Damascus

  • Endlich kam ich in Damascus an. Und endlich konnte man sich mit Lateinisch verständigen. Die Stadt war ganz nett. Ich hatte schonj prächtigere Städte gesehen, aber hier konnte man sicher gut leben. Wenn mich nur nicht alle dauernd so anstarren würden! Ich suchte mir ein Gasthaus, das möglichst seriös aussah. Als ich fündig wurde, ging ich hinein.


    "Ihr wünscht, Fremder?" fragte mich ein Sklave.


    "Ein Zimmer. Einen Platz für... Pferd. Und... Essen."


    "Verzeiht, aber Ihr müsst im Voraus für das Zimmer bezahlen."


    "Gut. Wie viel?"


    "10 Sz."


    Ich zog ein seidenes Taschentuch hervor. "Geht auch das?"


    Er sah mich entsetzt an und rief nach seinem Herrn. Kurz darauf kam ein älterer Mann in guter kleidung zu mir, begutachtete das Taschentuch und sagte "Ihr könnt drei Nächte hier übernachten, mit einer Mahlzeit am Tag."


    Ich nickte. "Gut."


    Dann ließ ich mir das zimmer zeigen und brachte das Gepäck von meinem Packpferd hinein.

  • Nachdem ich alles in meinem Zimmer sorgfältig verstaut hatte, wollte ich die Stadt erkunden. Vor dem Verlassen des Gasthauses sagte ich noch zum Wirt "Wenn etwas aus meinem Gepäck fehlt, fehlt dir auch was!"


    "He, warum drohst du mir? Ich werde schon gut auf deine Sachen acht geben! Aber, wie ist eigentlich dein Name?" erwiderte der Wirt.


    "Liu Wong, Fürst von Qin." antwortete ich.


    "Wo ist dieses... Qin?"


    "Im Reich Han, weit im Osten."


    Der Wirt nickte. "Ich werde gut auf alles aufpassen, Fürst Wong."


    Ich lächelte kurz. "Danke."


    Dann ging ich eine weile durch die Straßen von Damascus. An die Blicke der Einheimischen hatte ich mich schon weitestgehend gewöhnt. Irgendwann kam ich in ein etwas heruntergekommenes Viertel. Das schreckte mich nicht wirklich ab, schließlich hatte ich mein Schwert dabei und war auch ohne dieses gefährlich. Einige Leute bettelten mich an, aber von Bettlern hielt ich nie viel, also ignorierte ich sie. Irgendwann stand dann dieser Mann mit einem langen Holzstab vor mir.


    "Wenn du hier vorbei willst, musst du mich bezahlen, Fremder." sagte der Mann.


    Ich ging auf ihn zu, bis ich nur noch zwei Schritte entfernt war. Er hielt den Stab vor sich, um mir den Weg zu versperren. Ich schaute ihm direkt in die Augen, sprang dann förmlich auf ihn zu und zerschlug den Stab in der Mitte mit meiner Handkante. Ungläubig schaute der Fremde auf seine beiden Stabhälften.


    "Wie hast du denn das gemacht?" fragte er.


    "Durchgeschlagen."


    "Ja... aber wie?"


    "Mit Hand."


    "Aber... aber... wie?"


    "Sehen... zielen... schlagen... durch! Und konzentrieren."


    "Ähhh..."


    Ich ließ ihn da stehen und ging weiter durch die Straßen von Damascus.

  • Nach denm drei Übernachtungen zog ich weiter. Es ging Richtung Hierosylma. Nachdem ich außerhalb der Stadtmauern von Damscus war, blickte ich noch einmal kurz zurück und ritt dann weiter. Schon bald waren die fruchtbaren Felder der Stadt hinter mir gelassen und ich zog wieder durch das karge, steinige Land. Irgendwie vermisste ich die fruchtbaren Täler des Jangtse, aber da konnte man nichts machen. Ich war auf eigenen Wunsch hier, und ich würde meine Reise fortsetzen.

  • Von Aegyptus kommend, wo ich einige Tage verweilt hatte, brachte mich mein Weg nun hierher, nach Syria.


    Die Kulturen und Bräuche, auf die ich in den letzten Wochen traf, waren mir zwar fremd, aber durch meine weiten Reisen in meiner Jugendzeit, konnte ich mich schnell einstellen und Kontakt zu den Einheimischen aufnehmen.


    Die südlichen Provinzen waren keine gute Gegend, um neue Bewerber für die Stadteinheiten zu finden, also hielt ich mich auch hier nur so kurz, wie nötig auf, um gleich nach Asia weiterzureisen....

  • Nach dem die Nachricht vom Tode meines Vaters selbst in die letzten Winkel der Provinz Syria vorgedrungen war und mich nun hier nicht`s mehr halten konnte machte ich mich also auf den Weg Richtung Norden. Mal sehn ob ich von meiner Verwandschaft ein klein wenig Unterstüzung bekommen würde.

  • Nun galt es aber zu überlegen wie ich nach Germania kommen sollte. Es gab drei Möglichkeiten nein vier sogar. Zum einen mit dem Schiff nach Italia oder Achaia und von dort aus direkt bzw. über Illyricum nach Germania oder mit einer Karawane nach Aegyptus und dann mit dem Schiff nach Italia oder aber über Asia, Thracia und Illyicum nach Germania. Ich entschloss mich einer Karawane anzuschließen die nach Aegyptus unterwegs war denn wenn ich schon mal in dieser Ecke des Imperiums war, wollte ich mir die Pyramieden nicht entgehen lassen.

  • Da ich nicht genug Geld bei mir hatte um die Tour als Mitreisender zu bezahlen machte ich dem Karawanenführer den Vorschlag das ich doch die Karawane als Eskorte begleiten könne. Nach kurzer Verhandlung willigte er ein.
    Er nannte mir den Zeitpunkt an dem die Karawane Damascus verlassen würde. Ich würde am Stadttor warten und dann zu ihr stoßen.
    Die erste Station der Reise sollte Tyrus sein.

  • Syrus der die Nacht über in einem Stall verbracht hatte war zeitig am Tor gewesen wo er die Karawane erwartete. Die Wache die dort postiert war musterte ihn und wollte von ihm wissen warum er hier herumlungerte.
    Syrus hatte eigentlich keine Lust sich mit dem Legionär zu unterhalten aber er wollte auch keine Scherereien mit ihm und dem Anderen der auf der anderen Straßenseite stand un mißtrauisch herüberschielte.
    So erzählte er der Krummnase was er hier tat und hoffte darauf das er nun zufrieden gelassen würde bis die Karawane kam und er sich mit ihr nach Tyrus begeben konnte.
    Die Zeit verstrich und die Straßen der Stadt füllten sich langsam. Unruhig lief Syrus vor dem Tor auf und ab und fing an die Wachen zu nerven als endlich die Karawane eintraf der er sich nun endlich anschließen konnte.

  • Für Syrus der mit einem Pferd unterwegs war würde es eine zähe Angelegenheit werden da Kamele wie ja bekannt war nicht gerade schnell unterwegs waren. So ritt er gemächlich mal neben oder hinter der Karawne her. Bis Tyrus waren es etwa 62,14 Meilen was gut und gerne 3 Tage entsprach. Hoffentlich würde die Reise etwas Abwechslung mit sich bringen, ging es Syrus durch den Kopf.

  • Mehr und mehr entfernte sich die Karawane von Damascus. Sie hatte inzwischen schon 1.86 Meilen hinter sich gebracht. Das war Nichts im Gegensatz was noch vor ihr lag. Bis Aegyptus sprich Alexandria sollten es noch 528,17 Meilen sein. Die Sonne brannte gnadenlos. Syrus Gedanken kreisten um die Familia um Germania. Er kannte dort kaum mehr Jemanden. Die meisten würden zu den Legionen gegangen sein und vielleicht schon tot und der Rest wohl nach Roma um dort Karriere als Anwälte oder sonst etwas zu machen. Nur er, Syrus hatte alle dem getrotzt und seinem Vater der nun verstorben war und der Familie den Rücken zugewandt. Er würde wohl von neuem Anfangen müssen und darauf hoffen das sein Onkel Avarus ihn eine wenig unter die Arme greifen würde.

  • Als die Karawane eine kurze Rast einlegte, ließ der Führer Syrus zu sich rufen.
    Ein Eilbote der ihnen entgegen kam hatte ihm erzählt das die kürzere Strecke nach Tyrus für eine Karawane nicht passierbar war. Also würden sie als nächstes nach Paneas Caesarea Philippi reisen und nach Tyrus würden sie gar nicht ziehen, da es ein Umweg wäre und die Reise nur verlängern würde.
    So nahm die Gruppe eine kleine Mahlzeit zu sich und etwas von dem kostbaren Wasser und machten sich wieder auf den Weg.

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