Wir, Preziosa und ich kamen in den Garten geschlendert und ich setzte mich so auf eine Bank, dass sie verstehen können sollte, dass neben mir ein Platz für sie frei wäre.
Und ich sagte: " Setz Dich doch, Preziosa. Es ist so schön hier."
"Die Iden des Märzes sind gerade vorbei und doch erblüht heute in meinem Garten eine junge Rose." , sagte ich halb zu Preziosa gewandt und halb sinnierend.
Stille kehrte ein und ich wusste nicht, ob es eine unangenehme oder angenehme Stille ist. So überlegte ich, ob ich nicht eine Scherz machen sollte, aber mir fiel keiner ein. So schwieg auch ich einen Moment..
Ich sah ihn trotz sehr großer Stille an und wusste noch nicht, was ich sagen sollte. Doch es war so schön, endlich jemanden zu haben, der den Anschein hat, mir was gutes zu tun.
Die Gedanken begannen wie wild durch meinen Kopf zu fliegen und beinahe hätte ich die Stille, die sich um uns legte, durch ein sicherlich nicht angemessenes Gebrabbel unterbrochen. Da wurde mir plötzlich klar, dass diese Ruhe, dieses einfach nur hier-und-jetzt-sein genoss. Es war gut, dass wir hier saßen uns anschwiegen und anschauten. Dann legte ich meine Hand wie beiläufig neben mich - zwischen uns - auf die Bank. Und..?
Ich sah die Hand da liegen und erst traute ich mich nicht, sie anzupacken, doch wie er mich ansah, so fasste ich mir Mut und legte meine Hand neben seine und hatte schon ein komisches Gefühl in der Bauchgegend.
Millimeter um Milimeter schob sich meine Hand zuerst in Richtung der von Preziosa bis sie sich schließlich berührten und mir schien es wie ein Fluss von Wärme, der meinen Körper durchzog.
Als seine Hand meine berührte, wurde mir richtig warm in meinem Körper ganz besonders in meiner Bauchgegend. Ichhob meine Hand etwas und legte sie auf den Handrücken.
"Manchmal steht man am Morgen auf, geht seinem Tagewerk nach und auf einmal scheint alles wie verändert. Alles scheint heller, lichter und wärmer zu sein. Manchmal ist mitten im Tag das Glück da. Heute ist einer dieser kostbaren Tage, Preziosa."
Preziosa lehnte sich an mich und ich ließ es geschehen, ja ich genoss es und erst eine Zeit später, als mir der Verdacht kam, dass sie eingeschlafen sein könnte, strich ich ihr behutsam durchs Haar. Wieder eine Zeit später fiel mir auf, dass schon einige Zeit vergangen war, seit sie hergekommen war. Auch wenn sie sagte, dass niemand in ihrer Casa sei, dachte ich, dass es besser sei, wenn sie nun zurückginge, damit niemand Übles denken möge. So berührte ich sie zart, so dass sie falsch sie schliefe aufwachen würde, allerdings ohne zu erschrecken. Dann wartete ich auf eine Reaktion...