• Die alten Bäder, die Cicero Octavius Anton einst erbauen ließ wurden nun allmählich zu klein und manche Mitglieder der zahlreichen gens mussten auch Tage darauf warten sich endlich kurz etwas zu vergnügen, doch nun sind diese Zeiten für immer vorbei denn der spendable architectus urbi ließ kürzlich neue prachtvolle Bäder bauen. Bodenheizung, viele kleine Schwimmbecken, kleine Brunnen und Statuen aus Marmor sind die Merkmale dieser Bäder.

  • Turia betrat die neuen Bäder und führte die Anweisungen des Octavius Detritus aus. Jede Menge Handtücher, Rosenblüten und kostbare exotische Öle durften nicht fehlen, dazu Speisen und sehr viel Wein. Alles war vorbereitet, der architectus urbi konnte nun kommen.

  • Das Nicken war eindeutig gewesen, und da ein weiteres Zögern nichts gebracht hätte durchschritt Gerwin die Tür, durch welche vor wenigen Augenblicken noch eine der Frauen verschwunden war. Die heisse Luft, die ihm kurz darauf entgegen schlug als er eine weitere große Halle betrat raubte ihm beinahe den Atem. Es war unnatürlich, dass es im Inneren so heiß war wenn man bedachte dass der Hochsommer schon lange vorbei war. So unnatürlich wie die Wärme unter seinen bloßen Füßen. Zum ersten Mal seit seiner Gefanennahme konnte man Scheu in seinen Augen lesen. Unsicherheit, leichte Anzeichen von Angst.


    "Wodan steh mir bei" murmelte der Cherusker leise, während er seine Augen über mehrere kleine Becken gleiten ließ, dann widerstrebend den Kopf schüttelte, seinen Körper anspannte. Egal welche Teufelei der Römer auch aushecken mochte, einfach würde Gerwin es ihm nicht machen.

  • Ein amüsierter Detritus beobachtete die Szene in einem der kleinen Becken und ließ sich von der anderen Sklavin mal so richtig mit Oliven durchfüttern. Ohne Zweifel konnte Turia ihr Handwerk sehr gut und der neue Sklave würde ihr schwer widerstehen können, dessen war sich der gute Detritus natürlich vollkommen bewusst.

  • So abgelenkt von de was sich seinen Augen bot bemerkte Gerwin erst durch die leisen, über die Fliesen schabenden Schritte dass sich ihm eine der Frauen näherte. Ehe er sich versah spürte er Hände an seinen alten, zerlumpt aussehenden Kleidern, die ihm mit geschickten Handgriffen vom Körper getrennt wurden.


    Wieder etwas, das ihm neu war. Wieder eine der eigenartigen Sitten der Römer, und auch wenn das Mädchen hübsch und ihre Finger geschickt waren, er war kein Stück der Einrichtung, mit dem man umgehen wollte wie es einem beliebte.


    Gerwin zischte leise, verächtlich, dann umfassten seine Hände die schmalen Gelenke der Sklavin und hielten diese fest. Langsam schüttelte er den Kopf während er sie anstarrte, sein Blick ihre Augen suchten als könnte er darin erkennen ob sie böses im Schilde führte. Und wahrscheinlich war es allein ihr Lächeln, welches Gerwin zu dem Schluss kommen ließ dass von Turia keine Gefahr ausging. "Wie heißt du?" Er wusste nicht, woher sie stammte oer ob sie ihn verstand, trotzdem kam die Frage über seine Lippen während er ihre Hände langsam wieder los lies und seine Arme hob.. Ihr Aussehen war nicht das einer der Frauen aus dem Norden, aber ein typischer Cherusker war auch Gerwin nicht.

  • Turia verstand die Frage nicht, denn sie war eine römische Sklavin. Sie antwortete also nicht und war weiter damit beschäftigt den germanischen Sklaven auszuziehen und für's Bad herzurichten.

  • "Was für eine Frage...natürlich. Du steigst mit ins Becken." Das offensichtliche brauchte man den Detritus nicht zu fragen. :D


    Der Octavier kümmerte sich nun nicht mehr um die zwei Sklaven, er hatte schon so alle Hände voll zu tun.

  • Langsam aber sicher wuchs der Verdacht in ihm, dass er mit den Sitten und Gebräuchen nur sehr schwer klar kommen würde. Wenn wenigstens einer hier seine Sprache verstehen würde, es wär vieles einfacher. Wenn ihn nicht alle Sinne im Stich ließen sollte er wohl baden. Und Gerwin musste ehrlich zugeben dass er ein wenig sauberes Wasser wirklich nötig hatte. Der Staub seiner unfreiwilligen "Reise" haftete immer noch auf seiner Haut, und auch die Unterkunft, in welcher der Mann der ihn verkauft hatte seinen Besitz unterbrachte war alles andere als sauber gewesen.


    Ohne sich weiter zu sträuben ließ Gerwin sich entkleiden und stieg dann vorsichtig in das Becken, in welchem sich auch sein Herr schon befand. Das Wasser war zu warm für seinen Geschmack, viel zu warm, doch der Cherusker ergab sich seinem Schicksal. Ein Versuch, das dem Römer klar zu machen würde ohnehin scheitern, also beschloß er das Beste daraus machen...wie auch immer das aussehen würde.

  • Auch Turia, so hatte es ihr Detritus befohlen, zog langsam ihre Tunika aus und stieg dann vorsichtig ins warme Becken.

  • Die kleinen Füssen brachten die junge Octavia zu den Bädern. Sie merkte sich diesen Ort ganz genau, um diese Gelegenheit möglichst schnell wahr zu nehmen. Ihre Finger knipsten ein Blatt ab und sie stellte sich vor, wie das warme Wasser ihren Körper aufnimmt und reinigt, wie sie sich treiben läßt, der Duft der Badeöle... Severa seufzte und dachte an Detrius. Wieviel Tuniken besitzt dieser Mensch, dass er so lange braucht? Sie blieb noch ein wenig und ging weiter.

  • Völlig nackt badete der Octavier nun im Wasser als Turia mit dem Besuch ankam, rasch sprang er aus dem Becken und zog sich schnell einen Stofffetzen um.


    "Da hat Turia wohl was falsch verstanden...wie peinlich...Salve Livia."


    Es war ihm deutlich anzumerken wie unangenehm ihm die ganze Situation war und am Liebsten hätte er Turia glatt im Becken ertränkt, doch leider hatte sich die alte Frau rasch aus dem Staub gemacht.

  • Livia war der Haussklavin bis ins Bad gefolgt, und reagierte ebenfalls überrascht. Obwohl sie es versuchte, sie konnte ihren Blick im ersten Moment nicht vom Körper des Octaviers wenden. Danach schaute sie dezent auf den Boden, bis er sich etwas angezogen hatte. Sie hingegen warf ihre palla ab und eilte auf ihn zu.


    "Lucius, ich freue mich dich zu sehen!"


    Sie umarmte ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Dabei wurde ihre Kleidung leider etwas Nass, da Detritus sich weder abgetrocknet hatte, noch seinen ganzen Körper bekleidet hatte.

  • "Ich hatte ja keine Ahnung, dass du in Rom bist. Sprich wie ist es dir in letzter Zeit ergangen?"


    Nach der recht engen und warmherzigen Umarmung trocknete sich der Octavier ab und nahm am Beckenrand Platz.


    "Komm setz dich zu mir und erzähl mir alle Einzelheiten. Schon lange höre ich nichts mehr von dir...ich war kurz davor die Prätorianer einzuschalten." :D

  • Severa fühlte sich irgendwie unwohl, gar schmutzig nach diesem Gespräch mit ihrem Bruder. Sie wollte es doch nicht glauben. Lag sie wirklich so falsch mit ihren Gefühlen? Sie verfluchte innerlich alle Männer, ihren Bruder und Dragonum auch. Sera, ich will ins balneum, du kommst mit, sag den Sklaven, sie sollten alles vorbereiten und ich will ungestört sein. Der Ton war scharf und duldete keine Widersprüche, was von Sera sowieso sehr selten kam. Und nimm meine Lieblingstunika mit. Severa wußte, dass ihre Sklavin dieses Befehl nicht gut heißen wird. Sie lauerte regelrecht darauf, dass Sera ihr den Vorwand gibt, um auszuflippen und dadurch ihre verstauchte Wut auf dem Rücken der Sklavin austragen zu können. Die Lieblingstunika war nichts anderes als ein Stück weiches Stoffes, zu lang und mindestens 3 Nummer zu groß, so dass Severa darin wie in einem Sack verpackt aussah. Der Vorteil war jedoch, dass sie sich bequem auf einer Kliene machen konnte, ohne ständig darauf zu achten, dass ihre Füsse zugedeckt oder der Stoff zum Zerreißen angespannt waren. Severa trug dieses Monstrum zu gern. Ihre Sklavin hat schon mehrmals versucht, den Stoff wegzuwerfen, doch beim letzten Mal wurde sie erwischt und ..Sera mochte sich seitdem nicht daran erinnern und betrachtete das Stück als ihren perönlichen Feind. Severa entkleidete sich. Der junge Körper sehnte sich nach dem warmen Wasser. Mit viel Lärm warf sich Severa in die Umarmung dieser Gewalt, die sie aufnahm und umschling mit der warmen Fürsorglichkeit. Sera! was machst du da! Komm her! Das Wasser ist wunderschön warm! Sera wedelte nur mit ihrem Kopf als NEIN-Zeichen und Severa ließ sie in Ruhe. Die wohlige Wärme umspielte ihren Körper und entspannte ihn. Wie hat dir eigentlich Dragonum gefallen, Sera? Du bist doch nicht nur eine Sklavin, sondern sogar eine Frau. Nun sag mir schon? Ist er nicht... Severa suchte nach dem Wort Ist er nicht groß und kräftig? und dazu noch ..ach, egal sagte Severa plötzlich. Nach einer Weile stieg sie aus dem Becken und wurde sorgfältig von ihrer Sklavin abgetupft und angekleidet. Bringe mir was zu trinken und etwas leichtes aus der Küche, Sera. ich will allein sein.

  • Nachdem Gespräch mit meinem Vater suchte ich das Balneum auf. Ich hoffte Lamia hatte die weichen Sandalen für das Haus und meine Lieblingstunika bereitgelegt, sie wußte das ich diese besondern nach der Entspannung liebte. So entkleidete ich mich uns ließ die Reisesachen achtlos fallen, immerhin gab es Sklaven die sich darum kümmerten. Die Haarnadeln zog ich heraus und meine langen dunklen Haaren fielen über meinen Rücken hinab.
    Dann trat ich durch die kleine Tür und wärmender Wasserdampf umfing mich. In der Luft schwebte der Hauch von Rosenduft.
    Nicht Lamia empfing mich, sondern eine ältere Sklavin die von Pappili geschickt worden war. Ich setzte mich auf eine der Bänke und ließ meine Füße waschen. Dann ließ ich mich in das Becken mit dem heißen Wasser gleiten.
    Welch eine Wohltat - Das mit zusätzen getränkte Wasser umschmeichelte meinen Körper und ich spürte förmlich wie ich mich entspannte. genüßlich bettete ich meinen Kopf am Rand und genoß die Schwerelosigkeit.

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