich nun doch dazu entschieden hatte, den Sklaven um seinen Rat zu fragen. Das einzige Problem war nur, dass er es Menecrates erzählen konnte ...

  • Ich stellte das Tablett zuerst auf den Tisch und schenkte in aller Ruhe einen Becher Wein ein. Merkwürdig war schon das Iavolenus sichlich nervös war. Bei meinem Angebot von Hilfe hatte ich nicht gerade an Rhetorik gedacht. Einen Seufzer unterdrückend erwiderte ich. "Doch Dominus in meiner Heimat wurde Wert auf die Ausbildung in Rethorik gelegt. Worum geht es, wenn ich fragen darf?" Vielleicht ist das ja der Weg den ich suche.

  • Das war aber Glück! Iavolenus wollte gerade dem Sklaven sein kleines Problem schildern, als ihm in den Kopf kam, was wohl sein Onkel sagen würde, wenn er mitbekommen würde, dass Iavolenus (der 3 Jahre lang in Athen studiert hatte) auf die Hilfe eines Sklaven angeweisen war, um eine simple überzeugende Rede vorzubereiten. Obwohl Manuel nicht so aussah, als ob er gleich zu seinem Herrn laufen würde, war es vielleicht besser, vorsichtig zu sein. Also beschloss Iavolenus, dem Sklaven alles ganz allgemein zu erzählen, ohne Details und Hintergrund. "Also... äh - ich werde eine Rede halten müssen ... und ... äh ... mit dieser Rede muss ich ein paar Leute überzeugen, für mich zu stimmen. Weißt du, wie ich diese Rede am besten machen sollte?" Iavolenus sah Manuel erwartungsvoll an.

  • Alles klar der Kerl will sich gut darstellen obwohl er keine Ahnung hat.


    „Wenn ich dich richtig verstehe soll deine Rede, die Zuhörerschaft von deiner Aussage überzeugen Also um Kunst und Wissenschaft. Du möchtest auf jeden Fall überzeugen, egal ob deine Aussage falsch oder widersprüchlich ist?“


    Ich wusste schon, dass meine Antwort recht anmaßend war. Wenn er aber meine Hilfe wollte musste er schon genauer werden.

    Sim-Off:

    Wer weiß wofür ich dies mal verwenden kann? :D

  • Sim-Off:

    Ok, dann stell ich mich mal ganz dumm :D


    Nein! Warum verstand er ihn nicht! Dann musste er wohl doch ein paar Details preisgeben ... -.^
    "Nein, es geht nicht um eine Aussage!" Und dann kamen auch noch diese blöden Vergleiche! Als ob sich Iavolenus für Kunst oder Wissenschaft interessieren würde! Manuel hätte doch wenigstens bessere Beispiele aussuchen können, wie zum Beispiel Weine oder Lupae. Aber nein!
    Na ja, war jetzt auch egal. Hauptsache er bekam die Rede hin. "Es soll eine Rede sein, in der ich von meinen ... äh ... Qualifikationen überzeugen muss ... " Die Iavolenus natürlich nicht hatte... "... damit mich zum Beispiel ein Kollegium - oder sowas in der Art - kooptiert. Kannst du mir da helfen?" Wenn nicht, dann würde Iavolenus richtig verzweifeln. Und er vertraute dem Sklaven jetzt irgendwie; er würde bestimmt nicht zu seinem Herrn laufen und alles ausplaudern.

  • Es geht also um eine Qualifikation die er nicht hat, da sage ich doch, nicht schlecht Herr Specht.
    „Ach ja du fragtest nach meinem Namen, mein Name ist Linos, Dominus Menecrates benannte mich um in Manuel.“ Dies antwortete ich, leicht abwesend, um etwas Zeit zu gewinnen Sein Problem schien von wichtiger Tragweite für sein weiteres Leben.
    „Dominus es wäre schon wichtig zu erfahren um welche Qualifikation es sich handelt.
    Man könnte dann rekapitulieren wie viel man tatsächlich zu diesem Thema weiß.
    Des weiteren wäre wichtig zu erfahren wer in diesem Kollegium sitzt, wie viel diese Leute von dem Thema wissen könnten, wo deren Interessen liegen, damit man diese kunstvoll mit dem Thema verbinden kann, so das man von eventuellem Nichtwissen zum Thema, gekonnt ablenkt, weil man die Interessen des Kollegiums gekonnt in genannter Rede erörtert, so das sich erwähntes Kollegium gehrt fühlt und von der tatsächlichen Situation , eben jenes nicht Vorhandenseins der Qualifikation abgelenkt wird, weil sie von der Rede beeindruckt sind, da ja ihr scheinbares Wissen über jene Qualifikation im Vordergrund steht“.
    Ich fragte dann in aller Unschuld:.
    „Ich hoffe nun ich konnte dir damit weiterhelfen Dominus“

  • Er war fast schon im Einschlafen gewesen, als ihm ein Gedanke durch den Kopf schoss. Fast hätte er es vergessen, oder vielmehr verdrängt, weil es so unglaublich war…
    Er rief nach seinem Leibsklaven, ließ sich noch einmal ankleiden und ging zum Cubiculum seines Neffen. Dort trat er ohne sich großartig anzukündigen ein.


    "Aus den Federn!", rief er. "Ich habe ein Wort mit dir zu reden. Ich möchte, dass du auf der Stelle diesen Unfug auf dem Markt beendest! Du bietest dort Brot an und das erstens ohne Konzession und zweitens zu einem Idiotenpreis von 1000 Sesterzen. Sag mal, bist du noch zurechnungsfähig? Möchtest du, dass ich gegen die eigene Familie ein Edict erlasse oder was soll der Blödsinn?"


    Menecrates wirkte nicht nur ungehalten, er war es auch. Trotzdem dachte er kurz nach.


    "Oder hängt das etwa mit dein irrtümlich gegründetem Betrieb zusammen, den ich kürzlich erst löschen sollte, noch bevor er richtig genehmigt wurde?" menecrates kratzte sich am Kopf. "Ich habe dein Irrsinnsangebot in einer meiner Listen gesehen und dort ist es auch für meine Nachfolger ersichtlich. Ich habe keine Ahnung wie lange. Was genau hast du also gemacht?

  • Ah! Der Sklave hatte aber echt Ahnung! Und er hieß gar nicht Manuel, sondern Linos, war also bestimmt Grieche. Deswegen hatte der das so gut drauf! "Ja, das ist wirklich eine gute Idee! Danke, danke!", sagte Iavolenus enthusiastisch und plötzlich überkam ihn ein Gefühl der Hoffnung. Da war nur noch ein Problem: "Also, in dem Gremium sitzen hauptsächlich Senatoren und mehr oder weniger einflussreiche Politiker... Die interessieren sich doch bestimmt für Geld und Macht, oder? Oder eher Ruhm und Ehre?"

  • Nach kurzem Nachdenken, fügte ich noch hinzu. „Sicherlich spielt der Glaube zu den Göttern auch eine wichtige Rolle im Leben der Senatoren. Ich habe festgestellt, dass es hier nicht anders ist als bei uns in Griechenland. Darum solltest diesen Punkt nicht Außeracht lassen.
    Das Interesse nach Ruhm und Ehre, sowie Geld und Macht hängen von der Persönlichkeit ab, bei vielen gehen sie auch Hand in Hand.“

  • Iavolenus hatte sich gerade ins Bett gelegt und wollte die Augen schließen, da stürmte plötzlich jemand ins Zimmer und fing an, ihn anzuschreien. Was sollte das? Und wer zum Teufel war das? Er setzte sich auf und vor Schreck wäre ihm fast das Herz stehen geblieben: Sein Onkel und Hausherr der Villa Claudia stand zornentbrannt da und fuhr ihn an. "Äh ... Guten Abend, Onkel!", begrüßte der junge Claudier ihn. Er war sichtlich verwirrt: Über was für einen Schwachsinn redete sein Onkel? Brote ... 1000 Sesterzen ... Betrieb löschen - da fiel es ihm wieder ein! Jetzt musste er aber eine wirklich gute Erklärung dafür abliefern, sonst landete er noch auf der Straße. "Also ... ich ... äh ..." Was sollte er denn sagen? "Nun ... ich hatte an dem Tag etwas zu viel Wein getrunken und ... äh ... davor hatte ich so einen Sklaven gekauft, der Bäcker ist. Und da dachte ich mir, ich eröffne eine Bäckerei, um erstmal richtig Geld zu verdienen. Aber da gab es ein kleines Problem. Und zwar, dass ich kein Geld hatte, um die Lizenzen zu kaufen. Also dachte ich mir, ich geb ihm erstmal etwas Mehl, dann verkaufen wir das Brot und dann besorge ich mir den Betrieb. Leider hatten wir nicht genug Teig, und dann ist da nur ein Brot rausgekommen ... Und wie gesagt, ich war etwas betrunken, da hab ich mir gedacht, ich verkaufe das Brot für 1000 Sesterzen - irgendein Idiot fällt da schon rein. Am nächsten Morgen hab ich gemerkt, dass das ein riesiger Fehler gewesen war - ich hatte schließlich die Lex Mercatus nicht beachtet. Da habe ich das Brot schnell vom Markt genommen und selber gegessen - hat übrigens ganz gut geschmeckt; der Sklave hat Talent - und dich gebeten, den Betrieb zu löschen. Wie du siehst, ist das Brot schon seit Tagen nicht mehr im Angebot." Puh, war das eine lange Erklärung gewesen! "Ich hoffe wirklich, dass das nicht so schlimm ist. So ein Fehler kann doch wirklich jedem mal passieren - und er wird auch nicht wieder vorkommen.", versicherte Iavolenus seinem Onkel.

  • "So ein Fehler darf jedem, aber keinem Claudier und schon gar nicht dem Neffen des amtierenden Aedils passieren", verbesserte Menecrates Iavolenus‘ Aussage. "Bei den Göttern! So ein Kinderkram."
    Menecrates lief zweimal zwischen Tür und Fensterfront hin und her, dann baute er sich wieder vor dem Bett auf. "Deine Geschichte lässt mir die Haare zu Berge stehen. Und sie lässt mich fragen, wie alt und verantwortungsvoll du bereits bist. Offensichtlich scheinst du auch überhaupt nicht zu begreifen, was deine Handlungen für Auswirkungen haben."


    Am liebsten hätte Menecrates den Neffen aus dem Bett geholt und seinen Kopf unter einen Strahl kalten Wassers gehalten.


    "Du wirst jetzt auf der Stelle, und wenn ich sage auf der Stelle, dann meine ich das auch so, aufstehen und deine Angebote auf dem Markt überprüfen. Der augenblickliche Stand ist der, dass du zwar kein Brot auf Lager hast, sodass dein Irrsinnsangebot nicht direkt am Markt erkenntlich ist, aber dieses Angebot steht noch in den Listen und genau daraus sollst du es entfernen. Ein Angebot verschwindet nicht einfach, wenn die Ware alle ist. Man muss es rückgängig machen."

  • "Gut ..." Iavolenus, der schon ungefähr wusste, wie er die Rede gestalten sollte, nickte zufrieden. Der Sklave war richtig gut und hatte sich wirklich bemüht, deswegen wollte ihn Iavolenus irgendwie belohnen. "Ich bin dir sehr dankbar. Hast du vielleicht einen Wunsch, den ich erfüllen kann? Du hast mir wirklich sehr geholfen und ich denke, dass ich dir das schuldig bin ..." Außerdem minderte eine Belohnung die Wahrscheinlichkeit, dass Linos irgendetwas ausplauderte. Gar keine so schlechte Idee ...

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