[Officium I] Comes - Manius Matinius Fuscus

  • In Begleitung Nakhtis betrat Quarto das Gebäude der Bezirksverwaltung und fragte sich nach dem Officium des Comes durch.
    Bald standen sie vor der wohl richtigen Türe und er machte seinem Sklaven ein Zeichen, dass er klopfen möge.

  • Commodus kam gerade den Flur entlang um zu seinem neuen Officium zu gehen, als er vor der Tür bereits die ersten Besucher sah.


    Er näherte sich und als er die beiden erreicht hatte sagte er: "Salve Senator, kann ich helfen?"

  • “Salve!“, begrüßte Quarto den Mann. ”Bist du der Comes dieses Bezirks?”
    Er wartete die Antwort gar nicht erst ab, denn zu sehr drängte ihn sein Anliegen.
    “Das hoffe, dass du mir Auskunft geben kannst. Eine beschwerliche Reise liegt hinter mir und ich bin nach Colonia Claudia Ara Agrippinensium gekommen, um meinen Bruder zu treffen. Sein Name ist Lucius Aelius Validus und er ist der Duumvir dieser Stadt.
    Aber zu meiner Bestürzung muss ich feststellen, dass sein Haus verlassen und er allem Anschein nach fort ist. Kannst du mir sagen, was geschehen ist und wo ich ihn finden kann?
    Ich sorge mich sehr!
    Selbst in Rom hört man inzwischen täglich schlimme Geschichten über die Lage hier in Germanien und wie ich bei meiner Ankunft gesehen habe, ist auch diese Stadt befestigt worden.“

  • Commodus öffnete die Tür des Officiums und bat den Senator herein.


    "Ja, ich bin der Comes, aber ich muss euch leider enttäuschen. Ich bin erst heute morgen hier eingetroffen, nachdem ich von Belgica hierher versetzt wurde um den Posten des verstorbenen Comes zu besetzen. Daher muss ich mich hier selbst noch ein wenig einarbeiten."


    Er ging um seinen Schreibtisch herum und suchte etwas in den Notizen, die über den Tisch verteilt waren.


    "Da ich aus Augusta Treverorum sowohl die oberen Beamten der Regionalverwaltung als auch die der Stadtverwaltung mitbringen sollte, vermute ich mal, dass euer Bruder nicht länger als Duumvir geführt wird."


    Da fand er einen Zettel.


    "Hier haben wir es. Scheinbar wurde er als vermisst gemeldet."

  • So schnell wie der Schwindel gekommen war, so schnell fing der Senator sich auch wieder. Ärgerlich schüttelte er den Sklaven ab.
    “Ahrrrr, lass mich, es geht schon.“
    Dennoch setze er sich auf den dargebotenen Stuhl.
    Der erste Schrecken war gewichen und hatte Zorn Platz gemacht. Mit mahlendem Unterkiefer sann Quarto einen Augenblick lang nach.
    “Vermisst… Ich muss also befürchten, dass er in die Hände von Räubern, oder schlimmer und wahrscheinlich noch: In die Hände aufständischer Germanen gefallen ist…“, sagte er knurrend mehr zu sich, als zu seinem Gesprächspartner.
    Doch dann wandte er sich dem Comes wieder voll zu:
    “Ich will mir nicht viele und trügerische Hoffnungen machen. Also sag mir offen ins Gesicht: Glaubst du, dass ich in der hier herrschenden Lage damit rechnen kann, ihn lebendig wieder zu sehen?“

  • "Nun, soweit ich die Lage hier bisher überblicke und auch nach dem, was ich zuvor in Belgica über die Lage hier erfahren habe, glaube ich nicht, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass ihr euren Bruder wiederseht."


    Commodus wusste, dass dies hart war, aber es war die Wahrheit.

  • Quarto, auf dem Stuhl sitzend, sackte kaum merklich ein klein wenig in sich zusammen. Doch dann straffte er sich wieder und nickte ernst.
    “Ich verstehe.“
    Etwas mühsam stand er auf, machte aber eine abwehrende Geste, als sein Sklave ihm dabei helfen wollte.
    “Dennoch erwarte ich, dass man dem nachgeht und sein Schicksal noch nicht gänzlich als besiegelt ansieht. Ich ahne, dass hier viele dringliche Dinge getan werden müssen, aber der Vermisste ist immerhin wie ich ein Bruder des Caesars und künftigen Imperators.
    Ich werde umgehend nach Rom zurückreisen. Sollte sich irgendwann etwas Neues ergeben und sollte es dir gelingen, seinen Verbleib aufzuklären, dann sende mir eine Nachricht. Lucius Aelius Quarto - im kaiserlichen Palast kennt man meinen Namen.“

  • “Gut, gut, ich danke dir.“


    Er wollte sich schon abwenden, als er nochmals innehielt.
    “…aähm… und viel Glück bei deinen Aufgaben hier… du wirst es wohl brauchen.
    Mögen die Götter dich schützen. Vale!“


    Dann verließ er den Comes, dass Gebäude und bald darauf auch die Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium.

  • Nachdem er mehrere Stunden lang in den Aktenbergen herumgewühlt hatte, hatte er endlich einen Überblick über das, was in der Regio und der Stadt so vor sich ging. Er beschloss einen kleinen Rundgang zu machen und sich die Stadt und vielleicht auch die Hafenanlagen einmal genauer anzusehen.


    So stand er auf und verliess sein Officium.

  • Der Brief war mit Gaius Prudentius Commodus abgezeichnet, Comes der Regio Germania Inferior. Ich machte mich also gefasst auf ein Wiedersehen mit meinem Schwiegervater als ich das Officium im Praetorium zu Colonia betrat.


    Ich klopfte an.



    Sim-Off:

    wie gehabt: Parallelhandlung. die Flussfahrt findet simon zu einem anderen Zeitpunkt statt als dieses Gespräch.

  • Commodus kam gerade von seinem Stadtrundgang zurück als er einen bekannten Menschen vor der Tür seines Officiums stehen sah. Er ging lächelnd auf ihn zu.


    "Theodores? Was führt dich hierher?"


    Er öffnete die Tür und trat mit seinem Schwiegersohn ein. Er deutete auf einen Stuhl und setze sich dann hinter den Schreibtisch.

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