Mercatus Misenensis


  • Mercatus Misenensis:


    Dies ist der Markt von Misenum. Hier tummeln sich allerlei Händler mit Waren aus aller Welt.



    Der Markt von Misenum. Kleiner als der in Rom und kleiner als der in Mantua. Wenige Menschen und wenige Stände. Hoffentlich würde ich die Dinge bekommen die ich brauchte. Schon ziemlich schrill dachte ich mir, ich soll Dinge zum Schreiben kaufen und kann selber nicht mal lesen. Das konnte ja was werden. Ich sah mir die Sachen auf den Ständen an und konnte mit den meisten Sachen nichts anfangen, noch nie gesehen. Weil unsicher wurde, frage ich einfach einen der Händler wo ich meine Besorgungen erledigen könne. Er fuchtelte mit den Händen und sagte mir das ich mal 4 Stände weiter kucken soll. Das Pergament sah ich auf anhieb und das da drüben schien eine Wachstafel zu sein. So ein Teil hatte ich zu selten gesehn, aber ich dachte das es eine war.


    „Hömma Meister, ich brauch Griffel, Pergament, Wachtafeln und Tintenfischtinte. Das ist alles für den für den neuen Magistratus, also brauch ich da ne Menge von.“


    Er packte mir eine große Kiste mit den gewünschten Sachen und ich zahlte. Dann hievte ich sie auf meine rechte Schulte und ging zurück Richtung Curia.

  • Mit einigen Sklaven in Begleitung erreichte ich den Marktplatz. Lebensmittel mussten besorgt werden, Öllampen und sonstige Verbrauchsmittel. Neugierig sah ich mich zunächst zwischen den Ständen um und sondierte das Angebot.

  • An diversen Ständen blieb ich stehen, kaufte hier etwas, besah mit dort etwas. Das Gepäck für die Sklaven wuchs und mein Zufriedenheit über die Einkäufe ebenfalls. Vergnügt kehrte ich am Nachmittag zur Villa zurück.

  • nach kurzer Zeit erreichte Callidus schon den mercatus Misenums, der ja praktischerweise dicht an der Curia lag.


    > das ist römische Städtebaukunst! Warum diese Germanen und Gallier sich dieser Annehmlichkeiten solange verweigerten...? <


    dachte er sich
    > zzz, Barbaren! <


    Er schländerte über den Platz, schaute sich die wenigen Stände an und kaufte das Nötigste.


    > Nicht gerade Rom, aber es hat doch in seiner Ruhe und Beschaulichkeit seinen eigenen Charme. <


    Schnell kehrte er zu den officia zurück, um seinen Dienst aufzunehmen.

    Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

  • Neugierig ging er auf dem Markt umher und beobachtete Menschen, Tiere und besonders die Waren.


    Solch eine Vielfalt gab es in Sparta nicht.
    Sogar Purpurschnecken wurden hier verkauft, jedoch in schwindeleregenden Geldhöhen. Nebenbei bemerkte er die roten Hände des Verkäufers.
    Der arme Mann, dachte er sich. Die Farbe geht ja nie wieder ab.
    Er musste lächeln, als er an die humorvolle Situation dachte, dass dieser Mann immer im Verdacht lebt jemanden umgebracht zu haben.


    Weiter ging es.


    Ein Sklavenhändler bot wieder neue Ware an.
    Händler warben um Kundschaft.
    Überall herrschte großes Gedränge, viel Lärm und Getöse.


    Er ging weiter, dies war nichts für ihn...

  • Marcus besucht den Marktplatz von Misenum. Er weiß um das Gerücht, daß es nur genau an diesem Markt Dinge zu kaufen gibt, die sonst nirgendwo feilgeboten werden.


    Er rümpft zwar die Nase über das Gesindel, daß durch die Straße wamperte. Solange der Mob nur arbeitete war es ihm ja recht.

  • Helios suchte nach einem geeigneten Ort der Entspannung...und fand eine Taverne.



    Es ging da sehr gemütlich zu, er fühlte sich wohl, setzte sich jedoch außerhalb des Trubels in eine ruhige Ecke mit Blick auf das Meer...
    Einige Zeit verweilte er auch so, bis schließlich ein Sklave kam...


    "Was wünschet der Herr zu Essen oder zu trinken?"


    verwundert blickte ihn Helios an...
    er nahm an, dass man hier seine Bestellung selber bei dem Wirt abgeben müssen.
    Nun ja, umso besser...


    "Nichts zu essen, ich will nur Vinum. Zwei verdünnte Flaschen eures Besten Vinums!"


    "Jawohl mein Herr."
    und der Sklave machte sich ab...


    Helios saß da...er hatte weder gute Freunde, außerhalb der Classis, noch Familie...
    Diese Stunden wollte damit verbringen seine Beförderung zum Nauta zu feiern. Naja, mehr oder weniger feiern, er hatte vor sich zu besaufen.
    Man weiß ja nie als Nauta, morgen könnte er ja auch schon wieder in weit entferntere Gebiete mitsegeln müssen.
    Das Leben war ein Spiel für ihn, ein risikoreiches. Und so genoß er sein Vinum, was ihm einige kurze Augenblicke später, auch gebracht wurde...


    Glücklich saß er da un nippte am Becher, schaute aufs Meer, die Wellen...

  • Als erstes visierte Optio Corus den Marktplatz und die umliegenden Gebäude an.


    "Metellus und Tutor. Ihr nehmt euch noch ein paar Männer und untersucht die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen, kontrolliert das Vorhandensein einfachster Löschgeräte und laßt den Scriba alles notieren und zwar auf der rechten Seite des Marktes. Ich selbst werde mit anderen Männern die linke Seite ablaufen. Am Marktende treffen wir uns wieder. Dann erteilt ihr mir kurz Bericht und wir gehen in einen anderen Stadtbezirk."

  • Mit Wachstäfelchen und Papyri unter den Armen eilte Callidus aus der Curia. Die vigiles hatten gerade mit dem mercatus angefangen und waren somit direkt bei der Kurie, wo er sie noch sehen konnte; und so begab sich Callidus sofort zu ihnen...


    > vigiles! Ich bin Marcus Aelius Callidus, scriba der Stadt Misenum... <


    da erkannte er beieits den vigil wieder, mit dem er in Rom gesprochen hatte...


    > ...ich stehe euch für eure Arbeit hier zur Verfügung! <

    Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

  • Metellus nickte dem Scriba freundlich zu und stellte sich ihm mit Dienstgrad un Namen vor. Dann machte sich mich mit ein paar Kameraden auf den Weg. Die Gruppe musterte die kleinen, eng beieinander stehenden Stände und musste mit dem Kopf schütteln.


    Diese Marktstände mit den Tischen für die Auslegware, die stehen viel zu eng beieinander. Das kann gefährlich werden. Wenn hier nur ein Stand durch Unachtsamkeit in Flammen aufgeht, dann entsteht heillosen Durcheinander und Panik. Auch greift das Feuer schnell über. Wenn Ihr einen gewissen Abstand einhalten lassen würdet, dann minimiert ihr die Gefahr.


    Der Trupp marschierte weiter. Es wäre hilfreich, würden mit Wasser gefüllte Eimer an festgelegten Plätzen sein, möglichst nahe am Brunnen. Doch sah Metellus nicht einen einzigen. Auch dieses sollte geändert werden. Die Stände lockten mit so mancherlei exotischen Ware, doch dafür hatte der Vigilus keine Zeit.

  • Callidus nahm seine Aufgabe sehr ernst, auch wirkte er sehr umgänglich. Jetzt erinnerte er sich, das er mit eben diesem Callidus doch schon einmal in Briefkontakt stand. Es ging um die Organisation von Gladiatorenkämpfen. :patsch:


    Ich danke Dir übrigens noch für die guten Ratschläge, die Du mir zugesandt hast. Mein Bruder steht gerade in Kontakt mit der Gladiatorenschule in Hispania. Und ich glaube, wir werden schöne Kämpfe bekommen. Wenn es soweit ist, hoffe ich, das wir uns in Rom sehen und ein wenig die Umgebung unsicher machen ;)


    Ganz andere Frage, weißt Du wieviel Fassungsvermögen der Brunnen hat?

  • > Gerne besuche ich eure Spiele, wenn die Arbeit es mir erlaubt. Wein und Frauen, dazu kann man nicht nein sagen! :]
    Zu deiner Frage: Die kleineren Brunnen der Stadt werden durch die piscina mirabilis gespeist. Die Zisterne fasst etwas über 24.000 cullei Wasser und wird vom aquaeductus Serinus versorgt. Damit hat Misenum eine stets gesicherte Wasserversorgung. Und zur Not haben wir Neptun vor der Haustür... <


    Callidus lachte, war doch von der schmalen Landzunge aus überall das tyrrhennische Meer zu sehen.


    Sim-Off:

    das entspricht ca. 12.600.000 Litern

    Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

  • Nun, das dürfte reichen, schmunzelte Metellus;)


    Ja,die römischen Frauen sind schon recht beachtlich. Aber, wie ich sehe, Ihr habt hier auch keinen Grund zum klagen. Wenn tatsächlich einmal ein Feuer ausbricht und auf die Häuser am Marktrand übergeht, dann könnte es hilfreich sein, wenn Ihr hier irgendwo Äxte, zum Aufbrechend er Türen, haben würdet. Vielleicht könnte man sie zentral deponieren. was hälst Du davon?

  • > Nun, Eimer und Äxte an günstigen Stellen wären sicher sehr hilfreich. Vielleicht auch einige Leitern und zwei, drei siphones an strategischen Punkten in der Stadt verteilt. Diese könnten von den nautae bedient werden, solange Misenum über keine Einheit an vigiles verfügt.
    Ich denke, so kommen wir gut voran! < :dafuer:


    Sim-Off:

    siphones sind Wasserspritzen. Damals verwendetes Löschgerät

    Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

  • Metellus erinnerte sich sehr gut an die sphones, musste er doch während seiner Probatus-Prüfung selbige mit Löschwasser füllen. Allein der Gedanke daran ließ jetzt seine Arme schmerzen.


    Ich bin erstaunt, wie gut Du Dich mit der Arbeit und dem gerät der Vigiles auskennst. Wenn das mein Optio hört, dann würde er Dich bestimmt abwerben wollen;)
    Ist es denn geplant, hier eine Einheit zu stationieren?


    Wer weiß, viellicht könnte ein fleißiger Vigilus ja hier Karriere machen. Die Stadt gefiel ihm durchaus, und die Luft war um einiges besser als in Rom.

  • > Es ist nicht direkt geplant, aber wenn Misenum wirklich zu Feriendomizil patrizischer Familien und höhergestellter Plebejer werden soll, wird die Einrichtung eigentlich unumgänglich. Schließlich geht es um die Sicherheit einiger Senatoren!
    Nun, ich war als Kind oft in Rom und wissensdurstig, wie ich war, interessierte ich mich für einiges. Aber siphones sind in Rom ja an jeder Ecke zu sehen. Die Probleme mit Bränden sind in Misenum -noch- nicht so akut. <


    Sim-Off:

    Sorry, wusste nicht, dass eure Ausbildung so gut ist!!! Mein Fehler, schließlich spreche ich mit einem Brandschutzexperten ;)

    Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

  • Sim-Off:

    Das Kompliment gib an meinen Optio weiter;)


    Die Gruppe schritt weiter den Markt.


    Oh, warte mal ab, mein Freund. Wenn Misenum erst so eine Anziehung genießt, wie es derzeit so manches Viertel in Rom erlebt,dann werden sicherlich einige von uns ihren Wohnsitz ändern müssen. Wenn die Vergnügungssüchtigen im Weinrausch durch die Tavernen ziehen, dann ist oft Unachtsamkeit der Vater des Unglücks. Gerade Nachts, wenn die Lampen brennen, dann genügt eine unbedachte Bewegung, und das Schicksal frißt sich mit feurigem Atem durch die Häuser.


    Metellus winkte lachend ab.


    Ich übertreibe jetzt bestimmt ein wenig, aber das ist wohl eine Art Berufskrankheit geworden


    Hmmmm, bald müsste Corus kommen

  • Bei den geradezu poetischen Worten des Metellus musste Callidus lachen.


    > Ja, Ovid vergaß, dass zu viel des Weines nicht nur die Herzen der Männer entflammt, sondern auch gleich deren Häuser!
    Nun, warten wir hier, Metellus, und schauen, was der Optio noch zu beanstanden hat... <


    Die beiden waren die Länge des Marktes abgeschritten und warteten nun auf Corus...

    Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

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